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Mutproben und ihre Folgen von Windtaenzer
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Warum Professor Snape im pinken Schlafanzug durchs Schloss wandelt.

 

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Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (März - 2010)
Sayuchan Sayuchan
Also erst mal danke, dass du dich bereit erklärt hast, dem HPFFA ein paar Fragen zu beantworten. Erzähle doch erst einmal ein bisschen was von dir persönlich.
Das Meiste, was es über mich zu erzählen gibt, findet sich auch auf meiner Profilseite wieder. Ich bin 21 und studiere im Bachelorstudiengang Psychologie in Chemnitz. Ich bin direkt nach dem Abitur ins Studium gegangen, habe also leider noch nicht viele praktische Erfahrungen sammeln können. Umso mehr freue ich mich, dass ich bald mein erstes Langzeitpraktikum anfangen darf. In meiner Freizeit trainiere ich Karate und bin auch sonst begeisterte Sportlerin, zumindest wenn es sich um Mannschaftssport dreht. Wahrscheinlich kann sich jeder denken, dass zu meinen Hobbies auch Lesen und Schreiben gehören.
Wie jeder andere hier, bist du ja über die Harry Potter Bücher hier hergekommen. Was bedeuten die HP-Bücher für dich?
Ich habe Harry Potter Band 1 zu Weihnachten bekommen. Ich weiß nicht mehr, in welchem Jahr, allerdings kann ich mich erinnern, dass damals die ersten 4 Bücher veröffentlicht waren. Eigentlich hatte ich gar keine Lust den Hype mitzumachen, aber als ich es einmal da hatte, dachte ich mir, ich kann es auch mal lesen. Tja, ich habe am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 9 Uhr früh begonnen und war zum Mittagessen gerade so fertig geworden. Nachmittags habe ich dann gleich nochmal von vorn angefangen. Als wir wenige Tage später im Buchladen waren, habe ich mir Harry Potter 4 geholt und gelesen, weil ich nicht warten wollte, bis ich 2 und 3 bekommen würde. Die HP Reihe hat ganz sicher ihren Ehrenplatz bei mir. Ich habe kein anderes Buch so häufig gelesen, wie die ersten Bände von J.K. Rowling. Ich habe auch durch die HP Reihe zu den FanFictions gefunden und angefangen selbst zu schreiben und ich weiß nicht, ob ich das je getan hätte, wäre Harry Potter nicht gewesen.
Wenn ich so in deine Liste schaue, ist ja da doch schon einiges zusammengekommen. Sowohl Oneshots als auch deine Mehrteiler Follow your Past. Die Geschichte hat sicher viel Mühe gemacht, oder?
Follow your Past war ein extrem spontaner Einfall! Ich war damals im HP-FC sehr aktiv und habe dort auch die FanFiction Ecke entdeckt. Das erste Werk, das ich dort gelesen habe, war eine Geschichte aus der Zeit der Rumtreiber. Ich war extrem begeistert von dieser Art von Geschichte und mein eigener Kopf hat auch sofort angefangen, sich mögliche Szenarien auszuspinnen. Die Idee zu Follow your Past war entsprechend schnell geboren. Ich wusste damals nichts von anderen FanFiction Archiven oder dass es unzählige andere Zeitreisefanfictions gibt. Davon wurde ich erst später überrascht. Da ich vorher nicht mehr als die in der Schule abverlangten Texte geschrieben hatte, hatte ich auch keine Ahnung davon, was ich beim Schreiben zu beachten hatte. Die Redakteure, die meine ersten Kapitel zu kontrollieren hatten, haben zum Beispiel noch eine sehr abenteuerliche Interpunktion, vor allem in Sachen wörtliche Rede, zu sehen bekommen. Ich hatte damals auch keine richtige Struktur oder einen Plot, an den ich mich hätte halten können. Ich habe drauf los geschrieben, was die Geschichte zum Teil sehr chaotisch hat werden lassen. Am Ende hatte ich viele logische Fehler drin und habe die Übersicht verloren. Beschwert hat sich damals niemand und ich habe sie erst gefunden, als ich mir die Geschichte noch einmal selbst durchgelesen habe. Das war übrigens, als ich sie in das hpffa einstellen wollte, weil ich meiner Beta Arbeit ersparen wollte. Mir fiel jedenfalls ein Stein vom Herzen, als ich das letzte Kapitel fertig hatte. Für FyP II habe ich dann einen ausführlichen Plot geschrieben und auch eine ganze Weile überlegt, ob ich ihn tatsächlich noch veröffentlichen soll. Eigentlich wollte ich mich eine ganze Weile von Mehrteilern fernhalten, aber jetzt bin ich froh, dass ich weitergeschrieben habe. Im Vergleich zu FyP kommt mir FyP II selbst wesentlich besser vor, obwohl ich mich nach wie vor nicht für eine besonders gute Autorin halte.
Woher nimmst du deine Inspirationen? Kommen die wie die berüchtigten Plotbunnies oder sind es gezielt Idee,n die du irgendwo aufgreifst?
Ich war schon immer eine kleine Träumerin. Wenn ich eine ruhige Minute habe, fange ich an, meine Phantasie zu benutzen. Als ich noch Schülerin war und jedes Wochenende 8 Stunden lang Zeitungen ausgetragen habe, sind sehr viele Plots entstanden. Ich habe Musik gehört, mir die verschiedensten Situationen, Reaktionen etc. überlegt und eher nebenbei Zeitungen in die Briefkästen geworfen. Auch heute noch vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht zumindest ein paar Minuten auf diese Art verbringe und wenn ich allein in meiner Wohnung in Chemnitz bin, ist es auch eine wunderbare Möglichkeit, die Langeweile zu vertreiben. Inspiriert werde ich von allem Möglichen. Musik bestimmt grundsätzlich welche Stimmung in meinem Kopf gerade herrscht. Aus meinem Mallorcaurlaub werde ich sicher auch wieder viele neue Eindrücke mitbringen, die ich zumindest in einem Plot verarbeite, wenn auch vielleicht nie veröffentliche. Einige sehr schöne FanFictions haben mich auch schon inspiriert, ebenso wie Bücher, die mit dem Fandom Harry Potter nichts zu tun haben. Plotbunnies waren noch ein vorherrschender Antrieb bei FyP. Damals hatten sie freien Auslauf und haben sich unheimlich schnell vermehrt. Inzwischen müssen sie mit Käfighaltung leben. Ich habe zu jedem Mehrteiler einen bereits recht engmaschigen Plot und wenn ich eine tolle neue Idee habe, gehe ich meinen Plotplan durch und überlege, ob mein Einfall reinpasst und welche Konsequenzen diese Änderung hätte. Passt die Idee nicht, wird sie meistens als eigene FanFiction ausgelagert. Aus einem solchen Plotbunny ist „Ein wirklich gelungener Streich“ zum Beispiel entstanden.
Natürlich passend zu der vorangegangen Frage: Was ist mit Schreibblockaden? Sitzt du diese aus oder hast du ein effektives Gegenmittel?
Ich schreibe ja nicht nur in einem Fandom und nicht nur an einem Mehrteiler. Wenn ich an einer Stelle also nicht vorankomme, versuche ich erst einmal weiterzuschreiben. Bleiben einige Versuche dabei fruchtlos, lasse ich die Geschichte ein paar Tage liegen und beschäftige mich mit anderen Plots. Dass ich bei keiner Geschichte weiterkomme, ist mir noch nie passiert. Klappt es auch nach einigen Tagen nicht, schreibe ich One Shots, die eine ähnliche Ausgangsbasis haben, wie meine FanFictionszene. Im absoluten Notfall lege ich die HP DVDs ein oder lese wahllos in den Büchern. Das macht die Personen für mich wieder lebendiger und , auch wenn es seltsam klingt, realer und dann kann ich auch wieder besser mit ihnen arbeiten. Vielleicht habe ich dann immer noch keine großartige Idee, wie ich zum nächsten großen Plotpunkt überleite, aber das ziellose Weiterschreiben am Kapitel klappt dann wieder und normalerweise dauert es nicht lange, bis ich dann an einen Punkt komme, an dem ich denke: „Und wenn ich sie jetzt DAS tun lasse, kann ich sie in folgende Situation bringen und anschließend...“. Mit Plotideen an sich hatte ich noch nie Probleme. Ich habe so viele Blätter mit Ideen in einer Mappe herumliegen – das werde ich nie alles schreiben können!
Sicher hast du im Bereich FanFiction Vorlieben? Lieblingscharaktere? Eine Lieblingsstory, die du immer wieder lesen könntest?
Oh, ich kann Werbung machen! Ich weiß, es ist nie ganz fertig geworden, aber ich habe noch Hoffnung und es fehlt ja nicht mehr viel zum Ende – Bühnenreif von schafchen ist meine absolute Lieblingsgeschichte! Eigentlich wollte ich sie gar nicht lesen, schließlich ist das Pairing Blaise/Ginny eher eine seltene Sache, aber am Ende konnte ich nicht mehr aufhören. Ansonsten mag ich Romanzen sehr gerne, vor allem Ginny/Draco oder Ginny/Blaise. Zeitreisefanfiktions, wie ich sie schreibe, lese ich nicht so gern. Meine Vorlieben beim Schreiben und Lesen sind zum größten Teil sehr verschieden.
In einer Antwort zu einem Review habe ich neulich herausgelesen, dass du auch an Originalen schreibst, die sich auch um Zeitreisen drehen, möchtest du uns darüber etwas erzählen?
Habe ich das geschrieben? Es stimmt nämlich nicht so ganz. Ich arbeite in verschiedenen anderen Fandoms auch an Zeitreisefanfictions und ich schreibe auch an einem Original, aber in dem kommt keine Zeitreise vor. Obwohl ich mir als zweiten Teil durchaus eine Zeitreise vorstellen kann, aber ich habe schon im Twilightfandom bemerkt, dass das sehr schwierig ist, wenn diese Geschichte in der „realen Welt“ spielt. Wie lebten die Menschen damals, wie verhielten sie sich? Was hat mein Charakter für Einschränkungen, wenn sie zum Beispiel eine Frau ist? Selbstverständlichkeiten, wie das Lesen, können zum Problem werden. Mich hat schon die Frage der Kleidung an den Rand der Verzweiflung getrieben. Ich habe zum Beispiel zufällig mitbekommen, dass die Frauen in der Zeit, in der eine meiner FanFictions spielt, außerhalb des Hauses grundsätzlich Hüte trugen. Daraufhin habe ich meine FanFiction nach entsprechenden Stellen abgesucht und hier und da entsprechende Bemerkungen eingefügt. So, aber ich wollte ja von meinem Original erzählen. Es liegt schon sehr lang halb fertig auf meinem Rechner. Im Moment arbeite ich nicht daran, denn dieser ganze Vampirhype kann einem schon ziemlich zusetzen, wenn man selbst an einer Geschichte schreibt, in der der Hauptcharakter zu dieser Rasse gehört. Aber immerhin, Liebesbeziehungen spielen in etwa eine so große Rolle wie in Follow your Past, sie sind also nicht das Hauptaugenmerk. Die Geschichte ist momentan recht düster. Ich habe allerdings große Probleme mit meinen Charakteren! Bei FanFictions kann ich mir auch meine OC's sehr gut vorstellen. Was sie sagen, wie sie reagieren, wie sie sich bewegen und aussehen. Bei meinem Original habe ich nicht das Gefühl, dass ich sie einheitlich gestalten kann. Ich habe mir schon einige Ratgeber angesehen und zum Beispiel „Gespräche“ und „Interviews“ mit meinen Charakteren geführt oder sie Tagebuch schreiben lassen, aber sie sind trotzdem noch nicht gut genug in meinem Kopf verankert. Auch die Interaktionen zwischen den Personen sind nicht ansatzweise so gut möglich, wie beim Schreiben in einem Fandom. Also wer Tipps hat, kann sich gerne bei mir melden! Übrigens bin ich aus diesem Grund dazu übergegangen, meine Charaktere aus dem Original in meine FanFictions zu holen. Alec Weston, aus „Liebeserklärung wider Willen“ ist ein Beispiel dafür. Eigentlich ist Alec einer der wichtigsten Charaktere meines Originals.
Zum Abschluss auch für dich ein paar Begriffe aus der Harry Potter Welt. Schreib einfach was dir dazu spontan einfällt:
Snape – Ich hatte mich in den ganzen Jahren nie wirklich entscheiden können, ob er nun gut oder böse ist, aber ich habe die letzten Kapitel in HP 7 vor allem wegen der Auflösung des Rätsels um ihn geliebt. Flitwick – Einer der Lehrer, mit dem ich nicht viel anfangen kann und der deshalb wohl nie eine wirklich große Rolle in meinen Geschichten spielen wird. Flubberwürmer – Wahrscheinlich würde ich sie als einzige Schülerin unabsichtlich sterben lassen. Ich schaffe es nicht mal, die robustesten Pflanzen länger als einen Monat am Leben zu erhalten. Goddrics Hollow – Ein Zaubererdorf, über das ich gern in den Büchern etwas mehr erfahren hätte. Sir Nicholas – Gryffindors Hausgeist, von dem ich sehr gern wüsste, warum er sich für das Leben als Geist entschieden hat. Und dann noch die ewige Existenz an einer Schule! ;) Hufflepuff – Ein Haus, das leider viel zu sehr unterschätzt wird. Ich muss zugeben, auch auf meiner Favoritenliste steht es nicht ganz oben. Luna – Ich mag sie und sie wurde im Film wirklich super besetzt! Es fällt mir aber wirklich schwer, sie beim Schreiben halbwegs zu treffen. Nagini – Ich hätte auch gern so ein treues Haustier, wenn möglich aber ohne die giftigem, spitzen Zähne. Zauberstab – Noch etwas, was ich gern hätte! So ein Silencio, um meine Geschwister ruhig zu stellen, wäre einfach traumhaft. Schlammblut – Ein hässliches Wort für muggelgeborene Zauberer. Ich fand die Problematik zwischen Reinblütern und Muggelgeborenen in den Büchern sehr interessant und es hat mir viel Spaß gemacht, sie für FyP II neu aufzurollen.
So, und das letzte Wort gehört an dieser Stelle dir.
Als ich mit FanFictions angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass das Schreiben so wichtig für mich werden würde. Meine Leser und meine Betas haben mir dabei geholfen, mich auf sehr vielen Ebenen zu verbessern und sie haben dafür gesorgt, dass ich immer weiter geschrieben habe. Es ist unglaublich, wie sehr ein paar Worte jemanden anspornen können. Dafür möchte ich meinen (Beta) Lesern ganz herzlich danken! Außerdem möchte ich dem Team des HPFFA noch ein großes Lob aussprechen! Ihr tut unglaublich viel und opfert eine Menge Zeit für das Archiv. Danke dafür.
Wir danken Sayuchan im Namen aller Leser
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