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Geschichte des Moments
Das letzte Geschenk von Drachenhexe1971
(ab 14)

 Ich möchte nicht zuviel verraten, aber obwohl es um den Tod geht, gibt es ein Happy-End.

Zitat des Tages

Harry sagte nichts, er dachte angestrengt nach. Narzissa Malfoy hatte ihren Schatz von einem Sohn bestimmt nicht freiwillig aus den Augen gelassen, Malfoy musste sich mit Mühe und Not aus ihren Klauen befreit haben.

Harry Potter und der Halbblutprinz, Kap.6

Eine Alterseinschränkung (ab 14) wurde für "Severus Snape - Das zweite Leben" angegeben

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Severus Snape - Das zweite Leben ( von )

2. Kapitel: 1. Der letzte Horkrux

Betaleser: Sefa
2 Reviews
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"Dumbledores letzter Plan ist misslungen, Harry Potter."
"Nicht gänzlich!", ertönte eine eisige Stimme vom Portal und Severus Snape betrat durch die großen Tore leicht wankend und noch blasser als gewöhnlich die Halle und schritt geradewegs auf die Duellanten zu. Panische Angst stand für den Bruchteil einer Sekunde in Voldemorts Gesicht geschrieben, bevor der abgrundtiefe Hass, der in ihm hochloderte wie ein glühender unerträglicher Schmerz, ihn jede Vorsicht vergessen ließ.
Er wandte den Elderstab von Harry ab und schmetterte den Todesfluch mit so brutaler Wucht auf Snape, dass er das Gleichgewicht verlor und rücklings zu Boden stürzte. In ebendiesem Augenblick wurde der mächtigste Zauberstab der Welt von einem doppelten 'Expelliarmus', gleichzeitig ausgestoßen von Harry und Snape, aus seinen Händen gerissen.  
Und plötzlich schien die Zeit stillzustehen.
Der tödliche grüne Strahl, der Prof. Snape fast erreicht hatte, hielt inne, stieg senkrecht in die Luft, als der Elderstab, der zwischen Snape und Harry schwebte, sich um seine eigene Achse drehte. Dann, unendlich langsam wie Harry schien, fuhr er mit tödlicher Endgültigkeit auf Voldemort hinab und traf ihn mit genau der ungeheuren Kraft, mit der er selbst ihn ausgestoßen hatte, mitten in die Brust.
Die Schlacht war vorüber. Voldemorts Körper lag reglos am Boden, der Elderstab schwebte über ihm, wie von unsichtbarer Hand geführt.
"Episco mobile, sonorus!", erscholl plötzlich die Stimme einer Hexe und jede Bewegung im Saal erstarb.
"Habt keine Angst, euch wird nichts geschehen!" Maries Worte drangen wie zuvor Voldemorts über das ganze Schulgelände und jeder war gezwungen, ihre Stimme zu hören. Auroren wie Todesser, Lehrer wie Schüler, Riesen, Zentauren, Elfen und alle anderen Lebewesen, die sich rund um Hogwarts aufhielten.
"Der Zauber, der euch fesselt, entspringt der uralten Magie, die ganz Hogwarts durchdringt und er gelingt nur, wenn das Schloss es für richtig hält. Dieses Mal geschieht es,u m Albus Dumbledores letzten Wille zu erfüllen. Es war sein Wunsch, dass die ganze Zaubererschaft die Wahrheit erfährt. Deshalb hört mir zu! Das Monster, das nun scheinbar besiegt vor uns liegt, ist noch nicht zur Gänze vernichtet. Deshalb drängt die Zeit und ich muss mich auf das Wesentliche beschränken.
Voldemorts richtiger Name lautete Tom Riddle. Sein Vater war ein Muggel, seine Mutter eine Hexe. Sie starb bei seiner Geburt, der Vater hatte sie schon lange zuvor verlassen und Tom wuchs in einem Waisenhaus in London auf. Er war ein Halbblut, doch schon als Junge gelang es ihm, nur mit Hilfe seiner Gedanken, Dinge geschehen zu lassen, die für viele Zauberer selbst mit Zauberstab unmöglich wären.
Dumbledore holte ihn nach Hogwarts. Er erkannte die Macht, die in dem Jungen steckte und er versuchte, ihn auf den richtigen Pfad zurückzubringen. Doch Riddle war schlau. Niemand ahnte, wie tief er sich schon damals der schwarzen Magie verschrieben hatte. Er durchstreifte nachts die verbotene Abteilung der Schulbibliothek, immer auf der Suche nach noch stärkeren Zaubern, die ihm auf seinem Weg, der mächtigste Zauberer der dunklen Seite zu werden, von Nutzen sein konnten.
Dort stieß er auf einen Zauber, der es für immer unmöglich machen sollte, ihn zu vernichten. Doch die Beschreibung des Zaubers war unvollständig und so war er gezwungen, einen Lehrer um Rat zu fragen. Es gab nur einen, dem er vertraute und diesem Lehrer ist es zu verdanken, dass Dumbledore auf die Spur der Horkruxe stieß.
Denn so heißt der Zauber - Horkrux!
Riddle war ein charmanter Junge, es war ein Leichtes für ihn, den Professor davon zu überzeugen, dass es nur theoretische Neugier sei, die ihn zu der Frage veranlasste, wodurch ein Horkrux erschaffen werden kann. So erhielt er die Antwort.
Damit ein Horkrux entstehen kann, muss ein Mord begangen werden. Und so unfassbar es auch erscheinen mag, den ersten Horkrux erschuf Voldemort bereits als Schüler in Hogwarts. Vor über 50 Jahren wurde in der Kammer des Schreckens eine Schülerin getötet. Ermordet zwar von einem Basilisken, jedoch auf Tom Riddles Befehl, denn er war der Erbe von Slytherin. So gelang es ihm bereits damals, ein Stück seiner Seele für spätere Zeiten in seinem Tagebuch einzuschließen.
Denn nichts anderes ist ein Horkrux - ein Stück Seele, verborgen in einem unscheinbaren Gefäß, doch jederzeit bereit, seinem Schöpfer zu einem neuen Leben zu verhelfen.
Harry Potter zerstörte dieses Tagebuch in dem er den Zahn des Basilisken, den er mit Gryffindors Schwert getötet hatte, ins Herz des Buches stieß und so Ginny Weasleys Leben rettete. Er hatte damals keine Ahnung, was er da vernichtet hatte, aber Dumbledore sah seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Voldemort würde zurückkehren. Und genau das geschah.
Als Dumbledore vor knapp einem Jahr auf den Zauber des Horkruxes stieß, hatte Voldemort bereits wieder seine frühere Stärke erlangt. Er scharte seine Todesser um sich und rüstete sich für den letzten, vernichtenden Kampf.
Einer von ihnen war Severus Snape.
Zugleich jedoch war er der Mensch, dem Dumbledore am meisten vertraute und das mit gutem Grund. Severus Snape ist, wie Harry bereits sagte, seit über 16 Jahren Dumbledores Spion. Gemeinsam suchten sie nach den Horkruxen. Sie fanden einen weiteren, verborgen im Haus von Voldemorts Mutter. Doch beim Versuch ihn zu vernichten, traf Dumbledore ein Fluch. Ein Fluch, der ihn ganz langsam tötete.
Er würde sterben!
Zu spät erkannte er die Falle, die Voldemort für denjenigen ersonnen hatte, der es wagen sollte, einen Horkrux zu zerstören. Nur einem völlig reinen Herzen konnte das gelingen, ohne von Voldemorts todbringendem Fluch getroffen zu werden.
Mit Professor Snapes Zaubertränken schafften sie es, das Ende hinauszuzögern, doch sein Tod rückte unaufhaltsam näher. Er wusste mittlerweile, dass es Voldemort gelungen war, sechs Horkruxe zu erschaffen und erst zwei davon waren vernichtet.
Er weihte Harry Potter in das Geheimnis ein, in der Hoffnung, dass es ihm - dem Auserwählten - mit Hilfe seiner Freunde und Professor Snapes geheimer Unterstützung gelingen würde, zu Ende zu führen, wozu er nicht mehr in der Lage war. Seine Schmerzen wurden unerträglich und endlich kam der Tag, den er herbeigesehnt hatte. Der Tag, an dem die Todesser in Hogwarts eindrangen.
Vor ihrer aller Augen und vor Harrys tötete Severus Snape Albus Dumbledore. Es war Dumbledores Plan, dass alle Welt Snape für seinen Mörder halten sollte. Denn durch den Mord an Voldemorts ärgstem Widersacher wurde jegliches Misstrauen der Todesser an Snapes Gesinnung zerstreut und er wurde vom dunklen Lord selbst in seine geheimsten Pläne eingeweiht.
Deshalb und nur deshalb gelang, was eigentlich unmöglich war - alle Horkruxe, die von Voldemort zum Schutz vor dem endgültigen unwiderruflichen Ende seiner grausamen Herrschaft erschaffen wurden, sind vernichtet!
Nicht einmal Harry selbst wusste, wem er die Hinweise, die ihn auf die Spur der Horkruxe brachten, zu verdanken hatte. Beinahe zu spät erfuhr er davon. Beinahe wäre es Voldemort gelungen, Severus Snape zu töten.
Doch Harry rettete sein Leben.
Nun ist es Severus Snapes Pflicht, die letzte Aufgabe, die Dumbledore ihm auferlegt hat, zu erfüllen. Denn ein Geheimnis nahm Dumbledore mit in der Tod.
Es existiert noch ein weiterer Horkrux - einer, der sich ohne das Wissen des dunklen Lords in der Stunde dessen größter Niederlage selbst erschuf und doch ist er der Mächtigste von allen.
In der Nacht, als er ins Haus der Potters kam, um Harry zu töten und dadurch selbst beinahe starb, klammerte sich das letzte Stück von Voldemorts schwarzer Seele an die Seele eines Kindes.
Nein, nicht an dich, Harry. Du warst durch das Opfer deiner Mutter geschützt. Es war James Potters Schwester, die an jenem furchtbaren Abend in einer kleinen Kammer über Harrys Kinderzimmer schlief.
Der unverzeihliche Fluch, der mit so schrecklicher Gewalt auf Voldemort zurückgeschleudert wurde, war so stark, dass das Haus in sich zusammenstürzte und lichterloh in Flammen stand. Das Mädchen wurde von den Trümmern begraben. Während Hagrid Harry rettete, ahnte er nicht, dass nur ein paar Meter entfernt ein weiteres Opfer des dunklen Lords lag, schwer verwundet und mit schrecklichen Brandwunden übersät, aber am Leben.
In diesen entstellten Körper flüchtete sich das letzte Stück von Voldemorts Seele und blieb dort bis heute.
Ich muss es wissen, denn ich bin nicht Hagrids Schwester, wie die meisten von euch glauben, sondern Marie Potter!"
Marie trat dicht an Voldemorts toten Körper heran und blickte hinauf zu dem mächtigen Zauberstab, der immer noch über der Leiche schwebte, als warte er auf etwas.
"Der Elderstab ist die einzige Waffe, die den letzten Horkrux zerstören kann, jedoch nur in der Hand seines wahren Meisters."
Sie tippte den Stab mit ihrem eigenen an und rief: "Quaere Magister!"
Immer noch war alles Leben in Hogwarts erstarrt und so sahen nur wenige Augen, wie der Elderstab langsam auf Severus Snape zuschwebte und vor ihm verharrte.
"Wieder trifft es dich, Severus! Als dein Fluch Dumbledore tötete, ging die Macht des Elderstabs wie er es vorausgesehen hatte auf dich über. Nur du allein kannst den letzten Horkrux vernichten."
Niemand außer Marie sah die Verzweiflung in Snapes Augen, doch sie zwang sich, nicht darauf zu achten. Sie nahm seine Hand und öffnete sanft die reglosen Finger. Sie schob den Elderstab so in seine Hand, dass er auf ihr Gesicht zielte.
"Der Bann, der auf euch allen liegt, wird sich in dem Moment lösen, in dem ich sterbe. Nur mein Tod kann Voldemorts Seele daran hindern, von meinem Körper Besitz zu ergreifen. In all den Jahren, die er ein Teil von mir war, ist es mir mit Dumbledores Hilfe gelungen, ihn zu fesseln. Doch er wird mächtiger! Bald schon wird er die Ketten sprengen und dann gnade euch Gott!"
Professor Snape versuchte mit all seinen magischen Kräften gegen Maries Zauber anzukämpfen, jedoch vergebens! Sie sah ihm tief in die schwarzen Augen und der Blick ihres verbliebenen Auges, das fast ebenso schwarz war wie seine, wurde unsagbar zärtlich. Der Rest ihres vernarbten Gesichts blieb unbewegt, nur ihre Lippen, die wie durch ein Wunder voll und sinnlich waren, bewegten sich und ihre Stimme so leise sie auch sprach, war bis in den letzten Winkel Hogwarts klar und deutlich zu verstehen.
"Severus Snape ist der mutigste Mensch, den ich kenne. Er verdient euer aller Achtung! Es schmerzt mich tief, ihm diese schreckliche Last aufzubürden und doch weiß ich, er ist stark genug, sie zu tragen. Verzeih mir, Severus! Deine Freundschaft war das Wertvollste, was ich je besaß. Ich wünschte bei Gott es gäbe einen anderen Weg, aber ich versichere dir, der Tod ist eine Erlösung für mich. Ich bitte dich, lass nicht zu, dass Voldemort mich zerstört!
Sie strich ihm mit dem Zauberstab sanft über den Mund. "Töte mich - jetzt!"
Der letzte Laut klang wie das Zischen einer Schlange, Maries Auge verengte sich zu einem Schlitz und ihre Hand hob sich, um nach dem Elderstab zu greifen. Doch zu spät.  
Professor Snape öffnete die Lippen und gegen seinen Willen brach der Fluch hervor. "Avada kedavra!"
Marie sank zu Boden.
Im selben Moment ertönte ein grauenvolles Heulen und aus Maries Kopf stieg roter Qualm empor, wurde zu einer blutroten Wolke und begann dann langsam sich aufzulösen, bis nur noch eine kopfgroße rote Kugel übrig blieb. Sie schwebte über Maries Körper, als wolle sie einen letzten Blick auf ihr Gefängnis werfen und schnellte dann so plötzlich in die Höhe wie der Schnatz beim Quiddich. An der Decke angelangt, drehte sie sich im Kreis, als suche sie nach etwas Bestimmten und schoss dann blitzschnell auf Voldemorts Leichnam hinab und verschwand in dessen Kopf.
"Nein!" Professor Snapes Aufschrei gellte durch den Saal und er stürzte zu der Stelle, an der der Dunkle Lord gerade die Augen aufschlug und richtete den Elderstab auf ihn.
Unfähig sich zu bewegen, starrten die an die Wände gedrängten Menschen in fassungslosem Entsetzen auf Voldemort, der sich aufsetzte und in seine Tasche griff.  Erst Snapes Stimme riss sie aus ihrer Erstarrung.
"Helft mir, alle!" schrie er.  "Jetzt!"
Und zum ersten Mal in seinem Leben stieß auch Harry, in der vollen Absicht zu töten ohne eine Sekunde zu zögern den unverzeihlichen Fluch aus. Ihm gegenüber stand Neville Longbottom und auch aus dessen Zauberstab fuhr ein grüner Strahl auf Voldemorts Körper nieder, ebenso wie aus unzähligen anderen Zauberstäben.
Die Flüche trafen den dunklen Lord mit solcher Gewalt, dass sein Körper hoch hinauf in die Luft geschleudert wurde, wo er in einem gigantischen Höllenfeuer zu Asche verbrannte. Dort, wo die Asche zu Boden fiel, brannte sich ein Bild des dunklen Lords in den steinernen Boden der Halle ein, das für alle Zeiten an die Ereignisse dieses Tages erinnern würde.
Dann endlich war alles vorbei und ein unbeschreiblicher Jubel brach über die große Halle herein.

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