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Geschichte des Moments
Flaschendrehen und Überraschungen Valentin von Severa Hood
(keine Altersempfehlung)

Mein Beitrag für den Valentinswettbewerb

Zitat des Tages

Der Zug fuhr eine Kurve. Harry hatte immer noch die Hand zum Abschied erhoben. »Er wird es schon schaffen«, murmelte Ginny. Als Harry sie ansah, ließ er gedankenverloren die Hand sinken und berührte die Blitznarbe auf seiner Stirn. »Ich weiß, das wird er.«

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kap.36

Severus Snape - Das zweite Leben ( von )

23. Kapitel: 22. Vergebung

Betaleser: Sefa
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"Marie!"
Severus panischer Aufschrei unterbrach die Gespräche, der sich angeregt über das eben Gehörte austauschenden Gäste und sämtliche Köpfe schnellten in seine Richtung herum. Aus Maries Haaren löste sich in ebendiesem Augenblick ein kleiner blauer Strang, riss ab und stieg in die Höhe.
"Nein!", keuchte Severus entsetzt, " ... nicht, bitte, ... nein!"
Er schluchzte verzweifelt auf und presste Maries starren Körper an sich.
Ron und Hermine stürzten zu ihm. Ron packte Snapes bebende Schultern. "Ruhig, Professor, beruhigen Sie sich, sie ist nicht ..., sie kann nicht ..., bestimmt kommt sie gleich wieder zu sich!"
Er sah Hermine, die Maries Hand ergriffen hatte, flehentlich an, doch die starrte erschrocken auf die steifen Finger in ihrer Hand und schlagartig begriff er, dass Maries Leben erloschen war.
Es war unmöglich. Es durfte nicht sein. Ein schrecklicher Zorn erfasste Ron, es war so ungerecht!
Schreie erklangen, Hände zeigten zur Decke und auch Ron sah unwillkürlich nach oben. Blauer Nebel schwebte über ihnen. Eine körperlose, Ron nur zu bekannte Stimme, dröhnte unheimlich durch die Halle und ein kalter Luftzug ließ alle erschauern. Sämtliches Licht war erloschen, nur der Nebel erstrahlte in blauem Schimmer.
"Manche Erinnerungen ...", weiter kam der Tod nicht, denn Rons Stimme, bebend vor Wut unterbrach ihn.
"Du hinterlistiger, gemeiner, undankbarer, widerlicher Schuft", mit jeder Beleidigung vertiefte sich Rons Zorn. "Wie kannst du jetzt Maries Leben fordern. Du hast deine Schätze zurück, du ..., du ..., du ...!"
Er keuchte heftig und suchte verzweifelt nach Worten.
Ein eigenartig bellendes Geräusch ertönte und Mrs. Weasleys entsetzte Stimme schrie: "Er meint's nicht so! Arthur, tu doch was!"
"Ruhe!", befahl der Tod. "Du, Ronald Weasley, sei still und hör zu!"
Noch einmal begann er: "Manche Erinnerungen kehren erst im Augenblick des Todes zum Geist des Verstorbenen zurück. Die jedoch, um die es hier geht, ist zu wertvoll, um vergessen zu werden. Doch seid unbesorgt, das Leben, das gerade seinen Körper verlassen hat, tat dies auf Verlangen zweier Geister, um euch Einblick zu gewähren in die Welt der Toten. Sobald diese Vision verblasst, wird sie erwachen, denn es ist noch nicht Zeit für sie zu sterben."
Die Worte verklangen. Im Nebel waren die Umrisse eines Körpers zu erkennen. Ganz langsam wurde die schemenhafte Gestalt deutlicher.
"Das ist Marie!"
Ron, der immer noch schwer schnaufend Snapes Schultern umklammerte, löste seinen Griff und sank auf das Sofa. Alle starrten auf das durchscheinende Ebenbild Maries, das gegen eine unsichtbare Kraft kämpfte, die versuchte, sie mit sich zu ziehen.
Eine Stimme erklang - oder waren es zwei?
"Wehr dich nicht, Marie!"
Zwei weitere Körper kristallisierten sich aus dem Nebel.
"Mum, Dad!" Harrys Rufe hallten laut durch den Raum.
Severus Herz begann zu rasen. Lily und James traten lächelnd auf Marie zu. James streckte beide Arme nach ihr aus und zog sie an sich.
"Mein Kätzchen", flüsterte er liebevoll. Maries Geist stieß einen erstickten Schluchzer aus und klammerte sich an ihn.
"Es tut mir so leid, so unsagbar leid."
Sie sah ihm ins Gesicht, immer noch lächelte er zärtlich. Ihr Blick suchte Lilys. "Verzeih mir!"
"Hab ich doch schon lang, Marie!" Ihre Stimme klang heiter und gelassen.
Immer noch driftete Maries Gestalt unaufhaltsam von ihnen weg. James und Lily gingen Hand in Hand neben ihr her.
"Kann ich nicht bei euch bleiben?", flehte sie.
Lilys Lachen erfüllte die Halle. "Glaub mir, du würdest es bereuen. Es gibt jemanden, der sehnsüchtig auf dich wartet, Marie. Severus! Er will dich zurück, fühlst du es nicht?"
Lily zwinkerte Marie vergnügt zu.
Marie sah plötzlich furchtbar unglücklich aus. "Ich lieb ihn so sehr. Aber ich bin so hässlich!" Die Traurigkeit in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Jetzt war es James, der herzhaft lachte. "Sag bloß, Snape ist mittlerweile schön!"
Harry, dessen Herz vor Freude, seine Eltern so fröhlich zu erleben, einen gewaltigen Satz machte, warf Severus einen kurzen Blick zu. Nein, schön war er wahrlich nicht. Die Angst um Marie verzerrte sein kantiges Gesicht und ließ es noch blasser und eingefallener wirken als gewöhnlich.
Rasch blickte Harry wieder nach oben und sah gerade noch, wie sein Dad die Hand aus dem frisch verstruppelten Haar zog und Lily lausbubenhaft angrinste. "Alberner Kerl!" Lily legte Marie die Hand um die Schultern, während sie neben ihr her schritt.
"Hör mir gut zu, Marie, du und Severus, ihr seid für einander bestimmt. Ihr gleicht euch so sehr. Geh zurück, dann wirst du verstehen, was ich meine."
Lily wandte sich zu James um, der unschlüssig hinter ihnen her ging. "Hattest du nicht eine Botschaft für Severus?"
Eine eisige Hand umklammerte Severus Herz und sein Atem stockte. James Gesicht verzog sich zu einer Grimasse. "Ja", knurrte er, "sag ihm, ich war ein gemeiner, hirnloser Idiot und ich bin nicht stolz darauf, wie ich ihn behandelt hab!"
Jetzt ging er schneller, um Marie und Lily einzuholen. "Ehrlich, Marie", seine Stimme klang plötzlich sehr ernst. "Ich kann gut verstehen, dass er mich gehasst hat. Er muss erfahren, dass wir ihm verziehen haben, ebenso wie dir. Lasst eure Schuld hinter euch. Sie ist längst gesühnt. Die Zukunft wartet auf euch beide."
Er ergriff Lilys Hand und wieder erklangen ihre Stimmen wie eine einzige.
"Leb wohl, Marie. Werdet glücklich miteinander!"
Die Gestalten verschwammen, der Nebel löste sich auf und zurück blieb nur ein unscheinbarer blauer Streif, der zu Boden fiel und in Maries Kopf verschwand.
Ihr Körper zuckte. Sie murmelte: "Jetzt weiß ich's wieder!" und schlug ihr Auge auf.
Ein Seufzer entrang sich Severus Brust, so über die Maßen erleichtert, dass Marie ihn verblüfft anstarrte.
"Was ist mit dir?"
Unfähig zu sprechen, drückte er sie an sich und verbarg sein Gesicht in ihrem Haar. Sie erwiderte seine Umarmung, doch dann schob sie ihn sanft von sich.
"Severus, ich weiß jetzt, was ich vergessen hatte!"
Ron lachte halbherzig. "Nicht nur du!"
"Wie meinst du das?" Marie sah ihn verdutzt an. "Und wieso sitzen wir auf dem Boden?"
Sie blickte verwirrt um sich. "Was ist eigentlich passiert?"
Harry, immer noch tief ergriffen von Maries Erinnerungen, kniete sich neben sie, umfasste ihre Hände und flüsterte mit erstickter Stimme: "Danke!"
"Wofür?" Sie war vollkommen durcheinander. Als Severus auch noch ungläubig murmelte: "Sie haben mir wirklich vergeben!" wurde es ihr zu bunt.
Sie sprang auf und fragte wütend: "Erklärt mir endlich mal jemand, was los ist?"
Severus versuchte ebenfalls aufzustehen, doch er sackte kraftlos wieder zu  Boden. "Helft ihr mir mal, meine Beine fühlen sich an wie Pudding!"
Ron und Harry griffen ihm unter die Arme und hievten ihn aufs Sofa. Seine Hände zitterten.
"Hast du noch was von dem Wundersaft?"
Hermine schüttelte betrübt den Kopf. Madam Pomfrey griff in ihren Umhang, zog ein Fläschchen heraus und fragte: "Meint ihr das hier?"
Hermine strahlte. "Danke!"
Sie reichte es Snape, der dankbar einen tiefen Schluck nahm. "Jag mir nie wieder so einen Schrecken ein!"
Er blickte Marie an und die ausgestandene Angst war immer noch in seinen Augen zu erkennen.
"Aber was hab ich denn nur getan?" Marie war völlig ratlos.
"Nichts besonderes, du bist nur mal kurz gestorben!" Rons Stimme klang eigenartig, auch ihm saß der Schreck noch in den Gliedern.
"Ich bin .... was? Du spinnst!"
Hermine schüttelte den Kopf. "Er hat recht, kannst du dich an gar nichts erinnern?"
"Natürlich, ich hab doch gesagt, dass mir wieder eingefallen ist, was passierte, bevor Severus mich gekü ....., äh geweckt hat."
"Aber du weißt nicht, weshalb!"
"Wie meinst du das, weshalb?"
"Na ja, weshalb du dich daran erinnerst!"
"Es ist mir eingefallen, was ist daran so seltsam? Wir wollten nach draußen, frische Luft schnappen und plötzlich war alles wieder da. James und Lily, so fröhlich und unbeschwert, genau wie früher."
Sie lächelte zärtlich. "James, immer noch ein Kindskopf und Lily, strahlend schön - sie kamen mir so glücklich vor."
"Mir auch!", bestätigte Harry, auch Lupin nickte, "völlig unverändert!" Er grinste leicht.
"Woher wisst ihr denn das?" Marie war total perplex.
"Marie, diese Erinnerung war nicht in deinem Kopf." Severus lächelte, als sie ihn entgeistert anstarrte. "Wir alle haben sie gesehen, wie in einem gigantischen Denkarium, aber vorher ...", seine Stimme versagte, er erschauderte und streckte die Hände nach Marie aus.
Sie sank vor ihm auf die Knie. "Es ist wahr? Ich bin ... gestorben?"
Ihre Blicke versanken ineinander. Severus grauenvolle, lähmende Angst, als ihr Leben aus ihr entwich, wurde zu Maries eigener und schnürte ihr die Kehle zu. Ihre Hände umklammerten schmerzhaft Severus Finger und sie stöhnte entsetzt. "Und ich hab nichts davon bemerkt!"
Severus sah auf sie hinab, sein Mund war wie ausgetrocknet, das Herz schlug ihm bis zum Hals und doch lag eine so tiefe Sehnsucht in seiner Stimme, dass jeder in der Halle sie deutlich fühlte und alle hörten seine Worte: "Marie ...., willst du ..., willst du meine Frau werden?"
Es war, als hielte die Halle selbst den Atem an, so still war es plötzlich. Maries zittriges: "Ja, ich will!" drang - getragen von einer Welle unbeschreiblichen Glücks - durch den Raum und alle Gesichter begannen zu strahlen.
Plötzlich lachte Marie, ihr wundervolles, kehliges Lachen, das Severus so sehr liebte und sagte verschmitzt: "Solltest du nicht eigentlich vor mir knien?" Dann stand sie auf, zog Severus mit sich in die Höhe und küsste ihn.
Die Leidenschaft, mit der er ihren Kuss erwiderte, entlockte den meisten der anwesenden Frauen einen innigen Seufzer, selbst Prof. McGonagall griff sich an die Brust und lächelte selig.

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Sonorus
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