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Geschichte des Moments
Special Needs von lunatic
(ab 14)

Cormac McLaggen will unbedingt Quidditch spielen und geht sogar so weit Draco Malfoy um Hilfe zu bitten. Aber der denkt nicht im Traum daran einem Gryffindor zu helfen ... Zumindest nicht, wenn nicht auch für ihn etwas dabei herausspringt.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Januar - 2010)
fthoele fthoele
Möchtest du den Lesern vielleicht erst Mal etwas von dir erzähken? Wo du lebst , was du gerne machst?
Gute Frage, möchte ich das? Möchte ich in die Welt hinausposaunen, was ich so für ein Mensch bin? Ich tue mich da immer ein wenig schwer mit. Doch zugegeben: Mich interessiert genau dieser Punkt bei meinen Vorgängern ja auch. Also, ich bin momentan 21 Jahre alt und lebe in Hamburg. Arbeiten tue ich in einer kleinen IT-Firma im technischen Support und nebenbei im Webdesign. Wenn ich sage ich arbeite dort, heißt das auf dem Papier, dass ich mich in der Ausbildung befinde, doch die Realität sieht seit letztem Sommer leider anders aus. Aufgrund von Personalnotstand bin ich momentan sogar derjenige, auf dem die Hauptarbeitslast ruht, was mir, wenn ich ehrlich bin ziemliche Sorgen macht. Wenn ich nicht grade arbeite (was meines Erachtens nach viel zu selten vorkommt) bin ich auch noch Teil einer Theatergruppe der Uni Hamburg, die Improvisationstheater verschiendenster Varianten spielt. Sonst mache ich noch so einige andere Dinge, ich beschäftige mich auch privat mit Webentwicklung und -design, spiele desöfteren Doppelkopf, im Sommer laufe ich ganz brav jede Woche einmal um die Alster, letztes Jahr hab ich mich erfolgreich einem Halbmarathon gestellt um die und irgendwann komme ich auch dazu, Geschichten zu schreiben. Man kann also sagen, ich habe genug zu tun.
Okay, bei meiner Recherche bin ich ein wenig perplex über dein Anmeldedatum gestolpert. Du warst bestimmt 2 Jahre zumindest die Community betreffend eher inaktiv, jedenfalls habe ich dich erst 2009 bewusst wahrgenommen, woran lag das denn?
Das ist in der Tat eine berechtigte Frage. Seit 2005 schreibe ich Fanfictions, die anfangs nur in einem kleinen Forum erschienen. Irgendwann wollte ich dann meinen Wirkungskreis vergrößern und so führte mich Google unter anderem zum HPFFA. Doch in der Community habe ich mich damals so gut wie gar nicht eingebracht. Der eine Grund war, dass ich in meinem damaligen 'Heimatforum' recht eingespannt war. Der andere Grund war, dass, wenige Monate nach meiner Anmeldung hier plötzlich ziemlich viel schief zu gehen schien. Ziemlich viele Dinge, die mir wichtig waren fielen zusammen, Freunde entfernten sich, ich hatte Streit mit meinen Eltern. Mein Abitur, dass ich ursprünglich mal gut abschließen wollte, stand auf der Kippe, ich hatte keine Zivildienststelle, keinen Studien- und keinen Ausbildungsplatz. Der Grund dafür war unter anderem, dass ich mehr in Chatrooms zu leben schien, als in der Realität. Also habe ich die Notbremse gezogen und mich aus dem Internet zurückgezogen. Auch geschrieben habe ich in der Zeit fast gar nichts. Ich fiel immer tiefer in Depressionen, fing plötzlich an in die Kirche zu gehen, was ich vorher eigentlich nie getan hatte. Ich hatte dann das unglaubliche Glück einen wunderbaren Zivildienst abzuleisten, bei der einzigen Stelle die mich haben wollte. Auch eine Ausbildungsstelle fand ich, es war nicht nur die einzige die mich nehmen wollte, nein ich war sogar der einzige Bewerber... So zog ich dann Anfang 2009 endgültig aus meinem Elternhaus aus und landete in Hamburg. Für mich als totales Kind vom Lande eine anfangs befremdliche Umgebung. Ich kannte fast niemanden, und irgendwann landete ich wieder hier, erinnerte mich 'da war doch was...' Als dann Moderatoren gesucht wurden, habe ich nicht lange gefackelt und mich beworben. Ich glaube ich bin bis heute der einzige, der über eine Stellenanzeige ins Team gekommen ist. In der vergangenen Zeit habe ich mich wieder gründlich berappelt, einige Geschichten geschrieben, und wenn ich ehrlich bin will ich nicht mehr weg.
Zu deinen Geschichten. Ich finde ja, du hast einen sehr leichten Hang zu dramatischem und nachdenklichen Geschichten. Hat das einen bestimmten Grund?
Ich denke das hängt mit der Methode zusammen, wie ich Geschichten schreibe. Ich weiß nicht genau, wie das andere Autoren machen, aber ich kriege keine nennenswerte Inspiration aus anderen Büchern, aus Filmen oder ähnlichem. Ich sitze auch nicht im Sofa und brainstorme mir Ideen zusammen. Auch aus Partnerarbeiten kann ich meist nur wenig gewinnen. Eine Geschichte entwickelt sich bei mir fast immer aus einem einzigen Moment. Eine E-Mail die ich lese, ein Name auf den ich stoße. Eine bekannte Melodie im Radio, irgendetwas. Aus diesem einen Moment entwickele ich eine Geschichte. Ich weiß meist nicht was für Personen es werden, ich weiß keinen Anfang und kein Ende, keinen Titel. Ich versuche nur einen einzigen Moment umzusetzen. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich fast nur Kurzgeschichten schreibe. Jede einzelne meiner Kurzgeschichten ist am Stück geschrieben worden, bei keiner habe ich eine Pause gemacht. Warum dieser starke melancholische, nachdenkliche Aspekt so oft reinkommt? Das liegt daran, dass es oft eben diese Momente aus denen Geschichten werden sind, in denen ich mich an Ereignisse aus der Vergangenheit erinnert fühle, in denen mir Geschichten von Bekannten wieder einfallen. Zum Beispiel entstand 'Unfair', als ich eine E-Mail von einer Bekannten kriegte, von der ich seit fast zwei Jahren nichts gehört hatte. Ihr Vater lag lange im Koma. Eines Heiligabends saß sie mit ihrer Mutter im Krankenhaus als er dann schließlich starb. Ich könnte zu den meisten meiner Geschichten/Kapitel solche Verbindungen herstellen. Warum der 'negative' Teil so stark überwiegt? Ich weiß auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich für mein Alter verhältnismäßig viele Dinge erlebt habe, die im Allgemeinen als 'Negativ' bezeichnet werden. Aber vielleicht liegt es auch nur einfach daran, dass ich besser darin bin, solche Geschichten zu schreiben als fröhliche. Wie sagt man so schön? Es ist eine Kunst, jemanden zum Weinen zu bringen, aber ist eine viel höhere Kunst, jemanden zum Lachen zu bringen. Im Übrigen habe ich auch einen gewissen Hang zu Parodien, doch zugegeben verstecken sich viele von denen ziemlich gut, vor allem weil sicher längst nicht jeder die literarischem Vorlagen zu diesen kennt.
Wie steht es bei dir um die Selbstkritik? Oder anders gefragt, hat dein Betaleser bei dir eher mehr oder eher weniger zu tun?
Meine Güte, ich bin wahnsinnig selbstkritisch! Alleine an diesem Interview hab ich an allen Ecken und Enden so oft rumgefeilt, dass kaum noch was so ist wie zu Anfang. Und immernoch würde ich am Liebsten was ändern. Wenn ich, wie es manche Leute machen, nur dann Sachen veröffentlichen würde, wenn ich selber damit zufrieden wär, gäbe es von mir bis heute eine einzige Geschichte (Das wäre 'Blick zurück', nur so nebenbei). Von daher mag ich auch Betaleser sehr gern, die mir schonungslos die Meinung geigen, wenn ich mal wieder anfange, totalen Unsinn zu schreiben. Leider ist meine Lieblingsbeta langfristig verhindert, von daher kriege ich zur Zeit nicht ganz die kritische Rückmeldung von meiner anderen Beta, die ich so mag...
Im letzten Jahr hast du dich ja der Herausforderung NaNoWriMo gestellt. Nicht selten bekam man den Eindruck das dieses Experiment dich ziemliche Kraft gekostet hat. Was war so schwer daran, stetig gleichbleibende Schreibleistung zu bringen? Und, hat es sich gelohnt?
Der Eindruck den du gewonnen hast, ist richtig. Ich habe mich selber überschätzt, als ich meine Teilnahme zusagte. Ich war von dieser Idee ziemlich begeistert und sagte mir, so schwer könne das nicht werden. Doch wie ich ja vorhin schon angedeutet habe bin ich ausnehmend schlecht darin, meine Geschichten zu planen. Und so fing ich auch nur mit einer Idee an und versuchte irgendwie, mit dieser Idee nicht 2000 sondern 50000 Wörter zu füllen. Dazu kam, dass meine Zeit dann letztendlich doch viel knapper war, als erwartet. Irgendwann zwischendrin wurde ich dann auch noch krank, doch ich bin mir nicht sicher, ob das nicht mehr eine psychische Sache war, um mich selbst am Schreiben zu hindern. Ohne den Ansporn und die Tritte von Supernova und vivianne wär ich vermutlich bei ca. 8000 Wörtern geblieben. Schlussendlich habe ich über die Hälfte der Wörter innerhalb drei Monstersessions geschrieben, keine Ahnung wie ich das gemacht habe. Da habe ich mich buchstäblich selber übertroffen. Ich habe neulich zum ersten Mal das Endergebnis gelesen und ich erinnere mich teilweise beim besten Willen nicht daran, diese Dinge geschrieben zu haben. Um auch deine letzte Frage zu beantworten: Nein es hat sich nicht gelohnt, zumindest nicht wenn man das Ergebnis betrachtet. Ich habe teilweise ganze Sätze geschrieben, in denen kein einziges Wort richtig geschrieben ist, einfach nur weil ich schnell getippt habe und keine Zeit hatte es zu korrigieren. Bei ungefähr einem Drittel des Textes kann ich heute selber nicht mehr nachvollziehen, was ich damit aussagen wollte. Momentan überlege ich, dieses Jahr mit derselben Geschichte erneut teilzunehmen. Doch dazu müsste ich bis November einen Plan haben und ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll. Gelohnt hat es sich aber trotzdem: Der NaNoWriMo war gewissermaßen der Sprung ins Kalte Wasser, den ich gebraucht habe. Ich habe bis dahin zwei Jahre lang fast nichts geschrieben und hab mich dann, völlig aus der Übung, gleich so einer Herausforderung gestellt. Auch wenn ich nur Blödsinn geschrieben habe: ich habe geschrieben! Und das ist die Hauptsache. Um gute Sachen zu schreiben habe ich hoffentlich noch viele Jahre Zeit.
Nun darfst du, als erster an einer neuen „Fragetechnik“ teilnehmen. Bitte schreibe zu den folgenden 10 Worten jeweils das, was dir als erstes einfällt, okay!? a. Harry
Ohne ihn wären wir alle nicht hier, oder? Auch wenn ich persönlich Harry nicht besonders mag, könnte ich mir die nach ihm benannten Bücher schwerlich anders vorstellen. Wie war das? 'Neville would have done it in four books'? Nichts gegen Neville aber aus der Geschichte des Neville Longbottom hätte man, selbst wenn er auserwählt worden wär, keine tollen Bücher schreiben können.
b. Magisches Wesen
...und wo sie zu finden sind. Leider habe ich bis heute keines gefunden.
c. Zauberspruch
Mein Lieblingsspruch ist ja auf jeden Fall 'Wingardium Leviosa'...
d. Snape
Och nö, ich kanns nicht mehr hören! Die unglaublich vielen Fans, die er in der FF-Szene hat, sind doch fast alle nur Fans von Alan Rickman! Aus! Hört mir auf mit Snape!
e. Die Heiligtümer des Todes
Die wahrscheinlich schlechteste Übersetzung für 'Deathly Hallows' die man sich hätte denken können. Bei dem Wort 'Heiligtum' stelle ich immer religiöse Verbindungen her, was nun so gar nicht zu den Deathly Hallows passt
f. Dumbledore
Es war ja finde ich vorherzusehen, dass er sterben würde. Nichts desto trotz war ich erschüttert und wollte das im ersten Augenblick nicht so recht wahrhaben.
g. Hogwarts
Das Film-Hogwarts ist in der Tat wunderschön und eigentlich perfekt um es als Hogwarts zu nutzen, doch irgendwie mag es sich so überhaupt nicht mit dem Hogwarts decken, wie ich es mir vorstelle. Aber das ist nunmal so mit Verfilmungen von Büchern, die man schon gelesen hat.
h. Winkelgasse
Eine Fußgängerzone für Zauberer, sehr schön. Irgendwann finde ich ja den tropfenden Kessel und weiß ja dann auf welchen Stein ich drücken muss (Welcher war das nochmal?)
i. Zauberministerium
Das beste am Ministerium ist dieser unglaublich tolle Eingang durch die Telefonzelle.
j. Malfoy
Und noch so ein Snape-Fall. Was finden Frauen nur immer an solchen Ekeln?
Zu guter letzt noch zwei Leserfragen: a. Warum „fthoele“?
Dieser Name ist ein Produkt zutiefster Phantasielosigkeit. Ich kann mir nämlich beim besten Willen keine schönen Namen ausdenken. 'fthoele' Ist nichts als eine Kombination aus meinem Vor- und meinem Nachnamen (für beide würde ich meine Eltern manchmal gerne verfluchen). Da mein Vorname kein Geheimnis ist, kommt man auch ganz schnell auf meinen Nachnamen.
b. Wann kommst du ins Fernsehen?
Oh das weiß ich auch noch nicht. Man versprach mir, man würde mich anrufen, wenn der Termin stehen würde. Da ich insgesamt vielleicht drei Minuten vor der Kamera war weiß ich nichtmal, ob sie mich nicht vielleicht sogar ganz rausschneiden.
Das letzte Wort gehört dann dir!
Ich danke herzlich dafür, dass das Team mich als reviewmäßig nicht allzu populären Autor für interessant genug hielt, ihn zum Autor des Monats zu machen. Vielen Dank auch an die Sonoruseule für die schönen Fragen!
Wir danken fthoele im Namen aller Leser
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Sonorus
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