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Geschichte des Moments
Harry Potter und die goldene Phoenixfeder von Anna Moonlight
(ab 12)

5. Schuljahr: Was hat es mit dieser Phoenixfeder auf sich? Könnte sie Voldemort wirklich vernichten? Dann sind da noch diese monatlichen Angriffe?Wer steckt dahinter? Harry verliebt sich in 3 Mädchen gleichzeitig und ist längst nicht mehr Herr der Lage...FINISHED!

Zitat des Tages

[Harry:] »Sir, es gibt einige andere Dinge,die ich gern wissen möchte, falls Sie es mir erklären können ... Dinge, über die ich die Wahrheit wissen will ...«
»Die Wahrheit.« Dumbledore seufzte. »Das ist etwas Schönes und Schreckliches und sollte daher mit großer Umsicht behandelt werden.«

Harry Potter und der Stein der Weisen, Kap.17

Mehrteiler des Monats (August 2013)
Eine (andere) Geschichte von Slytherin Niemandswasser

Für alle, die dich noch nicht kennen sollten, erzähle uns erst einmal etwas über dich.

Ach je, das Schwierigste gleich zuerst...
Ursprünglich aus dem süddeutschen Raum stammend lebe ich seit nun mehr fast 15 Jahren in meiner Herzensstadt Berlin und stehe altersmäßig an der Grenze zwischen Mitte und Ende Dreißig (was sich auch an den vielen grauen Haaren zeigt). Da ich gerade keine Katzen habe, denen ich die Dosen öffnen darf, bin ich nun Untermieterin zu vieler Bücher, Räucherstäbchen und Teedosen. Ursprünglich habe ich mal Deutsche Literatur und Geschlechterforschung studiert, aber derzeit liegt gesundheitlich bedingt alles auf Eis.
Meine Interessen sind extrem vielfältig und reichen von Politik über Medizin und Geschichte bis hin zu Lyrik, Linux und Photographie - Fantasy gehört allerdings nicht dazu :-)
Auf Harry Potter bin ich erst sehr spät gestoßen. Dann aber hat mich die Leidenschaft so richtig gepackt. Und da das mit dem Jahrhundert-Roman immer noch nicht geklappt hat, schreibe ich ab und zu die vielen wilden Assoziationen nieder, die das Potterversum in mir auslöst.

Worum geht es in deinem Mehrteiler „Eine (andere) Geschichte von Slytherin“?

Ich glaube, da muss ich ein bisschen ausholen, da stecken nämlich ganz verschiedene Sachen drin (und außerdem höre ich mich selbst so gerne reden, äh schreiben):
Ursprünglich geplant war eine Mystery-Geschichte um das Heldentrio. Ein bisschen Grusel, ein bisschen Spannung, ein bisschen Rätselraten – eigentlich eine ruhige Lektüre für lange Winterabende vor dem Kamin.
Aber irgendwie kam dann doch alles anders. Die Story entwickelte nämlich plötzlich ein störrisches und ganz unbezähmbares Eigenleben. Mit dem Titel bin ich eigentlich auch gar nicht so zufrieden, aber mir fiel einfach nichts Besseres ein. Der Plot nämlich ist die Aufdeckung eines sehr alten Geheimnisses, der das Haus Slytherin in ein ganz neues Licht rücken soll. Ich würde Slytherin nämlich gerne ein wenig mehr rehabilitieren, als es bei Rowling selbst geschehen ist, ist doch mein ewiger Held ein Abkömmling des Hauses Slytherin (Ja, Ihr wisst bestimmt schon, wen ich meine).
Mit der Slytherin-Thematik eng verwoben ist natürlich auch der ganze Komplex von Reinblütigkeit oder – um es in einen politischen Begriff zu fassen – die Themen Rassismus, Ausgrenzung und der Widerstand dagegen. Das hat einfach den Grund, dass ich ein sehr politischer Mensch bin und damals sehr begeistert war, wie die Autorin eine hochaktuelle politische Thematik in eine spannende Kinder- und Jugendbuchreihe gepackt und so grundlegende Themen wie Menschenwürde und Menschenrechte hoffentlich auch jungen Menschen nahe gebracht hat.
Zusätzlich interessierte mich die weitere Entwicklung des Potterversums direkt nach der Schlacht – der Alltag mit all seinen Unannehmlichkeiten und urkomischen Situationen.
Zusammenfassend also eine Mystery-Geschichte mit politischen Dimensionen, die der Rehabilitierung des Hauses Slytherin dienen soll und auch Humor und Charakterentwicklung nicht außer acht lässt.
Oder so. Ihr merkt schon: Dieses Ideenmonster in meinem Kopf ist gar nicht so einfach in Worte zu fassen.

Viele Fanfictions über die Zeit nach Voldemort setzen den Schwerpunkt eher auf das weitere Leben der Protagonisten und weniger auf die Veränderungen des Hauses Slytherin. Wieso gerade dieser Schwerpunkt?

Ich denke sehr assoziativ und schon bei den ersten HP-Bänden drängte sich mir die Verbindung der Häuser zu den vier Elementen auf und ich war ein bisschen beleidigt, dass Rowling das Element Wasser und das für mich sehr faszinierende Symboltier Schlange so schlecht wegkommen lässt. Aus einer sagen wir mal esoterischeren Weltsicht brauchen wir die Elemente alle, da sie sich ergänzen. Das Wasser ist auch die Tiefe und die Gefühle und wie wir an Severus Snape schön sehen können, übertrifft die Tiefe der Gefühle eines Slytherin alles andere.
Hört sich das jetzt komisch an?
Na, jedenfalls wollte ich immer ein Gleichgewicht der Häuser bzw. Elemente schaffen und mich auch nicht damit zufrieden geben, dass die Geschichte von Slytherin nur aus Reinblütigkeit, Schnöseligkeit, dem Hang zu Machtmissbrauch und Schwarzer Magie besteht. Da muss man sich doch fragen, ob die gegebenen Erklärungen über den Streit der Gründer ausreichen. Und mir reichte es eben nicht, Salazar nur als arroganten Reinblüter zu sehen, der die magische Gemeinschaft gespalten hat.
Und auf einer ganz profanen Ebene: Slytherin ist natürlich auch ein bißchen geheimnisumwoben und rätselhaft, einige seiner Abkömmlinge wie Draco oder Severus sind spannende ambivalente Charaktere, die einen geradezu herausfordern, da etwas draus zu machen.
Und ich persönlich finde es sehr spannend, zu spekulieren, welchen Schwierigkeiten das Haus Slytherin nach dem Bürgerkrieg gegenübersteht und wie es diese meistert. Wie finden sich arrogante Reinblüter in einer neuen egalitären Gesellschaft zurecht, wie ist der Umgang mit persönlicher Schuld, werden die Schüler anderer Häuser fähig sein, zu vergeben, sich in Toleranz zu üben, wie kommt man überhaupt dazu, Todesser zu werden, was geschieht mit den Menschen, deren Ideologie und Halt plötzlich geächtet ist – das alles sind Fragen, die mich sehr beschäftigen und die Slytherin für mich so interessant machen.
So ist auch ein One-Shot um Gregory Goyle entstanden, aber anscheinend habe ich vergessen, den hochzuladen *hüstel*

Mit den Professoren Aurora Sinistra und Septima Vektor hast du dir eher ungewöhnliche Akteure ausgesucht. Wieso, meinst du, sind die beiden prädestiniert für Lösung des Problems?

Zum einen ist es natürlich einfacher, Charaktere mit Leben zu füllen, die im Original nicht so präsent sind, weil man da viel mehr Freiraum hat und nicht so schnell out of character rutscht (was mir schon bei vielen Fanfics den Lesespaß gründlich verdorben hat). Außerdem sind solche Charaktere prinzipiell ein bisschen geheimnisvoller, weil man nicht so viel über sie weiß und das regt die Phantasie kolossal an.
Ich muss gestehen, ursprünglich waren die beiden als Paar für einen One-Shot geplant, aber gerade Madame Sinistra drängte sich irgendwie fast schon in die Geschichte hinein und weil ich sie mir immer als so ein bisschen „gothic-like“ vorgestellt hatte, fand ich, ich müsste ihr unbedingt eine ganz spezielle Beziehung zum Obergrufti Snape andichten. Und ganz plötzlich war da ein Charakter, eine Familiengeschichte, kulinarische Vorlieben, Interessen, Träume – alles da und nichts davon geplant.
Septima dagegen ist in meiner Vorstellung ein bißchen blasser geraten als Aurora, aber auch diesen Charakter will ich noch ein bißchen entwickeln.
Ähnlich wie beim Unbill des Hogwarts-Alltags (arme Minerva!) habe ich mich oft gefragt, was wohl die Rand-Charaktere nach der Schlacht so treiben, ob sie im Geiste von Joanne K. Rowling vielleicht auch eine Entwicklung durchgemacht haben – eben eine der vielen Fragen, mit denen sich ein manischer Fan eben so rumschlägt, wenn er Band 7 beiseite gelegt und den Epilog verflucht hat.
Für die Lösung des Problems sind die beiden ein perfektes Team, um unser aller Trio zu unterstützen.
Septima bringt den rationalen, mathematischen, logischen Aspekt ein; ihr fortgeschrittenes Alter und ihre Ruhe sind gut geeignet, um die Drei bei zähen Arbeiten wie Recherchen zu unterstützen. Dass Hermine natürlich eine ihrer Lieblingsschülerinnen war, trägt neben ihrer Freundschaft zu Aurora dazu bei, dass sie zum stabilisierendem Element wird unx ganz entgegen ihrer Gepflogenheiten aktiv in die Geschehnisse eingreift.
Aurora dagegen ist ein Gefühlsmensch, das bringt sie Ron und Harry näher. Durch ihre persönliche Bindung zu Severus, ihre Halbblütigkeit und ihre Slytherin-Zugehörigkeit ist sie sozusagen ein Gegenpol zu ihrer besten Freundin.
Die beiden verkörpern sozusagen die harmonische Einheit von Ratio und Gefühl und repräsentieren auch eines der Grundprinzipien von Harry Potter, wie ich es sehe – die Auseinandersetzung von Gryffindor und Slytherin, von Feuer und Wasser, Impuls und Gefühl.

Bist du der Meinung, dass J. K. Rowling, den Umgang mit den Kriegsgeschehnissen in ihren Büchern weiter hätte ausführen sollen? Oder hat sie damit nur einen perfekten Spielplatz für Fanfictions geschaffen?

Puh, das ist wirklich eine gute Frage!
Aus meiner Sicht, kann ich die erste Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Ich hätte gerne erfahren, wie sich der Krieg bzw. die Diktatur auf das alltägliche Leben der Menschen auswirkt.
Nun, ich habe mich früher viel mit der Weimarer Republik und ihrer Kulturgeschichte beschäftigt und besonders interessant ist da natürlich ihr Ende und der Übergang in die Diktatur gewesen. Rowling hat hier in meinen Augen unglaubliche Parallelen zur NS-Zeit und ihrem Ende geschaffen und ich hätte gerne erfahren, wie eben der Alltag weitergeht. Wie auch im besiegten (West-)Deutschland viele schlimme alte Vorurteile überlebt haben, so stelle ich mir das auch in der magischen Gemeinschaft vor. Es wird eine ganze Weile dauern, bis die traditionellen reinblütigen Familien Halbblüter, Muggelstämmige oder gar Kobolde, Hauselfen oder Zentauren als gleichwertige Lebewesen betrachten und genau solche Schwierigkeiten, Widersprüche und Ambivalenzen interessieren mich generell.
Allerdings kann ich auch die zweite Frage mit einem „Ja“ beantworten. Meiner Phantasie eröffnet es natürlich einen ganz unglaublichen Spielraum, dass Rowling diese riesige Lücke zwischen Kreachers Sandwiches und dem Epilog hat:-)
Und ich hoffe sehr, dass sich auch noch andere dieses hochspannenden Themas annehmen (werden).

Worauf dürfen sich die Leser in den nächsten Kapiteln noch freuen und weißt du bereits, wie viele Kapitel deine Geschichte ungefähr umfassen wird?

Geplant sind eigentlich so 40 bis 50 Kapitel. Zehn sind bis jetzt veröffentlicht und weitere sieben harren der Überarbeitung und des Beta-Lesens.
Freuen dürfen sich die Leserinnen und Leser unter anderem darauf, den Wechsel der Jahreszeiten mit all seinen Festen auf Hogwarts mitzuerleben. Laben dürfen sie sich an der typischen Situationskomik, die Charaktere wie Hagrid, Ron oder Sybill einbringen.
Das weitere Tempo wird gemächlich, das heißt: Durchaus Spannung und Rätselraten, aber weniger Duelle. Mehr „Whodunit?“ als Action.
Und ich werde weiterhin versuchen, ernste Themen und Humorvolles abzuwechseln und dabei nicht den Faden zu verlieren. Wir wollen ja irgendwann wissen, was es denn jetzt eigentlich mit dem Haus Slytherin auf sich hat!

Wird es demnächst wieder ein neues Kapitel zu lesen geben?

Für die unmittelbare Zukunft (das heißt konkret: die nächsten Wochen) kann ich leider noch keine sicheren Angaben machen. Das ist zum einem meinen gesundheitlichen Problemen geschuldet, zum anderen ist mein Leben derzeit in einem sehr tiefgreifenden Umbruch, der mir viel Zeit, Nerven und kreative Problemlösungsstrategien abverlangt.
„The real life“ fordert sozusagen seinen Tribut.
Da ich aber noch die sieben Kapitel in der Hinterhand habe, wird sich sicherlich demnächst etwas tun. Und die nächste Schreibattacke wird bei diesem nassem Sommer sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Und zum Schluss darfst du dich jetzt mit ein paar letzten Worten direkt an deine Leser richten.

Ah, die berühmten letzten Worte!
*räusper*
Also erstmal freu „ick ma wie Bolle“, dass ich etwas für den „Mehrteiler des Monats“ schreiben darf. Als kleiner Schreiberling ist man ja immer froh, wenn es eine nicht gar so aufdringliche Methode gibt, neue potentielle Leserinnen und Leser zu gewinnen und ich hoffe natürlich, hiermit noch ein paar Menschen auf meine Geschichte(n) aufmerksam zu machen.
Ich bettele nicht um Reviews, aber natürlich freue ich mich sehr darüber, wenn jemand einen Kommentar hinterlässt. Und entgegen der Vorurteile will ich nicht nur gelobt werden. Gerade konstruktive negative Kritik ist dazu geeignet, eine/n voranzubringen. Deswegen: Reviews sind dazu geeignet, meine Produktivität enorm zu steigern!
Danke fürs Lesen, ich hoffe, es macht Euch ebenso viel Spaß wie mir das Schreiben!

Wir danken Niemandswasser im Namen aller Leser
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Sonorus
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