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Geschichte des Moments
Hexentaler (Rezept für Adventskalender) von Delenn Dumbledore
(keine Altersempfehlung)

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit! Das gilt auch für Hexen und Zauberer.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Juli - 2010)
Liveinterview waterloo
Wir schreiben den 2. August 2010, befinden uns weit abgeschieden von der Zivilisation auf dem HPFFA-Treffen auf Gut Glüsig und die Intervieweule und waterloo haben auf luxuriösen Holzstühlen Platz genommen. Das gebannte Publikum muss mit Bierzeltgarnitur Vorlieb nehmen. Luxa, fthoele, Uni, Soha, Sammael und Inu sind schon sehr gespannt. waterloo, wie jeder hast du erst einmal die Möglichkeit den Lesern etwas über dich persönlich zu erzählen.
Am Interessantesten ist, dass ich gar kein HP-Fan im eigentlichen Sinne bin, sondern eher FF-Fan als HP-Fan und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bis heute nicht alle Bücher gelesen hab. Das Interessante an FFs ist, dass auch junge und unerfahrene Autoren die Möglichkeit haben, Geschichten zu schreiben und Reaktionen zu bekommen. So etwas kannte ich bis dato nicht und es war einfach Zufall, dass ich als erstes das HPFFA gefunden habe. Und dann bin ich geblieben.
Du schreibst ja vorzugsweise Kurzgeschichten mit völlig unterschiedlichen Genres, wo nimmst du deine Ideen her?
Zunächst einmal schreibe ich Kurzgeschichten, da ich nicht die Zeit habe, lange Mehrteiler zu schreiben und ich es ein Unding finde, wenn Mehrteiler einfach abgebrochen werden. Ich habe ja auch zwei kurze Mehrteiler und hab die erst gepostet, als sie fertig geschrieben waren. Bei den Genres ist es einfach so, dass man natürlich viele verschiedenen Sachen im Kopf hat, ich es aber inzwischen bereue, nicht von Anfang an einen Zweitaccount zu haben, der dann das Abstellgleis für Fluff, Niveauloses und Aussageleeres hätte werden können. Der Zug ist abgefahren. Ich versuche so zu schreiben, dass es mir gefällt. Hauptsächlich schreibe ich ernste Geschichten, also in etwa das, was dem Genre „Drama“ entspricht. Kurt Vonnegut sagte einmal, man solle lieber so schreiben, dass es nur einer Person gefalle, anstatt dass man das Fenster aufreiße, um es mit der ganzen Strasse zu treiben. [Verhaltenes Lachen im Publikum] Die wenigsten meiner Geschichten sind massenkompatibel, sondern eben einfach das, was mir eingefallen ist. Dabei ist es dann so, dass ich vornehmlich ernsthafte Themen schreib’ aber wenn mir dann was Lustiges in den Sinn kommt, hab ich natürlich auch den Zwang, das dann aufzuschreiben. Bei den Ideen ist es oft so, dass ich einfach einzelne Bilder oder Motive hab und die dann in Geschichten einbaue. Oft sind auch Dialogfetzen als Erstes da, wo dann die Geschichte drum herum entsteht. Gezielte Inspiration suche ich eigentlich nicht, passiert aber oft automatisch, wenn ich Musik – also Songtexte – höre oder andere FFs lese, dass mir dann eine Idee zu einer eigenen FF kommt.
Dein Oneshot "Ich bin Sex" setzt sich auf den 2. Blick sehr kritisch mit dem Ego Draco Malfoys auseinander, was war deine Motivation für die Geschichte?
[Gejohle aus dem Publikum] Es ist auf jeden Fall so, dass Draco die Figur ist, zu der ich am meisten geschrieben hab und auch am meisten les, man könnte ihn also als Lieblingscharakter bezeichnen. Es ist so, dass dieser Charakter sehr verschieden ausgelegt werden kann. In vielen FFs ist es selbstverständlich, dass Draco der herzensbrechende Adonis und Sexgott Hogwarts’ ist, der Eisprinz Slytherins. (An dieser Stelle schaut waterloo verwirrt: „Ist das eigentlich Canon?“ Das Publikum verneint und waterloo ist erleichtert) *lacht* Dadurch hat sich im Fandom ein komplett anderes Bild von Draco etabliert, als es in den Büchern zu lesen ist, was, wie ich finde, ein interessantes Phänomen ist. Besonders, dass sich des Bild des Sexgottes inzwischen wesentlich mehr etabliert hat als das des feigen Jammerlappens. [Eule lobt die treffende Charakterisierung] Ich hab auch andere Geschichten geschrieben, wo Draco als Hauptmotiv der Feigling ist, der sich vor der Schlacht drückt oder der durch seine Erziehung Geformte, der sich mehr oder weniger zwischen den Fronten sieht und reichlich überfordert und hilflos ist. Diese spezielle Geschichte ist durch ein Musikstück inspiriert, der gleichnamige Song „Ich bin Sex“ von Petsch Moser. Das interessante bei diesem Oneshot ist, dass oben sogar drüber steht, dass das Ganze doch eigentlich bitte als Parodie zu lesen sei, ich aber trotzdem Reviews bekomme á la „Das ist Draco, wie er leibt und lebt!“
Was ist dein persönlicher Favorit beziehungsweise welche deiner Geschichten gefällt dir gar nicht?
*überlegt lange* Natürlich gibt es Geschichten, da sind besonders die Wettbewerbsbeiträge oder Challenges zu erwähnen, „Auftragsarbeiten“, also mehr oder weniger „erzwungene Kreativität“, das ist dann so, man hat einen Abgabetermin und Hauptsache er wird eingehalten. Normalerweise würd’ ich nichts online stellen, was ich persönlich schlecht finde, *zögert und überlegt* was so vielleicht nicht ganz richtig ist … Aber ich finde, man sollte als Autor nicht gleich oben im Vorwort erwähnen, wie schrecklich man seine eigenen Geschichten findet. [Luxa pfeift im Hintergrund leise vor sich hin] Geschichten, die ich gerne mag, das sind meine Draco-Blaise-Geschichten, die sind mir persönlich sehr wichtig. Und auch, wobei ich ihn heute anders geschrieben hätte, der OS „Ob Freund, ob Feind“.
Beim Jubiläumsmarathon bist du ja derzeit weit vorne, malst du dir Chancen auf den Sieg aus?
Ich glaub nicht, dass ich die beste Autorin bin, die teilnimmt. [Eule: „Nicht ganz, aber im Moment bist du zweite.“] *ist verlegen* Das sagt der Punktespiegel. Wie aussagekräftig der ist, ist eine andere Frage. Ich hätte mich woanders einsortiert, als ich jetzt im Punktespiegel stehe und rechne eigentlich auch nicht damit zu gewinnen, es sei denn, alle andern, die alle Aufgaben mitgemacht haben, fallen aus mysteriösen Gründen aus. *lacht* [Raunen im Publikum. Luxa: „Da kann man doch bestimmt was drehen, Soha.“ Soha: „Bestimmt!“ Sam sarkastisch: „Aber wir wollen dir ja nichts unterstellen.“] Aber ich glaube nicht, dass ich so konstant teilgenommen hätte, wenn ich nicht mit einigermaßen schöner Regelmäßigkeit meistens im oberen Drittel gelandet wäre. Das hat meinen Ehrgeiz geweckt.
Du hast sehr viele Geschichten online, siehst du deine berufliche Zukunft auch im Schreiben und hast du dich schon einmal an Originalen versucht?
Meine berufliche Zukunft seh’ ich noch gar nicht vor mir. [Pause] Auf die Zukunft warte ich noch. [Publikum: „Wie philosophisch!“] Ich schreibe sehr gerne, ich schreib auch seit der 6. Klasse für die Schülerzeitung und schreibe sonst auch Sachtexte. [An dieser Stelle wirft Sam ein, dass für unser Wiki dringend noch Sachtexte benötigt werden. Waterloo überhört diesen Einwand.] Ich hab z.B. mal einen Fachaufsatz über selbstbestimmtes Lernen geschrieben, der auch in einer Pädagogik-Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. [Luxa: „Waaaas?“ waterloo: „Das hab ich jetzt eigentlich Sam erzählt …“ Eule: „Quatsch, das kommt rein!“] Ich schreib auf jeden Fall sehr, sehr gerne und auch, wenn ich noch keine konkreten Vorstellungen hab … [*schaut hilfesuchend ins Publikum* „Uni, sag was!“ Uni: „… könnte meine Zukunft eventuell wirklich im Schreiben liegen.“ Waterloo: „Jup, genau.“] [Die Intervieweule schüttelt resigniert den Kopf: „Jetzt beantwortet das Publikum schon die Fragen.“]
Hast du auch eine ultimative Waffe gegen Schreibblockaden?
Schreibblockaden hab ich natürlich, aber ich denke, das ist nichts, wogegen man sich wehren sollte. Wenn’s nicht sein soll, soll’s nicht sein. Ich hab’ viele angefangene Sachen, einfach nur Ideen, sowohl handgeschrieben als auch auf dem PC, wobei ich meistens erst wirklich zu schreiben anfange, wenn ich einen konkreten Plan hab. An einem Mehrteiler z.B. habe ich ein halbes Jahr geschrieben, wobei ich sagen muss, dass es ein sehr kurzer Mehrteiler ist, aber meistens ist es so, wenn ich keine Ideen hab’, hab ich meistens auch keine Zeit zum Schreiben. Oder wenn eine wirkliche Schreibblockade da ist, ist es meistens so, dass man noch andere ungeklärte Sachen hat, die vielleicht in dem Moment wichtiger sind. Wie gesagt, erzwungene Kreativität ist immer so eine Sache.
Eule: „Hat noch wer Fragen an waterloo?“ Luxa: Machst du eigentlich Plotpläne?
Bei OS schreib ich die Sachen, um die die Geschichte drum herum entsteht, zum Beispiel ein Dialog, notier ich mir und bei meinen wohl gemerkt kurzen Mehrteilern ist es so, dass ich mir die ersten beiden Male so was nicht gemacht habe, was dann halt dafür gesorgt hat, dass das monatelang brach lag. Bei meinem letzten Mehrteiler war’s so, dass mich da die Muse im Urlaub niedergeknutscht hat [Uni: „War’s gut?“ Eule: „Uuhh, ein Urlaubsflirt.“ waterloo *grinst*: „Ein heißer Urlaubsflirt!“ Sam: „War es dann wenigstens erfolgreich?“ waterloo: „Ich glaub schon.“] und ich da natürlich keinen PC dabei hatte [Gemurmel aus dem Publikum] und dann im meinem Notizbuch den Aufbau sehr genau festgehalten hab und als ich wieder zurück war, hatte ich so ein Jucken in den Fingern, dass ich nahezu alles in zwei Tagen und zwei Nächten niedergeschrieben habe.
Eule: „Hat noch jemand eine Frage – eine ernsthafte Frage?“ [Allgemeines Verneinen] Schön, dann kommen wir zu dem beliebten Spiel Assoziationen, wir sagen dir ein Wort und du sagst das was dir als erstes dazu einfällt!
Luxa: Schlickschlupf Luna! *hegt offensichtlich große Sympathien für Luna* Sehr schön, damit kann man sehr schöne Redensarten erfinden, die sind immer ein sehr schönes Mittel, wenn man Luna charakterisieren möchte und es lässt sich gut für den einen oder anderen Lacher benutzen. Uni: Ron Joseph Michael Richter! *grinst labil* Das ist der Schauspieler Rons in einem von Studenten gemachten HP-Musical, das meine Vorstellung von Ron entscheidend geprägt hat. Ron ist gerne gesehen als der letzte Trottel, Stichwort Teelöffel, und fast immer essend. Uni: Butterbier Parties im Kerker von Slytherin. [Eule *ungläubig* : „Butterbier?] Verdammt scheiße, ihr habt Recht … Hm, wohl eher Feuerwhiskey … Tja, Chance vertan. Soha: Der See [*kriegt sich kaum mehr ein vor Lachen*] In einem Forum hab ich mal etwas gelesen, es ging um die schönsten Badfics, die uns je begegnet sind. Hermine nimmt ein Nacktbad im See, trifft auf den Kraken und sie hat, laut der Person, die diese Badfic im Forum angekreidet hat, einen Tentakel in jeder Körperöffnung. [Tumult im Publikum. Gejohle. Angewiderte Laute] Die Auflösung: Der Krake war Draco. *grinst triumphierend* Ich selbst hab diese Geschichte übrigens nicht gelesen. *schnell mal klar stellt* Eule: Seidenschnabel *leicht verunsichert* Das ist jetzt peinlich… *schaut die Intervieweule an* Das ist doch der Hippogreif, der Draco verletzt hat? *schaut zweifelnd* [Zustimmendes Gemurmel] Weiß nicht, Canon oder Fanon: er wohnt irgendwann im Grimmauldplatz Nummer 12 im Dachzimmer [Luxa: „Ist Canon.“] Tscha! *reißt triumphierend die Arme in die Luft* Sam: Dobby Klein und Knuffig [Eule: Aber das ist doch Luxa!] Ich glaube, Luxa hat einen neuen Spitznamen. [Luxa: Nein Danke, ich bleibe bei Luxa-Sue] Bei der Gelegenheit kann ich ja gleich noch mal peinlich fragen: Ist es Canon, das Dobby mit Winky zusammen kommt? [Laut Publikum gibt es Andeutungen] Ich klammere mich ja noch an die Hoffnung, dass Dobby Winky aus ihrer Sucht holt! Fthoele: Ligusterweg *lacht* Da muss ich jetzt als Erstes an schlechte Klischeefics denken, in denen Harry erst mit einer Eisenstange von Onkel Vernon verprügelt und dann vergewaltigt wird. [Aufruhr im Publikum. Uni: „Im Lederstring!“ Gröhlen] *wieder ernst* Nein, Harry im Ligusterweg ist eine sehr interessante Charakterisierungsmethode, wobei ich ja immer noch glaube, dass Harry durch so eine Kindheit wahrscheinlich heftiger geprägt sein sollte. Luxa: Heulende Hütte Ganz spontan: Treffpunkt verschiedener Liebespärchen, wenn der Raum der Wünsche und der Astronomieturm belegt sind. *grinst in sich hinein* Ich bevorzuge ja den Nordturm [Stimme aus dem Off: „Da ist doch Trelawneys Klassenzimmer!“] Ups, das weiß ich doch nicht! Eule: „Ich finde es ganz toll, dass sie so ganz anders assoziiert als jemand, der die Bücher gelesen hat.“ Soha: „Stimmt.“ Luxa: Colin Creevey „Klein, nervig, Gryffindor“ Das ist jetzt ein wörtliches Zitat aus einer FF, die aber nicht von mir ist. Inu: Hatten wir Dumbledore schon? Auch ein in FFs sehr wandelbarer Charakter, wobei Bad!Dumbledore ebenso verachtenswert ist wie das Vergewaltigungsklischee im Ligusterweg. [Unruhe im Publikum] Wobei sicherlich klar ist, dass er auch laut den Büchern nicht der Gutmensch ist, der immer nur moralisch verantwortungsvoll handelt.
Und nun das letzte Wort:
Geht zur Wahl [Gemurmel], fahrt vorsichtig [Lachen], benutzt Kondome [Johlen], esst maßvoll und konsumiert kritisch. [Das Gesagte geht in Lachen unter] Aber vor allen Dingen eins: Lest, Leute!
Wir danken waterloo im Namen aller Leser
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Sonorus
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