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Geschichte des Moments
Den Nargel auf den Kopf getroffen von Muggelchen
(ab 10)

Kurz vor Weihnachten möchte Luna nach Nargeln suchen und bekommt von einer Mitschülerin einen Tipp. Die gleiche Mitschülerin will sich auch vor Blaise' Annäherungen in Sicherheit bringen und lässt sich etwas Gemeines einfallen, um ihn sich vom Hals zu halten.

Zitat des Tages

»Überhaupt führt sich Percy diesen Sommer ziemlich eigenartig auf«, sagte George stirnrunzelnd. »Und tatsächlich hat er einen Haufen Briefe verschickt und sich oft in seinem Zimmer eingeschlossen ... Ich meine, so oft kannst du eine Vertrauensschülermedaille auch nicht polieren ...«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.3

Review zu "Der Tod des Schokoladen-Nikolauses" aus "Der Tod des Schokoladen-Nikolauses " von yoho

Name: Hedwig
Datum: 2009-12-23 08:24:02
So, nach langer Zeit werde ich auch mal wieder ein Review schreiben (was mittlerweile wirklich echt selten ist)

Lieber yoho, ich muss sagen, ich liebe diese Geschichte und könnte sie immer wieder lesen. Eindeutig mal wieder eines deiner Glanzstücke.

Der Anfang, als Sie das Kaninchen tötet ist wirklich etwas anders. Aber ich finde es weder abschreckend, noch ekelhaft. Wobei das in der Realität anders aussieht. Ich lebe nach dem festen Grundsatz kein Fleisch zu essen, das ich vorher mal gestreichelt habe oder im Fellkleid gesehen habe. Das mache ich für mich persönlich aus ethischen Gründen und da ich sowieso nicht der Fleischfreak bin, ist das auch gar kein Problem.

Andersrum finde ich das Schlachten eines Tieres, zum Zwecke des Verzehres keinesfalls verwerflich. Hermine hat vollkommen recht. Dafür kann man niemanden zur Verantwortung ziehen. Vor allem nicht mit diesen Hintergründen. Und allein ihre Frage: "Du freust dich", sagt doch schon, das sie das Tier zwar getötet hat um es zu essen, aber eben nicht sicher ist, ob das richtig war.

Dann den Vergleich mit dem Schokoladen-Nikolaus. Kann ich absolut verstehen. Als ich ein Kind war, hab ich den Nikolaus auch immer ewig liegen lassen. Bloß nicht kaputt machen. Wobei, irgendwann hab ich sie doch gegessen, sei es nur um sie vor meinen Geschwistern zu retten. Die haben übrigens alle keine Skrupel die zu essen - Futterneid, denke ich...

Dennoch denke ich, sitz die Hemmschwelle des Mädchens sehr tief. Die Frage die Hermine im Kopf hat ist doch, ob sie soi weit gehen würde, jemanden zu töten. Sicher nicht aus reiner Boshaftigkeit, aber wenn sie sich bedroht fühlt, dann bestimmt und ich denke jemand mit ihrer Vergangenheit hat da einen ganz anderen Reizpunkt als jemand der nie Schlechtes hat erfahren müssen.

LG Hedwig

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2009-12-23 08:24:02
Hallo Eule,

das ist eine spannende Erfahrung, wenn man beginnt seine eigenen Geschichten zu interpretieren. So als wäre das gar nicht ich gewesen, der das geschrieben hat, sondern ein Fremder.

Jedenfalls habe ich begonnen, mehr über diesen ‚Tod des Schokoladen-Nikolauses’ nachzudenken. Vordergründig geht es hier natürlich um die Moral des Tötens. Was unterscheidet eigentlich das Töten eines Tieres und das Töten eines Menschen? Rein wissenschaftlich betrachtet nichts. Was uns Tiere töten lässt aber hindert einen Menschen umzubringen, ist wohl hauptsächlich anerzogen. Wir haben ethische Skrupel.

Das ist wohl auch Hermine klar und deshalb ist sie auf der einen Seite ganz froh, dass Sara trotz ihrer Vorgeschichte bisher eine deutliche Trennlinie zwischen Menschen und Tieren ziehen konnte und bestärkt sie auch darin, diese Trennlinie weiter aufrecht zu erhalten.

Doch du hast sicherlich recht. Wenn sie angegriffen wird, dann dürften die Hemmungen schnell fallen. Aber das kann man kaum mit einer elf- oder zwölfjährigen diskutieren. Dafür fehlt ihr die Erfahrung.
Andererseits, wenn Sara geschickt genug ist, einen Hasen genau ins Herz zu schießen, dann wird sie einen potentiellen Angreifer wohl nie in Notwehr töten müssen. Es sollte ihr leicht fallen, eine Körperstelle zu treffen, an der es richtig weh tut. Wer schreit, der kann keinen Unverzeihlichen mehr aussprechen. Und das lässt sich auch einem Kind vermitteln.

Aber was mir gerade noch eingefallen ist. Es geht in ‚Der Tod des Schokoladen-Nikolauses’ auch um das Thema Schenken. Da Sara die Schokoladen-Figur aufgehoben hat, würde ich jetzt mal sagen, dass die Geschichte nach Weihnachten spielt. Sie wird von Hermine und Harry ein Weihnachtsgeschenk bekommen haben. Aber vielleicht hat sie selber nichts geschenkt. Schließlich kennt sie die beiden noch nicht so gut.

Der Hasenbraten ist etwas, das sie ganz alleine schenken kann. Aber wie immer, wenn man jemanden, den man noch nicht so gut kennt etwas schenkt, ist sie sehr unsicher, ob ihr Geschenk auch ankommt. Von da her ist sie sehr erleichtert, dass Hermine sich sofort bedankt und sagt, dass sie sich freut.
Hermine hat das vielleicht zunächst etwas halbherzig gesagt, da sie sich ihrer Gefühle noch nicht so ganz sicher ist. Aber je mehr sie darüber nachdenkt, desto mehr sieht sie, dass das gar nichts Schlechtes ist jemanden in der Familie zu haben, der dann und wann einen Braten für den Speiseplan beisteuert.
Sie wird Sara sicherlich nicht gezielt auf die Jagd schicken. Aber sie wird auch nicht Nein sagen, wenn das Mädchen fragt, ob sie etwas jagen soll.

Und noch ein dritter Aspekt. Es geht in der Geschichte um Vorbilder. Sara sucht Vorbilder und hat sich, da das naheliegend ist, Harry und Hermine ausgewählt. Nur die haben etwas getan, wovon Sara glaubt, dass sie es nie kann. Sie haben Menschen getötet. Was sollen sie da von der kleinen Sara halten, die es nicht mal fertig bringt, einen Schokoladen-Nikolaus zu essen.

Und auch wenn Sara das noch nicht so ganz glauben mag, dass sie ein sehr spezieller Mensch ist. Hermine meint es ehrlich und wird es Sara bestimmt auch immer wieder sagen ... und dabei mit ihren eigenen Dämonen kämpfen, die ihr erlaubt haben zu töten.

Danke für den Review

Gruß yoho
Antworten

Review zu "Der Tod des Schokoladen-Nikolauses" aus "Der Tod des Schokoladen-Nikolauses " von yoho

Name: Uni
Datum: 2009-12-21 18:34:09
Hallo yoho,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Titel "Autor des Monats".

So zur Geschichte. Das ist wirklich eine etwas andere Adventsgeschichte. Wobei ich sagen muss, dass ich die Geschichte zum Thema "Weihnachtsleckerei" beinahe etwas makaber finde.

Dein Streibstil ist faszinierend und wirklich bemerkenswert, aber ich denke das liegt nicht zu Letzt an deinem Beruf.

Ich bin auch kein Vegetarier, aber ehrlich ich glaube ich hätte ebenso Skrupel ein Tier zu töten, wie einen Menschen. Wobei ich beispielsweise auch nicht zögere eine lästige Mücke zu erschlagen.

Ich gebe Hermine jedoch recht, man kann Sarah nicht dafür schelten. Sie tötete Tiere um zu überleben, empfindet dies also nicht als Unrecht, sondern als völlig normal.

Im Endeffekt essen doch viele gern Fleisch, es ist etwas anderes, wenn man ein Stück Fleisch töt und ohne Gliedmaßen vor sich liegen hat, als wenn man selbst die Klinge bzw Pfeil und Bogen ansetzt.

Ich finde vor allem dieser Vergleich zwischen dem Hasen und dem Schokoweihnachtsmann berührt und regt zum nachdenken an.

Wirklich ein sehr spezielles Mädchen, aber eine ebenso spezielle Geschichte.

LG uni


Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2009-12-21 18:34:09
Hallo Uni,

Danke für den Glückwunsch, wobei ich nicht weiß, wie ich zu der ‚Auszeichnung’ komme. Aber das ist eine andere Geschichte.

Makaber? Nun, auch ein Braten kann durchaus eine Weihnachtsleckerei sein. Aber da habe ich beim Schreiben gar nicht so daran gedacht. Der Fokus war mehr auf dem Schokoladen-Nikolaus.

Und es ist sicherlich ein sehr spezieller Ansatz sich dem Thema ‚Weihnachtsleckereien’ zu nähern. Aber andererseits. Nur Mainstream ist langweilig und eine kleine Provokation dann und wann gönne ich mir einfach.

Die Geschichte ist mir eingefallen, als vorletztes Wochenende bei Freunden ein bunter Plätzchenteller vor mir stand und da lag auch ein Schokoladen-Nikolaus dabei. Nun bin ich Schokoladen-süchtig. Aber ich kann einfach keine Schokoladen-Nikoläuse essen. Konnt ich auch als Kind nie, weswegen man irgendwann aufgegeben hat, mir so was zu schenken. Jedenfalls habe ich den ganzen Nachmittag immer wieder diesen blöden Nikolaus in den Händen gehabt und dann wieder weggelegt. Die Skrupel waren größer als der Schokoladen-Hunger.

Der Schreibstil hat sicherlich was mit meinem Beruf zu tun. Obwohl das in der ersten Hälfte der Geschichte einfaches Handwerk ist. Ich beschreibe eine Szene, die sich so auch schon vor meinen Augen abgespielt hat.

Ich habe für eine Reportage Jäger auf der Jagd begleitet und ich habe auch zusehen müssen, wie Tiere geschlachtet wurden. Doch ich denke, wenn man Fleisch isst, dann sollte man so was ruhig mal miterlebt haben. Wir essen zwar überwiegend vegetarisch. Aber eben nicht hundert Pro.

Selber habe ich noch kein Tier getötet, aber ich befürchte Hunger und der Mangel an essbaren Alternativen würde das ganz schnell ändern.

Bei Menschen ist das sehr gespalten. Ich könnte, genau wie Sara in der Geschichte, nie einen Menschen hinterrücks erschießen. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass sich mich wehre, wenn mich jemand attackiert. Und ich denke, dass ich durchaus töten könnte, wenn die Attacke entsprechend ernsthaft ist. Wobei die Grenzen da sicherlich fließend sind. Früher dachte ich immer, erst Baseball-Schläger und Messer rechtfertigen den vollen Einsatz. Aber einige tragische Fälle aus den letzten Monaten lassen erkennen, dass auch schon Fäuste und Stiefel eine tödliche Angriffswaffe sein können. Ich hoffe bloß, dass ich niemals in eine Situation gerate, wo ich versucht wäre, jemanden wirklich schwer zu verletzen, um meine eigene Haut zu retten.

Na ja und ein bisschen Nachdenken über so eine Geschichte schadet keinesfalls.

Danke für den Review

Gruß yoho
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Sonorus
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