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Geschichte des Moments
Von Verzweiflung und Trost von waterloo
(ab 16)

In Zeiten des Krieges gibt es Verluste und einstürzende Brücken. Für Draco wird Blaise’ Wohnung zu einem sicheren Versteck. Doch auch das Ende des Krieges hält ihn nicht davon ab, dort zu bleiben.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Januar 2013)
Ein Universum, in dem man sich austoben kann Namika

Fangen wir doch erst einmal mit Dir als Person an. Wer bist Du, woher kommst Du und wie alt bist Du?

Ich komme aus dem Süden von Deutschland und bin seit einigen Wochen erwachsen, zumindest auf dem Papier. In der Internet-Fanfiktion-Welt verstecke ich mich hinter dem Pseudonym „Namika“.
Momentan stelle ich mich der Herausforderung Abitur, das Schreiben steht, sosehr ich das auch bedauere, hinten an.
Und sonst? Hobbys, Freunde, Familie, Schulalltag, Träume, Ziele, Pläne und ein bisschen mehr. Das ist alles.

Du bist mit 16 Jahren zum Archiv gestoßen, also mit den Büchern aufgewachsen. Wie sehr haben Dich die Bücher beeinflusst, hast Du schon immer viel gelesen oder hat Dir Harry Potter das Lesen noch näher gebracht?

Gelesen habe ich schon immer viel, aber ehrlich gesagt hat mich der Hype um die Harry Potter-Bücher erst einmal ordentlich verschreckt. Ich war gerade einmal drei Jahre alt, als der erste Band erschien und nachdem ich in das Alter kam, in dem ich hätte beginnen können, die Bücher zu lesen, waren schon (etwa, ganz genau weiß ich es nicht mehr) fünf Bände erschienen. Der Fanrummel um den Jungen mit der Narbe war dementsprechend groß und das war für mich Grund genug, die Bücher nicht anzurühren, einfach aus Prinzip. Filmplakate von aufgeblasenen Tanten haben mein Misstrauen gegenüber dem Harry-Potter-Universum nur noch bestärkt.
Als ich dann aber, das muss etwas nach dem Erscheinen des sechsten Bandes gewesen sein, doch irgendwie „Harry Potter und den Stein der Weisen“ zwischen die Finger bekommen habe, war ich nicht mehr zu bremsen. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich alle Bände gelesen und die Filme konnte ich stellenweise mitsprechen. Die Wartezeit auf Band sieben vertrieb ich mir damit, die anderen Bücher immer und immer wieder zu lesen.

Wie bist Du über unser kleines Archiv gestolpert, als Du 2010 dazu gestoßen bist??

Gestolpert ist eine passende Formulierung, denn es war absoluter Zufall.

Ich muss sagen, dass mich der Charakter Oliver Wood mit seiner Quidditch-Leidenschaft schon immer angesprochen hat und ich finde es heute noch schade, dass er nur am Rande erwähnt wird. Er war der Schlüssel zu Fanfiktion für mich, denn ich habe ihn, aus welchem Grund auch immer, im Internet gesucht und da war sie plötzlich: Die riesige Harry-Potter-Internetwelt. Von Foren und HP-Wikis über Zeichnungen bis hin zu Fanfiktion. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass es FF-Schreiberlinge gibt, die die Werke anderer Autoren in ihren eigenen Geschichten aufgreifen, verändern und weiterführen. Ich entdeckte eine Geschichte über Katie und Oliver im HPFFA – und das Feuer war entfacht, ich las mich monatelang als Schwarzleser durch das Archiv. Nach endloser Suche nach der „perfekten FF“, die genau so sein sollte, wie ich es mir vorstellte, kam ich auf die glorreiche Idee, mich selbst als Autorin zu versuchen.

Natürlich bin ich auch auf Seiten wie ff.de und ff.net gestoßen, allerdings hat mich die große Anzahl an Mary-Sues ebenso wie die Anonymität nicht lange dort gehalten.
Im Archiv dagegen habe ich mich sehr wohl gefühlt und letztendlich auch angemeldet. Von Sayuchan angesprochen, wurde ich dann Betaleserin und, sobald ich das Mindestalter erreicht hatte, auch Redaktionsmitglied, später Moderatorin und AL. Mittlerweile bin ich allerdings nur noch als Schreiberling aktiv.

In Deinen Geschichten kreierst Du teilweise eigene Charaktere. Was macht für Dich den Reiz hierbei aus, wie schwierig ist es, eigene Charaktere in das HP Universum zu integrieren?

OCs sind spannend, man hat zu ihnen eine ganz andere Beziehung als zu den von JKR erschaffenen Personen, deren Charakter man verstehen und dann umsetzen muss. Es werden einem bei selbst erschaffenen Figuren viel mehr Freiheiten gelassen, allerdings ist auch genau das die Schwierigkeit. Eigenschaften, Gewohnheiten, alles was diese Person ausmacht, darf man zwar selbst bestimmen, im Gegenzug muss man auch für die Glaubwürdigkeit des Charakters sorgen und die Reaktion der anderen Figuren auf die neue, eigene abschätzen. Darin lassen sich Reiz und Schwierigkeit eigentlich gut zusammenfassen: Die Freiheiten und die Glaubwürdigkeit.

Die Zeit vor den Harry Potter Büchern und auch danach sind oft Inhalt Deiner Geschichten. Welche Möglichkeiten eröffnet das Dir oder besser, warum gerade diese Zeitspannen?

Wie man vielleicht an meinen Geschichten sehen kann, schreibe ich canontreu. Meine Geschichten sollen keine andere Art sein, wie das Leben der Charaktere hätte verlaufen können, sondern es soll die Möglichkeit bestehen, dass es genau so hätte passiert sein können. Sie sollen sich lückenlos in die Geschichte von JKR einfügen lassen. Rowling hat bereits detailliert über Harrys Jahre auf Hogwarts geschrieben, in der Vergangenheit oder Zukunft bleibt mir einfach viel mehr Spielraum. Ich schreibe aber auch sehr gern über Nebencharaktere wie beispielsweise Molly und Arthur, Andromeda oder eben Oliver Wood.

Bisher kann man von Dir hauptsächlich Oneshots & Drabbles lesen. Was macht Dir dabei besonders Spaß, diese zu schreiben?

Oneshoots sind wunderbar! Ich liebe die Vielfalt des Harry-Potter-Universums und kurze Geschichten geben einem die Möglichkeit, sie voll und ganz auszunutzen. Man kann seine Geschichten so in jeder beliebigen Zeit spielen lassen und sich an den verschiedensten Charakteren ausprobieren.
Einen zweite, ganz simplen Grund, gibt es zudem auch noch: Mir bleibt seit einer ganzen Weile schon nicht sehr viel Zeit für’s Schreiben. Es ist einfach schön, wenn man seine Geschichte trotzdem abschließen kann.
Zu Drabbles kann ich nur eins sagen: Nichts geht über Zweideutigkeit!

Und wie sieht es mit Mehrteilern aus? Sind vielleicht schon welche in Vorbereitung oder bereits teilweise geschrieben?

Einige sind beendet, mehrere geplant. Mal sehen … Meine allererste FF war ein Mehrteiler über Lily und James (zu meinem Leidwesen musste ich später feststellen, dass diese Klischee-FF in ähnlichen Varianten noch mindestens hundertmal existiert). An einem weiteren Mehrteiler, ebenfalls über Lily und James, allerdings klischeeärmer, schreibe ich momentan, ebenso an einer längeren Geschichte über Andromeda Black und Ted Tonks. Eine FF, die direkt an den Epilog anschließt und sich mit der Schulzeit von Albus beschäftigt, liegt auf Eis. Oh und dann ist da natürlich noch eine lange Story über Oliver Wood ;)
Bei den Mehrteilern hapert’s bei mir aus zwei Gründen: Der eine ist die Zeit, der andere, dass ich nie vollkommen damit zufrieden bin und meine Texte ein ums andere Mal überarbeite. Ich bin aber vollkommen davon überzeugt, dass ich in naher Zukunft zumindest eine längere Geschichte hochladen werde.

Bewegst Du Dich ausschließlich im HP Universum oder reizt Dich auch ein anderes Fandom und wenn ja, welches? Und wenn nicht, warum gerade Harry Potter?

Harry Potter ist das einzige Fandom, in dem ich mich wohlfühle. Das liegt zum einen daran, dass es hier eine Vielfalt von verschiedensten Personen und Zeiten gibt, in denen man schreiben kann, zum anderen hat JKR ein einzigartiges Universum geschaffen, in dem man sich wunderbar austoben kann, weil so viele Möglichkeiten offen stehen. Ob nun ein neuer Charakter oder ein neues Zauberspruch, das Leben eines Ladenbesitzers in der Winkelgasse oder das der Tochter von Crabbe, es gibt hunderte Möglichkeiten. JKR hat nicht nur einen fiktiven Bekanntenkreis oder ein Dorf geschaffen, sondern eine ganze Welt. Außerdem hat sie den schmalen Grad zwischen Menschen mit ganz alltäglichen Problemen und Zauberei, einer neuen, faszinierenden Welt, getroffen und es macht einfach Spaß, dort mitzumischen.

Ein anderes Fandom kann ich mir nicht vorstellen – meine zweite große Leidenschaft sind Originale.

Du hast schon an diversen Wettbewerben teilgenommen, auch am National Writing Month hast Du Dich bereits versucht. Wie schwierig ist es, unter Zeitdruck zu schreiben und verbessert das Deine Arbeiten oder hemmt es Dich eher?

Puh, Zeit ist mein größter Feind. Wettbewerbsaufgaben unter Zeitdruck zu erledigen finde ich ziemlich schwierig, weil man Faktoren wie die Schule überhaupt nicht einberechnen kann. Wenn man sich beispielsweise in einer Klausuren-Phase befindet, ist es nahezu unmöglich, den Beitrag rechtzeitig einzureichen. Ich erinnere mich noch gut an die Stunden vor Abgabeschluss, in denen ich mit Amie „noch eben schnell“ die Texte getauscht und wir uns gegenseitig betagelesen haben.
Beim NaNoWriMo ist die Sache ganz anders. Hier kann man schon Monate vorher mit dem Planen der Protagonisten, des Roten Fades und der Handlung beginnen und sich gründlich vorbereiten. Wenn es nur ums reine Ausformulieren des Plots und höchstens das Entwickeln und Einbringen neuer kleiner Ideen geht, ist der Zeitdruck ein wunderbarer Helfer!

Auch bei Dir darf das Assoziationsspiel natürlich nicht fehlen! Was fällt Dir als Erstes zu den folgenden Begriffen ein?

Marcus Flint – Oliver Wood (natürlich :D) und ihre gemeinsame Leidenschaft, Quidditch.
Der Tropfende Kessel – Schummriges Licht, Staub, der in der Luft tanzt und Tom, der mit seinem Buckel und einem Tablett mit Feuerwhiskey durch den Pub hinkt.
Erinnermich – Wahnsinnig nützlich, allerdings wäre es wohl permanent rot, würde ich es benutzen.
Phönix – Hübsch anzusehen aber nichts für schwache Nerven, ich würde mich wahrscheinlich jedes Mal wahnsinnig erschrecken wenn mein Haustier in Flammen aufgehen würde.
Fidelius – Fidelis, fidelis, fidele – sicher. Der verhasste Teil des Lateinunterrichts, indem die Klasse im Chor Adjektive deklinieren musste.
Albus Dumbledore – Eine sehr interessante Person. Allerdings möchte ich keine Fanfiktion über seine heimliche Affäre zu Snape oder seine Beziehung zu Hermine lesen.
Der Verbotene Wald – Hätte ich gern vor meiner Haustür.
Dementoren – Die langen Überlegungen, welche Situation ich denn durchleben müsste, würde ich einem Dementoren begegnen. Und der Nebel an grauen Tagen in London.
Flohnetzwerk – Wahnsinnig nützlich, vor allem für permanent unpünktliche Menschen wie mich. Das würde mir auch die tägliche Busfahrt ersparen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich in unserem Kamin landen möchte.
Feuerwhisky – Das geliebte FF-Klischee: Eine Flasche Feuerwhiskey, Flaschendrehen, ein Kuss und die große Liebe.

Zu guter Letzt bedanken wir uns für das Interview und überlassen Dir das letzte Wort an alle Leser.

Ich danke meinen Eltern, die mich immer … Nein, keine langen Danksagungen – nur eine kurze: Vielen Dank für das Interview und ein großes Lob an das Team und die Autoren des HPFFA! Außerdem Danke an alle Review-Schreiber und Leser.

Was bleibt abschließend noch zu sagen? Etwas Eindrucksvolles … Dass Snape niemals ein erotischer Mann sein wird? Dass Luna und Neville nicht zusammenpassen? „Schreibt Reviews!“?

Vielleicht zitiere ich einfach Ron: „Kannst nur beten, dass Creevey nicht Ginny über den Weg läuft, die würden auf der Stelle einen Harry-Potter-Fanclub gründen.“
Colin und Ginny hat es nicht gebraucht, um das HPFFA zu gründen und ich hoffe, dass das Archiv durch die tatkräftige Unterstützung der Teammitglieder und durch aktive Leser und Autoren noch lange bestehen bleibt!

Wir danken Namika im Namen aller Leser
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