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Geschichte des Moments
Helden von SeKaYa
(ab 12)

Dorcas wird verfolgt und schlussendlich platzt ihr der Kragen. Es wird höchste Zeit, ihren beiden Verehrern den Kopf zu waschen. Auf die Meadow'sche Sanfte Tour (spielt 1978)

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Juli 2012)
Wie aus Träumen ganze Geschichten entstehen Entchen19
Als Erstes wüssten wir gerne, mit wem wir es zu tun haben ;) Wer bist du, wie alt bist du und wie kamst du dazu, FanFictions zu schreiben - und natürlich: Wie hat es dich in unser kleines Archiv verschlagen?
Eine gute Frage, wer bin ich ... Ganz banal gesagt: Eine inzwischen stramm auf die 30 zugehende, gebürtige Kölnerin, die sich aufgrund der Grundstückspreise ins Kölner Umland zurückgezogen hat und dort jetzt zusammen mit ihrem Mann ein Haus, einen Garten und zwei Katzen ihr Eigen nennt ;-)

Wie kam ich zum Schreiben? Das ist vermutlich so spannend oder uninteressant wie bei vielen anderen Autoren. Ich war schon immer gut in Deutsch, meine Bandwurmsätze trieben meine Lehrer schon immer zur Verzweiflung und mit den Fantasien, die nachts durch meine Träume geistern, hätte ich schon ganze Enzyklopädien füllen können.
Und bei einem dieser unsäglichen Träume hat es einfach „Klick" gemacht und ich wusste, ich musste die Geschichte loswerden.
Und das Ergebnis ist meine erste FanFiction ;-)

Im HPFFA bin ich gelandet, nachdem ich den Mut gefasst hatte, meine ersten Kapitel einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen, in der Hoffnung, irgendjemand würde sich dafür interessieren und nicht allzu viele es in der Luft zerreißen ;-)
Vor kurzem hast du deine FF „Um den Liebsten zu schützen" erfolgreich beendet. Um was geht es in diesem Mehrteiler und wie war die Resonanz deiner Leser?
Tja, eine gute Frage, worum genau geht es eigentlich ...
Geht es um eine junge Frau, die das Wichtigste in ihrem Leben verliert und den Weg zurück nicht mehr findet? Geht es um einen Mann, der mit seiner Vergangenheit nicht abschließen kann und sich vor der Zukunft verschließt? Geht es um eine dunkle Macht, die Hogwarts bedroht?
Oder geht es im Grunde nur darum, nicht die Hoffnung zu verlieren, egal, was einem im Leben widerfährt?
Das zu entscheiden, überlasse ich den Lesern, von denen viele von Anfang bis Ende neben mir standen, mich ermutigt haben, die Geschichte weiterzuführen und deren positive Resonanzen und konstruktiven Kritiken mich immer dazu angetrieben haben, noch besser zu werden.
Womit auch die zweite Frage beantwortet wäre ;-)
Wie schwierig ist es, eine so lange FF zu schreiben und dabei nicht den Überblick zu verlieren? Wie gehst du vor, machst du dir Notizen oder schreibst du einfach drauf los?
Wie ich oben schon kurz erwähnt habe, war die Basis für meine Geschichte eigentlich ein ziemlich wirrer Traum und nachdem ich all das Unrealistische, Überzogene eines Traumes herausgefiltert hatte, blieb nur noch der Kern zurück:
Eine weibliche Figur, die ihren Mann verliert und hofft, ein Neuanfang auf Hogwarts würde das Ende ihrer Probleme bedeuten. Was natürlich nicht so ist ;-)
Aufgrund dieser Tatsache, dieser Idee entsprungen aus einem Traum, hatte ich am Anfang gar kein Konzept.
Die ersten 15 Kapitel habe ich ziemlich schnell hintereinander hinuntergeschrieben, es floss quasi aus meinem Kopf heraus. Mit jedem Kapitel, das ich schrieb, kamen neue Ideen zu. Dinge, die ich initialisiert hatte, lösten sich plötzlich in meinem Kopf auf, verwoben sich zu einem Geflecht, dass sich schließlich zum Ende der Geschichte mit einem leichten Zug am Knoten aufdröseln ließ. Ein bisschen wie die Borromäischen Ringe, nachdem ein Ring gelöst war, kamen automatisch auch die anderen frei.
Es lässt sich also sagen, dass ich bei der Geschichte insofern planlos vorgegangen bin, weil ich kein richtiges Konzept hatte, dieses kam erst ab der Mitte der Geschichte hinzu, weil mir einfach viel zu viele kleine Details einfielen, die ich nicht vergessen wollte.
Aber nach der klassischen Schreiblehrer bin ich nicht vorgegangen, also eher ein schlechtes Beispiel ;-)
Wie motivierst du dich, wenn du spürst, dass du gerade an einer Stelle deiner Geschichte nicht weiterkommst? Hörst du Musik, liest du ein Buch oder gehst du spazieren? Und wann schreibst du am Liebsten, bzw. in welcher Stimmung musst du sein?
Im Grunde genommen hatte ich während der ganzen Schreibphase nie so einen richtigen Hänger ...
Es gab Zeiten, in denen stand ich beruflich oder privat zu sehr unter Stress und habe dann gar nicht geschrieben. Oder es gab Phasen, in denen ich ganz hibbelig wurde, weil ich unbedingt weiterschreiben musste.
Da ich eigentlich immer gut in der Zeit war und meistens einige Kapitel in der Rückhand hatte, musste ich mich hier nie unter Druck setzen und habe es einfach auf mich zukommen lassen.
Wenn die Gedanken plötzlich da waren, habe ich sie genutzt und wenn sie es nicht waren ... dann gabs genug andere Ablenkung ;-)
Eine bestimmte Atmosphäre brauche ich zum Schreiben nicht. Ich kann nachts um 3 Uhr alleine vor dem Rechner sitzen, nur unterbrochen von unserem Kater, wenn der kuscheln mag. Oder ich schreibe, während mein Mann daneben sitzt und das Fernsehen läuft. Ich kann das dann einfach alles ausblenden.
Du hast einige OCs (Original Character) für die FF erfunden. Warum hast du für sie keine Charaktere genommen, die man aus den Bücher kennt? Und hast du Lieblinge unter ihnen?
Hmm, eine gute Frage. Vor allem, da ich selbst bei FFs ein Fan des Pairings HG/SS bin. Mich selbst hat es daher erstaunt, dass gerade dieser eine Traum mich zum Schreiben motiviert hat. Und hier war es nun einmal nicht Hermione, sondern eine andere Person. Bestimmt hätte ich Hermione hierfür nutzen können, aber ein eigener Charakter gab mir die Möglichkeit, ihn so zu gestalten, dass sein Werdegang zu dem passte, was ich vermitteln wollte. Ich konnte mit dieser Figur alles anstellen, denn sie war mein Geschöpf. Das war einerseits faszinierend, andererseits aber auch sehr schwer, denn ein Charakter lebt von seiner Menschlichkeit, seinen Fehlern und Schwächen, der Identifikation des Lesers mit dem Charakter.
Und ich wollte wissen, ob ich dazu fähig bin, so jemanden zu erschaffen.
Für mich als Autorin war es die ideale Kombination. Ich hatte mit Severus Snape einen Charakter, der in den HP Büchern noch nicht im Detail ausgelotet war, mir aber eine gewisse Richtung gab, an die ich mich halten konnte. Und ich hatte die grenzenlose Freiheit. Beides war für sich eine Herausforderung beim Schreiben und ich habe beides sehr genossen.
Die anderen OCs ... Sie hatten eher die Rolle, zu zeigen, dass das Leben auch in Hogwarts weitergeht und das geht nun einmal am besten mit neuen Gesichtern ;-)
Natürlich liegt mir meine weibliche Protagonistin am Herzen, aber ich könnte mich nicht entscheiden, wer in der Geschichte mir am besten gefällt.
Wenn einen eine Geschichte so lange begleitet, dann werden die Charaktere eine Art Freunde und es ist ein seltsames Gefühl, wenn sie dann plötzlich nicht mehr bei einem sind. Sie sind wie Familienmitglieder.
Was planst du als nächstes Projekt - wieder einen Mehrteiler, Wettbewerbe oder etwas ganz anderes?
Ich schreibe momentan an einem neuen Mehrteiler (Ja, es wird tatsächlich eine HG/SS Geschichte *g*) ... Hier sind jedoch der Hauskauf und die ganzen anderen Veränderungen etwas dazwischen gekommen und so bin ich noch nicht so weit, wie ich gerne wäre. Aber wie auch letztes Mal, stresse ich mich nicht. Mich wird plötzlich der Drang überfallen, weiterzuschreiben und dann werde ich dies tun.
Würde es dich reizen, einmal am „NaNoWriMi" teilzunehmen und was hälst du von Wettbewerben im Allgemeinen?
Ich wollte bereits seit zwei Jahren gerne mitmachen, aber es passte nie so recht zu meinem Schreibprojekt, so dass ich es immer verschoben habe. Aber das heißt nicht, dass ich es nicht doch einmal schaffen werde, am NaNoWriMo teilzunehmen.
Ansonsten finde ich Wettbewerbe eine spannende Sache und mache auch gerne mit (wenn ich zu dem Thema etwas zu sagen habe *g*).
Wie steht es bei dir um die Selbstkritik? Oder anders gefragt, hat dein Betaleser bei dir eher mehr oder eher weniger zu tun?
Meine Betaleserin hatte schon einige Male etwas zu tun. Das lag daran, dass es ersten sehr viel Text war (wir sind zum Schluss bei über 200.000 Wörtern gelandet) und nach ca. 5 Stunden Schreiben die Flüchtigkeitsfehler zunahmen. Und dann bin ich auch jemand, der gerne mehrmals über die Kapitel liest, hier etwas ändert, da und dort etwas umstellt und dann natürlich auch das Feedback haben möchte, ob und wie gut das Kapitel ist.
Also ich glaube, meine Betaleserin hatte schon einiges zu tun ;-)
Aber da sollten wir sie am besten selbst fragen.
Wir spielen unser beliebtes Assoziationsspiel - schreibe einfach, was dir als Erstes einfällt:
Cho Chang: Ein total flacher Charakter in den Büchern, unsympathisch, ich hätte auf sie verzichten können.
Der See: Ich würde wirklich gerne wissen, was da unten so lebt ...
Zauberstab: Also zauberstablos finde ich es ja noch cooler ;-)
Minnimuff: Ne, ich mag meine Katzen.
Apparieren: Das würde ich wirklich gerne können, die Zeitersparnis *seufz*
Tom Riddle: Schon ein ziemlich gutes Konzept von JKR ... Und wir sind doch alle ein bisschen Bluna ;-)
Die Verbotene Abteilung: Bücher *träum*
Hauspunkte: Ich finde das System zu einseitig, ein zweistufiges System mit Haus- und Einzelpunkten wäre spannender ;-)
Schlickschlupf: Hä?
Kanariencremeschnitten: *Brrrr*
Nun bleiben dir letzte Worte an deine Leser ;)
Stay hungry, stay foolish.
In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr es nie müde werdet, mich zu kritisieren und auch manchmal zu loben, egal, wie phantastisch meine Geschichten auch werden mögen.
Und wenn ich nur einem eine Freude beim Lesen bereiten konnte, ist mein Zweck als Autorin schon erfüllt :)
Wir danken Entchen19 im Namen aller Leser
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