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Geschichte des Moments
McGonagall dreht durch von Stephisto
(keine Altersempfehlung)

Alle Hogwartsschüler müssen über die Ferien ein Referat über nicht-magische Kreaturen schreiben. Professor McGonagall bietet zwei Hogwartsschülern an, mit ihr die schottischen Vampire zu besuchen und über deren Freizeitbeschäftigungen zu berichten. Hermine Granger und Daphne Greengrass melden sich dafür an. Doch neben dem taktlosen Professor Lupin und den streitenden Mädchen gibt es noch ein paar übernatürliche Gründe warum ... weiterlesen

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Juni 2012)
Warum man in der Fantasie die Flügel ausbreiten kann. Fiirvogel
Als Erstes wüssten wir gerne, mit wem wir es zu tun haben ;) Wer bist du, wie alt bist du und wie kamst du dazu, FanFictions zu schreiben - und natürlich: Wie hat es dich in unser kleines Archiv verschlagen?
Ja, wer bin ich? ... Ich heiße Manuela und bin „us dä Schwiiz". In Hogwarts wäre ich drei Jahrgänge über Harry gewesen. Leider habe ich keinen Brief erhalten. Meine Geschwister und ich haben als Kinder zwar oft Hexen gespielt und irgendwo tief in meinem Innersten ... aber nein, ich bin leider eine Muggel.
Zu den FanFictions kam ich, weil ich schon nach den ersten paar HP-Büchern und spätestens nach Band 6 fand, dass definitiv zu wenig über Severus Snape in den Büchern stand. Von Band 7 und Snapes traurigem Ende möchte ich gar nicht sprechen, das nehme ich J.K. Rowling ziemlich übel :o) Ich finde, Snape kommt, nach allem, was er durchgemacht hat, zu kurz und wird, obwohl die schillerndste Figur des Romans, zu einseitig dargestellt. Ich begann aus Neugierde im Internet herumzusurfen und entdeckte, dass ich nicht alleine war, dass es unzählige andere Leser gab, die wissen wollten, was vor, nach und neben der HP-Story geschah - und die das auch aufschrieben. So begann ich FFs zu lesen. Es dauerte ziemlich lange, bis ich mich entschloss, selber eine zu schreiben. Grund dafür war, dass ich zwei- oder dreimal eine vielversprechende Geschichte anlas, die irgendwann einfach abgebrochen wurde. Ich fühlte mich jeweils um den Schluss betrogen. Deshalb nahm ich mir vor, erst mit Schreiben zu beginnen, wenn ich wusste, wie die Geschichte ausgehen sollte. In euer Archiv hat es mich verschlagen, weil ich berufsbedingt - ich bin Übersetzerin und Journalistin - Mühe mit Texten habe, die mit Fehlern gespickt sind. Ihr achtet sehr auf Qualität, das gefällt mir.
Wie jeder andere hier, bist du ja über die Harry Potter Bücher hier hergekommen. Was bedeuten die HP-Bücher für dich?
Ich wuchs mit „Pippi Langstrumpf", der „Unendlichen Geschichte", mit „Jim Knopf" und „Momo" auf; ein großer Teil von mir lebt auch heute noch ziemlich losgelöst von der Realität, die uns umgibt. Ich bekam von meiner Schwägerin den ersten HP-Band auf Deutsch zu lesen, weil sie wusste, dass ich Fantasy mochte. Ich las es in wenigen Tagen - oder Nächten! Als Übersetzerin kaufte ich mir natürlich sofort das englische Original und genoss den eleganten Schreibstil von Rowling. Die Idee, dass eine Parallelwelt zu unserer eigenen existiert, von der wir nichts wissen, weil sie gut vor uns Muggel getarnt ist, fand ich toll. Danach habe ich Band um Band verschlungen. Wie alle Fantasy-Geschichten ist auch Hogwarts eine wunderbare alternative Wirklichkeit, in die ich mich tagträumend zurückziehen und in der meine Fantasie ungehindert ihre Flügel ausbreiten kann.
Du schreibst nun schon längere Zeit an deiner FF „Aus der Asche" und hast schon viele Stammleser. Schildere doch kurz einmal, um was es in deiner FF geht und was sie so besonders macht.
Was sie besonders macht, das müsst natürlich ihr Leser sagen :o) * ja bitte, ich höre?* Eine Inhaltsangabe findet ihr am Anfang der Geschichte, vielleicht einfach kurz zur Idee: Ich finde, wie gesagt, dass Snape in Rowlings Geschichte eine unbefriedigende Rolle zukommt und dass sie ihm nie die Möglichkeit gibt zu zeigen, was eigentlich hinter der steinernen Maske des Doppelspions steckt. Dabei hätte mich das brennend interessiert! Und nicht nur mich, glaube ich. Meine Idee bei „Aus der Asche" war, Snape eine Chance zu geben, etwas mehr von sich preiszugeben, und seine Tochter Melody, die so unterwartet in sein Leben tritt und es in seinen Grundfesten erschüttert, ist der Auslöser, den es braucht. Außerdem interessierte mich, wie ein gewöhnliches Mädchen damit umgehen würde, plötzlich in dieser fremden Zauberwelt aufzuwachen und sich darin zurechtfinden zu müssen. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Geschichte so nahe am Original schreiben und den Figuren so treu sein wollte, dass die Leser das Gefühl bekommen, es hätte so sein können, dass es wahrscheinlich sogar so war und Rowling uns diesen Teil der Geschichte einfach vorenthalten hat :o)
Wie gehst du mit der Situation um, wenn du eine Schreibblockade hast? Liest du andere FFs, um dir Anregungen zu holen oder hast du andere Tipps für deine Leser?
Schreibblockaden, hmm ... Tja, ich habe zwei kleine Kinder und da fällt immer viel Haushaltsarbeit an. Beim Staubsaugen, Waschen, Bügeln und Putzen kann ich dann meine Gedanken ausschwärmen lassen ... und bis ich endlich wieder Gelegenheit habe, an den Computer zu sitzen, hat sich meist so viel an Ideen angestaut, dass es selten Schreibblockaden gibt. Habe ich doch einmal einen Durchhänger, lese ich etwas anderes, was auch immer meine Fantasie beflügelt. Am besten neue Ideen formulieren kann ich aber, wenn ich mit dem Zug unterwegs bin. Ich weiß nicht, woran es liegt, vielleicht weil die Welt um einen herum im Fluss ist, sowohl während der Zugfahrt, als auch bei den unvermeidlichen Wartezeiten an Bahnhöfen, wo ständig Leute vorbeieilen und Züge durchrauschen. Bei soviel Bewegung rundherum werden auch meine Gedanken flexibler, beweglicher, ich gerate so weniger in gedankliche Sackgassen ... Soll ich den Lesern den Tipp geben, Zug zu fahren?
Wie schwierig ist es, eine so lange FF zu schreiben und dabei nicht den Überblick zu verlieren? Wie gehst du vor, machst du dir Notizen oder schreibst du einfach drauf los?
Ich fing erst an zu schreiben, als ich einen ungefähren Plan hatte: Ich starte bei A und will nach B: Wie komme ich da hin? Ich muss hier und da und dort umsteigen, das gab dann die Wendepunkte in der Geschichte, die Brückenpfeilen, an denen die Hängebrücke befestigt ist. So z.B. das Kapitel mit dem Nasenwachsfluch und dem Treffen auf dem Astronomieturm, die Szene an Weihnachten und das Kernkapitel Animae Iunctae, wo Snape Melody sagen muss, wer er ist. Erst dann habe ich mit Schreiben begonnen und gleichzeitig den Plot immer weiter verfeinert, Ideen festgehalten, den Zeitablauf strukturiert. Mit Veröffentlichen habe ich gewartet, bis ich etwa in der Mitte der Geschichte und sicher war, dass es funktionieren und ich bis zum Schluss durchhalten würde. Ich wollte niemanden enttäuschen.
Manche Autoren haben Probleme, einen geeigneten Beta zu finden - worauf achtest du bei deinem Betaleser, wie und wo hast du ihn / sie gefunden und welche Aufgabe übernimmt dein Beta?
Also ich habe meine Beta ziemlich schnell gefunden und möchte ihr an dieser Stelle herzlich danken. Sie hat 300 Seiten „gebetat". Da ich mir dank meiner Ausbildung einbilde, korrekt Deutsch zu schreiben, ging es mir weniger darum, jemanden zu finden, der mir Rechtschreibung und Grammatik korrigiert. Natürlich schleichen sich immer Tippfehler ein, aber wichtig war mir vor allem, ein Versuchskaninchen für meinen Text zu finden, um zu wissen, wie die Geschichte wirkt. Meine Beta hat mich immer wieder auf Unklarheiten hingewiesen, die für mich glasklar waren, weil ich schon Stunden oder Tage darüber gebrütet hatte, die sich dem Leser aber nicht gleich erschlossen. Wenn meine Beta an einer Stelle die Stirn runzelt, muss ich davon ausgehen, dass die Mehrheit der Leser darüberstolpern wird. Deshalb überarbeitete ich diese Stellen noch einmal oder ließ zusätzliche Infos einfließen.
Denk doch mal an alle Reviews, die du bisher erhalten hast. Welches davon ist dir am deutlichsten im Gedächtnis hängengeblieben? Hast du vielleicht auch schon mal ein negatives Review bekommen?
Ich möchte vorausschicken, dass ich mich über jedes einzelne Review gefreut habe, weil es einfach enorm motivierend ist zu lesen, dass jemand die Geschichte mag. Man ist ja so einsam vor dem Computer, und der gibt keine Antwort ;o( Ich habe aus vielen Reviews herausgelesen, dass Leser sehr stark mit Melody mitfieberten und -litten und sich mit ihr identifizieren konnten. Das freut mich, schließlich habe ich diese Figur selber entwickelt und natürlich stecken da neben viel Herzblut auch ein paar von meinen eigenen Teenie-Erfahrungen und Schulerlebnissen drin.
In einem der schönsten Reviews schrieb eine Leserin (ziemlich am Anfang der Geschichte): „Es ist Zeit, dass wir Melody endlich etwas mehr Selbstvertrauen einflössen." Ich fand das einfach wunderschön, dass sie sich mit mir identifizierte, sich neben mich setzte und sich mit mir zusammen für das Schicksal von Melody verantwortlich fühlte. Besonders toll finde ich auch die Reviewschreiber, die in regelmäßigen Abständen kurz reinapparieren und etwas kommentierten, was ihnen auffällt: „Ich hoffe, dass ..." und „Mann, da musste ich laut lachen", alle diese Details, die mir zeigen, dass die Pointen richtig gesetzt sind, die Erwartungen der Leser in die richtige Richtung gehen ... Wirklich negative Reviews habe ich nicht bekommen, vielleicht einmal einen Wunsch à la „Es wäre schön, die Geschichte würde noch etwas mehr mit dem Original verwoben", was ich gegen Ende auch mache, oder - ja das war süss! - die Bitte, Umbridge möge mal eins aufs Dach bekommen. Ich überlegte mir , ob ich so etwas einbauen konnte und habe es gottlob in Kapitel 36 geschafft!
Planst du noch andere FanFictions oder willst du zuerst dein aktuelles Projekt zu Ende bringen? Mit was haben wir in Zukunft zu rechnen?
FFs schreiben ist wie eine Sucht. Ich werde bestimmt wieder eine schreiben, und bestimmt wird es erneut um Snape gehen, ich liebe den griesgrämigen, verschlossenen, cholerischen und geheimnisvollen Mann einfach und es reizt mich, ein paar gut gehütete Gefühle aus ihm rauszukitzeln. Daneben verfolge ich ein anderes ehrgeiziges Projekt: Die vielen positiven Reviews haben mich nämlich ermutigt, den Versuch zu wagen, einen langgehegten Traum umzusetzen: Ich möchte eine eigene Geschichte schreiben, eine eigene Fantasy-Welt kreieren, eigene Figuren erschaffen. Ich weiß, das Risiko, dass man damit scheitert, dass kein Verlag es veröffentlichen will, dass niemand es lesen möchte und alle denken, die spinnt ja, ist groß, aber andererseits weiß ich auch, dass ich mit mir nicht mehr zufrieden sein werde, wenn ich es jetzt nicht versuche, wo meine Kleine in den Kindergarten kommt und mein Mann genug für uns alle verdient ... Ja und er weiß und versteht es auch, und deshalb breite ich die Flügel aus und stürze mich, getragen von euren Kommis, in dieses neue Abenteuer!
Unser Assoziationsspiel, antworte, was dir alles Erstes einfällt:
Hedwig - ich möchte auch einmal eine Eule streicheln.
Cruciatus - es werden auch heute noch überall auf der Welt Menschen grausam gefoltert, man braucht dazu keinen Zauberstab.
Zaubereiministerium - kam mir beim Lesen immer ein bisschen schräg rein. Am besten gefielen mir die hausinternen Memos, die als Papierflieger herumschwirren.
Thestral - könnte ich sehen.
Zauberstab - ich würde fürs Leben gerne mal einen in der Hand halten. Es gibt ja im Internet Seiten, wo man Zauberstäbe kaufen kann, aber ich sage mir immer, ich bin zu alt dafür ... Minnimuff - musste ich googeln, haben offenbar keinen großen Eindruck auf mich gemacht.
Epilog - Geschmackssache wie das ganze Ende der grossen Schlacht. Band 7 steht als einziger nicht in meinem Bücherregal.
Aragog - ich habe nichts gegen Spinnen, aber Aragog ...
Astronomieturm - ein hervorragender Ort für dramatische Szenen, deshalb habe ich Melody da raufgeschickt, als sie am Boden zerstört und völlig verzweifelt ist.
Am Ende hat immer der Autor das letzte Wort ;)
Hoppla, das ist die Stelle, wo einem etwas besonders Geistreiches einfallen sollte und man garantiert kläglich scheitert. Ich husch dann mal unauffällig raus und gebe zurück ins Studio!
Wir danken Fiirvogel im Namen aller Leser
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Sonorus
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