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Geschichte des Moments
Prince von Muggelchen
(ab 12)

Während der Ferien in Harrys fünftem Schuljahr ist Hagrid auf Reisen, weswegen Severus von Albus dazu angehalten wird, täglich einen Blick auf die Thestral-Herde zu werfen, doch auch die nächsten zwei Jahre kann Severus es nicht lassen, diese schwarzhäutigen geflügelten Kreaturen aufzusuchen.

Zitat des Tages

(Tom:) »Meinem Tagebuch. Die kleine Ginny hat Monat für Monat darin geschrieben [...] dass sie nicht glaubt, der berühmte, gute, große Harry Potter würde sie jemals mögen ...«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.17

Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

16. Kapitel: ... und endet im Staub

Betaleser: Cata
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Als Scorpius begann die Treppen hinunter zu gehen, verzog Lily leidend das Gesicht. Unter der Erde fühlte sie sich einfach nicht wohl, aber der Slytherin würde sie nur hinterherschleifen. Resigniert folgte sie Scorpius.

Nach einem Wirrwarr von Gängen erreichten sie einen großen Saal und Scorpius zeigte ihr wortlos, dass sie an einem Ende stehen bleiben sollte, während er zum anderen Ende stolzierte.

Der fackelbeleuchtete Raum war durch offene Säulenbögen von den Korridoren getrennt, der Boden war nur ein wenig staubig, in den Ecken waren jedoch so viele Spinnenweben, dass Lily die kleinen Tierchen förmlich über sich krabbeln fühlen konnte. Um das Schaudern zu überspielen, fuhr sie sich mit den Händen durch die roten Haare und band sie zu einem lockeren Knoten zusammen.

„Also, Potter“, begann der Slytherin trocken, „mal schauen, was du bis jetzt so gelernt hast ... Stupor!“ - „Protego!“, schrie Lily erschrocken auf. Sie hatte wenigstens eine Ansage erwartet. Scorpius Miene blieb absolut unbeeindruckt. Ohne lange zu zögern schleuderte er ihr weitere Flüche entgegen, die sie auch nur knapp abwehren konnte.

Stupor! Incarcerus!“, sagte der Slytherin und lächelte herablassend, als Lily dem ersten Spruch auswich.

Von hinten schlangen sich feste Seile um sie und banden ihre Arme an ihren Oberkörper fest. Je stärker sie versuchte sich herauszuwinden umso fester zogen sich die Seile zusammen.

„Na, Malfoy? Hast du deinen Spaß?“, meldete sich jemand hinter Lily. Als sie versuchte sich zu der Person umzudrehen fiel sie auf ihren Hintern.

„Immer doch, Hill!“, antwortete Scorpius und schlenderte an Lily vorbei auf die Person zu. „Hast du deine Schwestern schon gefunden? Die haben gestern alle genervt ... Finite Incantatem.“

Endlich verschwanden die Seile und Lily konnte sich zu den beiden Slytherins hinter ihr umdrehen. Ihre Vorahnung bestätigte sich. Er konnte die Verwandtschaft mit den schrecklichen Zwillingen nicht abstreiten, er hatte ebenso blaue Augen und blonde Haare. Der Slytherin trug das gleiche herablassende Lächeln wie der etwas größere Scorpius Malfoy, als er sich ihr zuwandte.

„Lucern Hill“, stellte er sich vor, hielt ihr die Hand entgegen und zog sie auf die Beine. Lily klopfte sich zum zweiten Mal an diesem Tag den Staub aus dem Rock und nickte ihm zu.

„Du bist also Potters kleine Schwester?“ Es war eine rhetorische Frage und Lily bemühte sich einfach weiter Blickkontakt zu halten. Scorpius murrte und stieß seinen Freund an.

„Komm, Hill. Hau ab, wir müssen noch viel lernen heute.“

Was als nächstes passierte schockierte Lily zutiefst. Der angesprochene Slytherin hob ihre Hand zu seinen Lippen und deutete elegant einen Handkuss an. Lily entzog ihm die Hand ruckartig, doch Lucern Hill zuckte nur mit den Schultern, drehte sich um und ging wortlos davon.

Scorpius’ Schauben brachte Lily wieder zurück in die Gegenwart.

„Wie wäre es, wenn du dich nicht immer nur ducken und schützen würdest, sondern auch mal angreifst, Potter? Oder kannst du das immer noch nicht?“

Mit schmalen Augen sah Lily ihn an und schleuderte ihm den nächsten Fluch entgegen, der ihr in den Sinn kam: „Confringo!“

Scorpius konnte sich vor dem direkten Fluch schützen, indem er die Wirkung des Fluchs nach oben ablenkte, sodass lauter kleine Teile der Decke auf ihn herunterprasselten. Er hustete in der Staubwolke und konnte daher nicht sehen, dass Lily einen weiteren Fluch begann. Trotzdem konnte er sich schützen und so dauerte der Kampf an.

Nach einiger Zeit atmete Lily schwer und auch Scorpius schien angestrengter als zu Beginn.

Petrificus Totalus!“ -  „Stupor!“

Die Flüche prallten mit voller Wucht gegeneinander und noch mehr Dreck regnete von der Decke.

„Mr. Malfoy? Würden Sie mir bitte erklären, was sie hier machen?“, hallte eine strenge Stimme durch den Saal. Lily schreckte auf und auch Malfoy sah nicht begeistert aus.

„Professor Rutiba“, begann Lily, „wir üb...“ Sie wurde sofort von der Lehrerin unterbrochen: „Miss Potter, ich sprach mit Mr. Malfoy, nicht mit Ihnen.“ Sie blickte Scorpius streng an, der immer noch leicht hustete als er antwortete: „Wir üben, Professor. Dies ist der beste Ort dafür. Tatsächlich machen wir Fortschritte.“ Lily klappte der Mund auf. Die Gryffindor hätte es nie gewagt so mit einer Lehrerin zu sprechen. Schon gar nicht mit dem eigenen Hauslehrer. Doch entgegen ihrer Vermutung wurde Professor Rutiba nicht laut, sondern riet ihnen lediglich sich beim nächsten Mal einen andern Ort zu suchen. Scorpius nickte überheblich und drehte der Lehrerin den Rücken zu.

„Mr. Malfoy, ich hoffe Sie haben keinen Fehler begangen hier unten zu üben. Haben Sie den Eingang ausreichend geschützt? Für den Lerneffekt: Fünf Punkte Abzug für Slytherin“, schloss sie ihre Predigt ab und blickte ihn nun doch böse an. „Miss Potter“, fügte sie als Verabschiedung hinzu und verschwand mit wehenden Haaren.

Expelliarmus!“ Der Zauberspruch hallte durch den Raum und traf Lily kaum das Professor Rutiba verschwunden war. Sie wurde zurückgeschleudert und ihr Zauberstab wirbelte durch die Luft auf Scorpius zu. Er fing ihn mit Leichtigkeit und ging lauernd auf sie zu.

„Bist du eigentlich zu irgendetwas fähig, Potter?“, knurrte er die am Boden liegende an. „Wenn dein Vater sich auch so blöd angestellt hätte, wäre der Dunkle Lord bestimmt noch immer an der Macht. Oder macht es dir Spaß vor mir im Dreck zu liegen? Eigentlich gehörst du da ja hin.“ In seinen Worten lag so viel Hass, dass Lily unfreiwillig die Tränen kamen. Musste er ausgerechnet heute so schlecht drauf sein und es an ihr auslassen?

Scorpius spuckte aus, warf ihren Stab in ihre Richtung und ging wieder auf seine ursprüngliche Position ein.

„Steh auf. Und hör auf zu heulen.“ Lily wunderte sich, dass bei der eisigen Stimme nicht der Boden um ihn herum gefror. Trotzdem sammelte sie ihren Stab und den Rest ihrer Würde auf und stellte sich ihm wieder gegenüber. Nur die Tränen konnte sie nicht aufhalten.

Der Expelliarmus traf sie wieder und Lily war froh, dass sie sich den Dreck gar nicht erst von ihrem Umhang geklopft hatte.

Scorpius kam wieder zu ihr herüber, warf ihr ihren Zauberstab hin und sagte dann kalt: „Schluss für heute. Du bist ja noch schlechter als mein unnützer Bruder.“

Dann drehte er sich um und ging davon. Lily blieb auf dem Boden liegen bis seine Schritte verklungen waren, dann machte sie sich daran schleunigst aus den Kerkern herauszukommen.

ooOOoo

Gerade als Lily das Portrait der Fetten Dame erreichte schwang es auf und eine Gruppe Sechstklässler kletterte wild diskutierend aus der Öffnung. Lily senkte den Kopf und bahnte sich mit Hilfe ihrer Ellenbogen einen Weg durch das Loch. Die älteren Schüler riefen ihr etwas hinterher, dass Lily jedoch nicht mehr wahrnahm, da sie die einzige Person entdeckt hatte, die sie jetzt treffen wollte.

Albus konnte gerade noch das Buch weglegen, das er gelesen hatte, da warf sich Lily schon bittere Tränen weinend auf seinen Schoß.

„Lily, was ist denn los?“, fragte ihr Bruder entsetzt. So tränenüberströmt hatte er sie schon lange nicht mehr gesehen. „Als du das letzte Mal so geweint hast, hat Mum James gerade eröffnet, dass man als Erstklässler keinen eigenen Besen haben darf!“

Die Erinnerung brachte Lily zum Schmunzeln und sie kuschelte sich enger an ihn: „Ich kann’s dir nicht sagen, aber du hast Recht - so schlimm wie damals ist es gar nicht!“ Resolut richtete Lily sich auf und strich ihren Rock gerade.

Genau in diesem Moment flüsterte jemand Albus von hinten ins Ohr, so dass dieser erschrocken aufsprang und Lily sich schon wieder auf dem Boden wiederfand.

„Nicht so schreckhaft, Bruderherz!“, lachte James Albus aus, während er Lily kopfschüttelnd erst auf die Beine und dann in seine Arme zog.

„Herzlichen Glückwunsch, Lily! Guck mal was ich und Albus für dich organisiert haben!“ Er hielt ihr eine große, knallbunte Tüte entgegen, auf der ein Logo prangte, das längst auf dem Schulgelände verboten war.

„Albus und ich heißt es“, nuschelte Albus, bevor auch er seine Schwester fest umarmte und ihr gratulierte.

„Lass dich nicht erwischen, Lil, sonst kommen wir in Teufelsküche. Nicht nur McGonagall, sondern auch Mum würde uns einen Kopf kürzer machen, wenn sie wüsste, dass wir uns frei im Sortiment von Onkel George und Ron bedient haben.“

Lily strahlte ihren Bruder an. Er hatte ihr gerade die perfekten Werkzeuge für eine kleine Rache an Scorpius überreicht. „Klar passe ich auf. Danke, ihr seid die Besten!“ Sie umarmte ihre beiden Brüder stürmisch und lief in ihren Schlafsaal.  Dort versteckte sie die Tüte in ihrem großen Koffer und machte sich ans Planen.

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Sonorus
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