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Geschichte des Moments
König des Himmelreichs von Windtaenzer
(keine Altersempfehlung)

Hat Marcus ein romantisches Rendevouz? Für wen der Slytherin wohl so heftig schwärmt?

Zitat des Tages

Der Zug fuhr eine Kurve. Harry hatte immer noch die Hand zum Abschied erhoben. »Er wird es schon schaffen«, murmelte Ginny. Als Harry sie ansah, ließ er gedankenverloren die Hand sinken und berührte die Blitznarbe auf seiner Stirn. »Ich weiß, das wird er.«

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kap.36

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Wie ein Kind" angegeben

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Wie ein Kind ( von )

1. Kapitel: Wie ein Kind

Betaleser: Se.Ka.Ya
Anmerkungen des Autors:

Die Personen gehören nicht mir und auch der grobe Plot ist von JKR ausgeliehen und nur von mir ausgeschmückt worden.

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Ich laufe durch den Wald. Gerade komme ich von dem Baum zurück. Dem Baum, in dem der Grund für mein armseliges Leben steckt. Er ist hohl und in ihm habe ich das Diadem meiner Mutter versteckt. Das Diadem, welches den Geist eines Menschen zu überragenden Leistungen befähigt.  

Vor fast zwei Jahren, einer unglaublich langen Zeit, wenn man so lebt wie ich jetzt, stahl ich das Diadem, weil ich es einfach nicht ertragen konnte, dass meine Mutter immer auf alles eine kluge Antwort hatte. Und ob sie es gewollt hat oder nicht, neben ihr habe ich mich immer wie ein unwissendes Kind gefühlt.

 

Mit dem Diadem flüchtete ich. In den albanischen Wäldern würde mich niemand finden, dachte ich und ließ mich in einem kleinen Dorf nieder. Ein Muggeldorf, wo die Menschen nur das Nötigste haben und dennoch zufrieden sind. Bei meiner Ankunft rannte ich einer Bäuerin in die Arme. Ohne zu wissen, wer ich war, nahm sie mich auf, als sei ich eine Tochter, die von einer langen Reise zurückgekehrt war. Ich machte mich behilflich, wo ich konnte und erhielt meine Maske aufrecht. Bis heute weiß niemand, dass ich eine Hexe bin. Genauso wenig wissen sie davon, dass das Diadem mir die Weisheit gibt, ihre Fragen zu beantworten. Für sie bin ich nur eine besonders gebildete Ausreißerin.

 

Wenn ich wie jetzt durch den Wald laufe, denke ich oft an meine Mutter. Als ich noch klein war, ist sie oft mit mir in einem Wald spazieren gegangen, der in der Nähe unseres Schlosses in Britannien gelegen war. Ich vermisse sie, und oft wünsche ich mir, ich könnte sie wiedersehen. Doch das kann ich nicht. Nachdem ich sie bestohlen habe, kann ich ihr nicht mehr unter die Augen treten. Welch eine Schande ich über die Familie gebracht habe! Selbst wenn sie mich sehen wollte, würde mein Stolz es nicht zulassen, dass ich zurück gehe und mich ihr stelle.

 

Ich werde einfach mein Leben hier verbringen, wo sie mich nicht finden wird. Ich werde versuchen, mein altes Leben und die Schande zu vergessen.

 

Doch ich hätte wissen müssen, dass es nicht so einfach ist. Wissen müssen, dass mich der Schatten meiner Vergangenheit irgendwann einholen wird. Doch ich war zu gutgläubig, zu naiv.

 

Denn als ich das Dorf erreiche und auf das alte Farmhaus zugehe, in dem ich nun lebe, sehe ich etwas, das mir Schauer über den Rücken jagt. Das rote teure Gewand kenne ich nur zu gut. Auch die dunklen Locken, die über die Schultern des Mannes fallen sind mir vertraut.

Baron Henry of Passey.

 

Was will er hier? Hat meine Mutter ihn geschickt, um das Diadem zurückzuholen? Oder will sie mich, um mich zu bestrafen?

 

Er spricht mit Mary, die mich so liebevoll aufgenommen hatte, und ich kann nur vermuten, dass er nach mir fragt. Ich sehe Mary gestikulieren und will mich verstecken, bevor sie mich sieht, doch es ist zu spät. Sie erspäht mich über die Schulter des Barons hinweg und deutet mit dem Finger in meine Richtung.

 

Ich gerate in Panik.

Ich drehe mich um und laufe zurück in den Wald, schneller immer schneller.

 

Ich kann ihn rufen hören. Er ruft meinen Namen, sagt, ich solle stehen bleiben.

Doch ich renne weiter. Mein Kleid verfängt sich in den Ästen, die sich nach mir ausstrecken, mich festzuhalten versuchen. Die Wurzeln greifen nach meinen Füßen, um mich zum Fall zu bringen. Noch nie erschien mir der Wald so unheilvoll und böse.

 

Ich laufe weiter, tiefer in den Wald hinein. Noch immer kann ich den Baron hinter mir rufen hören. Er bittet mich stehen zu bleiben. Er sagt, es ginge um meine Mutter.

 

Ich will nicht hören, was er mir zu sagen hat. Wieso musste er herkommen? Wieso reißt er all die alten Wunden auf?

 

Ich spüre, wie mir heiße Tränen über die Wangen rinnen. Meine Lunge schmerzt vom Laufen und schließlich bleibe ich stehen. Ich setze mich auf dem Boden, kauere mich zusammen wie ein kleines Kind. Wie ein kleines Kind. Damit hatte alles angefangen. Neben meiner Mutter habe ich mich wie ein Kind gefühlt, sodass ich das Diadem gestohlen habe. Sollte es genauso enden, wie es angefangen hatte? Wie ein kleines Kind.

 

Ich höre seine Schritte näherkommen. Sie werden langsamer und dann steht er vor mir. Auch er ist außer Atem. Ich spüre seinen Blick auf mir, als er anfängt zu sprechen: „Helena.“ Er sagt nur dieses eine Wort, meinen Namen, doch das genügt, um mich zum Aufblicken zu bewegen. Ich schaue in seine dunklen Augen, die mir so vertraut sind. Schon so oft habe ich in diese Augen geblickt, in ihnen Sicherheit und Geborgenheit gefunden.

 

„Helena“, sagt er erneut, seine Stimme ist sanft und man könnte meinen, er spricht über etwas sehr Wertvolles und Zerbrechliches.

 

„Deine Mutter schickt mich.“ Er macht eine kurze Pause, als warte er eine Antwort ab. Ich schweige und nach einem Moment spricht er weiter: „Sie ist krank. Die Heiler sagen, sie hat nicht mehr lange. Sie hat mich gebeten, dich nach Hause zu holen. Sie möchte dich noch einmal sehen.“

 

Ich schweige noch immer. Hunderte von Gedanken schwirren in meinem Kopf umher. Mutter ist krank. Sie hat nicht mehr lange. Wenn sie tot ist, bin ich frei. Ich kann hier weg, in die magische Welt zurück. Sie will mich sehen. Ich kann ihr nicht unter die Augen treten. Zu viel Schuld.

 

Ich schaue Henry an, der diesmal offensichtlich auf eine Antwort wartet. Ich schüttle langsam den Kopf. „Ich kann nicht“, sage ich mit leiser Stimme, „ich kann ihr nicht unter die Augen treten.“

 

„Aber sie will dich sehen!“, entgegnet er. Er scheint einfach nicht zu verstehen.

Ich stehe langsam auf, um mit ihm auf einer Höhe zu sein.

„Nein“, sage ich ruhig, „ich werde nicht mitkommen.“

„Aber sie will dich sehen“, widerspricht der Baron erneut, „und wenn du mitkommst, können wir wieder zusammen sein. Alles wird wieder so wie früher.“

 

Er ergreift meine Hände und zieht mich dichter an ihn heran. Er legt seine Arme um mich und wiederholt, diesmal leiser: „Alles wird wieder so wie früher.“

 

Ich glaube, eine Spur der Verzweiflung in seiner Stimme zu erkennen, und als ich seinen Atem auf meiner Haut spüre, kommen Erinnerungen hoch. Ich sehe Henry und mich ausreiten. Am Ziel angekommen hebt er mich vom Pferd. Er zieht mich an sich heran, genau, wie er es eben getan hat, und gibt mir sanft einen Kuss auf die Stirn. In dieser Erinnerung bin ich glücklich.

Ich schüttle den Kopf, um das Bild loszuwerden. Es würde niemals so werden wie früher. Nicht nach dem, was ich getan habe.

 

Ich mache einen Schritt zurück und sage mit trauriger Stimme: „Es wird nie wieder so wie früher werden.“

 

Verzweifelt blickt Henry mich an. „Doch! Doch, das wird es! Wir lieben uns, und das ist, was zählt.“

 

Ich sage nichts, schaue nur in die dunklen Augen, und kann sehen, wie die Hoffnung langsam stirbt.

 

„Helena, was ist los mir dir?“, fragt er nun in lauterem Tonfall und macht einen großen Schritt auf mich zu. Er greift mich an den Schultern und schüttelt mich, wie ein Kind, dessen Verhalten man nicht gutheißt. Wie ein Kind.

Wieder sage ich nichts.

 

„Gibt es etwa einen Anderen? Helena, sag mir, wer es ist!“ Er rüttelt mich energischer.

„Nein, es gibt keinen Anderen. Aber ich kann nicht zurück zu meiner Mutter“, versuche ich ihn zu beschwichtigen, doch ich weiß, dass es keinen Sinn hat. Wenn Henry of Passey in Rage ist, beruhigt ihn nichts so einfach.

 

Wütend stößt er mich zurück und ich taumele gegen einen Baum.

„Lügnerin!“, schreit er, und gerade, als ich am Baum Halt gefunden habe, stößt er mich erneut. Diesmal heftiger. Erneut gerate ich ins Taumeln. Ich stolpere rückwärts über eine Wurzel und falle.

 

„Nein!“, rufe ich. In mir steigt Angst auf.

„Lüg’ mich nicht an!“ Er wird immer wütender. Er greift sogar zu seinem Schwert.

Die Angst lähmt mich und ich fühle mich hilflos. Hilflos wie ein Kind.

 

„Es gibt niemand Anderes! Ich lüge nicht!“, unternehme ich einen letzten Versuch. Ich habe wieder Kontrolle über meinen Körper und versuche, rückwärts davon zu kriechen.

 

„Bleib hier, du verlogene Hexe!“, schreit er und in seinen Augen spiegelt sich die blanke Wut wieder.

 

In dem Moment wird mir klar, dass es zu spät ist und schon im nächsten Augenblickt rast sein tödlich blitzendes Schwert auf mich zu.

    

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Sonorus
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