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Geschichte des Moments
Back To The Start von tonky
(ab 6)

Ein kleiner Oneshot darüber, wie Lily endlich erkennt, dass James gar nicht so ist, wie sie immer dachte.

Zitat des Tages

»... Der Geist ist ein komplexes und vielschichtiges Etwas, Potter -
zumindest gilt das für die meisten.«

Harry Potter und der Orden des Phönix, Kap.24

Die Magie des ersten Kusses ( von )

1. Kapitel: die Magie des ersten Kusses (Valentin)

Betaleser: Nano
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Severus Snape stöhnte genervt, als er mitten in der Nacht von Fawkes geweckt wurde, der ihn sanft an den Haaren zupfte, bis er aufstand. Dann streckte der Phönix ihm sein Bein hin, an dem eine Notiz vom Schulleiter hing.

‚Die Zeiten zu denen er mich sprechen möchte, werden auch immer unmenschlicher‘, dachte er wütend, nahm den Zettel von Fawkes entgegen, der daraufhin verschwand, und las ihn.

 

In grüner Tinte stand dort:

Mein lieber Severus,

ich bin gerade auf etwas sehr Wichtiges gestoßen, das ich Ihnen unbedingt mitteilen möchte.

Selbstverständlich bin ich mir der späten Stunde bewusst, aber es kann nicht warten.

Bitte kommen Sie schnell in mein Büro.

A. Dumbledore

 

Nachdem Snape sich etwas übergezogen hatte, ging er die nächtlichen Korridore entlang zum Schulleiterbüro.

Dort angekommen, das Passwort gesprochen und die Treppe hinaufgefahren wurde er von einem ungeduldigen Professor Dumbledore im Bademantel erwartet.

 

„Severus, schön dass es so schnell ging!", rief der alte Mann erfreut.

„Warum lassen Sie mich zu nachtschlafender Zeit wecken Professor?", fragte Snape und bemühte sich dabei sehr um einen freundlichen Tonfall.

„Morgen ist der 14. Februar, wissen Sie?", plauderte Dumbledore munter, ohne den gezwungenen Ton seines Gegenübers weiter zu hinterfragen.

„Ja, ich weiß, welches Datum wir haben", grummelte Snape.

„Das ist der Valentinstag, Severus, und wissen Sie, ich habe mir Gedanken über den Anlass dieses Tages, über die Liebe, gemacht."

Snape hob eine Augenbraue. Wollte der Schulleiter mit ihm mitten in der Nacht über Liebe reden?

Weil Snape offenbar nichts dazu sagen wollte, fuhr Dumbledore nach einer kurzen Pause fort: „Der einfachste und doch wichtigste Liebesbeweis ist der Kuss, wusste Sie das? Sicher wussten Sie das. Und da habe ich mich gefragt, wie die Menschen diesen und vor allem den wichtigsten, den ersten Kuss, erleben. Jeder hat doch seine eigene Geschichte, für jeden ist ein anderer Kuss aus einem anderen Grund der besondere-" Dumbledore hielt in seinem Redeschwall inne, weil ihm offenbar ein neuer Gedanke gekommen war.

„Wie war Ihr erster Kuss Severus?"

Der Angesprochene zuckte kurz zusammen, presste dann die Lippen aufeinander und schüttelte abweisend den Kopf.

„Kommen Sie Severus, Sie können mir doch vertrauen."

Dumbledore zwinkerte Severus Snape belustigt zu, dieser grummelte aber nur abwehrend vor sich hin.

„Severus, das ist doch nichts Besonderes, ich möchte doch nur von Ihnen wissen, ob Sie schon einmal jemanden geküsst haben."

„Ich wüsste nicht, was Sie das angeht", erwiderte der Angesprochene harsch.

„Je mehr Sie sich weigern, desto stärker wird meine Vermutung, dass Sie noch nie geküsst wurden."

Dumbledore betrachtete belustigt, wie sich Severus Snapes Gesichtsfarbe von bleich zu rot färbte.

„Habe ich ins Schwarze getroffen?"

„Nein! Das haben Sie nicht und nun lassen Sie mich in Ruhe! Sagen Sie mir lieber, weshalb Sie mit mir sprechen wollten." Snape war außerordentlich erbost.

 

„Severus", bettelte Dumbledore erneut und nun platzte dem Zaubertränkemeister der Kragen.

„Der Grund, warum Sie mich sprechen wollten, sagen Sie ihn mir bitte jetzt, damit ich wieder schlafen gehen kann!" Er hielt kurz inne und sah Dumbledore an, dann ging ihm ein Licht auf. „DAS ist tatsächlich der Grund, weshalb Sie mich geweckt haben? Sind Sie noch ganz bei Trost?"

„Ach Severus, ich frage mich nur, was Ihre persönliche Geschichte ist, gerade bei Ihnen ist es sehr interessant, weil Sie mir nicht danach aussehen, als hätten Sie viele Liebesaffären gehabt."

„Das wissen Sie doch."

„Also, wenn Sie schon geküsst wurden, von wem denn?" Dumbledore ließ nicht locker.

„Sie geben nicht auf, habe ich Recht?"

Dumbledore nickte.

„Und ich werde die ganze Nacht hier sitzen müssen und mich von Ihnen löchern lassen?" Wieder nickte Dumbledore.

Snape stöhnte genervt.

 

Nach einer langen Pause sprach er schließlich ganz leise aus, woran er die ganze Zeit gedacht hatte. Dumbledore bekam seine Antwort.

„Lily Evans." Es war fast nur ein Flüstern.

Dumbledore blickte erfreut.

„Tatsächlich? Wie alt waren Sie?"

„Ich habe Ihnen doch nun Ihre Frage beantwortet, mehr wollten Sie nicht."

Er hoffte inständig, Dumbledore möge nicht merken, dass seine Stimme etwas zitterte.

„Severus, ein Name vermittelt mir doch noch nicht die Besonderheit dieses Kusses. Bitte."

Snape seufzte. Wie hatte er annehmen können, dass Dumbledore ihn nun in Ruhe lassen würde?

„Das ist privat", startete er einen neuen Versuch, ihm auszuweichen.

 

Dumbledore schwieg eine Weile nachdenklich, dann sagte er freundlich: „Sie wissen, dass es helfen kann, über etwas zu reden. Nun denken Sie doch ohnehin daran, lassen Sie mich an diesem magischen Moment teilhaben."

Snape haderte mit sich. „Na schön, aber nur, wenn Sie mir dann im Gegenzug von Ihrem ersten Kuss erzählen."

Dumbledore kicherte. „Sie sind gerissen mein Freund, aber wenn Sie es wollen."

Snape war erstaunt, dass Dumbledore so einfach nachgab.

Dann zückte er seinen Zauberstab und tippte damit an seine Schläfe, um die für ihn so kostbare Erinnerung herauszuziehen.

Der Schulleiter holte das Denkarium aus dem Schrank und Snape gab seine Erinnerung hinein. Dann beugte er sich als Erster vornüber und tauchte in seine Erinnerung ein.

 

Er landete, wartete kurz bis Dumbledore zu ihm stieß und ging dann noch einige Meter weiter, bis sie an einem kleinen Garten ankamen.

Dort saßen ein etwa zehnjähriger Snape und eine ebenso alte Lily beieinander.

„Seien Sie so gut und hören Sie noch nicht so genau hin", bat Snape spitz und er und Dumbledore blieben im gebührenden Abstand stehen und warteten eine Weile.

Doch Dumbledore war neugierig und spitzte die Ohren, sodass er einzelne Wortfetzen hören konnte.

Lily sagt gerade etwas zum jungen Severus und dieser lachte. Dann erwiderte er etwas, was klang wie: „Aber das ist nichts gegen das Zaubern! Wir könnten das alles viel leichter machen!"

 

„Sie waren doch noch gar nicht in der Schule, mein Lieber und sie ist Muggelstämmige", meinte Dumbledore mahnend, aber mit einem Lächeln auf den Lippen.

Snape guckte verlegen, fing sich aber wieder und meinte nur erbost: „Sie sollten doch nicht hinhören!"

Dumbledore kicherte. „Können wir nun näher rangehen?"

Snape seufzte ergeben und sie gingen noch ein wenig näher heran.

Es war gerade rechtzeitig, um den jungen Snape erröten zu sehen und sagen zu hören: „Ich wurde noch nie geküsst."

Die junge Lily schien verblüfft. „Aber doch von deinen Eltern, oder?"

Ihr Gegenüber schüttelte den Kopf.

Nun sah Dumbledore entzückt, wie das rothaarige Mädchen, das später einmal Harrys Mutter sein würde, sich langsam zu Severus Snape vorbeugte. Sie sagte leise: „Dann müssen wir das ändern Sev." Dann berührte sie zaghaft mit ihren Lippen die seinen und es war auch schon wieder vorbei.

Sie war leicht errötet, was aber nichts im Gegensatz zu Severus Snapes Gesicht war. Dumbledore musste grinsen, als er den puterroten Snape ansah und an sein gegenwärtiges Ebenbild dachte.

Alles in allem hatte dieser Kuss aber ausgesprochen niedlich ausgesehen und der Schulleiter freute sich darüber, ihn gesehen zu haben.

 

Zufrieden wandte er sich zum Gehen. „Kommen Sie Severus?", fragte er, doch dann sah er den Tränkemeister an, „Weinen Sie etwa?"

„Nein!", herrschte Snape ihn an und sorgte dafür, dass die nassen Spuren auf seinem Gesicht schnell verschwanden. „Lassen Sie uns gehen." Und damit befanden sie sich auch schon fast wieder im nächtlichen Büro von Dumbledore zurück.

 

Severus Snape fasste sich wieder und erinnerte sich gerade rechtzeitig daran, dass der Schulleiter ihm etwas versprochen hatte.

Er drehte sich ihm zu und begann: „Nun, Professor, jetzt müssen Sie auch Ihren Teil der Abmachung einhalten. Sie müssen mir von Ihrem ersten Kuss erzäh-"

Hier wurde er von einem der ehemaligen Schulleiter an der Wand unterbrochen.

„Professor Dumbledore? Wissen Sie eigentlich, wie spät es ist? Wir alle hier wollen schlafen und Ihnen nicht bei diesem Nonsens zuhören."

Snape blickte den Sprecher wütend an. „Ich möchte nur, dass er sein Versprechen hält, dann gehe ich."

Dumbledore blickte leicht amüsiert vom einen zum anderen. „Nun meine Herren, es ist in der Tat schon sehr spät, vielleicht, mein lieber Severus, sollten wir dieses Gespräch vertagen?"

„Nein!", fauchte Snape, „Sie haben es mir versprochen und ich habe Ihnen eben eine der intimsten Erinnerung gezeigt, die ich habe!"

„Severus, wollen Sie wirklich die Magie des ersten Kusses, die Sie gerade wieder durchlebt haben, einfach zerstören, weil Sie nun wütend sind? Legen Sie sich ins Bett und schlafen Sie ein wenig. Wir können uns ein anderes Mal weiter unterhalten."

Snape funkelte den Schulleiter wütend an. Er wollte nicht ins Bett, er wollte die Antwort, die Dumbledore ihm schuldete. Aber er kannte ihn nur zu gut, um zu wissen, dass der Schulleiter niemals nachgeben würde. Wie hatte er auch annehmen können, dass Dumbledore ihm so etwas Persönliches erzählen würde?

Snape seufzte resigniert.

„Severus, es tut mir leid, wenn Sie enttäuscht sind. Aber vielen Dank für das erfrischende Erlebnis", sagte Dumbledore schelmisch und geleitete Snape zur Tür.

 

Draußen vor der Treppe fand sich ein verwirrter Snape wieder.

„War ja klar, dass der alte Mann sein Versprechen nicht hält!", grummelte er wütend vor sich hin und ging zurück in sein Bett, wo er den Rest der Nacht wach lag und an Lily und diesen ganz besonderen Tag dachte. Ihm war schwer zu Mute und er war unendlich erschöpft, als er am nächsten Morgen aufstand und doch fühlte er sich gut, wenn er nur an jenen Tag zurückdachte.

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Sonorus
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