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Geschichte des Moments
Mörderkind und Todesserbrut von yoho
(ab 12)

„Mörderkind!“, schreit Adrian mir entgegen. „Deine Eltern haben meine Mutter umgebracht!“ Dann trifft seine Faust mein Gesicht. Einmal, zweimal, noch mal. Ich bin unfähig mich zu rühren. Völlig überrumpelt. Und ich fühle überhaupt keinen Schmerz.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (August 2012)
Ein Review kann alles verändern Glasschmetterling
Heute habe ich Glasschmetterling in meinem Netz gefangen und frage mich - wer bist du, was machst du, wie bist du zum FF schreiben gekommen und wie hat es dich ins HPFFA verschlagen?
Viele Fragen auf einmal, also der Reihe nach, erst mal Hallo an alle. Ich bin seit neuestem 22 Jahre alt, studiere Lehramt an einer mitteldeutschen Universität (und entgegen böser Zungen ist da nichts mit Deutsch dabei!) und arbeite nebenbei.
Zum FF-Schreiben bin ich - natürlich - über Harry Potter gekommen. Geschichten ausgedacht und auch geschrieben hab ich eigentlich, seit ich weiß, wie herum ich den Stift halten muss, aber als ich dann gegen Ende des Jahres 2002 im HP-FC.de landete und dort die Fanfiction-Ecke entdeckte, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme. Was die können, kann ich schon lange, dachte ich mir damals mit zarten zwölf Jahren, und hab angefangen, eine Fanfiction - komplett mit Mary Sue, die Sirius Black un-glaub-lich toll fand, also, Black die Sue, nicht umgekehrt - zu schreiben. Das Machwerk ist mittlerweile in der hintersten, dunkelsten Ecke meiner Festplatte verstaut, aber die Faszination ist geblieben.
Danach folgten einige originale Fantasy- und Science-Fiction-Versuche, und schließlich bin ich mit ungefähr 16, 17 Jahren wieder beim Fanfiction schreiben gelandet, und unter anderem auch beim Harry-Potter-Fandom.
Zum HPFFA gekommen bin ich über Vivianne, die mich eines Tages einfach geschnappt, unter den Arm geklemmt und hierhin geschleift hat, weil - ich glaube, es war 2010 - Not am Mann und an der Frau war, weil ein paar Stories für den Adventskalender gefehlt haben. Ich hab mich angemeldet, ich hab meine Weihnachts-One-Shots online gestellt - und ich bin geblieben.
Du hast ja schon eine ganze Menge FFs veröffentlicht, deine Weihnachtsoneshots erfreuen sich auch größter Beliebtheit. Welche dieser FFs bedeutet dir am meisten und aus welchen Gründen?
Ironischerweise ist die Fanfiction, die mir am meisten bedeutet, gar nicht aus dem Harry Potter-Fandom. Es ist For Want of Evidence, meine Batman Begins/The Dark Knight-Fanfiction, die nach meiner eigenen Einschätzung wahrscheinlich die beste, kompletteste Geschichte ist, die ich jemals geschrieben habe.
Wenn ich mich auf meine Harry Potter-Fanfictions beschränken muss, dann muss ich da sagen, dass mir die Entscheidung nicht einfach fällt, wenn ich eine einzelne Geschichte auswählen muss, sie aber nicht schwierig ist, wenn ich die Harry Christmas Everyone-One-Shots in ihrer Gesamtheit betrachten kann. Das war eigentlich eine doofe Idee, geboren aus Langeweile und weihnachtlicher Stimmung, und ich bin selbst noch immer davon überrascht, wie viel daraus geworden ist.
Mittlerweile kann ich mir den Advent und die Weihnachtszeit gar nicht mehr ohne Harry Christmas Everyone vorstellen, nachdem ich fünf Jahre lang immer Weihnachts-One-Shots geschrieben habe, und auch, dass ich damit jedes Mal einem Leser oder einer Leserin eine kleine Freude bereiten kann, gefällt mir sehr an dem Projekt, auch wenn manche von ihnen eine ganze Weile darauf warten müssen.
Bei deiner Story „Ein Kinderspiel" handelte es sich um eine Gooseaufgabe, mit der du lange zu kämpfen hattest. Was hälst du von Gooseaufgaben und hast du selbst schon ab und an eine kniffelige Aufgabe an einen Autor gestellt?
Ich muss zugeben, Ein Kinderspiel ist bis jetzt die einzige Goose-Aufgabe, die ich selbst bearbeitet habe, wenn man jetzt die Harry Christmas Everyone-Sachen weglässt, die man ja eigentlich auch als Goose-Aufgabe betrachten kann. Eines hat mir die Story beigebracht - dass man nie um eine Aufgabe betteln sollte, wenn man unkreativ ist und schon mit den eigenen Projekten nicht weiterkommt. Es klappt nicht, zumindest nicht bei mir. Nachdem ich jetzt versuchen möchte, nur noch Goose-Aufgaben anzunehmen, wenn ich an keinem aktuellen Projekt arbeite, da es mir unglaublich schwer fällt, mich kurz zu fassen, wird sie in absehbarer Zeit auch die einzige Aufgabe bleiben.
Selbst stelle ich sehr gerne Aufgaben, allerdings nur recht selten, meistens mit Ideen oder kleinen Szenen, die ich sehr interessant finde, aber nicht selbst verfolgen kann oder möchte - manchmal nur ein Geistesblitz oder ein Satz oder ein Bild, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Wenn ich sie dann an jemanden vergeben habe, weiß ich, dass sie in guten Händen sind, und kann in Ruhe darauf warten, was denn daraus wird.
Jeder Autor kennt es - man sitzt vor dem Computer und die Worte wollen einfach nicht fließen. Schreibblockade! Was sind deine Mittel, um damit fertig zu werden und dich wieder zum Schreiben zu motivieren?
Nachdem ich jetzt doch schon seit mehr als zehn Jahren schreibe, habe ich (frei nach Barlow) eine sehr pragmatische Methode gefunden, um mit Schreibblockaden umzugehen - ich lasse es einfach. Schreibblockaden treten bei mir eigentlich nur dann auf, wenn mich der Rest meines Lebens so sehr fordert, dass ich keinen klaren Kopf mehr habe, um mich irgendwelchen kreativen Beschäftigungen zu widmen. Wenn ich in dem Zustand schreibe, kommt ohnehin nichts vernünftiges heraus, und dann nutze ich meine Zeit lieber anders, sinnvoller.
Ich mache mich dann auch nicht nervös oder fertig, ich weiß einfach ganz genau, sobald ich wieder weniger um die Ohren und mehr Zeit habe, kommt meine Kreativität von selbst zurück, und wenn ich dann nicht schreibe, bin ich für mich und andere ohnehin so unerträglich, dass ich es gar nicht lassen kann, selbst wenn ich es wollte.
Als fleißige Autorin hofft man ja auch auf Reviews und Meinungen seiner Leser. Kannst du dich an ein bestimmtes Review erinnern, welches bleibenden Eindruck hinterlassen hat - positiv sowie negativ?
Ich glaube, das Review, das bei mir den meisten Eindruck hinterlassen hat, war mein erstes kritisches Review. Ich hab ja schon ein paar Worte über meine erste Fanfiction fallen gelassen, und am Anfang hieß es dann „Toll, super!", „Genial!" und „Schreib weiter!" - und dann kam da plötzlich jemand an und hat angefangen zu meckern. Rechtschreibung ist gut, Grammatik ist gut, aber da ist doch das und das und das und das ...
Sagen wir es kurz, ich war zuerst so richtig beleidigt, und dann hab ich angefangen, Ausreden zu finden, vor allem dafür, dass mein Hauptcharakter doch gar keine Mary Sue ist, weil ...
Irgendwie sind wir ins Reden gekommen, und haben uns im Chat getroffen, und naja, lange Rede, kurzer Sinn, die Geschichte ist jetzt mehr als zehn Jahre her, wir halten noch immer Kontakt und ohne dieses Review wäre ich wahrscheinlich gar nicht hier im HPFFA. Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Review mein Leben verändert hat.
Welche Projekte planst du für die Zukunft - ein anderes Fandom, ein Original?
Ich plane immer viel zu viele Projekte - wie viele davon wirklich das Licht der Welt erblicken, ist immer eine zweifelhafte Angelegenheit, und sehr schwierig vorherzusagen. Das Plotbunny, das mich in dem Moment, als es mich angesprungen hat, unglaublich gefesselt hat, kann ein paar Monate später, wenn ich die Zeit dafür habe, schon wieder seinen Reiz verloren haben.
Im Moment schreibe ich an einer längeren, englischen Fanfiction zu Jane Austens Stolz und Vorurteil namens Upon my Honour, die ich hoffentlich in zwei bis drei Monaten beendet haben werde. Was danach kommt, weiß ich noch nicht und kommt ganz darauf an, worauf ich gerade Lust habe - das Schreiben ist immerhin ein Hobby für mich, da möchte ich mich nicht drängeln oder mir selbst Druck machen. Nebel über Hogwarts wartet noch immer darauf, generalüberholt und abgeschlossen zu werden, allerdings hat die Geschichte mittlerweile einige Kapitel mehr als die, die auch online sind, und die Hälfte ist auf jeden Fall schon geschafft.
Eine andere „Altlast", die auf mich wartet, ist In Good Faith, eine Fanfiction zu den X-Men-Filmen - diese beiden Stories haben mir beigebracht, dass es eine dumme Idee ist, Fanfictions online zu stellen, die nicht komplett oder zumindest zum allergrößten Teil abgeschlossen sind, und in Zukunft werde ich das auch lassen.
Was mir ansonsten vorschwebt - ich weiß es nicht. Nachdem Hermine Granger/Severus Snape eines meiner Lieblingspairings ist, würde ich in dieser Richtung gerne etwas schreiben, und da schwebt mir auch schon etwas vor, aber was daraus werden wird, ich weiß es nicht.
Manche Autoren haben Probleme, einen geeigneten Beta zu finden - worauf achtest du bei deinem Betaleser, wie und wo hast du ihn / sie gefunden und welche Aufgabe übernimmt dein Beta?
Nachdem ich gerade eine englische Fanfiction schreibe, ist meine Beta natürlich sehr wichtig für mich. Gefunden habe ich sie über einen Aufruf in einem Jane Austen-Forum, und nachdem ich schon zuvor eine ihrer Geschichten gelesen und einen sehr guten Eindruck bekommen habe, war ich natürlich begeistert, dass sie mich angeschrieben hat.
Ihre Aufgabe ist es vor allem, meine merkwürdigen Vorstellungen von englischer Grammatik, vor allem den Präpositionen, und - Gott bewahre! - der englischen Kommasetzung zu korrigieren, die noch immer ein Buch mit sieben Siegeln für mich ist, und mir einen Eindruck davon zu geben, wie meine Geschichte aufgenommen wird. Nach so vielen Jahren bin ich noch immer überrascht darüber, wie viele Dinge, die mir gar nicht aufgefallen sind, meine Leser in meinen Stories bemerken, und andererseits auch, was ihnen entgeht, obwohl ich dachte, dass ich ihnen eigentlich schon eine mit dem Zaunpfahl übergebraten habe und doch nicht noch deutlicher werden kann.
Wenn ich mich gerade nicht im fremdsprachlichen Bereich herumtreibe, dann sind meine Betaleser vor allem dafür zuständig, mir eine Art Resonanzboden zu geben für das, was ich mache - also grundlegende Dinge, ist das gut, ist das schlecht, das solltest du besser lassen. Bei Geschichten, an denen ich nur unregelmäßig weiterschreibe, kommen dann die Details dazu, so wie die Augenfarbe wechselnde Charaktere oder Dialoge, die ich im Abstand von nur zwei Kapiteln in fast identischer Form eingebaut habe ... Flüchtigkeitsfehler eben, und das natürlich neben der Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik.
Sicher greifst du auch ab und an einmal zu einem Buch. Was für eines wäre das dann? Irgendwelche Lieblingsautoren oder Bücher?
Neben Harry Potter und Jane Austen - wie man sich vielleicht denken kann - lese ich sehr gerne David Weber, einen amerikanischen Science-Fiction-Autor, von dem unter anderem die Honor-Harrington-Romane und die Safehold-Serie stammen. Wunderbare Space Operas, wie ich finde, auch wenn an manchen Stellen ein wenig die Beziehungsebene zwischen den Charakteren fehlt. Leider mag er es nicht, wenn Fanfictions zu seinen Werken geschrieben werden, ansonsten hätte ich mich schon längst daran versucht.
Nun darfst du wieder an unserem allseits beliebten Assoziationsspiel teilnehmen - was schießt dir bei den folgenden Worten zuerst in den Sinn?
Blaise Zabini: Das war doch mal ein Mädchen!
St. Mungos: Mungobohnen. Ich fände es ja mal interessant, ob es die dort öfters zu essen gibt.
Riddikulus: Einer der Zauber, bei denen auch dem Nicht-Lateiner sehr klar vor Augen steht, von welchem Wort er kommt... das klingt schon so bescheuert.
Tarnumhang: Ich glaube, das ist einer der genialsten Fälle von Foreshadowing, die ich je gesehen habe. Dieses Ding, das Harry im ersten Band bekommt, und man vermutet nicht, was es eigentlich ist, und das bis zum Schluss ... gefällt mir.
Krummbein: Ich mag Katzen!
Sybill Trelawney: Ich musste ja lange warten, bis sie irgendjemandem ihre Glaskugeln auf den Kopf wirft, aber es hat sich gelohnt. Allerdings hätte ich damit gerechnet, dass Harry ihr erstes Opfer wird, damit ihre Prophezeiungen auch zutreffen.
Kammer des Schreckens: Das ist doch das Zimmer, in dem ich Nachhilfe gebe, oder?
Oblivate: Den hätte ich manchmal gerne, wenn ich an einige Fanfictions denke, die ich gelesen habe ... wirklich!
Stinkbomben: Ieh!
Mrs Norris: Mir fällt eben auf, ich mag nur die meisten Katzen. Und ich mag es nicht, wenn Professor Snape in Katergestalt ... ich fürchte, den Rest könnt ihr euch denken.
Und zu guter Letzt gilt dir das letzte Wort! (Welch ein Wortspiel! ^^)
Erstmal muss ich sagen, dass ich mich unglaublich geehrt fühle, dass ihr mich für das Interview ausgesucht habt (und nein, das ist jetzt nicht die obligatorische Schleimspur, das meine ich ernst!), und dass es mir viel Spaß gemacht hat, die Fragen zu beantworten. Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und weiterhin lesen möchtet, wie ich mich über mich und meine Fanfictions auslasse, dann wäre mein Blog unter http://glasschmetterling.meine-kreativecke.de ein heißer Tipp, da gibt es mehr davon.
Vielen Dank für die Möglichkeit, meinen Geschichten hier ein Forum zu bieten, und noch einen schönen Tag :)
Wir danken Glasschmetterling im Namen aller Leser
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Sonorus
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