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Geschichte des Moments
Seelenmord von Windtaenzer
(ab 12)

Einst wird kommen der Tag, an dem Voldemort nicht mehr töten mag.

Ein Bild kombinert mit einem Gedicht.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (Februar 2013)
Wieso Humor zum Schreiben dazugehört Delenn Dumbledore

Als entspannten Einstieg zum Aufwärmen würden wir gerne etwas über Dich erfahren, z.B. wer Du bist, woher Du kommst, wie alt Du bist und was sonst vielleicht noch spannendes über Dich zu berichten ist ^^

Spannend!! *lacht* Also eigentlich führe ich ein ziemlich normales Leben, bin mittlerweile 52 Jahre alt und muss gestehen, dass ich mir vor einigen Jahren im Kino – es lief natürlich Harry Potter – ein magisches Popcorn-Menü gekauft habe, bloß, weil Berti Botts Bohnen dabei waren ;-). Ich lebe nicht auf Hogwarts (leider), sondern in einer Ruhrgebietsstadt mit meinem Mann und 3 Wellensittichen. Um mir meine geliebten Schottlandurlaube finanzieren zu können, arbeite ich als Sekretärin. Und selbst da ist ein Stück Harry Potter in Form eines Filmplakats vom ersten Kinofilm „Harry Potter und der Stein der Weisen“ an der Wand. Irgendwo auf dem Sideboard steht auch eine Hagrid-Figur (Geschenk einer Kollegin), ein Phoenix, ein Zauberer und Mousepad mit Dumbledore. Den Zauberstab habe ich allerdings zuhause im Schrank ;-)

Du bist eines unserer älteren Mitglieder bei HPFFA (nicht von der Dauer der Mitgliedschaft her, sondern in Bezug auf Deine Lebensjahre …). Wie bist Du über Harry Potter gestolpert, was hat Dich an den Büchern fasziniert und Dich dann sogar zu Fanfictions in diesem Bereich gebracht.

Ja, ja … die Jahre ;-) Ich scheine innerlich oft noch 15 oder 16 zu sein. Ich liebe Märchen- und Fantasyfilme, Star Wars, Star Trek und Herr der Ringe. Außerdem habe ich schon immer am liebsten Fantasy gelesen. Mit Captain Kirk und Mr. Spock zum Beispiel bin ich aufgewachsen. Harry Potter hatte mir 2001 eine Freundin empfohlen, ich hatte bis dato noch nichts von den Büchern gehört. Sie lieh mir die ersten drei Bände und ich nahm zwei der Bücher mit in den Urlaub auf Fuerteventura. Ich dachte damals, dass die beiden Bücher für die 14 Tage locker ausreichen würden. Falsch gedacht!! Ich fing auf meiner Liege an zu lesen und konnte gar nicht mehr aufhören. Musste mich richtig zwingen, damit ich die Bücher nicht schon in den ersten Tagen fertig hatte. Die Magie von JK Rowling lag in ihren Worten – sie verzauberte den Leser ganz ohne Zauberstab.
Wieder zuhause kaufte ich mir gleich die damals erschienenen vier Bände und war infiziert. Es kam der erste Kinofilm und ich war sowas von begeistert. Meine Vorstellungen der Charaktere und der Umgebung hatte der Regisseur Chris Columbus hervorragend umgesetzt. Warum mich die Bücher zu den Fanfictions gebracht haben, fragst du. Tja, das erzähle ich bei Punkt 4 ;-)

Hast Du vor Harry Potter schon Geschichten geschrieben? Wenn ja, in welchen Bereichen? Und wenn nicht, wieso hat Dich HP dann dazu inspiriert?

Ja, ich habe davor auch schon was geschrieben. Zum einen Gedichte und zum anderen auch zwei Kurzgeschichten, die nichts mit HP zu tun haben. Deutsch war früher eins meiner Lieblingsfächer und bei Nacherzählungen habe ich auch schon mal 11 Seiten zustande gebracht.

Dein Autorenname verrät es ja schon, Du hat eine besondere Beziehung zu Albus Dumbledore. Verrate uns doch, was Dich an ihm so fasziniert und warum er in vielen Deiner Geschichten mitspielt.

Der gute Albus Dumbledore, er hat es geschafft, mich beim Lesen zu Tränen zu rühren. Band 5, die Szene am Schluss mit Harry in seinem Büro, nachdem Sirius Black umgekommen war. Harry konnte einem schon leidtun, aber Albus Dumbledore hätte ich am liebsten in dem Arm genommen. Wie Rowling das beschrieben hatte mit der einzelnen Träne, die in seinem Bart versickerte, war so rührend. Das war der Moment, wo ich ihn in mein Herz geschlossen hatte, der einsame, alte Mann, der trotz aller Zauberkunst auch nur geliebt werden wollte und sich selbst diese Liebe nicht gestattete. Wäre ich JK Rowling gewesen, er hätte überlebt und Harry adoptiert.
Aber da war ja noch Richard Harris. Dieser Mann war als Dumbledore perfekt, die blauen Augen, die so verschmitzt gucken konnten, diese Güte, die er ausstrahlte, diese Kraft und seine Aura. Ich war so traurig, als er starb. Er hätte die weiteren Szenen so wunderbar dargestellt. Richard Harris war einer der besten Schauspieler überhaupt, leidenschaftlich und faszinierend. Ich lieb(t)e die Kombination aus Albus und Richard.
Nun komme ich zurück zur zweiten Fragen. Wie gerne hätte ich zu diesem Zeitpunkt weitergelesen, aber JK Rowling ließ sich Zeit mit Band 6 (wenn ich an das Ende des Buches denke, war es wohl besser so). Also fing ich an, im Internet nach Harry Potter zu surfen. Ich stieß auf Foren und Seiten mit Fanfictions – eine völlig neue Welt für mich. Meine erste Fanfiction, die ich gelesen hatte, war „Klamotten aus zweiter Hand“ mit einem sechsjährigen Harry und Albus Dumbledore, der ihn im Laufe der Story adoptierte. So eine süße Geschichte! Ich war hin und weg und suchte weiter nach Geschichten mit Dumbledore als Hauptcharakter.
Dabei fand ich den Weg in ein Harry Potter Forum, das heute nicht mehr existiert und meldete mich erstmals als „Delenn Dumbledore“ an. Den Nicknamen „Delenn“ benutzte ich schon seit Jahren in Chaträumen, da ich seinerzeit ein großer Fan der SF-Serie „Babylon 5“ war. Das „Dumbledore“ passte so schön dazu ;-)
Das Forum war eine spannende Plattform, es wurde über Bücher und Filme diskutiert und hatte auch einen Bereich für Fanfictions. Mittlerweile hatte ich eine Menge gelesen und weil es wenig Geschichten mit Albus im deutschsprachigen Raum gab, kramte ich alte Englisch-Kenntnisse hervor und hatte so jede Menge neuen Lesestoff.
Dann hatte ich eine Idee für eine eigene Geschichte!! Meine erste Story hieß „Guten Morgen Professor Dumbledore“ und ich katapultierte mich gleich selber dort hinein. Es ist keine Mary Sue, obwohl ich zu dieser Zeit (ca. 2004) den Begriff noch gar nicht kannte. Endlich konnte ich mit Albus „spielen“ ;-).
Es folgten noch weitere Kurzgeschichten, bis das Forum schließlich von der Bildfläche verschwand. Zu der Zeit war ich aber nur noch unregelmäßig dort und schrieb auch keine Fanfictions mehr. Ich habe aber nie aufgehört, Geschichten mit Albus Dumbledore zu lesen.

Deine Geschichten sind oftmals eher auf der humoristischen Seite. Warum gerade diese Richtung? Was macht Dir hierbei Spaß am Schreiben?

Geschichten müssen für mich Humor haben. Humor entspannt, nicht nur mich, sondern auch Situationen im Buch. Humor ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil in den Harry Potter Bänden. Humor ist kein Klamauk, Humor kann auch mal leise vorkommen aber er muss dabei sein. Stellt euch doch nur die Bücher ohne all die witzigen Begebenheiten vor, da würde man ja beim Lesen depressiv.
Wobei – ich habe auch zwei Kurzgeschichten geschrieben, die weniger lustig, sondern eher rührselig sind, „Schrei nach Liebe“ und „Novembermorgen“. Aber selbst dort ist eine Prise Humor enthalten.

Wie kommst Du zu Deinen Ideen? Fallen sie Dir spontan ein? Oder woher nimmst Du sie?

Gute Frage! Ich entwickele sie aus spontanen Einfällen, inspiriert durch Fantasyfilme oder –bücher und versuche es mit der HP Welt zu kombinieren. „Guten Morgen Professor Dumbledore“ entstand aus dem Wunsch, selber dort zu sein und einer amerikanischen SF-Serie, die zu dieser Zeit im TV lief. Es ging um einen Jungen, der immer wieder in andere Parallelwelten seines Lebens sprang und mit einem Professor versuchte, in seine ursprüngliche Welt zurückzukommen. Leider weiß ich den Namen der Serie nicht mehr.
Eine andere Geschichte lehnte ich an den Film „The Sixth Sense“ an.
Während des Schreibens aber fallen mir die Dialoge ein, ich plane nur das Grundkonzept und lege dann los. Dabei entwickeln sich oft ungeplante Schauplätze und Ereignisse, die mir erst beim Schreiben in den Sinn kommen, wie z. B. eine Stepptanzstunde gemeinsam mit Minerva McGonagall ;-)

Trotz Deiner offensichtlichen Zuneigung zu Albus ist er in einigen Deiner Geschichten entweder gar nicht perfekt oder er weilt nicht mehr unter den Lebenden. Sind dies Opfer, die er für Dich als Autor bringen muss, damit Deine Ideen verwirklicht werden können?

Perfektion ist langweilig und Albus Dumbledore ist alles andere als langweilig … oder? ;-) Ich mag keine perfekten Charaktere und Dumbledore ist niemals perfekt gewesen. Nach und nach erfuhren wir mehr über diesen Mann, er entwickelte sich vom – in Kinderaugen – großen Zauberer wie Merlin hin zum Mann mit Gefühlen, Fehlern, Leidenschaften und Geheimnissen. Ein ganz normaler Mensch eben, aber gerade deswegen liebenswert. Da konnte auch JK Rowlings Outing nichts dran ändern. Mich haben die Diskussionen damals fasziniert: viele waren begeistert, einige entsetzt (Gott sei Dank wenige), andere richtig empört. Ich hab mir damals so im stillen Kämmerlein gedacht: Leute, das ist Buchcharakter und nicht der Untergang des Abendlandes.

Ich sehe ihn, ehrlich gesagt, ungerne tot. Aber wenn das HPFFA eine Aufgabe vorgibt, muss er schon mal als Geist auftauchen. Er erhält von mir aber immer den besten Part ;-)

Bisher hast Du hauptsächlich Kurzgeschichten oder kleinere Mehrteiler veröffentlicht. Wo bleiben die längeren Geschichten?

Äh … im Ärmel ;-) Leider schaffe ich es zeitlich nicht, mich so sehr an eine Story zu binden. Ich arbeite Vollzeit, habe einen Mann, mache zweimal die Woche Stepptanz (ein Büromensch braucht auch Bewegung als Ausgleich) und dann gibt es noch diese leidigen Aufräum- und Wascharbeiten. Zwischendurch eine Kurzgeschichte ist ok aber bei Großprojekten müsste ich anderes vernachlässigen und das will ich nicht.

Wie bringst Du das Schreiben in Deiner Freizeit unter? Nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch oder flechtest Du es so nebenbei in Deinen Alltag ein? Hast Du vielleicht sogar feste Schreibzeiten?

Ich flechte es nebenbei in meinen Alltag ein. Gerne nutze ich dafür die Morgenstunden am Wochenende oder auch ruhige Tage im Büro. Gott sei Dank habe ich zwischendurch die Möglichkeit. Feste Schreibzeiten habe ich nicht.

Gibt es momentan ein Projekt, an dem Du arbeitest? Vielleicht eine Geschichte außerhalb des HP Universums?

Nein, zurzeit schreibe ich nichts Neues. Allerdings habe ich eine Idee im Hinterkopf, die ich – hoffentlich – demnächst mal zu Papier bzw. Laptop bringen kann. Das ist aber noch geheim ;-)

Damit sind wir schon bei unserem Assoziationsspiel angelangt ^^

Albus Dumbledore – mein Romanheld
Hogwarts – da würde ich gerne leben
Flotte-Schreibe-Feder – witziges Gimmick
Minimuff – Raumschiff Enterprise und die Tribbles
Reparo – könnte ich manches Mal gut gebrauchen
Die Graue Dame – würde ich gerne ein bisschen Farbe geben
Die Nokturngasse – würde ich mit Albus im Arm besuchen
Fawkes – wäre mein Liebling – neben Albus natürlich
Hermines Perlenhandtäschchen – ist die genialste Erfindung überhaupt!!!
Kürbispastete – schmeckt bestimmt gut, probiere ich auf jeden Fall

Zum Abschluss bedanken wir uns für das Interview und übergeben Dir hiermit das letzte Wort an alle Leser.

Missetat begannen! ;-)

Wir danken Delenn Dumbledore im Namen aller Leser
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Sonorus
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