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Geschichte des Moments
Gryffindor von yoho
(ab 12)

„Du willst also in Unterhosen durch die ganze Schule laufen?“ spottete Hermine. „Weißt du, was ich bin?“ - Harry schüttelte den Kopf. - „Wütend“, sagte Hermine. „Und deswegen...“ Anstatt den Satz zu beenden, zog sie sich Harrys Hemd über den Kopf.

Zitat des Tages

(Tom:) »Meinem Tagebuch. Die kleine Ginny hat Monat für Monat darin geschrieben [...] dass sie nicht glaubt, der berühmte, gute, große Harry Potter würde sie jemals mögen ...«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.17

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Lily Potter und die grünen Yetis" angegeben

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Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

5. Kapitel: Zicken und Zaubertränke

Betaleser: Cata <3
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Lily erwachte an ihrem ersten Morgen in Hogwarts gleichzeitig mit Hailey. Beide schlugen die Augen auf und saßen dann völlig synchron aufrecht in ihren weichen Himmelbetten im Gryffindorturm und schauten sich um.

In dem sechseckigen Schlafsaal der Mädchen standen fünf Betten mit dunkelrotem, samtenem Baldachin, fünf Kleiderkommoden und fünf Spiegeltischchen. Die Wände waren mit dem gleichen Holz vertäfelt, aus dem auch der Boden bestand. Jedes Mädchen hatte eine der fünf Wände für sich, dort stand das Bett mit der Kommode am Fußende und dem Spiegeltisch jeweils rechts oder links. Die zwei Türen in der sechsten Wand führten zur Wendeltreppe und in das Badezimmer.

Lily und Hailey hatten sich zwei Betten ausgesucht, die fast aneinander standen, damit sie noch bis in die Nacht hinein reden konnten ohne die anderen Mädchen zu stören.

 „Haben wir verschlafen?“ Lily und Hailey hatten gleichzeitig gesprochen. Die drei Mädchen, die sich den Raum mit ihnen teilten, fingen laut an zu lachen. Zuerst fiel Lily, schließlich auch Hailey in das Lachen mit ein. Latika Patil, ein angenehm ruhiges Mädchen mit indischen Wurzeln, hörte als erste auf zu lachen und seufzte laut auf, während sie die aufgeschreckte Cange streichelte.

  „Jetzt hat der Tag so lustig angefangen, da müssen wir doch tatsächlich als erste Stunde Zaubertränke haben. Und dann auch noch mit den Slytherins! Habt ihr die dummen Zwillinge gesehen? Das wird bestimmt ...“ Latika sprach nicht weiter, aber Lily beendete den Satz in ihrem Kopf. Es würde vor allem eines werden: Anstrengend.

Nachdem Hailey und sie fertig angezogen waren, verabschiedeten sie sich von den anderen drei Mädchen und machten sich auf die Suche nach der Großen Halle. Die 142 Treppen von Hogwarts, die sich zudem noch frei bewegten, brachten Lily vollkommen aus dem Konzept und auch Hailey schien schon nach drei Treppen keine Ahnung zu haben, wo sie waren. Egal welche sie betraten, Lily und Hailey kamen nie da raus, wo sie eigentlich hinwollten.

Als sie schon fast aufgegeben hatten, sah Lily am oberen Ende ihrer Treppe James entlanggehen. Sie machte Hailey ein stummes Zeichen ihr zu folgen und ging leise hinter ihrem Bruder her. Als sie oben angekommen war, entdeckte sie gerade noch, wie James durch eine Tür ging, die vorgab eine Wand zu sein. Lily und Hailey blieben davor stehen und sahen sich betreten an.

  „Was meinst du ist dahinter?“ Hailey klang etwas ängstlich, auch wenn sie versuchte es zu unterdrücken.

  „Nichts gefährliches, sonst hätte McGonagall es bestimmt verboten! Und James wäre auch nicht darin verschwunden, wo ihn doch alle dabei sehen konnten“, überlegte Lily laut und ging auf die Wand-Tür zu. Als sie sie öffnete, kam ihr nichts entgegen außer die gähnende Leere eines kleinen Flurs. Lily und Hailey folgten dem Gang bis sie an etwas stießen, das aussah wie die Rückwand eines kleinen Gemäldes. Hailey hatte ihre Angst soweit verdrängt, dass sie es war, die das Gemälde aufklappte und nach draußen spähte. Vor dem Gemälde stand eine große Statue, aber wenn man an dieser vorbei schaute, konnte man viele Schüler auf dem Weg zum Frühstück oder zum Unterricht sehen. Da der Ausgang recht klein war, hockte Hailey sich hin und krabbelte auf allen Vieren durch das Loch. Lily rutschte im Gegensatz zu Hailey mit den Füßen zuerst aus dem Loch und stand daher sofort aufrecht da, während Hailey sich noch den Schmutz von den Knien wischte. Egal wie schwierig die Treppen zu verstehen waren, in Zukunft würden sie es schaffen, wenigstens die große Halle zu finden und das reichte den beiden Gryffindors erstmal.

Während Hailey noch vor sich her murrte, war Lily überglücklich, dass sie den Weg zum Esssaal gefunden hatten.

Hailey ließ sich am hinteren Ende des Tisches auf die Bank fallen und langte zu. Lily setzte sich neben sie und war glücklich, etwas weiter weg von den anderen Schülern zu sitzen. Sie hatte Menschenmengen noch nie ausstehen können und fand es überaus schrecklich im Mittelpunkt zu stehen, nur weil ihr Vater Harry Potter war.

Nach einer Viertelstunde tauchte auch Caroline völlig abgehetzt im Esssaal auf. Ihre Haare, die sie mit viel Mühe und einer merkwürdigen breiten heißen Zange, die sie „Glätteisen“ nannte, gestylt hatte, lagen nicht mehr so glatt wie sie es beabsichtigt hatte, sondern waren recht durchgewuschelt. Einige Strähnen standen sogar geladen von ihrem Kopf ab, so dass Lily sich ein Lachen verkneifen musste. Caroline schnappte sich jedoch einfach ein Brötchen und sagte dann:

„Seid ihr fertig? Wir müssen in die Kerker. Und ich gehe garantiert nicht mehr allein in diesem Schloss umher! Nicht solange ich nicht weiß, warum gerade eben Spazierstöcke durch die Luft geflogen sind und sich dann auf mich geworfen haben!“

Lily meinte in ihrer Stimme zu hören, dass sie einem Tränenausbruch nahe war und beeilte sich zu sagen: „Ja, wir sind fast soweit. Au!“ – Hailey trat auf ihren Fuß, sie war noch nicht fertig. –   „Aber setz dich doch kurz hin und beruhig dich erstmal.“ Caroline ging auf diesen Vorschlag ein und ließ sich mutlos neben sie plumpsen. Da trat Albus an sie heran.

  „Hast du gerade was von schwebenden Spazierstöcken erzählt?“, fragte er Caroline, auch wenn er eher Lily ansah. „Ich denke das war Peeves, der Poltergeist. Das ist sein Lieblingsstreich, der ist schon uralt ... Ihr müsst mit lauter Stimme sagen ´Peeves, zeig dich!` und wenn ihr ihn dann seht, droht ihr entweder mit dem Blutigen Baron, das ist der Hausgeist von Slytherin, oder ihr macht diese Bewegung mit dem Zauberstab und sagt dazu dann: ´Langlock`. Das sollte helfen.“ Er zwinkerte Lily zu. „Wie war deine erste Nacht hier? Wir reden später, ich muss jetzt los zu Verwandlung! Habt ihr jetzt nicht Zaubertränke? Der Unterricht fängt gleich an!“

Auch Lily sah, dass die Halle schon ziemlich leer war, aber sie wollte Hailey noch schnell zu Ende essen lassen. Nur Caroline drängte sie, endlich aufzustehen und zu gehen, und so machten sich die drei auf den Weg in Richtung der Kerkergewölbe, wo ihr Unterricht stattfinden würde. Glücklicherweise waren genug andere auf dem Weg in diese Räume, also folgten sie einfach Alex Faucun.

Sie kamen die steinernen Treppen herunter und schon runzelte Lily die Stirn, denn ihnen kam das hohe Gelächter entgegen, das sie gefürchtet hatte: Die Zwillinge. 

Wie Lily geahnt hatte, standen die Zwillinge wieder einmal beisammen und gackerten wie die Hühner über irgendjemanden. Hailey fasste Lily an der Schulter und zeigte dann auf eine zusammengesunkene Gestalt vor der offenbar verschlossenen Tür zum Klassenzimmer. Lily erkannte den dunklen Schopf von Salim Paren, dem Jungen, der gestern nach den Geistern gefragt hatte.

Sofort ging Lily auf ihn zu und kniete sich neben ihm hin. Sie war entsetzt. So etwas hatte sie selbst den bösartigen Zwillingen nicht zugetraut.

  „Was ist los?“, fragte sie so leise wie möglich; man musste ja keine Staatsaffäre daraus machen. Salim schüttelte nur den Kopf und begann jetzt auch noch zu schluchzen. Hilflos zuckte Lily mit den Schultern, stand wieder auf und ging zurück zu Hailey, die gespannt an die gegenüberliegende Wand gelehnt auf sie gewartet hatte.

Lily wollte gerade berichten, dass es nichts zu berichten gab, als die Tür zum Klassenraum aufflog und Salim sich ruckartig hinstellte.

   Vor ihnen stand eine großgewachsene Frau mit dunkelbrauner Haut und langen Gliedmaßen. Ihr Körper sah afrikanisch aus, ihr Gesicht hatte jedoch eher europäische Züge. Lily beeindruckte vor allem ihr knielanges, glattes, rabenschwarzes Haar. Die Hexe war weder hübsch noch hässlich, sondern einfach anders.

  „Auf ins Klassenzimmer! Los, worauf wartet ihr noch?!“ Ihre Stimme war dunkel und rauchig, als sie ihre neuen Schüler zur Eile antrieb.

Lily und Hailey waren unter den Letzten, die das Klassenzimmer betraten, und so blieben ihnen nur Plätze in der ersten Reihe neben den Zwillingen oder ganz hinten in der Ecke zur Auswahl. Lily widerstrebte es zwar, sich in die Nähe der unsäglichen Schwestern zu begeben, aber Hailey nahm ihr die Wahl ab, indem sie sofort in Richtung der ersten Reihe marschierte und so nahm sie an dem Zweierpult neben Hailey Platz.

Während Lily ihr „Zaubertränke und Zauberbräue“ von Arsenius Bunsen auspackte, tippte die Lehrerin zweimal energisch an die Tafel vor Ihnen.

  „Wie Sie sehen können, meine Herrschaften, bin ich Professor Rutiba. Da zumindest die Hälfte dieser Klasse Slytherins sind, werde ich wohl zu hoffen wagen, mit euch eine annehmbare Klasse erwischt zu haben. Nur weil ich eure Hauslehrerin bin, werde ich euch nichts schenken. Ich werde nun zuerst die Liste durchgehen. In meinem letzten Kurs saß jemand, der gar nicht hierher gehörte.“ Professor Rutiba sprach laut und deutlich, doch man merkte ihr an, wie oft sie diese Wörter schon heruntergerattert hatte. Auch wenn bei ihrem letzten Satz viele schmunzelten blieb sie völlig ernst. Lily dachte bei sich, dass mit dieser Lehrerin wohl nicht so gut Kirschen essen war wie mit denen an St. Johann´s, der Muggelschule, die sie bisher besucht hatte.

Sie ging die Liste an Schülern mit einer solchen Geschwindigkeit durch, dass man Schwierigkeiten hatte, seinen eigenen Namen zu verstehen. Nur bei Lily hielt die Lehrerin kurz inne, machte dann aber weiter ohne aufzublicken. Als sie schließlich mit „Weasley, Hugo“ endete, blickte sie ein letztes Mal durch die Klasse und begann dann einen ermüdenden Vortrag über die Kunst der Zaubertrankbrauerei.

Nachdem die erste Hälfte von Zaubertränke von der Theorie erfüllt war, sollten sie in der zweiten einen Trank zur Heilung von Furunkeln anfertigen. Die Zutaten standen sowohl im Buch als auch an der Tafel und Lily befolgte sie recht genau.  Auch wenn sie ein paar Mal die Aufgaben abwandelte –  meist waren sie einfach viel zu kompliziert auszuführen – so merkte Lily doch bald, dass genau das herauskam, was passieren sollte. Auf ihr Bauchgefühl war also auch in Zaubertränke verlass, freute sich Lily. Außerdem sparte sie sich selbst eine Menge Arbeit, wenn sie manche Zutaten nicht erst mörserte, sondern einfach nur geschnitten in das Gebräu warf.

Am Ende der Stunde ging Professor Rutiba von Kessel zu Kessel und sammelte von jedem Schüler eine Probe des Zaubertrankes ein.

  „Ihr solltet wissen, dass ich euch von Anfang an benoten werde. Sowohl eure Fähigkeiten als auch euer Sozialverhalten sind für meine Notengebung ausschlaggebend. Macht euch bitte keine Hoffnung, bereits im ersten Jahr ein ´Ohnegleichen` zu bekommen, das wäre reinstes Wunschdenken und für die meisten von euch auch noch in den nächsten Jahren unerreichbar“, teilte sie der Klasse mit, während sie durch die Reihen ging. Sie hatte hinten angefangen und kam nun an Lilys und Haileys  Kessel. Während Lilys Trank dem im Buch beschriebenen glich, wirkte Haileys dagegen wie Schlamm, der aufgekocht worden war. Professor Rutiba nahm zunächst fast schon lächelnd eine Probe aus Lilys Kessel und wandte sich dann Haileys zu. Sofort veränderte sich der Ausdruck auf ihrem Gesicht, als sie missbilligend die Lippen zusammenpresste. Doch auch hier nahm sie wortlos eine Probe und schritt dann eilig weiter zu den Zwillingen. Aus beiden Kesseln stieg orangefarbener Dampf auf. Lily erkannte, dass die Zwillinge zwar alles richtig gemacht, jedoch erst drei der sieben Anweisungen ausgeführt hatten.

Auch ihre Lehrerin bemerkte dies, nahm jedoch kommentarlos die Proben. Sie ging zurück zu ihrem Pult und schob mittels Magie alle Phiolen in die dafür vorgesehenen Fächer.

  „Also, ich hoffe ihr habt in dieser Stunde etwas gelernt, denn wir werden nächstes Mal darauf aufbauen. Gerade mal die Hälfte von euch hat es geschafft, dem Trank nahe zu kommen, nur eine Hand voll Leute arbeiten effizient genug, um besser in meinem Fach zu werden und nur drei sind überhaupt fertig geworden. Diese drei haben dafür nächste Woche keinen Unterricht, sondern frei. Denn ich werde dem Rest der Klasse das Trankbrauen noch einmal genauer erklären. Genießen Sie ihre Freistunde, Mr. Carakas, Miss Jermewas und Miss Potter. Den restlichen empfehle ich, sich in einem anderen Fach hervorzutun. Nun lernt ihr noch, den Kessel vor euch zu säubern. Ein Wisch mit dem Zauberstab und dazu ´Ratzeputz`. Wer ihn nicht hinbekommt, schrubbt seinen Kessel. Und übt bis zum nächsten Mal!“ Mit ihren letzten Worten rauschte sie in ihr Büro und ließ zwanzig ratlose Erstklässler zurück.

Als die Stille unangenehm wurde, hob Hailey den Zauberstab, machte einen Wisch und sagte dann laut und deutlich: „Ratzeputz!“  Sofort war der braune Schlamm aus dem Zinnkessel vor ihr verschwunden. Nach und nach probierten andere es ebenfalls und bei den meisten klappte es mehr oder weniger gut. Nur bei Hugo ging es richtig schief, so dass das Innere des Kessels zwar sauber war, sein graugrüner Inhalt jetzt jedoch die Außenseite bedeckte. Er stöhnte auf und nahm einen Eimer und einen Handschrubber zur Hand. Auch Lily war nicht richtig erfolgreich. Sie hatte den Zauber bereits dreimal auf den Kessel angewandt, doch ein kreisrunder Fleck hüpfte immer hin und her und entging so ihrem Zauber auf mysteriöse Art und Weise. Als ein Großteil der Klasse schon gegangen war, blickte sie Hailey hilfesuchend an. Die sah sich verstohlen um und flüsterte dann den Zauberspruch, aus Angst Ärger zu bekommen. Sofort war Lilys Kessel blitzblank und Lily fiel ihrer Retterin dankbar um den Hals.

Als sie wieder in die Eingangshalle hinaufgestiegen waren, wurden Lily und Hailey von Maria und Janie Hill abgepasst. Die Zwillinge klimperten mit den Augen, als könnten sie keiner Fliege etwas zuleide tun. Dann fing Maria mit säuselnder Stimme an: „Lily Potter! Na, wie hast du es geschafft, den Trank zu machen? Du hast doch bestimmt geschummelt! Hat dir die Lehrerin geholfen? Oder die Schwarze hier? Nein, die ist viel zu dumm dazu! Dein Trank sah doch nur so toll aus, weil die Schlammbrühe von der daneben stand!“ Ihre Zwillingsschwester giggelte die ganze Zeit über höhnisch.

„’Die Schwarze hier’?!“ Hailey war richtig sauer. Lily zog überrascht die Augenbrauen hoch. Sie hatte die Zwillinge eigentlich ignorieren wollen und hatte dasselbe von ihrer Freundin erwartet.

„Wisst ihr zwei dummen Puten überhaupt, mit wem ihr redet?“ Inzwischen stand Hailey drohend vor Maria und hielt ihr drohend den Zauberstab vors Gesicht. „Du kannst froh sein, dass ich deinen fetten weißen Arsch nicht an die Decke hexe. Es sind schon Leute für durchdachtere Beleidigungen getötet worden.“ Haileys Stimme war zum Ende hin immer leiser und drohender geworden, während Janie ein langes Gesicht zog und sich nah an ihre Schwester drückte. Lily sah, dass es beiden Slytherin sehr schwer fiel, ihre überheblichen Mienen beizubehalten.

Auf einmal wurde ein Geist hinter den Zwillingen sichtbar und rief laut: „Buh!“ Maria und Janie schreckten schreiend auf und nahmen die Beine in die Hände. Doch Peeves, der Poltergeist von Hogwarts, hatte keinesfalls  die Absicht gehabt, Lily zu helfen und ärgerte sich jetzt offenbar über die schreckhaften Slytherins. Peeves war ein kleiner Geist mit bösen dunklen Augen und einem weit geöffneten Mund. Mit gekreuzten Beinen schwebte er in der Luft vor Lily und Hailey und stemmte die Fäuste in die Hüften. Dann begann er unrhythmisch zu singen: „Potty hat geschummelt! Potty hat geschummelt! Wie der Vaaaaater so die Tochteeeeer! Potty hat geschummelt! POTTY HAT GESCHgggaaerrhg...“ Er wurde von Lily unterbrochen, die sich mittlerweile an den Spruch erinnerte, den sie am Morgen von ihrem Bruder gelernt hatte. Sie hatte während Peeves Singsang vorsichtig ihren Zauberstab herausgeholt und dann die Formel geflüstert, auch wenn sie nicht genau wusste, was es bewirken würde, war sie zufrieden, dass er überrascht seinen Mund hielt und würgend abzog.

„Das hatte ich gar nicht von dir erwartet“, bemerkte Lily staunend. Hailey winkte ab: „Ich habe einfach was gegen Leute, die tun als seien sie etwas besseres. Und ‚Schwarze’ sollte mich besser niemand nennen.“

 

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Sonorus
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