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Geschichte des Moments
Schnee schmilzt in der Sonne ... von Yoshiily
(keine Altersempfehlung)

Eine Begegnung zwischen Hermine Granger und Draco Malfoy an einem verschneiten Wintertag. Ob es kalt bleibt? Wer weiß ... :)

Zitat des Tages

»Aah, denkt doch mal an die Möglichkeiten«, sagte Ron träumerisch. »Es wäre so einfach gewesen, Malfoy von einem Gletscher zu stoßen und die Sache wie einen Unfall aussehen zu lassen ... jammerschade, dass seine Mutter ihn mag ...«

Harry Potter und der Feuerkelch, Kap.11

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Lily Potter und die grünen Yetis" angegeben

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Lily Potter und die grünen Yetis ( von )

12. Kapitel: Konzentrieren, Fokussieren, Visualisieren

Betaleser: Cata <3
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In dieser Nacht konnte Lily kaum einschlafen. Cange schnurrte behaglich auf dem Kissen neben ihrem Bett und schien wie ausgewechselt im Vergleich zu der Furie, die sie nach dem Fest gewesen war. Das eigentliche Problem mit dem Einschlafen kam allerdings nicht von dem heutigen Erlebnis mit Castor, sondern wegen der Angst vor dem Unterricht mit Scorpius. Die hatte ihr auch Prof. McGonagall nicht nehmen können. Und mit dem Grübeln darüber, wie merkwürdig das alles war, schlief sie schließlich doch ein.

ooOOoo

Jemand rüttelte heftig an ihrer Schulter. Nach Lilys Gefühl war es noch mitten in der Nacht und so drehte sie sich einfach weg.

   „Lily!“ Hailey schüttelte weiter an ihrer Schulter, bis Lily endlich verschlafen die Augen aufschlug und herzhaft gähnte. „Lily! Puh ... Erst mal gehst du dir deine Zähne putzen. Und dann schnell in die Klamotten und runter zu den Kerkern! Du hast nur ´ne Viertelstunde!“

Noch nie hatte Lily sich so schnell fertig gemacht wie jetzt. Sie rannte ins Bad, Zähne putzen und Wasser ins Gesicht spritzen, dann an ihren Schrank um sich in Windeseile anzuziehen. Zum Glück war nur Hailey im Schlafsaal, so stand ihr wenigstens niemand im Weg.

 Lily flog quasi die Stufen zu den Kerkern herunter, gerade als die Turmuhr zu schlagen begann. Sie kam schlitternd zum Stehen und stütze sich auf ihre Knie und holte schnaufend Luft.

„Na pünktlich bist du ja schon mal ...“ Scorpius Malfoy schälte sich lautlos aus einer Nische hinter Lily, sodass sie zusammenzuckte. Sie meinte ein kurzes Grinsen über sein Gesicht huschen zu sehen, doch er sprach so schnell weiter, dass sie sich sicher war, getäuscht worden zu sein. „Dann schauen wir mal, ob du wirklich eine so begabte Hexe bist, wie man hört. Kann ja eigentlich nicht sein, bei der Verwandtschaft, aber es wurde mir versichert. Also fangen wir gleich mit etwas Schwierigem an. Komm mit!“ Er drehte sich auf den Fersen um und eilte in einen Raum ganz am Ende des Korridors. Lily rannte ihm fast nach und betrat einen kleinen Raum, in den keine ihrer Klassen passen würde. Vermutlich wurde er auch nur selten genutzt, denn es hatte sich schon eine sichtbare Staubschicht auf dem Boden gesammelt. Wie typisch in den Kerkerräumen gab es nur ein kleines Fenster im oberen Drittel der Wand, das mit dichten Spinnenweben verhangen war. Die Wände waren dunkel und schienen schmierig zu sein. Dennoch gab es ein Lehrerpult und mehrere kleine Vierertischgruppen mit einem Kessel in der Mitte. Scorpius führte sie vor die Schiefertafel und Lily hielt einen Sicherheitsabstand.

Plötzlich traf sie ein unsichtbarer Schlag und der Zauberstab flog ihr aus der Hand und direkt zu Scorpius. Lily musste nicht lange nachdenken, denn diesen Zauber kannte sie von den heimlichen Übungsstunden mit ihrem Vater. Aber normalerweise hatte zumindest der Ausspruch ‚Expelliarmus’ kurz gewarnt.

„Hey! Was soll das denn? Wie willst du mir was beibringen, wenn ich nicht zaubern kann, Malfoy?!“

Scorpius warf ihr einen kalten Blick zu und nuschelte etwas vor sich hin, bevor er sich dazu herabließ ihr zu antworten: „Na, hast du etwa Angst vor mir? Keine Sorge, ich will keinen Ärger mit deinen Brüdern. Zumindest nicht deinetwegen. Ruhe jetzt. Wie soll ich dir denn was beibringen, wenn du nur dumme Fragen stellst? Also, ich wollte damit anfangen, deine Konzentration zu stärken. Es gab zu Zeiten unserer Urgroßeltern noch die Möglichkeit zu zaubern, ohne dabei den Zauberstab explizit zu nutzen. Wenn man gut genug in der Schule war, konnte man sich dafür melden, denn besonders Minderjährige sind da wohl sehr lernfähig. Du musst deine Konzentration direkt auf den Gegenstand lenken, den du beeinflussen willst. Wir werden mit Lumos anfangen, das hattet ihr doch schon?“ Lily wollte nicken, aber Scorpius drehte ihr, ohne sie zu beachten, den Rücken zu und klopfte einmal kurz gegen die Tafel, auf der sofort eine Anleitung mit Skizzen und Tabellen erschien. Lily staunte nicht schlecht, denn das, was da stand, sah furchtbar kompliziert aus.

   „Das soll ich können? Und warum bringt Hogwarts uns das dann nicht selbst bei, wenn wir es noch so leicht lernen können?“ Eigentlich hatte Lily noch viel mehr Fragen, aber sie hatte bei zwei großen Brüdern gelernt, Prioritäten zu setzen, sonst hätte man gar keine Antwort bekommen. Scorpius sah auch so schon genervt genug aus, da wollte Lily ihn nicht noch mehr reizen.

   „Du schaffst das wahrscheinlich in unseren nächsten zwei Treffen, und wenn nicht, dann hat Professor McGonagall sich wohl falsch entschieden, als sie dich eingeladen hat.  Das gute ist, dass du niemals ein Wort über diese Nachhilfestunden wirst verlieren dürfen, denn das Ganze liegt in einer juristischen Grauzone “ es ist also nur halb erlaubt. Das Zaubereiministerium will schon seit Jahrzehnten die stablose Magie verbieten, aber hat noch nicht genug Rückhalt bekommen. Die meisten der ganz alten Magier verwenden sie nämlich noch gern. Das Problem des Ministeriums dabei ist, dass sie so nicht zurückverfolgen können, wer gezaubert hat. Wenn du als Kind etwas hast geschehen lassen, sind sie ja auch nicht gleich angekommen, um dich zu bestrafen. Das war nur so, weil sie nicht genau wissen konnten, ob du es auch wirklich warst. Und natürlich, weil du noch nicht auf Hogwarts gewesen bist. Also, los jetzt, Potter. Das solltest du dir mit der Tafel selbst beibringen können. Ich werde mich hinten hinsetzen und die Zeit zum Lernen nutzen.“

Erst jetzt bemerkte Lily die Bücherstapel auf den hinteren Pulten. Manche der dickeren Bücher waren aufgeschlagen, in anderen lagen kleinere Bücher als Lesezeichen. Scorpius setzte sich vor das womöglich dickste Buch und begann aufmerksam zu lesen. Lily drehte sich also zu den Anweisungen an der Tafel um und versuchte die Schrift zu entziffern. Das machte das Ganze nicht viel einfacher. An der Tafel standen drei Wörter in Großbuchstaben über einem verwitterten Text, der wohl genauere Anweisungen enthalten sollte. Zu Lilys Erleichterung waren die drei wichtigsten Wörter immer wieder nachgefahren worden:

KonzentrierenFokussieren Visualisieren

Inzwischen hatte Lily sich ihren Zauberstab wiedergeholt und übte den Hell-Dunkel “ Zauber mit dem Zauberstab in der Hand. Dabei versuchte sie sich das Gefühl, das sie dabei durchströmte, zu merken und zu verstehen. Schließlich legte sie den Stab auf das Lehrerpult, stellte sich direkt davor und sagte deutlich: „Lumos.“ Tatsächlich begann die Spitze des Zauberstabes wie gewohnt zu leuchten. Lily drehte sich zu der Tafel um und betrachtete eine Skizze genauer. Darauf war ein Strichmännchen mit Zauberhut gezeichnet, das immer mehr Abstand zu dem Zauberstab nahm. Also machte auch Lily ein paar Schritte rückwärts und sagte zuversichtlich: „Nox.“ Eigentlich hätte das Licht nun verschwinden müssen, stattdessen begann es leicht zu pulsieren. Lily nahm den Stab in die Hand, drehte sich zur Tafel um und las noch einmal die drei Wörter in Großbuchstaben.

   „Also: Konzentrieren, Fokussieren und Visualisieren, das kann doch nicht so schwer sein. Nox!“, murmelte Lily vor sich hin und ging wieder näher an das Pult heran. Dann versuchte sie, zunächst ihren Kopf völlig frei zu bekommen, was gar nicht so einfach war. Am besten funktionierte es, als sie sich vollkommen auf den Zauberspruch konzentrierte, der ihren Zauberstab an der Spitze zum Glühen bringen sollte. Danach konzentrierte sie sich auf das Licht, das erscheinen würde und bereitete sich dabei weiter darauf vor, die Formel zu sagen. Gerade als sie den Mund aufmachen wollte, um den Zauberspruch zu sagen, glühte der Zauberstab auf. „Cool!“, freute Lily sich und versuchte es noch einmal. Nach vielen verschiedenen Versuchen, sowohl mit als auch ohne gesprochener Zauberformel, konnte sie es endlich. Lily zählte jeweils die Schritte und merkte, dass es gesprochen besser funktionierte.

Als sie sich sicher war, dass es funktionieren würde, ging sie nach hinten zu Scorpius, der noch immer über die Bücher gebeugt dasaß. Obwohl seine Haare nach hinten gegelt waren, strich er sich ständig die Haare aus der Stirn.

   „Was?!“, kam es plötzlich scharf aus seinem Mund. Lily schrak zurück. Schnell sammelte sie sich und sagte dann kleinlauter, als sie es eigentlich wollte: „Lumos. Ich kann es “ Nox, Lumos, Nox “ jetzt. Sind wir fertig für heute? Kann ich gehen?“

   „Wie kommst du denn darauf, Potter? Schön, jetzt hast du das geschafft, aber das ist doch noch gar nichts ... Es geht jetzt weiter mit ´Wingardium Leviosa`. ... und versuch auch das ungesagt. Das war ganz “ ähm, ok.“ Scorpius schaute nicht mal auf, sondern machte nur einen Wink mit der Hand, wie um eine lästige Mücke zu verscheuchen. Lily verdrehte die Augen und ging zurück zum Lehrerpult. Neben ihrem Zauberstab lag eine grauschwarze Feder einer Eule. Hatte er tatsächlich ´ganz ok` gesagt? Dabei hatte sie etwas geschafft, dass er nicht mal gewollt hatte! Es hatte sich wirklich gut angefühlt, was besonderes zu schaffen. War es das eigentlich? Vielleicht würde es ja noch in der ersten Klasse unterrichtet werden. Zu zaubern ohne zu Sprechen war vielleicht gar nicht so außergewöhnlich ... Kopfschüttelnd stellte sie sich neben das Pult und wiederholte die anstrengende Prozedur ein paar Mal. Ungesagt funktionierte es gar nicht mehr und auch gesagt schwebte die Feder höchstens zehn Zentimeter über dem Pult, egal, wie nah sie am Zauberstab stand. Nach gefühlten zwei Stunden sank sie erschöpft auf dem dreckigen Boden zusammen und lehnte ihren Kopf an den Tisch. Kurz entschlossen sagte sie laut: „Incendio!“, und stellte sich bildlich vor, wie die Feder in Flammen aufgehen würde. Und weil sie gerade sauer auf Scorpius wurde, stellte sie sich vor, wie das Buch vor seinem Gesicht in Flammen aufgehen würde. Das wäre dann die Rache dafür, dass er immer alle von oben herab behandelt!

Etwas rieselte auf Lily herunter und sie musste niesen. Wo kam das denn her?

  „Was soll das denn? Aguamenti!“, kam es plötzlich von Scorpius und Lily blickte erstaunt auf. Auch wenn er nicht geschrien hatte, war es doch der lauteste Gefühlsausbruch des Slytherin gewesen, den Lily je mitbekommen hatte. Aber wenn sie mit einem geschockten Gesichtsausdruck gerechnet hatte, lag sie falsch. Aber statt weiter über das fast ausdruckslose Gesicht ihres Tutors nachzudenken, betrachtete Lily dessen Bücher. Tatsächlich war das Buch, an dem er gearbeitet hatte, schwarz verkohlt, ebenso wie ein paar Rollen Pergament, die daneben gelegen hatten. Ebenso war über alles Wasser gespritzt worden, einige der Unterlagen und Aufschriebe waren jetzt bestimmt unbrauchbar.

Scorpius’ Augen wurden zu Schlitzen und er starrte auf Lily nieder, die immer noch mit angezogenen Beinen auf dem Boden am Lehrerpult lehnte. Lilys Augen wurden groß, als sie merkte, dass ihr Kopf zu kribbeln begann. Selbst wenn er das schon konnte, würde er das doch wohl nicht wagen. Die Gedanken anderer zu lesen war das absolut unhöflichste, was man tun konnte, das hatte Lily von klein auf gelernt. Glücklicherweise hatte sie von ihren Eltern ebenso eine Methode gelernt, sich zu schützen. Lily musste bei dem Gedanken daran lächeln. Auch bei dieser Übung ging es um Visualisierung. Also stellte sie sich ein Buch vor, groß und staubig, mit einem alten Schloss. Kaum war sie fertig, merkte Lily, dass Scorpius tatsächlich nur dieses Buch in ihrem Geist wahrnahm und es aufzubrechen versuchte. Nach kurzer Zeit hatte er das Schloss zerstört und schlug das Buch auf. Es erwarteten ihn nur blütenweiße, leere Seiten.

  „Expelliarmus“, flüsterte Lily, als ihr sein wütendes Umblättern zu viel wurde. Besonders nett ging er mit dem Buch in ihrem Kopf nicht um. Weil sie sich stark auf das leere Buch in ihrem Kopf konzentrierte, hatte sie die Augen geschlossen, als ein Bild in ihren Gedanken auftauchte. Ihre Augen flogen auf. Dieses Bild war garantiert nicht aus ihrem Kopf gekommen. Es zeigte zwei Eltern, die am Bett eines Neugeborenem standen und beobachteten, wie es schlief. Der Betrachter war vermutlich ein kleines, trauriges Kind gewesen, denn auf einmal sah Lily wie durch den Tränenschleier fremder Augen zu den Erwachsenen auf. Irgendetwas war ihr falsch an dem Bild vorgekommen, aber dafür hatte sie es einfach zu kurz gesehen. Lily umklammerte ihre Beine stärker und suchte mit aller Kraft nach dem Bild, das sie eben gesehen hatte. Aber es war zu spät, das Bild war schon verblasst, wie es mit vielen kurzen Reizen passierte.

  „Potter! Was soll das? Wolltest du das ganze Schloss in Brand stecken? Du kannst jetzt gehen, wir sehen uns morgen nach dem Mittagessen wieder. Lern bis dahin etwas über die Geschichte der heilenden Magie, dann machen wir morgen hauptsächlich Heilkunde.“ Lily starrte ihn entgeistert an. Zumindest ein wenig Schreien hatte sie erwartet. Und wenn sie so darüber nachdachte, hatte sie auch Lob verdient. Schließlich hatte sie seine blöde Aufgabe innerhalb eines Treffens gelöst, obwohl er ihr zwei gegeben hatte. Sie stand auf.

   „Ich heiße Lily, also nenn mich auch so und hör mit diesem Nachnamendreck auf. Und ich habe ja wohl etwas Lob verdient, dass ich es geschafft habe, ohne meinen Zauberstab mehrere Dinge gleichzeitig in Brand zu stecken!“ Energisch hob sie ihr Kinn ein wenig und funkelte Scorpius aus ihren ungewöhnlichen Augen an. Der starrte jedoch nur kalt auf sie herunter und schnaubte: „Raus hier, Potter!“

Lily machte auf dem Absatz kehrt und stolzierte zur Tür. Erst da merkte sie, dass ihr Zauberstab noch immer auf dem Tisch lag. Ohne weiter nachzudenken sagte sie deutlich: „Accio Zauberstab!“ und der Zauberstab wirbelte durch die Luft direkt in ihre geöffnete Hand. Sie schloss erleichtert die Augen, als sie daran dachte, was alles hätte passieren können und machte sich mit einer riesigen Wut im Bauch auf den Weg in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors um zu Lernen. Tatsächlich muss man ihr ihre Wut angesehen haben, denn nicht nur die anderen Schüler, sondern sogar Peeves machte lieber einen Bogen um sie.

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Sonorus
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