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Geschichte des Moments
Das schwere Erbe der DeVilliers von Menelya
(ab 16)

Der schreckliche Verlust von Hermiones Eltern deckt eine überraschende Wahrheit ihrer Herkunft auf. Dumbledore kann aus diesem schrecklichen Ereignis eine für den Krieg positive Wendung herbeiführen. Doch was hat Draco Malfoy damit zu tun? Die Geschichte spielt parallel zum 6. Band der Originalbücher. (Dramione)

Zitat des Tages

»Nein«, sagte Harry bestimmt, »du und Al werdet euch erst dann ein Zimmer teilen, wenn ich das Haus zum Abriss freigebe.«

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kap.36

Reviews für Der Weihnachtsflug

Review zu "für den Adventskalender 2010" aus "Der Weihnachtsflug" von yoho

Name: Schnatzer
Datum: 2010-12-24 20:10:06
Hey yoho,
Ich finde diese Story sehr schön, nicht zuletzt, weil "The Passenger" einer meiner Lieblingssongs ist^^ Spaß beiseite. Der Song passt sehr gut zum Thema. Du hast, meiner Meinung nach, die Gefühle, die in einem Kind vorgehen, sehr gut dargestellt. Ich weiß nicht, ob ich richtig liege, aber ich hatte den Eindruck, dass die Frage nach Richtig und Falsch ein mehr oder weniger zentrales Thema in deiner Geschichte ist. Ist es falsch, seine Zieheltern als Eltern zu bezeichnen?
Ich denke, es ist auch eine gewisse Nähe dabei, und ich denke, diese Nähe war es, die Harry letztlich Tränen in die Augen trieb.
In diesem Sinne Frohe Weihnachten, ich freue mich auf mehr Storys von dir (:

Liebe Grüße,
Schnatzer

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2010-12-24 20:10:06
Hallo Rudi,

Iggy Pop und ‘The Passenger’. Das Stück entstand, als der – ich weiß nicht von wem er dazu ernannt wurde – Godfather of Punk in Berlin lebte; angeblich beim S-Bahn-Fahren. Meine Erinnerungen an die Berliner S-Bahn sind weniger prosaisch. Aber sei es drum. Es ist gute Musik mit einem guten Text. Und der Mann ist der lebende Beweis dafür, dass Alkohol konserviert, wenn er auch niemanden schöner macht.

Angeblich sei er zu der Zeit, als The Passenger entstand, einer dieser Männer gewesen, bei dem sich die Frauen fragten, wie er wohl nach einer Dusche und ausgiebig Schlaf aussehen würde. Das frage ich mich auch jedes Mal, wenn ich ein Foto von ihm sehe.

Ich habe beim Schreiben übrigens ‚The Passenger’ in Endlosschleife gehört, denn wie du schon sagst: dieser Song passt sehr gut zu dieser Geschichte. Ansonsten kenne ich die Flugroute der drei vom Boden aus. Schottland und England sind verdammt groß. Einen Besen hätte ich toll gefunden. Aber man soll ja nicht undankbar sein. Die englischen Motorways sind auch nicht zu verachten.

Die Menschen, die uns gezeugt haben, sind unsere Eltern. Zumindest biologisch betrachtet. Aber ansonsten wüsste ich eine Menge Leute, die mir näher stehen als meine Eltern. Angefangen bei der Frau mit der ich lebe. ‚Blut ist dicker als Wasser’. Blöder Spruch und ich glaube da nicht dran.
Bei Sara ist die Situation nun etwas anders. Ihre Eltern leben nicht mehr. Umso mehr hat sie das Recht, sich neue Eltern auszusuchen. Natürlich zeugt das von Nähe, wenn man als Kind jemanden Vater nennt, der das biologisch nicht ist. Aber es zeugt auch noch von einer Menge anderer Gefühle. Vertrauen zum Beispiel. Und sicherlich auch von so etwas wie Liebe.

Danke für den Review

Gruß Bernd (yoho)
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Review zu "für den Adventskalender 2010" aus "Der Weihnachtsflug" von yoho

Name: fthoele
Datum: 2010-12-23 15:16:19
Ich musste an etwas denken, was mir Luxa mal erzählt hatte, bezüglich Bekannter von ihr, die mal ein Pflegekind hatten: "Sie ist deine Bauchmama, aber ich bin deine Herz-/Kopfmama" (Was von beidem es jetzt genau war, weiß ich nicht mehr).
Ich persönlich bin ein großer Freund von Friedhöfen. Es gibt wenige Orte, die so eine Ruhe ausstrahlen, wo man so gut zu sich selbst finden kann.
Zu meinem Leidwesen muss ich gestehen, dass ich aber fast nur auf Friedhöfe gehe, auf denen niemand begraben liegt, den ich kenne.
Das liegt aber daran, dass all diese Gräber sehr weit weg sind. oder, was ich immer noch bedauere, ich nicht weiß, wo die Leute begraben sind. Leute, die ich nie vergessen werde, kann ich nicht besuchen weil die damaligen Umstände es mir nicht ermöglicht haben, auch nur den Friedhof rauszufinden.
Heute wüsste ich nicht, wie ich dieses Wissen jemals wieder erlangen könnte. Alle Kontakte in diese Richtung sind abgebrochen.
Aber ich war mal bei einer Seebestattung. Die einzige Seereise, bei der ich mich übergeben musste. Und zwar nicht wegen des Seegangs, auch wenn meine Mutter das damals dachte.
Ja, es ist schwierig, nahe, gar Eltern auf dem Friedhof zu besuchen. Aber es ist auch wichtig. Und es hilft, wenn dann jemand für einen da ist, so wie Harry und Janek für Sara da sind. Grade in ihrem Alter.
Was würde ich dafür geben, bestimmte Leute noch einmal besuchen zu können.

Vielen Dank für diese Geschichte.

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2010-12-23 15:16:19
Hallo Falko,

wir besuchen auch gerne Friedhöfe, aber dann müssen es ganz alte sein. Wir versuchen dann die Inschriften auf den Grabsteinen zu lesen und denken uns aus, was das für Menschen gewesen sein könnten, die hier begraben worden sind. Ob sie ein schönes und erfülltes Leben hatten, oder ob sie unglücklich waren.

Manchmal sind die Geschichten, die die Grabsteine erzählen, aber auch von vornherein traurig. Wenn zum Beispiel eine ganze Familie an einem Tag ausgelöscht wurde. Oder wenn es Gräber von kleinen Kindern sind. Obwohl wir ja wissen, dass das vor hundert Jahren zum Beispiel noch ganz normal war, dass viele Kinder sehr früh an Krankheiten starben, die heute harmlos sind.

Auf Aland waren die Friedhöfe immer direkt an den Kirchen. Da haben wir häufig Gräber von unbekannten Seeleuten entdeckt. Wenn man sich vorstellt, dass die Angehörigen nie erfahren haben, wo ihre Männer geblieben sind ...

Für Sara geht es in der Geschichte wohl eher darum, die Stelle zu kennen, an der ihre Eltern begraben liegen. Aber sie braucht die Gräber nicht, um sich an ihre Eltern zu erinnern und mit ihnen zu reden. So wie ich die Szene geschrieben habe, spricht sie auf dem Friedhof auch nicht mit ihnen. Vielmehr ist der Besuch so eine Art ‚Abschiednehmen’. Mit Janeks Unterstützung akzeptiert sie den Tod ihrer Eltern und löst sich von ihnen. Es hat keinen Zweck, sich an etwas zu klammern, dass Vergangenheit ist und sich nicht wieder zurück bringen lässt. Die Grabsteine sprechen da eine sehr überzeugende Sprache.

Geweint hat sie nicht. Und am Ende klingt sie eher fröhlich, wenn sie Harry Papa und Hermine Mama nennt. Sie dürfte lange darüber gegrübelt haben, ob sie es tun soll und fand das Thema so schwer, dass sie nicht mal mit Janek darüber reden konnte. Umso erleichterter fühlt sie sich jetzt, als sie es endlich getan hat. Vielleicht ist das ähnlich wie das erste Mal ‚Ich liebe dich’ zu sagen.

Ich brauche übrigens keine Friedhöfe und Gräber, um an die Toten zu denken, die mir wichtig sind. Und ich denke, dass du sie auch nicht brauchst. Natürlich ist es schön, einen Ort zu haben. Aber im Endeffekt ist das nur eine Krücke. Nutze deine Phantasie. Du kannst das, ganz bestimmt.

Danke für den Review

Gruß Bernd (yoho)
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Review zu "für den Adventskalender 2010" aus "Der Weihnachtsflug" von yoho

Name: Severa Hood
Datum: 2010-12-23 00:00:37
Hallo yoho, fröhliche Weihnachten wünsche ich dir.
Und vielen Dank für deine Geschichte.
Anfangs dachte ich eeeh, was für ein doofes Thema. Traurig halt.
Möcht ich eigentlich nicht lesen.
Aber MissNorris hat recht- es ist sehr schön, wieder eine Geschichte von dir zu lesen.
Und am Ende waren nicht nur Harrys Augen feucht, obwohl ich so eine irgendwo doch traurige Geschichte eher etwas widerwillig, wenn man das überhaupt so sagen kann, gelesen habe und das eigentlich nicht so an mich heran lassen wollte.
Am Ende gibt es ja schließlich ein Happyend so gut es eben geht (Tote zum Leben erwecken ist ja leider Gottes nicht drinnen) und auch das mit dem längeren, unbequemeren Flug finde ich gut.
Man nimmt es sich vor, nimmt sich die Zeit dafür und kann sich auch darauf bewußt oder unbewußt vorbereiten.
Nicht sowas zwischen Bügeleisen, Arbeit, renovieren und Toilettenputzen machen.
Besonders schön fand ich allerdings die Stelle, wo es wieder mal so "realistisch" ist- der Wind bläht die Wangen auf etc ;-) den spürt man ja beim Lesen fast selbst. Ich denke, das macht sehr viel aus und ist vielleicht ein kleiner Teil von dem Geheimnis deines Schreibens.
Da würde ich mir auch gerne mehr "Actiongeschichten" wünschen, aber das ist ja nicht so dein Wunsch.
Lieben Gruß und dir und deinen Lieben ein schönes Weinachtsfest (noch einmal schlafen, dann kommt das Christkind :-) ), Severa

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2010-12-23 00:00:37
Hallo Severa,

ich denke ja, dass die Grenze zwischen und ‚traurig’ und ‚schön’ ein sehr schmaler Grat ist. Und vielleicht sind die traurigsten Geschichten gerade die schönsten. Das ist wohl auch so ein bisschen eine Mentalitätsfrage. Und wenn schon die Augen des Autors beim Schreiben feucht werden, dann sollte das doch wohl auch bei den Leserinnen und Lesern funktionieren.

Die Lektion, die Sara am Ende gelernt hat, ist so etwas wie ‚Mach das Beste aus dem was du hast und trauere nicht zu lange vergangenen Zeiten nach. Denn die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, das Jetzt und die Zukunft schon.’ Sie soll und wird ihre leiblichen Eltern nicht vergessen. Aber es dürfte auch nicht in deren Sinne sein, wenn sie in ihrem Herzen keinen Platz mehr für neue Menschen frei macht.

Das langsame Reisen ... Wir waren im Sommer in Schottland und haben bewusst den weiten Anreiseweg von Dover durch ganz England gewählt. Zwischendrin haben wir uns im Peak District – das ist so auf halbem Weg – mit einem Engländer unterhalten, der schwärmte und uns was davon vor, dass man mit Hilfe des Kanaltunnels jetzt bei der Überfahrt eine Stunde gegenüber der Fähre einsparen würde. Mir lag auf der Zunge ihn zu fragen, was er denn dann mit der eingesparten Stunde machen würde? Ich wüsste es schon. Ich würde mich in Calais an den Strand setzen und den Schiffen zusehen. Ich fände das ja eine sehr sinnvolle Verwendung für eine ‚eingesparte’ Stunde. Ich könnte aber auch die – langsame - Fähre nehmen und von Bord aus den Schiffen zusehen. Das wäre noch schöner, weil ich noch näher dran bin.

Die vielen, kleinen realistischen Szenen ... da hilft mir sicherlich mein Alter. Je länger man lebt, desto größer die Möglichkeiten viele Situationen schon mal ‚erlebt’ zu haben. Natürlich kann ich nicht auf einem Besen fliegen. Aber ein Motorrad erreicht ähnliche Geschwindigkeiten und nicht überall fährt man mit Integralhelm. Wenn man keinen auf hat, dann hält man tunlichst den Mund zu. Nicht nur, weil der Wind tatsächlich die Wangen aufbläst und das unangenehm ist, sondern auch, weil man sonst jede Menge Insekten verspeist. Das passt nur nicht in den Winter. Da tun einem dann die Zähne weh. Ein Gefühl, das ich vom Skifahren kenne. Meine Zähne sind allerdings auch ziemlich kälteempfindlich.

Und ich mags tatsächlich eher ruhig. Action habe ich in meinem Leben schon genug.

Danke für den Review

Gruß yoho

Antworten

Review zu "für den Adventskalender 2010" aus "Der Weihnachtsflug" von yoho

Name: MissNorris
Datum: 2010-12-21 16:23:10
Hallo yoho,

das ist schön, mal wieder eine Geschichte von dir zu lesen.

Es ist eine stimmungsvolle Geschichte, die auf mich irgendwie Ruhe ausstrahlt.

Es ist schön zu sehen, dass Sara sich traut Harry und Hermine mit Mama und Papa anzusprechen, und es ist interessant zu sehen, weshalb sie das bis dahin nicht getan hat.

Außerdem ist es eine tolle Idee zu versuchen das Besuchen der Gräber zu etwas besonderen zu machen -es passt sehr gut.

Liebe Grüße und schöne Weihnachten (feierst du Weihnachten überhaupt?)
Mino

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2010-12-21 16:23:10
Hallo Mino,

das Kinder sich mit neuen Vätern oder Mütter arrangieren müssen, ist ein Problem, das in jeder Patchworkfamilie auftaucht. Und davon gibt es ja jede Menge. Und ob der Zweitvater oder die Zweitmutter mit diesem Titel angeredet werden, hängt nicht nur vom Alter der Kinder ab, sondern auch davon, ob die leiblichen Väter oder Mütter im Leben ihrer Kinder noch vorkommen, oder in Vergessenheit geraten.

Bei Sara ist die Situation anders. Sie hat ihre Eltern geliebt. Aber sie sind tot. Sie kann zwar noch mit ihnen reden. Aber sie ist klug genug, um zu wissen, dass sich diese Gespräche nur in ihrem Kopf abspielen.

Janek geht die Sache, vielleicht weil er ein Junge ist, viel nüchterner an als Sara. Er kann sich nicht vorstellen, dass Tonks möchte, dass er als Kind ohne Eltern aufwächst, die er auch als solche bezeichnen und vorstellen kann. Und so kann er Sara überzeugen, dass es durchaus Okay ist, zwei Eltern zu haben.

Was die Besuche bei den Gräbern ausgerechnet mit einem Besenflug angeht, mitten im Winter, wo es doch viel bequemere Reisemethoden in der Zaubererwelt gibt ... Ich bin gar nicht böse, dass die Reisegeschwindigkeit unseres Autos irgendwo um die neunzig Stundenkilometer liegt. Man nähert sich seinem Ziel in aller Ruhe, kann sich daran gewöhnen irgendwann anzukommen. Die Anreise wird so zu einem wichtigen Teil des Ortswechsels.
Wenn ich mich in ein Flugzeug setzen würde, es könnte wohl sein, dass mein Körper schon am Ziel ist, aber ich selber bin noch irgendwo unterwegs.

Danke für den Review und auch dir schöne Weihnachten

Gruß yoho

PS: und ja, wir treffen uns an Weihnachten mit Familie und Freunden. Wir machen uns einfach einen netten Abend. Stressfrei, keine Hektik und keine Weihnachtslieder aus dem CD-Player. Aber wenn die Kinder sich selber welche vorsingen wollen, dann dürfen sie das natürlich. Tun sie auch meistens.
Antworten

Review zu "für den Adventskalender 2010" aus "Der Weihnachtsflug" von yoho

Name: unicorn
Datum: 2010-12-21 03:08:06
Weist du, was ich an Deinen Geschichten wirklich schätze?

Wenn ich auf dem Bildschirm eine Geschichte lese, kommt bei mir so gut wie nie der gleiche, tranceartige Zustand zustande, den ich abends beim Lesen eines guten Buches im Bett empfinde, doch bei Deinen kann ich auch am Computer komplett versinken.

Lieben Gruß und schöne Weihnachten

Antworten

Antwort des Autors (yoho)

Name: yoho
Datum: 2010-12-21 03:08:06
Hallo,

das ist doch mal ein schönes Kompliment und ich habe mich gefreut, es gestern Morgen beim ersten Blick in meine E-Mails zu lesen.

Wobei ich mir allerdings jetzt nicht vorstellen kann, was ich anders mache als andere Autorinnen und Autoren. Ich erzähle eine Geschichte. Manchmal eine traurige, selten eine lustige. Oft ist es irgendwo dazwischen.

Action ist meistens Fehlanzeige. Die Konflikte zwischen meinen Protagonisten sind – wenn man sie auf das Wesentliche reduziert – alltäglich. Nicht Besonderes. Eigentlich das, womit auch wir in unserem Leben immer wieder zu kämpfen haben: Liebe und Eifersucht, Treue und Verrat, Freude und Trauer, Mut und Feigheit.

Und doch muss es da etwas geben, das dich als Leser fasziniert und mich dazu bringt, immer wieder neue Geschichten zu schreiben. Vielleicht ist es eines dieser Geheimnisse, das man nicht lüften sollte. Das umso schöner ist, desto geheimnisvoller es bleibt.

Danke für den Review und dir auch schöne Weihnachten

Gruß yoho
Antworten
Sonorus
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