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Geschichte des Moments
Nutze den Moment von Serenas Vengeance
(ab 12)

Es gibt da noch etwas, dass Draco Harry sagen muss. Der Valentinstag scheint der richtige Moment zu sein.
Dank unserer teameigenen Zeichnerin Windtänzer gibt es nun sogar ein Bild zu der Geschichte.

Hier erhaltet ihr einen kleinen Einblick in Dracos Büro 

 

 

 

Zitat des Tages

»Aah, denkt doch mal an die Möglichkeiten«, sagte Ron träumerisch. »Es wäre so einfach gewesen, Malfoy von einem Gletscher zu stoßen und die Sache wie einen Unfall aussehen zu lassen ... jammerschade, dass seine Mutter ihn mag ...«

Harry Potter und der Feuerkelch, Kap.11

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Lily Potter und die grünen Yetis" angegeben

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Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

3. Kapitel: Endlich angekommen

Betaleser: Cata <3
2 Reviews
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„Erstklässler, hier herüber! Erstklässler, zu mir bitte!“
Lily schreckte auf. Sie war gemeint. Endlich ging es los! Verwundert schaute sie sich um. Um sie herum wuselten lauter Schüler in schwarzen Umhängen umher, lachten, sprachen und drängelten sich den Türen des Hogwarts-Express entgegen.
Lily ließ sich von der Menge mitziehen und landete auf dem Bahnhof von Hogsmead.
Vom anderen Ende des Bahnhofs war die tiefe Stimme gekommen. Lily machte sich klein und drängelte nun gegen die Masse an Schülern, die unentwegt aus dem Zug strömte, an. Endlich stand sie neben dem hünenhaften Mann, der immer weiter rief, als hätte er Angst, nicht alle Erstklässler hätten ihn gehört.
„Ah, hallo Lily! Mensch, du bist groß geworden! Hab dich vor drei Jahren das letzte Mal gesehen! Du siehst deiner Ma ja wirklich immer ähnlicher. Bis auf die Augen – aber das hörst du bestimmt häufig genug. Erinnerst dich doch an mich, oder?“
„Klar“, antwortete Lily, erleichtert, dass sie wenigstens ein Gesicht kannte, das nicht aus ihrer Familie stammte. „Du bist Hagrid! Oder … soll ich dich hier Professor Hagrid nennen? Freut mich, dich wieder zu sehen!“
Lily war als Vierte bei Hagrid angekommen. Obwohl sie den hünenhaften Mann sowohl persönlich als auch aus den Erzählungen ihres Vaters kannte, war er allein durch seine Größe respekteinflößend. Dieser Eindruck wurde nur durch sein freundliches Lächeln abgeschwächt. Nur: Was sollte sie mit ihm reden? Über ihren Vater? Aber die Beiden trafen sich ja sowieso regelmäßig ...
Verlegen strich Lily ihre langen roten Haare hinter die Schulter und warf einen genaueren Blick auf die anderen Erstklässler. Direkt hinter Hagrid standen zwei Mädchen und unterhielten sich aufgeregt. Als Lily genauer hinschaute, stellte sie fest, dass die Mädchen wohl Zwillinge waren, sich aber bis auf die Haarfarbe und die Augen gar nicht ähnelten. Sie hatten die Köpfe zusammengesteckt und das Mädchen mit dem Pony zeigte jetzt kichernd auf jemanden, der wohl links hinter Lily stehen musste. Dann sahen beide Mädchen Lilys neugierigen Blick und die andere Schwester mit den Korkenzieherlocken warf ihr einen vernichtenden Blick zu, ehe sich beide umdrehten und zu einem neu ankommenden Jungen gingen und mit ihm ein Gespräch begannen. Irgendetwas ließ Lily spüren, dass sie das Thema war. Und so drehte sie sich um und erblickte die Person, über die die Zwillinge gelacht hatten. Das Mädchen war dunkelhäutig, hatte majestätisch hohe Wangenknochen und dunkelbraune Augen. Ihre schwarzen Haare hatte sie zu einem strengen Zopf so fest nach hinten gebunden, dass ihre Augenbrauen aussahen, als seien sie dauerhaft hochgezogen.
„Hallo! Ich bin Hailey. Hailey O’Hara. Und wie heißt du?“ Das Mädchen sprach sie so plötzlich an, dass Lily sichtbar zusammenzuckte. Zu ihrem Ärger brachen die Zwillinge abermals in Gelächter aus und diesmal war es klar, dass sie Lily äußerst belustigend fanden. Trotzdem fiel Lily der leichte Akzent auf, mit dem Hailey Englisch sprach, doch sie konnte ihn nicht ganz zuordnen.
„Ich bin Lily“, sagte sie mit fester Stimme und streckte Hailey die Hand hin, die diese freudig ergriff.
„Kennst du hier auch noch niemanden? Meine Eltern sind erst vor kurzem nach England gezogen, also kenne ich gar keinen. Eigentlich wollte mich mein Vater nach Durmstrang schicken. Aber meine Mutter meinte, Hogwarts sei das Beste für mich. Und jetzt bin ich hier und kenne niemanden“, beendete Hailey ihren Redeschwall.
„Nein, ich kenne Hagrid hier und meine zwei Brüder im vierten und dritten Jahr. Außerdem habe ich eine Menge Cousins und Cousinen hier. Eigentlich in jedem Jahrgang mindestens einen. Und eigentlich sollte hier irgendwo ein Cousin von mir sein. Er kommt auch dieses Jahr her, musst du wissen. Aber sonst kenne ich niemanden. Bis auf dich.“ Lily lächelte Hailey freundlich, wenn auch zögernd, an.
„Ach, du hast mitgekriegt, dass ich auch in diesem Abteil voller Slytherins saß? Als ich reinkam sah es aus als würdest du schlafen, da dachte ich, du hättest nichts gemerkt. Hast du echt nichts mitbekommen?“ Haileys Augenbrauen wanderten mit dieser Frage, wenn das überhaupt möglich war, noch höher. Lily errötete leicht während sie den Kopf schüttelte und leise zugab, dass sie, sobald sie Platz genommen hatte, mit den Gedanken ganz woanders gewesen und eingeschlafen war. Hailey lachte herzlich und nach kurzer Zeit stimmte auch Lily in das Lachen mit ein.
„So. Ich denke wir sind vollständig! Bitte, folgt mir. Schön hintereinander, nur keine Eile. Passt auf wo ihr hintretet!“ Hagrid begann auf den Waldrand zuzugehen. Wie die anderen auch ging Lily schweigend hinter ihm her. Sie war viel zu aufgeregt, um zu reden, und offenbar ging es Hailey und den anderen genau gleich. Nur weiter hinten hörte man immer noch das Kichern der Zwillinge. Der Pfad, den Hagrid sie herunter führte, war rutschig und steil und obwohl Hagrid eine große Lampe über seinen Kopf hielt, konnte Lily kaum ihre eigenen Füße erkennen.
„Gleich seht ihr Hogwarts zum ersten Mal. Eine Biegung noch und ...“ - Ein lautes „Oooooh!“ erfüllte den Wald. Genauso plötzlich, wie der Pfand begonnen hatte, endete er auch. Sie standen am Ufer eines großen schwarzen Sees und auf der anderen Seite auf der Spitze eines hohen Berges thronte ein gewaltiges Schloss mit vielen Zinnen und Türmen. Ein Teil der Fenster waren beleuchtet und strahlten mit den Sternen um die Wette. Lily konnte sich an dem riesigen Schloss gar nicht satt sehen, Hailey trat ein paar Schritte vor und trat mit einem lauten „Platsch“ in den großen See, der vor ihren Füßen begann und unter Hogwarts zu enden schien. Wie auf Kommando begannen die Zwillinge zu kichern. Lily drehte sich wütend um und wollte die beiden schon angiften, als Hagrid auf die kleinen Boote wies, die nun auf sie zu trieben.
„Und nich' mehr als vier in ein Boot!“, rief er laut, bevor er sich alleine in eines der Boote setzte.
„Komm, Lily, ich helfe dir rein. Ich hab eh schon nasse Füße, da musst du dir das nicht auch noch antun“, sagte Hailey lächelnd und zog eines der Boote fast ganz ans Ufer. Lily lachte mit ihr und setzte sich auf die vordere der zwei Bänke. Hailey stieg ein und nahm neben Lily Platz. Ein hochnäsig wirkendes Mädchen mit hellbraunen Haaren nahm hinter ihr Platz und nickte beiden zu, würdigte sie jedoch keines weiteren Blickes. Die vierte Person in ihrem Boot, war ein schmächtiger, ungeschickter Junge, der sich als Johnny Thomas vorstellte. Kurz bevor die Boote losfuhren, schrie Johnny so laut auf, dass Lily dachte, die Hochnäsige hätte ihn aus dem Boot geschubst.
„Eine Katze! Auf meinem Kopf! Katze ... auf meinem Kopf! Nehmt sie weg!“, stammelte er los.
„Cange! Was machst du denn hier? Tut mir leid, hab ich dich im Zug vergessen?“ Endlich hatte Lily erkannt, dass es sich bei dem grauen Etwas auf Johnnys blonden Haaren um ihre kleine Katze handelte.
Cange maunzte lautstark und sprang auf Lilys linke Schulter.
„Lily, halt deine Katze bloß gut fest! Ich will keinen Ärger haben mit deinem Vater!“, rief Hagrid lachend über die Schulter. Dann tippte er mit seinem rosa Regenschirm gegen die Bordkante seines Bootes, worauf sich alle in Bewegung setzten. Lily merkte, dass sowohl Johnny als auch Hailey sich krampfhaft am Rand festhielten, fühlte sich aber selbst recht sicher. Hailey schien wirklich nett zu sein und hatte sich auch nicht weiter um Hagrids Spruch über ihren Vater gekümmert, während ein Großteiler der anderen Schüler sie neugierig gemustert hatten. Hoffentlich würden sie gute Freundinnen werden. Albus hatte gesagt, dass sehr gute Freunde wichtiger waren als viele Freunde, wie James sie hatte.
„Duckt euch. Es wird tief!“ Hagrids Ausruf schreckte Lily aus den Gedanken und hätte Cange ihre Krallen nicht in ihre Schulter gebohrt, hätte sie sich bestimmt den Kopf gestoßen. Die Boote schwebten durch einen Vorhang aus Efeu in eine unterirdische Grotte.
Nach diesem dunklen Tunnel erreichten die Boote einen unterirdischen Hafen und Hagrid führt die kleine Schar eine steile Treppe hinauf und ein kleines Stück weiter, bis Hailey Lily stupste und auf das große Eichentor zeigte.
„Ist das da etwa ein Lehrer?“, fragte sie verwundert und zeigte auf den kleinen Mann, der das Tor soeben geöffnet hatte. Der winzig erscheinende Zauberer hatte weiße Haare und einen langen, weißen Bart und trug einen dunkelroten Umhang, der ihn wie eine winzige Kopie des Weihnachtsmannes erscheinen ließ.
Lily blieb jedoch keine Zeit zum Antworten, denn Hagrid hatte wieder die Stimme gehoben:
„Professor Flitwick! Die Erstklässler.“
„Ich danke dir, Hagrid, ab hier nehme ich sie mit“, antwortete Professor Flitwick mit hoher Stimme, schwang seinen Zauberstab kurz und brachte so die Halle hinter ihm zum Leuchten.
Direkt vor ihnen lag in einem riesigen Raum eine gewaltige Marmortreppe und als Lily den Kopf nach hinten neigte, stellte sie fest, dass die Decke so hoch war, dass man sie nicht mehr erkennen konnte. Flackerndes Licht von Fackeln erleuchtete die Eingangshalle Hogwarts. Schon von außen war das Schloss eindrucksvoll gewesen und Lily war glücklich, dass es auch von innen schön anzusehen war. Es war bis jetzt alles so, wie sie es sich vorgestellt und gewünscht hatte.
„Hier herein, meine Lieben!“, rief Flitwick und sofort drängten sich alle in großer Erwartung in den kleinen Raum, in den er sie führte. Es war eigentlich eher eine Kammer als ein Raum und alle standen furchtbar eng nebeneinander.
„Gleich beginnt für euch alle der wohl wichtigste Abschnitt eures Lebens als Mitglieder der magischen Gemeinschaft“, begann Professor Flitwick zu erklären. „Das Bankett der Eröffnung des Schuljahres beginnt in Kürze. Ganz am Anfang werden wir feststellen, in welche Häuser ihr kommt. Dieses Haus ist gleichsam eure Familie in Hogwarts und ihr werdet gemeinsam Unterricht haben, in einem Schlafsaal schlafen und den Gemeinschaftsraum eures Hauses nutzen. Die vier Häuser heißen Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Die Häuser sind alle gleich angesehen und jedes Haus hat bedeutende Hexen und Zauberer hervorgebracht. Während ihr hier seid, holt ihr Punkte für euer Haus wenn ihr gute Leistungen bringt und könnt Punkte abgezogen bekommen, wenn ihr beispielsweise die Regeln brecht. Am Ende des Jahres wird dem Haus mit den meisten Punkten der Hauspokal überreicht. Ich hoffe, auch ihr seid ein Gewinn für euer Haus und Hogwarts. Bald werden die anderen Schüler sich gesetzt haben und dann geht es los. Nutzt die Zeit um euch ordentlich zurechtzumachen, bitte.“
Am Ende seiner Rede trippelte Professor Flitwick noch einmal durch die Reihen an neuen Schülern und blieb direkt vor Lily und Hailey stehen. Er holte seinen Zauberstab hervor und Lily wollte sich schon reflexartig ducken, als sie merkte, dass Flitwick seinen Stab nicht auf ihre, sondern auf Haileys zitternde Beine gerichtet hatte. Er murmelte eine Formel, die Lily nicht verstand und kurz darauf wurde es ein wenig warm zu ihren Füßen. Hailey und Lily zuckten zusammen und blickten suchend nach unten, als Dampf aufstieg. Doch ihre Mienen entspannten sich schnell wieder, als sie bemerkten, dass Haileys hellgraue Strumpfhose wieder trocknete. Als sie wieder aufsahen, bemerkten sie, dass der kleine Zauberer schon weitergeeilt war.
Lily saß der Schreck dennoch noch in den Knochen. Als der kleine Lehrer vor ihnen gestanden hatte, hatte sie plötzlich Angst gehabt er würde ihr sagen, dass alles ein Irrtum war, und sie doch wieder nach Hause fahren sollte. Sie hatte in ihrem Kopf schon die enttäuschten Mienen ihrer Eltern gesehen und mochte sich gar nicht vorstellen, was ihre Großeltern dazu sagen würden.
„Vielen Dank, Professor!“, rief Hailey ihm hinterher, doch Lily war sich fast sicher, dass er es nicht mehr gehört hatte. Sie zupfte aufgeregt an ihrem grauen Faltenrock und dem Umhang und war sich mittlerweile doch nicht mehr so sicher, dass er ihr wie angegossen passte. Wie sollte sie schließlich so ihre zitternden Hände verbergen, wenn die Ärmel genau da aufhörten, wo sie sollten? Und war die Strumpfhose nicht ein wenig zu dunkel? Hailey hatte eine viel hellere gewählt.
Schließlich wandte sie sich an ihre neue Freundin: „Wie sehen meine Haare aus, Hailey? Sind sie sehr zerzaust? Das liegt bei uns in der Familie, vielleicht hätte ich sie doch zusammenbinden sollen!“ Hailey schnaubte.
„Quatsch, Lily! Du siehst klasse aus. Und ich auch – jetzt, wo ich wieder trockene Füße hab!“
Alleine in dem kleinen dunklen Raum fingen die anderen Schüler um sie herum an zu tuscheln, wie man denn nun ausgewählt werden würde. Hailey zupfte Lily am Ärmel ihres Umhangs und fragte ängstlich: „Weißt du ob wir eine richtige Prüfung machen müssen? Und was ist wenn? Ich kann noch gar nichts! Und dann auch noch vor allen älteren Schülern! Überha...“ - „Ihr glaubt das doch nicht echt, oder?“, ertönte eine hohe laute Stimme hinter Lily und unterbrach alle Gespräche in der engen Kammer.
Lily verdrehte die Augen, sie wusste es waren die dämlichen Zwillinge, die sich über alles und jeden lustig machten. Sie selbst hatte alle ihre Bedenken mit Albus abgeklärt, bevor sie in die Winkelgasse gefahren waren und machte sich mittlerweile keine Sorgen mehr. Es hätte ihr erheblich mehr Sorgen bereitet, wenn sie von James aufgeklärt worden wäre, aber Albus´ Geschichte vertraute sie.
„Wir müssen nichts vorführen! Unser großer Bruder sagt, sie werden uns nach unserem Aussehen einteilen! Das bedeutet, dass wir, da wir hübsch sind, nach Slytherin kommen! Für euch andere gibt es ja noch die weniger tollen Häuser! Besonders Rothaarige sind nicht gut genug für Slytherin, sagt Lucern“, kicherten die Zwillinge aufgeregt und lachten dann wieder. Lily hatte nun wirklich genug. Es konnte doch nicht sein, dass sie zwei so hirnlosen Kichererbsen die nächsten sieben Jahre als Mitschüler haben würde! Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, hätte Lily gemeint, die Eltern der Zwillinge hätten sie in Hogwarts eingekauft. Sie drehte sich um und ging direkt auf die Zwillinge zu.
„Da hat euer Bruder euch aber großen Mist erzählt!“, begann sie, gerade laut genug, dass nur ein paar der Umstehenden es hätten hören können. Und doch bemerkte Lily mit wachsendem Unmut, dass doch mehr Schüler zuhörten, obwohl die so taten, als würden sie sie nicht hören. Aus ihrem Augenwinkel sah sie Hailey, die ihr mit nach oben zeigenden Daumen bedeutete, weiterzumachen. Doch jetzt, wo alle ihre Aufmerksamkeit auf sie gerichtet hatten, verließ Lily der Mut.
„Aber du hast ganz offensichtlich auch keine Ahnung! Du willst dich doch nur wichtig machen!“, konterte eine der Zwillinge, nachdem sie sich wieder gefangen hatte. „Sonst würdest du uns wohl schon längst gesagt haben, was wir tun müssen!“
Lily zuckte sichtbar zusammen, was die andere Zwillingsschwester ausnutzte: „Ha! Du weißt es gar nicht!“
„Doch!“ Lily erschrak durch die Lautstärke ihrer Stimme und es wurde vollends still im Raum. „Wir müssen einen alten Hut aufsetzen!“ Und kaum dass sie es ausgesprochen hatte, wusste sie, dass es ein Fehler gewesen war. In ihrem Kopf hatte das irgendwie klüger geklungen. Die Zwillinge krümmten sich vor Lachen und auch die anderen schienen nicht mehr so sicher, ob nicht doch Lily die Dumme unter ihnen war.
Lily drehte sich zu Hailey um und die beiden stellten sich wortlos wieder auf ihren alten Platz.
„Woher weißt du das mit dem Hut?“, flüsterte eine Stimme direkt hinter ihnen. Lily drehte den Kopf leicht nach hinten und das Mädchen, das mit im Boot gesessen war, wiederholte ihre Frage drängender: „Woher weißt du das?! Oh, Entschuldige, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Caroline Cands.“ Caroline strich sich mit einer übertrieben wirkenden Geste die hellbraunen Haare aus den blauen Augen und schaute Lily weiter neugierig an. Wahrscheinlich würde sie die Antwort am liebsten schon vor allen anderen gewusst haben. Lily überlegte kurz, ob sie noch ein wenig weiter Zögern sollte und dann abzuwarten, ob Carolines Augen vor Neugierde aus ihrem Gesicht heraustreten würden. „Woher?!“
„Mein Bruder Albus hat es mir erzählt. Er ist im dritten Jahr hier und weiß noch ziemlich genau, wieviel Angst unser ältester Bruder ihm damals gemacht hat“, gab Lily schließlich nach, erinnerte sich dann an ihre gute Erziehung und fügte hinzu: „Ich bin Lily und das ist Hailey. Hast du schon Freunde hier?“
Doch Caroline konnte nicht mehr antworten, da die Tür aufgerissen wurde und Professor Flitwick mit schnellen Schritten hereineilte.

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Sonorus
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