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Geschichte des Moments
Nachholbedarf von Luxa
(ab 6)

"Even the happiest families bleed", singt Anna Ternheim in "Let it rain". Zu den glücklichsten Familien sind weder die Blacks noch die Dursleys zu zählen. Umso mehr Nachholbedarf haben Harry und Sirius.

Zitat des Tages

Und ich muss auch eine Anzeige für den Tagespropheten entwerfen«, fügte er nachdenklich hinzu. »Wir brauchen einen neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ... meine Güte, wir verschleißen sie alle recht schnell.«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.18

Autor des Monats (August 2013)
Die magische Herausforderung - Harry Potter Fromme Helene

Magst du vorweg vielleicht ein wenig von dir selbst erzählen, damit die Leser wissen, mit wem sie es hier zu tun haben?

Gern. Hoffentlich habt Ihr es Euch gemütlich gemacht ;-)
Entgegen mancher Erwartung kann ich mich noch ohne Gehwagen fortbewegen, doch hier gehöre ich mit Sicherheit zu den älteren Semestern. Mein Mann und ich feiern übernächstes Jahr Silberhochzeit, wir haben drei Kinder, deren Versuche, uns auf den Kopf zu spucken, immer erfolgreicher werden. Meine Brötchen verdiene ich als kleines Rädchen im Verwaltungsapparat, sprich: Mein Leben ist so was von stinknormal, dass meine Familie und ich in der Nachbarschaft der Dursleys nicht auffallen würden. Dabei wollte ich doch mal zur Kriminalpolizei, zur NASA oder zumindest eine berühmte Herzchirurgin werden - irgendeine Ausfahrt scheine ich da verpasst zu haben.

Hast du von „erster Stunde an“ die Harry-Potter-Romane gelesen oder kamst du erst später dazu?

Ich bin eingestiegen, als schon die ersten drei Bände raus waren. Gleich mit dem ersten Kapitel war ich der Geschichte verfallen. Ich konnte damals kaum abwarten, dass meine Kinder alt genug wurden, um ihnen endlich die Bücher vorzulesen. Später haben wir viele wundervolle gemeinsame Harry-Potter-Lesestunden verbracht, an die ich immer noch gerne zurückdenke.

Aus deinem Profil kann man erlesen, dass du erst vor relativ kurzer Zeit angefangen hast, Fanfictions zu schreiben – und dass deine Tochter dich draufgestupst hat. Wie kam es dazu?

Meine Tochter hatte sich im letzten Herbst zu einem HP-FF-Wettbewerb angemeldet und kam mit ihrer Geschichte nicht vom Fleck. Bisher hatte sie immer nur im stillen Kämmerlein geschrieben und wollte nie etwas davon herausrücken. Endlich durfte ich ihre Werke aus der Nähe begutachten und etwas zum Brainstorming beitragen.
Dabei hat es dann sofort gefunkt. Zwei Tage später habe ich meine erste Geschichte gepostet. Wir haben die ersten Monate einige Geschichten gemeinsam geschrieben und hatten sehr viel Spaß zusammen.
Mittlerweile haben unsere sehr unterschiedlichen Schreibbedürfnisse dafür gesorgt, dass jeder wieder für sich werkelt. Sie ist jedoch immer noch meine erste und strengste Kritikerin.

In der kurzen Zeit hast du sehr viele Geschichten geschrieben, Respekt! Was inspiriert dich?

Dankeschön. Dass es so viele sind, ist meiner ersten Schreibverliebtheit und meiner sehr verständnisvollen Familie geschuldet. In den ersten Wochen hörte mein Kopf gar nicht mehr damit auf, neue Ideen auszuspucken. Nichts und niemand konnte mich von der Tatstatur weglocken.
Inspirationsquellen? Habe ich keine bestimmte. Es sind all die kleinen Dinge, die mir über den Weg laufen. Die Welt ist so bunt, man muss nur die Augen offen halten. Da reicht eine verschrobene Alte mit ihrem Einkaufskarren oder ein merkwürdiger Satz, der aus dem Zusammenhang gerissen wurde.
Bei HP sind es hautsächlich die blinden Flecken in der Geschichte und die bizarren oder schüchternen Nebencharaktere, die plötzlich ein ganzes Szenario in meinem Kopf in Gang setzen.

Was fasziniert dich so an Fanfictions?

Bei HP ganz klar die Vielfalt der Charaktere und die magischen Möglichkeiten. Es ist wie ein riesiger Delikatessladen, indem man sich ungeniert bedienen kann. Ich kann nach Herzenslust kombinieren und neue Mischungen kreieren, dabei bin ich tausend Mal schneller, als wenn ich alles neu erschaffen und dem Ganzen erst einmal Leben einhauchen müsste.

Manch ein Autor konzentriert sich gern auf Lovestories, ein anderer auf Dramen und wieder ein anderer schreibt, was ihm gerade in den Sinn kommt, ganz egal, wo das Genre einzuordnen ist. Wie steht’s mit dir – wie würdest du dich da einordnen?

Einordnen? - Bloß nicht. - Ich will mich gar nicht einordnen. Es wäre für mich wie eine Beschränkung.
Nichtsdestotrotz habe ich eine innere Tendenz zu Dramen. Wenn ich einfach nur losschreibe, wird es immer ein Drama. *lacht*
Doch ich finde die anderen Genres genauso reizvoll und wähle sie absichtlich in der Hoffnung, dass sie mir irgendwann genauso leichtfallen.

Findest du Mehrteiler oder Oneshots schwieriger?

Eindeutig Mehrteiler! - Für mich ist es viel schwieriger, den Plot auf mehrere Kapitel zu verteilen und dabei insgesamt einen Spannungsbogen zu bauen. Besonders kniffelig: die glaubhafte Charakterentwicklung und bei all den Abkürzungen und Nebenpfade, die so verlockend winken, das große Ziel (die Prämisse) nicht aus den Augen verlieren.
Aber das macht auch gleichzeitig den Reiz aus.

Würde dich ein Wettbewerb mit Vorlagen reizen? Oder hast du vielleicht schon mal an einem Wettbewerb teilgenommen?

Oh ja. Ich liebe Herausforderungen. Je verquerer die Vorgaben desto lieber. Meinen ersten Wettbewerb habe ich gerade auf FF.de hinter mich gebracht. Jetzt bin ich sehr gespannt, was das Komitee hier als nächstes ausheckt.

Könntest du dir vorstellen, auch mal in anderen Fandoms zu schreiben? Oder eine Originalstory zu entwerfen?

Bisher reizt mich kein anderes Fandom. Aber eine eigene Geschichte - das ist ein Traum.
Seit einiger Zeit spukt ein Krimi in meinem Kopf herum und ich hoffe, dass es mir gelingt, ihn irgendwann einmal in einer Datei zu bannen. Noch misstraue ich aber meinen Fertigkeiten.

Nachdem wir dich Löcher in den Bauch gefragt haben – das kleine Denkspiel am Schluss. Wir nennen dir ein paar Begriffe, und du sagst uns ganz spontan, was dir dazu einfällt:

- Voldemort - ein Antagonist par excellence
- Banshee - mein Englisch ist grottig, da muss ich erst nachschlagen
- Zauberstab - ein wahrer Zauberer kann auch ohne
- Zeitumkehrer - ein großer Logikfehler von JKR
- Epilog - kann man, muss man aber nicht
- Fang - ich rätsele bis heute, ob Hund oder Schwein
- Brunnenstatue im Forum des Ministeriums - schnöder Mammon
- Horrorfilm - dabei zieh ich die Decke über den Kopf

Und last but not least – was möchtest du deinen Lesern noch mitteilen?

Alter schützt vor Torheit nicht – deswegen keine Scheu, ich bin für jede Anregung offen; Helm und Schutzkleidung sind dabei nicht notwendig. ;-)

Wir danken Fromme Helene im Namen aller Leser
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Sonorus
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