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Geschichte des Moments
Nicht schwarz, noch weiß von Cura
(ab 16)

Es existieren nie rein gute und schlechte Menschen. Es kommt auf das Verhältnis davon in seinem Innersten an. Doch kann sich dies verschieben?

Eine FF über Liebe, Freundschaft, Feindschaft, Voldemort.

Disclaimer: Die Charaktere habe ich nur von Rowling ausgeliehen.

Ganz besonderer Dank gilt meiner Beta Legite !!

Zitat des Tages

Beim Bankett zum Schuljahresbeginn hatte Harry den Eindruck gewonnen, dass Professor Snape ihn nicht mochte. Am Ende der ersten Zaubertrankstunde wusste er, dass er falsch gelegen hatte. Es war nicht so, dass Snape ihn nicht mochte - er hasste ihn.

Harry Potter und der Stein der Weisen, Kap.8

Eine Alterseinschränkung (ab 16) wurde für "Squibs brother" angegeben

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Squibs brother ( von )

1. Kapitel: Kapitel 1

Betaleser: Manfred
Anmerkungen des Autors:

Disclaimer: alle Personen (außer Atair) und das Potter Universum gehören der genialen JKR

Inhalt: Wie geht es Draco mit dem Wissen, nun allein zu sein und das Herz seines Bruders in sich zu tragen...

Bitte des Autors: hinterlasst doch ein paar Reviews, würde mich super doll darüber freuen
 

3 Reviews
Mit geschlossenen Augen stehe ich gegen die Küchentür gelehnt und bete dafür, dass keiner der Hauselfen hinaus muss. Früher wenn ich einsam war oder meine Ruhe gebraucht habe, war ich oft hier gewesen. Ich habe seine Anwesenheit gespürt und das hat mir neue Kraft gegeben. Aber nie bin ich durch die Tür zu ihm gegangen, in all den Jahren nie, immer musste er zu mir kommen. Er war immer am Rande meines Bewusstseins gewesen, ich habe ihn immer gefühlt, seine Präsenz. Das ist nun mal so bei Zwillingen.

„Au“, stoße ich mehr erschrocken als schmerzhaft hervor, als mich die Tür im Rücken trifft.

„Verzeihung“, nuschelt eine kleine Hauselfe und verschwindet mit einem Putztuch bewaffnet.

Ich erhasche einen kurzen Blick in die Küche, die ich nie betreten habe, obwohl mein Bruder über zwei Jahre dort gewohnt hat. Wahrscheinlich hat er es sich gewünscht, aber ich konnte nie. Mein Stolz, meine Erziehung, er war doch unwürdig, ein Abschaum. Aber warum tut es plötzlich so weh an ihn zu denken, warum habe ich das Gefühl, etwas versäumt zu haben?

Langsam trete ich den Rückweg an. Wie immer zu feige um näher zu gehen. Nein ich verliere keine Tränen wegen ihm, er ist es nicht wert und ein Malfoy weint nicht. Es sind Vaters Worte, die mir immer wieder durch den Kopf zischen.

„Schau mal wer da aus der Küche kommt.“ Jemand hat mich entdeckt. Ein Rotschopf.

„Weasley“, entgegne ich kühl. Jeder Zweifel fällt von mir ab und ich gleite zurück in meine Rolle. Ich darf keine Schwäche zeigen und schon gar nicht vor Blutverrätern. Dennoch komm ich nicht darum herum, zu bemerken, dass Atair noch leben würde, wenn er ein Weasley gewesen wäre. Nein! Halt die Klappe! , schnautzt mich die Stimme meines Gewissens an, das meinem Vater verdammt ähnlich klingt.

„Vermutlich hat er sich ne Portion Öl geholt um seine Frisur so hin zu bekommen, nicht George?“, lacht der andere Weasley und in dem Moment erkenne ich die beiden. Jeder andere verdammte Weasley, sogar dieser Hohlkopf von - wie hieß er noch mal – der, der immer mit Potter und Granger herum hing, wären mir jetzt lieber.

„Was ist denn Malfoy, hat dein Vater kein Geld mehr um deine Haarprodukte zu bezahlen?“, wendet sich nun der erste Zwilling an mich. Ein breites, identisches Grinsen überzieht die beiden Gesichter, die sich zum Sammelpunkt der Anonymen-Sommersprossen gemeldet haben.

„Ich hatte Hunger“, knurre ich und will mich an ihnen vorbei drängen. Die beiden verstellen mir jedoch den Weg.

Einer der beiden - ich bin mir zu 50% sicher, dass es George ist – legt den Kopf schief, dann meint er, als meine er es ernst: „So viel essen tut dir nicht gut, Malfoy. Du siehst schon fast so aus wie Crabbe und Goyle. Stimmt doch oder Fred?“ Die beiden stoßen sich spielerisch, kichern und der Angesprochene bestätigt die Aussage seines Bruders.

Ihr Anblick versetzt mir einen tiefen Stich. Meine bereitgelegte Antwort macht sich davon und so gehe ich ohne etwas zu erwidern.

„Ja, lauf ruhig Malfoy. Jeden Tag fünfzig Runden rund um Hogwarts und du wirst dein Traumgewicht behalten“, rufen mir die beiden nach, dann verschwinden sie endlich.

Ich renne nur um die nächste Ecke und lass mich gegen die kalte Steinwand fallen. Mit den Fingern reiße ich mein Hemd auf und taste nach der Schmalen Narbe. Jetzt kommen die Tränen, die ich solange zurück gehalten habe. Mir ist klar, dass es für die beiden keinen Unterschied machen würde, wenn einer von ihnen ein Squib wäre, sie würden genauso herumalbern.

„Ich habe keine Geschwister.“ Zum ersten Mal in meinem Leben ist dieser Satz nicht gelogen. Vater kann stolz sein, nun da sein Junge gesund ist und er nicht mehr fürchten muss, dass jemand von der Schande erfährt. Ich bin gesund, endlich darf ich machen, was ich immer schon wollte. Ich darf schwimmen gehen, ohne Sicherungen am Besen Quidditch spielen und in den Ferien Fußball spielen. Sofort wird mir klar, dass der letzte Punkt trotzdem nicht funktioniert. Nun, da es nicht mehr die Krankheit ist, die mich daran hindert, ist es, dass mir der Gegenspieler fehlt.

„Er ist tot“, hat Lucius mir kalt erklärt, als ich im St. Mungos  aufgewacht war und gefragt habe, wo Atair war, der immer neben meinem Bett saß, wenn ich einen so schlimmen Anfall gehabt habe, dass ich ins Krankenhaus musste.
Im ersten Moment wollte ich es nicht glauben. Dann hab ich resigniert. Er sagte, er wäre zusammen gebrochen, für Obduktionen wäre keine Zeit gewesen, da sie mich retten wollten. Aber ich weiß, dass er log. Atair war nie krank, niemals. Lucius hat ihn getötet, damit ich sein Herz bekam und überlebte.

„Keiner kann leben, während der andere überlebt.“

Wir waren nie zwei Personen gewesen, jeder war nur eine Hälfte einer einzelnen Person. Nicht einmal zwei Geburtsurkunden gibt es von uns. Auf dem Zettel steht Draco/Atair Malfoy. Von unserer Geburt an wussten unsere Eltern, dass einer von uns nicht lebenswert war.

Langsam gehe ich weiter. Mein Weg treibt mich nicht zurück in den Kerker, ich hasse es eingeschlossen zu sein. Ich will meinen Bruder wieder spüren, seine Präsenz. Ich fühle mich einsam, noch nie war ich so allein, denn er war immer irgendwo am Rand meines Bewusstseins. Mein Weg führt mich Richtung Krankenflügel, aber ich komme dort nicht an. Eine offene Tür lässt mich stehen bleiben.

Atairs Herz schlägt schneller, als ich einen Blick in das Klassenzimmer werfe. Eine Hexe sitzt an einem der Tische, sie hält ein Buch in der Hand, aber sie liest nicht. Ich sehe, wie sie sich immer wieder mit einem Taschentuch die Augen trocknet. Granger.

Einen Moment bin ich versucht hinein zu gehen und mit ihr zu sprechen. Sie ist die einzige, die von meinem Bruder weiß, die einzige, der er etwas bedeutet hat, außer mir. Wie hat sie ihn kennen gelernt, wie lang kannten sie sich, bevor mein Herz kollabierte? Vermisste sie ihn genauso?
Die Fragen blieben unausgesprochen, während ich mich am Türrahmen abstützt und sie beobachtete.

„Malfoy.“ Sie hat mich entdeckt und sah mich jetzt aus verweinten Augen direkt an.
Ich hoffe gleichzeitig, dass man es mir nicht genauso ansieht, dass ich geweint habe, und dass sie es sieht. Ich will mit jemanden sprechen. Irgendwem von meinem Bruder erzählen, damit er nicht vergessen wird. Ich darf ihn nicht in Erinnerung behalten, er hat nie existiert für meine Familie. Ich rühre mich nicht von der Stelle und frag mich plötzlich, was das Mädchen für Atair empfunden hat, wenn sie ihm noch immer nachtrauert.

„Was willst du?“, fragt Granger. Wut schwingt in ihrer Stimme mit. Wut darüber, dass ich sie in diesem schwachen Moment ertappt habe.

„Weinst du noch immer Atair nach, Granger?“, frag ich kalt, gleichgültig, so wie ich eben sein muss und deute mit meinen Fingern auf ihre Augen.

„Wenn du es genau wissen willst, ja. Ja, denn im Gegensatz zu dir hat er mir etwas bedeutet“, entgegnete sie. Mein Herz, dass nicht mir gehört, macht einen Sprung, aber ich lasse mir nichts anmerken.

„Vergiss ihn.“ Es kommt wie ein Befehl über meine Lippen. Damit drehe ich mich um und verschwinde. Ich bin wieder zu feige um mich gegen meine Erziehung und für meine Gefühle zu entscheiden. Sie muss mich für ein gefühlskaltes Monster halten, aber das bin ich doch.

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Sonorus
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