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Geschichte des Moments
The Calamity von Lavatory Attendant
(ab 12)

Bellatrix' Hang zur Provokation ist bekannt. Doch als sie ihren Neffen herausfordert, überschreitet sie eine Grenze, die schwerwiegende Folgen hat. Hermine x Draco (Lucius x Narzissa)

Zitat des Tages

(Tom:) »Meinem Tagebuch. Die kleine Ginny hat Monat für Monat darin geschrieben [...] dass sie nicht glaubt, der berühmte, gute, große Harry Potter würde sie jemals mögen ...«

Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Kap.17

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Lily Potter und die grünen Yetis" angegeben

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Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

11. Kapitel: Halloween

Betaleser: Cata <3
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Der intensivierte Unterricht sollte nach dem Halloweenbankett am 31. Oktober beginnen. Hailey und Lily machten sich mit den anderen Mädchen in ihrem Schlafsaal zurecht und gingen dann gemeinsam zum Bankett. Lily trug ein dunkelgrünes Chiffonkleid mit schwingendem, knielangem Rock, während Hailey sich für ein elfenbeinfarbenes Strickkleid entschieden hatte, dass ihre dunkle Haut betonte. Hailey frisierte ihre Haare diesmal zu einer schwarzen Lockenpracht, während Lily ihre roten Haare von Caroline hatte glätten lassen. Jetzt waren alle ihre Haare exakt gleich lang und glatt, sodass Lily sie immer wieder verwundert anfassen musste.  Das Halloweenbankett verlief ähnlich wie das Bankett zum Schuljahresende, nur waren die meisten Speisen in orange gehalten und halloweenmäßig verziert. So gab es zum Beispiel einen orangefarbenen Wackelpudding, in den kleine schwarze Lakritz-Fledermäuse eingeschlossen waren, oder Kürbissuppe, in deren Mitte mit Sahne ein Halloweengesicht gemalt worden war.

Am beeindruckendsten fand Lily allerdings die Decke. Statt der Kerzen schwebten ausgehöhlte Kürbisse mit unterschiedlichen Fratzen an der sturmverhangenen Decke und sorgte so für ein schauriges Schattenspiel in der Halle. An diesem Abend passten die vielen Geister, die im Schloss lebten, ausnahmsweise sehr gut ins Bild.

Lily und Hailey setzten sich zu Caroline und Johnny und begannen sich die Teller vollzuladen. Noch immer kamen mehr Schüler und langsam füllte sich die Halle, sodass sie erstmals wieder so voll war, wie zu Schuljahresbeginn. Hailey saß neben Lily und beurteilte jedes Kleid das an ihnen vorbeizog. Lily konnte nur den Kopf darüber schütteln und bemühte sich, sich auf ihre Mahlzeit zu konzentrieren. Erst als Hailey anfing extrem zu würgen und zu husten, sah sie wieder auf.

Caroline klopfte inzwischen hart auf Haileys Rücken herum, während schon mehrere Lehrer vom Lehrertisch herüberschauten.

Hailey starrte zwischen ihren eigenen Husten immer wieder zum Eingang hin, auch wenn ihre Hustenattacken so immer schlimmer wurden.

Schließlich musste sich einer der Lehrer erbarmt haben, denn plötzlich hörte Hailey auf zu husten.

   „Was ist los? Geht’s dir gut? Warum so still?“ Lily begann sich schon ernsthafte Sorgen zu machen, weil ihre sonst recht redselige Freundin auf einmal still dasaß.

Haileys Lippen bebten und nach höchstens einer Minute stieß sie zwischen den Zähnen hervor: „Dieses Miststück! Wie kann sie es wagen?“ Dabei starrte sie so intensiv auf ihren Teller, dass Lily jetzt wirklich verwirrt war. Was sollte das denn? Jetzt zog Hailey die Lippen zurück über die Zähne und sagte mit unterdrückter Stimme: „Diese dumme Ziege hat doch tatsächlich ein Kleid von Burberry an! Das ist meine Lieblingsmarke. Das war meine Lieblingsmarke! Und warum gerade die? Ich meine, warum gerade dieses Mädchen? Es könnte doch jemand anders als eine von diesen unausstehlichen Slytherinzwillingen! Und jetzt kommt auch noch die zweite! Und auch in Burberry?! Unglaublich!!“

Lily schüttelte ungläubig den Kopf, das hatte sie nun wirklich nicht erwartet: „Das war es? Deswegen bist du fast erstickt?“

Lily blickte sich suchend nach den Zwillingen um und fand sie am Ende des Slytherintisches. Sie standen da und kicherten wie verrückt. Beide hatten die Haare hochgesteckt, so dass man sie nicht mehr so einfach auseinander halten konnte. Doch die beigefarbenen Kleider könnten kaum unterschiedlicher sein: Eine trug ein hochgeschlossenes, knielanges Kleid mit langen Ärmeln, das nur am Saum das burberrytypische Muster aufwies. Die andere hingegen trug ein bodenlanges Kleid mit breiten Schulterträgern und ein Jäckchen darüber, das vollständig mit Burberrymuster überzogen war. Aber Lily hätte niemals erwartet, dass das Hailey so aufregen würde.

   „Was ist denn hier los? Habt ihr zwei etwa Streit?!“ Castors Gesicht tauchte zwischen Hailey und Lily auf. „Kaum bin ich mal nicht da, streitet ihr euch!“

   „Wir streiten uns nicht! Wo bist du gewesen?“ Hailey und Lily begannen zu lachen. Castor lächelte müde und wedelte mit der Hand zwischen ihnen, bis sie auseinander rückten, und nahm dann Platz.

   „Du siehst müde aus. Ist alles in Ordnung bei dir?“ Lily war drauf und dran Castor die Hand an die Stirn zu legen, aber er schob sie weg und lächelte sie nur beruhigend an. „Es tut mir übrigens leid, dass ich euch nicht Bescheid gesagt habe, und dass du jetzt bei ... bei meinem Bruder ähm ... Nachhilfe hast.“ Bei der Erwähnung seines Bruders zitterten Castors Lippen merklich. Lily fragte sich, ob es aus Angst vor dem Erstarren oder vor seinem eigenen Bruder sei, und antwortete daher nur mit einem abwesenden Nicken.

Inzwischen war das Essen vorbei und der Saal lehrte sich wieder. Während Castor sich den letzten Löffel Wackelpudding in den Mund stopfte, stand Hailey auf und winkte Caroline mit sich. Lily lehnte sich auf der Bank nach hinten und war kurz davor sie zurückzurufen, aber Hailey bedeutete ihr mit einer knappen Geste, dass sie nur mit Caroline reden müsse “ wegen der „Nachhilfe“.

   „Wo isch schie chin?“, fragte Castor mit vollem Mund. Lily lächelte nur und zog ihn mit sich hoch. Dann hakte sie sich bei ihm ein und ging in die Eingangshalle. Während sie noch überlegte, ob sie Castor wirklich wie vorgehabt zu der Kammer mit den Büchern bringen sollte, blieb dieser plötzlich wie angewurzelt stehen.

 „Lily? Ist das da nicht deine Katze?“ Seine Stimme war nur ein Flüstern, sodass Lily ihn kaum verstanden hatte. Doch als sie die breiten Treppen hinaufblickte stand dort tatsächlich Scorpius Malfoy mit Cange auf dem Arm, die zufrieden schurrte. Lily wollte Cange schon zu sich rufen, da schlenderte Scorpius elegant die Treppe herunter und ging dann zielstrebig auf seinen kleinen Bruder und Lily zu.

 „Denk daran, dass wir uns morgen nach dem Mittagessen treffen. Du wirst deine Heilfähigkeiten dringend ausbessern müssen und ich will keine Zeit verschwenden, dich im Schloss suchen zu müssen, weil du den Termin vergessen hast. Es wird sowieso Zeitverschwendung sein, du ähnelst bestimmt deinen nichtsnutzigen Brüdern. Nicht, dass ich nicht versucht hätte dich zu tauschen, aber das hat Professor McGonagall leider verboten. Wir treffen uns vor den Zaubertränke-Klassenzimmern und suchen dann einen freien Raum. Sei pünktlich, Potter.“ Lily konnte nur nicken, denn schon wandte sich Scorpius mit einer Eisstimme an den erstarrten Castor: „Nun Castor, ich habe mich schon gefragt, ob du dich auch für das Programm qualifiziert hast. Da du ja nun wenigstens einmal nicht zu schlecht für etwas scheinst: Wage es nicht, unsere Mutter zu enttäuschen. Das würdest du sehr bereuen.“ Und mit einem eiskalten Lächeln nahm er die protestierende Cange von seinem Arm und setzte sie in Castors Hände. „Das hätte ich fast vergessen. Potter, pass besser auf deine Katze auf, ich habe sie in der nähe der Mädchentoilette im 1. Stock gefunden und du willst doch sicher nicht, dass jemand auf falsche Gedanken kommt, wenn er deine Katze da sieht...“ Ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen, drehte er sich mit einer einzigen rauschenden Bewegung um und verschwand in Richtung der Kerker.

Lily starrte ihm sprachlos hinterher und bemerkte den Tumult neben sich erst, als es zu spät war.

Castor hielt noch immer wie versteinert die kleine Cange in der Hand, die sich aufführte, als ob er sie angegriffen hätte. Castor konnte kaum blinzeln, da hatte die kleine Katze ihre Krallen ausgefahren und sich in seiner Hand verbissen. Als er sie loslassen wollte, fiel sie dementsprechend nicht auf den Boden, sondern schaffte es irgendwie auf den Arm zu springen, der bei Lily untergehakt war. Ohne Lily zu verletzten biss und kratze sie so lange auf Castors Arm herum, dass er Lily erschrocken losließ und weiter versuchte, das wild gewordene Tier abzuschütteln. Hilfesuchend blickte er sich um und bemerkte, dass Lily seinem großen Bruder entgeistert hinterherstarrte und keine Anstalten machte ihm zu helfen. Zu seinem Unglück war der Rest der Eingangshalle leer. Die Zeit, in der Castor sich umblickte, hatte Cange genutzt und war auf seine Schulter gesprungen. Wie eine Furie begann das kleine Kätzchen Castors rechte Wange blutig zu kratzen. Castor war davon so überrascht worden, dass er aufschrie. Zu seinem Glück wurde Lily von seinem Schrei aus ihrer Trance gerissen und Castor konnte gerade noch ihren verwunderten Blick sehen, bevor er ohnmächtig zu ihren Füßen zusammensackte.

ooOOoo

Lily starrte entsetzt auf das bizarre Bild, dass sich ihr bot. Castor lag blutend am Boden, während ihre kleine Katze wie selbstverständlich auf seiner Brust thronte und sich das Fell putzte. Als Lily näher kam miaute sie, als wollte sie Lob einheimsen. Verstört schüttelte Lily den Kopf in dem festen Glauben nur zu träumen oder sich das alles einzubilden. Doch all das Kopfschütteln half nicht, denn als sie die Augen wieder öffnete, lag Castor noch genauso da. Nur Cange war über Castors Blut gesprungen, saß nun zu ihren Füßen und beobachtete sie konzentriert. Lily machte einen Schritt auf Castor zu, sprang jedoch sofort wieder zurück, als Cange begann bedrohlich zu knurren. Sie versuchte es noch einmal, doch “

 „Nicht! Miss Potter, was ist denn hier los?“ Eine leicht schrille Stimme ließ Lily in der Bewegung innehalten. Mit eingezogenem Kopf drehte sie sich zu Professor Flitwick um, der mit wehendem, hellblauen Umhang auf sie zueilte. Er trippelte so hastig die Treppe hinunter, dass Lily zwischendurch fürchtete, er würde stürzen.

Mit in die Seite gestützten Fäusten betrachtete der kleine Lehrer das Bild, das sich ihm bot, so lange, dass Lily gar nicht anders konnte, als den Kopf immer weiter einzuziehen. Dann griff Professor Flitwick nach seinem Zauberstab und scheuchte Cange mit einem Wisch desselben hinfort. Die kleine Katze verschwand augenblicklich, doch man konnte ihr beleidigtes Maunzen noch lange hören. Während er das Blut auf dem Boden betrachtete, erweckte Professor Flitwick zwei der Statuen zum Leben, die sich daran machten den Schlamassel zu entfernen. Dann beschwor Professor Flitwick eine Trage aus dem Nichts und ließ Castor darauf schweben. Sobald der Junge sicher lag, fasste Professor Flitwick Lily an der Schulter und stapfte, während er mit dem Zauberstab die Trage dirigierte, durch die endlos scheinenden Gänge und Flure Hogwarts' zur Krankenstation.

   Lily verdrängte die Tatsache, dass ihre Katze das Unheil angerichtet hatte, und malte sich stattdessen Horrorszenarien aus, was mit Castor war und was mit ihr geschehen würde. Nun, wenn sie sie von der Schule warfen, müsste sie sich immerhin keine Gedanken mehr über den Einzelunterricht bei Scorpius machen. Das wäre schon mal positiv. Aber dann fiel ihr ein, wie lächerlich sie vor allen dastehen würde und wie lustig es die dummen Zwillinge finden würden, wenn sie rausgeschmissen würde. Während Professor Flitwick sie in Richtung eines Krankenbettes bugsierte, beschloss Lily, dass man sie gar nicht von der Schule werfen konnte, da sie Castor ja gar nicht verletzt hatte. Warum war Cange nur so wild in seinen Händen geworden? Und warum war sie nicht einfach genervt abgezogen, so wie normale Katzen das machen würden?

Lily war so in Gedanken versunken, dass sie nicht protestierte, als Professor Flitwick sie auf einem Bett absetzte und dann, mit Castor auf der Trage im Schlepptau, weiter weg zu einem Bett mit Wandschirmen ging.

Lily wurde dunkel vor den Augen und sie legte sich hin. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, als sie wieder aufwachte und in die besorgten Gesichter von Professor McGonagall, Professor Flitwick und ihrem Hauslehrer blickte. Sie wollte schon anfangen sich zu rechtfertigen, doch die Schulleiterin legte den Zeigefinger an den Mund und bedeutete Lily mit einem leisen „Schschhh“ ruhig zu sein.

   „Du begibst dich jetzt am besten in deinen Gemeinschaftsraum. Sei unbesorgt, Castor wird es bald besser gehen. Er muss sich nur ausreichend ausruhen. Und du fängst morgen ganz normal mit deinem Unterricht bei dem älteren Mr. Malfoy an. Er wird dir den kleinen Unfall mit seinem Bruder ganz gewiss nicht nachtragen. Darüber muss ich jetzt aber mit ihm reden gehen. Wenn ich das richtig gehört habe, hat er Castor die Katze gegeben?“ Lily schluckte. Sollte sie jetzt nicken und Castors Bruder verraten? Er war doch genauso wenig schuld an dem, was passiert war! Was war nur mit dieser Katze los gewesen? Lily machte eine Bewegung, die wie eine Mischung aus einem Kopfschütteln und Schulterzucken aussah und setzte sich auf. Sie wollte jetzt vor allem so schnell wie möglich in den Gemeinschaftssaal und Cange suchen und sich einfach nur in ihrem Bett verstecken. Aber wie sie die Gerüchteküche in Hogwarts kannte, würde sie gar nicht so weit kommen. Zumindest nicht ungestört. Dasselbe schien Professor McGonagall zu denken, und so legte sie Lily die Hand auf die Schulter und führte sie energisch durch die Gänge. Nur einmal hörte Lily jemanden sagen, dass man sie wohl zum Kofferpacken wegbringen würde. Das Gekicher, was darauf folgte erkannte sie ohne Probleme. Niemand sonst lachte so schrill “ es waren die Zwillinge.

Tatsächlich schob die Schulleiterin sie bis hoch in das runde Schlafzimmer und wartete sogar ab, bis sie sich umgezogen hatte und im Bett lag. Dann pfiff die sonst so furchteinflößende Schulleiterin kurz und hoch und Cange kam angesaust und legte sich brav auf ein Kissen, das am Fußende neben Lilys Bett lag.

„Schlaf gut, Lily. Ich muss noch ein paar ernste Wörtchen mit deinen Mitschüler reden, aber die ganze Geschichte sollte morgen schon wieder vergessen sein.“

Mit einem strengen Zug um den Mund und einem letzten kurzen Kopfnicken in Lilys Richtung schritt Professor McGonagall aus dem Schlafsaal der Erstklässler heraus.

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Sonorus
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