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Geschichte des Moments
Insomnia von yoho
(ab 16)

„Du musst das nicht machen, Hermine“, sagte McGonagall mit nachdrücklicher Stimme. - „Wir haben ihre Eltern umgebracht.“ Hermine hatte jetzt die Sonnenbrille abgenommen und sah ihrer Lehrerin in die Augen. - „Ihr hattet keine Wahl.“ – „Man hat immer eine Wahl“, sagte Hermine.

Zitat des Tages

(Tom:) »Meinem Tagebuch. Die kleine Ginny hat Monat für Monat darin geschrieben [...] dass sie nicht glaubt, der berühmte, gute, große Harry Potter würde sie jemals mögen ...«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.17

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Lily Potter und die grünen Yetis" angegeben

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Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

6. Kapitel: Neue Freundschaften

Betaleser: Cata<3
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Der Rest der Woche verlief ereignisfrei. Die Gryffindors hatten hauptsächlich mit den Hufflepuffs Unterricht und so kam es zu keiner weiteren Konfrontation mit den Zwillingen. Erst bei Verwandlung wurde es wieder interessant, denn da hatten die Gryffindors zum ersten Mal mit den Ravenclaws Unterricht.

Lily kam diesmal mit Hailey und Latika zu ihrem Unterrichtsraum. Sie waren ein wenig spät dran, aber noch war ihr Lehrer nicht da und so setzten sie sich auf zwei freie Bänke und blickten sich um. Die meisten der Ravenclaws schienen eher unter sich zu bleiben, doch einige Gryffindors unterhielten sich offenkundig über einen von ihnen. Lily bemerkte den Jungen und blickte tadelnd zu ihren Klassenkameraden, denn es war offensichtlich, dass er sich unter den Blicken und Worten seiner Mitschüler wandte.

Obwohl ein Großteil der Gryffindors ihren Blick bemerkt hatte, tuschelten sie trotzdem weiter, was Lily so wütend machte, dass sie sich kurzerhand auf den freien Platz neben dem Jungen fallen ließ. Hailey schaute ihr sprachlos und mit offenem Mund hinterher, aber Lily hatte jetzt keine Lust, das mit ihr auszudiskutieren. Es war einfach zu ungerecht gewesen den unglücklichen Jungen allein in der ersten Reihe dasitzen zu lassen.

Sie wandte sich zu ihm um und hielt augenblicklich die Luft an. Es war der Junge vom Bahnhof! Der, dessen Bruder in Slytherin war, dessen ganze Familie aus Slytherin kam! Nach ein paar Sekunden hatte sie sich wieder gefangen und streckte ihm höflich lächelnd die Hand entgegen: „Hallo, ich bin Lily. Vielleicht kannst du dich an mich erinnern? In King´s Cross da ...“

Der Junge ergriff dankbar ihre Hand und schüttelte sie: „Ich bin Castor ... Malfoy. Ja, du bist die Tochter von Harry Potter, oder? Warum setzt gerade du dich zu mir?“

  „Aus Neugier. Warum tuscheln alle über dich?“, fragte Lily daraufhin direkt heraus und schaffte es, nicht zu erröten. Castor lächelte leise über ihre Direktheit und überlegte kurz.

  „Es war wohl ein Wunder, dass ich nach Ravenclaw gekommen bin. Alle haben erwartet, dass ich ein Slytherin werde, so wie alle in meiner Familie. Und das hat wohl alle überrascht... Aber der Sprechende Hut hat Slytherin nicht mal erwähnt. Weißt du, er wollte mich erst nach Gryffindor schicken, aber da wollte ich nicht hin. Er hat meinen Wunsch respektiert! Das hat mich am meisten gewundert. Und du? Bei dir war ja wohl klar, dass du nach Gryffindor kommst, oder?“

Bevor Lily antworten konnte, kam ein merkwürdiges Geräusch von dem Lehrerpult vor ihnen. Es hörte sich an, als würde die gesamte Luft im Raum zu dem Schreibtischstuhl hingezogen und mit einem leisen Plopp erschien ein großgewachsener  Mann anstelle des Stuhls.

   „Guten Tag, meine Lieben! Ich bin Professor Walter Átalaki und Ihr Lehrer in Verwandlung.“ Der Lehrer ließ seinen Schülern gar keine Zeit zum staunen, sondern fing direkt mit dem Unterricht an. Der erste Verwandlungzauber, den sie lernen sollten, war, ein Streichholz in eine Stecknadel zu verwandeln. Lily sah sich zunächst um, wie es den anderen Schülern erging, dann probierte sie es selbst. Zunächst sah es hoffnungslos aus, aber dann erinnerte sich Lily an das, was der Sprechende Hut zu ihr über die Begabungen ihrer Eltern gesagt hatte und dass ihr Großvater schließlich ohne viel Hilfe ein Animagus geworden war.

Dieser Gedanken setzte sich so fest in ihren Kopf, dass ihr Streichholz tatsächlich spitz wurde wie eine Nadel. Lediglich die silberne Farbe fehlte an den meisten Stellen. Castor hingegen blätterte immer wieder hektisch in seinem Schulbuch und suchte nach der korrekten Beschreibung für den Zauber, selbst als schon drei Viertel der Stunde vorbei waren. Schließlich drehte er sich verzweifelt zu Lily um und bat sie um Hilfe: „Auch wenn das Wichtigste, was ich in meiner Familie gelernt habe, war, dass man niemals Fremde um Hilfe bittet: Kannst du mir bitte helfen? Ich krieg das einfach nicht hin! Warum nicht?“, fragte er richtig verzweifelt, sodass Lily ihm erklärte, dass sie selbst auch nicht wusste, warum genau es bei ihr geklappt hatte. Er blickte sie weiter flehend an und Lily gab sich einen Ruck. Die Geschichte mit dem unangemeldeten Animagus in ihrer Familie ließ sie zwar unerwähnt, aber sie brachte ihre Gedanken wohl ganz gut rüber, denn gegen Ende der Stunde hatte sich Castors Streichholz silbern gefärbt.

Heimlich tauschten sie ihre Streichhölzer aus, sodass am Ende der Stunde beide eine spitze, silberne Nadel vor sich liegen hatten.

Professor Átalaki war ganz entzückt von den beiden, dass er sowohl Gryffindor, als auch Ravenclaw 30 Punkte verlieh.

Castor war so glücklich darüber, dass er Lily zum Abschied nach dem Unterricht umarmte.

                                  

ooOOoo

 

Diese Umarmung zweier Erstklässler, deren Eltern in Hogwarts einst erbitterte Feinde waren, machte schnell die Runde in dem riesigen Schloss, auch wenn die meisten Schüler es vorerst als ein Gerücht abtaten.

Hailey war schockiert gewesen, als Lily ihr erzählte, dass sie gar nichts gegen Castor hatte und sich gut mit ihm verstand. Ihn sogar für nett hielt. Bis zum Abendessen redete Lily sich den Mund fusselig, um Hailey zu überreden, wenigstens einmal mit ihm zu reden und zu essen. Und tatsächlich: Nach ein paar gemeinsamen Mahlzeiten freundeten sich auch Hailey und Castor langsam an, sodass Lily sich darum zunächst keine Sorgen mehr machen musste.

   Am interessantesten war für die meisten Erstklässler der Unterricht in einem Fach, dass ihre Eltern noch nicht gehabt hatten.

Die Gryffindors und Ravenclaws saßen gespannt in einem neu ausgestatteten Klassenzimmer und betrachteten neugierig die Gemälde an den Wänden, die ausnahmslos kranke Menschen und Heiler zeigten, die mit kompliziert aussehenden Tränken oder Zauberspruchformeln hantierten. Die Schulbänke waren nicht wie sonst nach vorne ausgerichtet, sondern zu Gruppentischen angeordnet.

Die Tür ging auf und eine streng aussehende Lehrerin betrat den Raum. Sie trug nicht wie die anderen Lehrer einen Zaubererumhang, sondern einen Kittel, wie die Heiler auf den Bildern an den Wänden. Ihr Haare waren grau, doch auch wenn sie dadurch älter wirkte, blitzten ihre Augen wachsam aus ihrem Gesicht.

Castor stieß Lily neben sich und Hailey ihm gegenüber an und flüsterte so leise wie möglich: „Das ist die Chefin der Krankenstation, Madam Pomfrey ... Die ist wirklich, wirklich streng, aber gerecht!“ Anscheinend war er jedoch nicht leise genug, denn Madam Pomfrey warf ihm einen bösen Blick zu und machte dann einen Wink in Richtung der Tür, während sie sich vorstellte.

   „Wie Sie schon von Mr. Malfoy hier gehört haben, bin ich Madam Pomfrey. Ich hatte die Eltern des Großteil von Ihnen schon bei mir auf den Krankenbetten liegen und habe sie alle erfolgreich geheilt. Als nun Professor McGonagall vor etwa 15 Jahren auf mich zu kam, willigte ich ein, ein neues Fach in Hogwarts einzuführen. Sie werden auf ihrer Einkaufsliste kein Buch gefunden haben, denn wir leihen es nur aus.“ Sie wedelte mit dem Zauberstab und wie aus dem Nichts erschienen vor jedem Schüler zwei Bücher.  Eines war dicker und großzügig in Leder gebunden, das zweite war dünn und sehr viel kleiner. „Sie werden das kleine Buch zunächst nicht benötigen, packen Sie es bitte weg. Wir beginnen seit nunmehr zehn Jahren erst nach vier Wochen mit dem Unterricht im Fach Heilkunde, da Sie alle dann schon Zauberkunst und ähnlichen Unterricht hatten, sodass nichts allzu Schlimmes mehr passieren sollte. Ich rate Ihnen dennoch von Spielereien in meinem Unterricht ab. In Ihrem ersten Schuljahr werden wir zunächst mit der Theorie beginnen. Bis zu den Weihnachtsferien erwarte ich, dass Sie alle das Buch vor Ihnen durchgelesen haben. Und mindestens alle Sprüche der ersten drei Kapitel theoretisch anzuwenden wissen. Neben dem Unterricht haben jeweils ein Schüler oder eine Schülerin aus dem ersten Jahr zusammen mit einem älteren Schüler Pflegedienst im Krankenflügel, bei meiner dortigen Nachfolgerin Miss Mary Mamford.“ Als Madam Pomfrey den Namen aussprach, trat eine mittelgroße Frau mit wasserstoffblonden Haaren den Raum. Ihre Haare waren in einem modischen Longbob geschnitten und fielen so fein an ihr blasses Schlüsselbein, dass Lily meinte, die ganze Frau wäre leicht durchscheinend.

Miss Mamford lächelte kurz in die Runde und holte dann ein Pergament hervor: „Am nächsten Montag ist Alice Arthon dran, wir machen das Ganze alphabetisch. Wer nicht bis um acht Uhr Abends da war bekommt Nachsitzen. Ich werde die Listen in euren Gemeinschaftsräumen aushängen lassen. Nun viel Spaß im Unterricht, ich habe zu tun.“ Sie klackerte auf hohen Schuhen heraus und Lily war sich schon jetzt sicher, welchen Spitznamen die Heilerin bekommen würde. Der Unterricht verlief sehr theoretisch und Lily schwindelte schon der Kopf, wenn sie an das schwere Buch vor sich dachte.

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Sonorus
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