Anmelden
Eingeloggt bleiben
Spenden

Das HPFFA hat keine Werbung. Damit das so bleiben kann, brauchen wir eure Spenden um unseren Server zu bezahlen.

Geschichte des Moments
Can you feel the Love tonight von A K Lupin
(ab 10)

Eine kleine Kurzgeschichte über Lupins gedankliche Zwickmühle was eine Frau angeht, die ihm den Kopf verdreht hat...

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Dezember - 2010)
Von FanFiction zum eigenen Buch fee morgana
Zuerst einmal vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Natürlich zu Anfang das Obligatorische: "Erzähle uns doch erst einmal was von dir!"
Um es mal mit Coco Chanel zu sagen: "Eine Frau kann mit 19 entzückend, mit 29 hinreißend sein, aber erst mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war!" Ergo bin ich 39. Ansonsten habe ich 2,6 Kinder mehr als die bundesdeutsche Durchschnittsfrau und durchaus noch andere Hobbys. Außer Schreiben meine ich natürlich. Wenn ich nicht gerade meinem Mann auf die Nerven gehe, meine Kinder malträtiere oder den Hund erziehe, treibe ich Ausdauersport. Übrigens kann ich nicht von mir behaupten „schon immer geschrieben zu haben“ oder „immer schon geschrieben haben zu wollen und es nur nicht getan zu haben“. Bis vor einigen Jahren bin ich nie auf diese Idee gekommen, doch als es mich einmal gepackt hat, ließ es mich nicht mehr los.
Bei dir fange ich mal andersrum an. Statt FanFiction, Originale. Aus einer sicheren Quelle weiß ich nämlich, dass man dich auch in einer Buchhandlung finden kann, denn du hast schon ein Buch verlegt. Magst du den Lesern vielleicht ein bisschen darüber erzählen?
Da muss ich erst einmal korrigieren: Noch findet man mich nicht in einer Buchhandlung. Eine Kurzgeschichte von mir kann man online im Juli-Magazin 2010 von http://www.media-mania.de lesen. Ab Juli 2011 bin ich dann allerdings auch über den Buchhandel und amazon zu haben. Zunächst mit einem Regionalkrimi, der allerdings nicht dem üblichen Serienermittler-Beuteschema entspricht, sondern eine Mischung aus Krimi, Thriller, Sex and Crime ist. Unter dem Titel „Kainszeichen“ wird er vom http://www.Gmeiner-Verlag.de veröffentlicht. Ungefähr zeitgleich erscheint meine Kurzgeschichte “L'odeur de Paris“ in einer Anthologie zum Thema Parfum bei http://www.stories-and-friends.de.
War es sehr schwer, einen Verlag für dein Buch zu finden? Ich kann mir nämlich vorstellen, dass genau davor viele Autoren Angst haben. Ihr Buch Fremden zu schicken und es bewerten zu lassen und unter Umständen zu hören, dass das was man da geschrieben hat, Mist ist.
Das große Problem ist, dass man ja gar nicht das fertige Buch an einen Verlag schickt. Ein ausgearbeitetes Manuskript kann sehr gut sein – nur geht die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt Beachtung findet, leider gegen Null. Man stelle sich folgende Situation vor: Man trifft einen Lektor im Bus und hat bestenfalls drei Minuten, um ihn davon zu überzeugen, einen Blick darauf zu werfen. Das ist im Grunde das, was ein gutes Exposé leisten muss. Bei mir war viel Glück mit dabei, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute anzusprechen. Angst zu hören, dass es Mist ist, hatte ich eigentlich nicht, denn Kritik gehört zum Schreiben einfach dazu. Nicht jeder mag alles und niemand muss meinen Stil, meine Idee und meine Geschichte mögen. Das ein Buch abgelehnt wird, heißt ja auch nicht automatisch, dass es Mist ist. Es passt vielleicht nicht zum Verlagskonzept oder die Idee ist zwar gut, aber es gibt schon Ähnliche, die schneller waren. Oder es ist einfach das 1000 Vampirbuch und der Bedarf ist gedeckt. Oder der Autor ist ein Neuling und der Lektor müsste viel Zeit investieren, die er möglicherweise gerade nicht hat. So traurig es ist: Das ist häufig ein k.o Kriterium. Deswegen tut man gut daran, sich vorher der Kritik von Freunden und Testlesern auszusetzen und diese auch zu beherzigen. Es ist zwar keine Garantie, aber es hilft einem unter Umständen, überhaupt erst wahrgenommen zu werden.
Realistisch gesehen, würdest du das Schreiben eines eigenen Buches mehr als Arbeit oder Spaß bezeichnen?
Ich antworte mit einem entschiedenen 'vielleicht'. Oder mit einem klaren 'Jein'. Oder mit Radio Eriwan 'Im Prinzip beides'. Vieles macht einfach Spaß: das Ausdenken der Storyline, das Schreiben der entscheidenden Szenen, ganz besonders die Recherche hat es mir angetan. Ich liebe es, Leuten ein Loch in den Bauch zu fragen. Aber Streckenweise ist es einfach nur Arbeit. Wenn zum Beispiel im Plot etwas vages steht wie „das löst sich dann irgendwie auf“ und man die ganze Zeit drumherumlaviert ist. Nachts um halb drei stellt man dann fest, dass man „nur“ noch diese eine Szene schreiben muss, damit das Buch endlich fertig ist … dann wird es Arbeit. Zäh und nervtötend.
Sicher kennst du das, man hat ein leeres Blatt vor der Nase, will etwas schreiben, doch irgendwie will es einfach nicht gelingen. Was machst du dagegen?
Joggen. Die besten Ideen habe ich jenseits des magischen Kilometers 9 ¾. Falls das nicht geht, gehe ich einfach spazieren oder suche mir eine möglichst stupide Tätigkeit. Je leerer mein Kopf, desto sicherer kommen Ideen.
Im HPFFA bist du ja hauptsächlich für deine Trilogie "Der Hüter des Lichts" bekannt, doch wer nun verzweifelt sucht, wird leider nichts mehr dazu finden. Aber vielleicht magst du trotz dessen kurz erzählen, worum es in dieser Geschichte ging. Und dementsprechend dann natürlich auch, warum wir sie nicht mehr hier finden.
„Die Hüter des Lichts“ sind eine Abenteuergeschichte rund um Severus Snape und eine OC. Die ersten beiden Teile spielen vollkommen parallel zu HP6. Der dritte Teil hält sich dann aber nicht mehr akribisch an HP7, da ich mir die Grundzüge meiner Geschichte lange vor HP7 ausgedacht habe. Es ist eine sehr epische Geschichte mit vielen Handlungssträngen. Diese zu einem ordentlichen Ende zu bringen kostet viel Zeit. Ich habe mir immer vorgenommen, die Hüter nicht als FF-Leiche im Netznirwana stehen zu lassen, also habe ich die Konsequenz gezogen und sie herausgenommen. Irgendwann werde ich sie zu ende Erzählen und wer möchte, darf mich gern deswegen kontaktieren.
Schreibst du denn auch andere FanFictions oder hast du sämtliche Energien auf eigene Werke verlagert?
Aus Zeitgründen schreibe ich derzeit keine Fanfiktions, aber ich würde niemals 'nie' sagen. Manchmal juckt es mich schon in den Fingern.
Beim FanFiction schreiben hast du ja ein direktes Feedback in Form von Reviews. Bei einem echten Buch geht das ja nicht. Fehlt dir das, bzw. wie wichtig ist dir ein direkter Kontrakt mit deinen Lesern und damit natürlich auch Kritik oder Lob?
Das ist in der Tat ein schwieriger Punkt. Ich weiß noch nicht, wie ich es finden werde, wenn ich wenig bis gar kein Feedback von Lesern bekomme. Ich hatte einige Testleser, mit denen ich auch persönlich gesprochen habe, daher weiß ich schon, was gut ankommt und für entsprechende Kritik sorgen sie natürlich auch. Aber trotzdem wird es mir bestimmt fehlen, dass mir jemand direkte Kommentare schreibt.
Zu guter Letzt lade ich dich noch zu unserem kleinen Assoziationsspiel ein. Schreib einfach was dir spontan dazu einfällt.
Hedwig - Feuerwehr Winky - Schnaps Basilisk – Augen schließen! Die Kammer des Schreckens – Wo ist mein Schwert? Hermine – In der Bücherei (nein, nicht das Schwert) Snape – kein Kommentar ... Vielsafttrank – Igitt! Gregory Goyle – Oh nee, ne. Nicht mit der Kneifzange! Slytherin - Grün Dumbledore – Schlitzohr!
Und an dieser Stelle bleibt mir nur noch, mich höflichst bei dir zu bedanken und dir weiterhin viel Erfolg zu wünschen.
Ich danke ebenfalls!
Wir danken fee morgana im Namen aller Leser
Einen Kommentar abgeben
Sonorus
Lade ...
Neuerscheinungen