Anmelden
Eingeloggt bleiben
Spenden

Das HPFFA hat keine Werbung. Damit das so bleiben kann, brauchen wir eure Spenden um unseren Server zu bezahlen.

Geschichte des Moments
Azkaban - Eine rätselhafte Nicht-Lebens-Geschichte von Ursula
(ab 12)

Ein Zauberer, der 50 Jahre (!?!) seines Lebens in Askaban inhaftiert war, kann sich nicht mehr daran erinnern, wer er war. Komischerweise hat er aber dort Jahrzehnte lang überlebt und ist nicht einmal verrückt geworden. Er findet heraus und erzählt, wie das geschehen konnte und wie er befreit wurde.

Zitat des Tages

Der Zug fuhr eine Kurve. Harry hatte immer noch die Hand zum Abschied erhoben. »Er wird es schon schaffen«, murmelte Ginny. Als Harry sie ansah, ließ er gedankenverloren die Hand sinken und berührte die Blitznarbe auf seiner Stirn. »Ich weiß, das wird er.«

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Kap.36

Eine Alterseinschränkung (ab 12) wurde für "Filmabend im Jenseits (Duck & Goose-Story)" angegeben

Die Alterskennzeichnungen werden von den Autoren vergeben und stellen daher lediglich eine Orientierungshilfe dar. Alterskennzeichnungen sind dabei nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben und aus diesem Grund auch nicht verbindlich. Alle Geschichten entsprechen, unabhängig von der Kennzeichnung, unseren Nutzungsbestimmungen.

Mit dem Klick auf den "Gelesen"-Button bestätigst du uns, diese Meldung gelesen und verstanden zu haben. Diese Meldung wird danach für Kennzeichnungen mit niedrigerer oder gleichhoher Altersanforderung nicht mehr angezeigt.

Filmabend im Jenseits (Duck & Goose-Story) ( von )

1. Kapitel: Filmabend im Jenseits (Duck & Goose-Story)

Betaleser: M.S.K. Utz
Anmerkungen des Autors:

Da ist sie also, meine erste „Duck & Goose“-Story.

Eingebrockt hat mir das Ganze: severinalupin am 17.08.2016

Voraussetzungen: Die Story muss sich um Snape drehen und fünf Filmtitel beinhalten, in denen Alan Rickman eine Rolle spielte (Über kurz oder lang, Robin Hood - König der Diebe, Sinn und Sinnlichkeit, Wie verrückt und aus tiefstem Herzen + Die Gärtnerin von Versailles)

2 Reviews

„Muggelmist!“

Snape kreuzte die Arme vor der Brust und starrte Sirius Black unwillig aus seinen stechenden schwarzen Augen an.

„Ach komm schon, Snape. Es ist unterhaltsamer Muggelmist. Und so fremd dürfte er dir ja nun auch wieder nicht sein. Dein Geheimnis ist aufgeflogen. Du bist’n Halbblut.“

„Ich hasse die Jenseitigen Reiche“, erwiderte Snape mürrisch. Tot zu sein hatte den Vorteil, nicht länger ein Schauspiel sondergleichen aufrechterhalten zu müssen, um einer jugendlichen Nervensäge dabei zu helfen, den Dunklen Lord endgültig zu besiegen - auch wenn Snape der von Dumbledore vorgegebene Weg immer noch widerstrebte.

Nein, so hatte er sich das Ganze wirklich nicht vorgestellt.

Aber er hatte sich seinem Schicksal ergeben.

Das bedeute aber nicht, dass er sich nun ausgerechnet Sirius Black ergeben musste, der frech grinsend im Schneidersitz vor ihm saß und mit einer Fernbedienung herumspielte. Die Jenseitigen Reiche waren eine eigenwillige Welt. Hier konnte alles existieren. Auch ein Großbildfernseher in den Händen eines - zugegeben toten - Zauberers. Das war der entscheidende Nachteil… das und die Tatsache, dass Sirius nun alles über ihn wusste.

Oder zumindest viel zu viel.

Snape hasste es, auch nur in Ansätzen durchschaut zu werden. Es rief ein unangenehmes Gefühl von Schwäche in ihm hervor, gegen das er mit aller Macht anzukämpfen versuchte.

„Filmabende sind bei den Muggeln ein nettes gesellschaftliches Ereignis“, hob Sirius an. Er hatte sich schon immer für die faszinierenden Erfindungen der irdischen Nicht-Magier begeistern können. Nicht umsonst war ein Motorrad sein stolzester Besitz zu Lebzeiten gewesen.

Das und ein AC/DC-T-Shirt.

„Und du betrachtest uns beide als Gesellschaft, Black?“, fragte Snape ölig. Ihm wurde die ganze Sache immer unangenehmer.

„Mitnichten“, erwiderte Sirius fröhlich. „Remus kommt auch noch vorbei. Und er bringt was zu knabbern mit.“ Er betrachtete Snape, dessen Miene zwischen Fassungslosigkeit und aufkeimendem Zorn schwankte. „Du hast viel Mist gebaut, wir haben Mist gebaut. Du warst ein Arschloch, du hast dich gegen uns gestellt und am Ende dann doch versucht, einiges wieder in Ordnung zu bringen. Vielleicht gehe ich zu weit, wenn ich dir Reue zugestehe, aber immerhin standest du am Schluss auf derselben Seite wie wir. Wir sind quitt. Und jetzt setz dich endlich hin, steck dir deine ‚Die ganze Welt ist gegen mich und verkennt mein Genie’-Haltung sonst wohin und verhalte dich einmal wie ein halbwegs normaler Mensch!“

„Ich halte es nicht für normal, vor einer viereckigen Flimmerkiste zu sitzen, in der den lieben langen Tag nichts als Soaps und Kochshows laufen!“

Sirius musterte ihn interessiert. „Oh… du kennst dich also tatsächlich aus.“

Snapes Miene verhärtete sich und Sirius brach in bellendes Gelächter aus. „Was gäbe ich dafür, hätte ich damals schon davon gewusst!“

„Was gäbe ich dafür, würden Seelen nach ihrem Tod einfach im Nirvana verschwinden!“, knurrte Snape.

Sein Sarkasmus prallte an Sirius ab wie wütende Gischt von hohen Steilklippen.

„Ah, wie schön! Ihr habt auf uns gewartet!“ Albus Dumbledore stiefelte in den Raum, gefolgt von Remus, der einen ganzen Bauchladen voller Leckereien schleppte. Dumbledore hatte auf die volle Auswahl bestanden - Tacos, Chips, Schokolinsen, Popcorn, Marshmallows, Gummibärchen, Brausebonbons, Toffees, Salzstangen und Kekse. Ja, das Jenseits war ein wahrer Himmel, wenn man jede Köstlichkeit haben konnte, die man haben wollte. „Wir können anfangen, Sirius. Zeig uns doch diesen Sternseher.“

„Fernseher“, korrigierte Sirius, aber Dumbledore winkte vergnügt ab.

„Ach, das ist doch das gleiche.“

Er setzte sich und griff nach der Toffeebox. Snape fragte sich, wie Dumbledore bei seinem Maß an Zuckerkonsum so alt hatte werden können ohne wie eine doppele Ausgabe von Vernon Dursley auszusehen.

Sirius schaltete das Gerät ein und drückte sich munter durch die Programme. Dumbledore schien das zu verwirren.

„Wenn du so schnell umblätterst, sieht man ja gar nicht, worum es auf den einzelnen Seiten geht“, bemängelte er. „Das ist wirklich faszinierend. Das erinnert mich an die bewegten Bilder im Tagespropheten, nur in Farbe. Wie machen die Muggel das nur ohne Magie?“

„Sie haben Kameras entwickelt, die innerhalb kurzer Zeit sehr, sehr viele Bilder machen können“, erwiderte Snape. „Ihre Technik nutzt die Trägheit des menschlichen Auges aus. Spielt man ihm mehr als fünfzehn Bilder pro Sekunde vor, kann es diese nicht mehr als Einzelbilder wahrnehmen und gewinnt den Eindruck, tatsächliche Bewegungen mitzuverfolgen und einen Film zu sehen.“

„So ist das“, sagte Dumbledore beeindruckt. „Gar nicht dumm, diese Muggel.“

Sirius schielte über seine Schulter zu Snape. Er grinste. „Einmal ein Nerd, immer ein Nerd, was?“

Bevor Snape den Wunsch entwickeln konnte, Sirius das freche Grinsen aus dem Gesicht zu prügeln, unterbrach Remus die Diskussion. „Möchte jemand Salsa-Soße?“

Er ließ die Schüssel herumgehen und Dumbledore verfolgte fasziniert das Programm, das nun lief, während Sirius sich einen Altar aus Knabbereien errichtete. „Interessant. Die Muggel haben Anleitungen zum Haare schneiden in ihren Fernsehern. Das ist natürlich lehrreicher als sich nur Anleitungsskizzen anzusehen.“

„Das ist kein Lernprogramm, Albus“, grinste Remus. „Das ist ein Film.“

„Ein langweiliger!“, schnaubte Snape.

„Wieso? Erinnert er dich daran, dass dir eine Haarwäsche gut täte?“, frotzelte Sirius, während er den Videotext befragte. Der Film, über den sie diskutierten, trug den Titel ‚Über kurz oder lang’. Offenbar ein Wortspiel, das in Anbetracht des Frisörsalons, in dem er spielte, lustig sein sollte. Sirius musste Snape Recht geben - das war langweilig!

Er schaltete um.

„Oh, ein Garten!“, rief Dumbledore verzückt. „Und was ist das? Ein Schloss? Sieht verdächtig nach Beauxbatons aus…“

„… das die Muggel gewiss nicht kennen.“ Wieder hatte Snape etwas Mürrisches dazwischen zu werfen.

Sirius runzelte die Stirn. „Im Text steht, der Film heißt ‚Die Gärtnerin von Versailles’ - oh Mann, das klingt nach Frauenfilm.“

„Ist Weibsvolk anwesend?“, fragte Remus grinsend - und er und Sirius riefen ein lautes „Neeeiheeein!“ im Chor.

Dumbledore seufzte, als erneut das Programm gewechselt wurde. „Schade, mir haben die Bilder gefallen. Und die Kleidung… ich wusste gar nicht, dass die Muggel in Frankreich noch so herumlaufen.“

„Das tun sie auch nicht“, erwiderte Sirius. „Das sind Kostüme. Die ziehen sie an, wenn sie einen Film machen, der zu einer anderen Zeit spielt. Oder in einer anderen Welt. - Da, die sind modern angezogen.“

Er deutete auf den Bildschirm. Sie hatten es nun mit einem Film zu tun, der als ‚Wie verrückt und aus tiefstem Herzen’ betitelt wurde.

„Solche Schnauzbärte sind bestimmt nicht mehr modern“, schnaubte Snape.

Sirius grinste ihn an, wobei er sein Kinn auf seine Handfläche stützte. „Du bringst mich wieder aufs Frisörthema, Sevvy…“

„Nenne mich Sevvy und du pinkelst ab morgen durch einen Katheter“, fauchte Snape.

Remus verzog das Gesicht und zog es vor, das zu tun, was er schon immer am besten konnte: sich raushalten. Sirius dagegen tat erstaunt.

„Hey, ein neuer Spitzname muss her. Da dürftest du doch wirklich nichts dagegen haben.“

„Ich habe ganz generell etwas gegen Spitznamen“, stellte Snape klar.

Sirius blies sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während er umschaltete. „Also ernsthaft Severus?“

„Ernsthaft.“

„Na dann.“ Sirius zuckte mit den Schultern und grinste. „Gut, dass wir das geklärt haben. So, in welchem Film sind wir jetzt gelandet?“

„In einem viktorianischen Schmachtfetzen“, informierte sie Remus und schob sich eine Handvoll Schokolinsen in den Mund.

„Nein!“, stöhnten alle - außer Dumbledore.

„Also wenn ich den Filmtitel lese, befürchte ich etwas anderes“, stellte der klar. „Wir sollten umschalten, bevor die jungen Damen sich ihrer Garderobe entledigen und zeigen, was sie mit ‚Sinn und Sinnlichkeit’ meinen.“

Sirius streckte den Kopf zurück und schob ihn zwischen Snape und Remus. „Der alte Mann macht mir Angst“, teilte er ihnen mit sorgenvoll gefurchter Stirn mit.

„Er war nie verheiratet“, lieferte Snape eine Entschuldigung.

„Er hatte in all der Zeit, in der ich ihn kenne, nie eine Beziehung“, brachte Remus eine weitere vor.

„Severus auch nicht“, gab Sirius zu bedenken - und erntete einen vernichtenden Blick. „Ich wollte damit nur ausdrücken, dass du nicht gleich unanständig denkst, also mach dich locker!“

„Ich bin der einzige verheiratete Mann hier!“, grinste Remus. „Und jetzt schalte um, bevor Dumbledore beim Anblick langer Unterhosen mit Spitze ausflippt.“

Sirius hob die Fernbedienung. Das Haus voller heiratswütiger Schwestern verschwand und machte einem Wald Platz, auf dessen Lichtung sich ein Haufen Vagabunden in Strumpfhosen herumtrieb.

„Robin Hood!“, riefen alle vier und starrten einander an, verblüfft darüber, dass sie einen Film erwischt hatten, dessen Rahmenhandlung ihnen offenbar allen bekannt war.

„Die Muggel kennen also auch echte Geschichten!“, freute sich Dumbledore und nahm noch ein Toffee.

„Eine coole Story!“, frohlockte Sirius. “Robin Hood und seine Männer sind so was wie wir Herumtreiber! Und Severus ist der Sheriff von Nottingham.“

Snape schürzte die Lippen. „Ich diene gewiss keinem Prinz Johann ohne Land. Aber was den Rest angeht…“

„Der passt“, grinste Sirius. „Du bist wie die Pest am Hals, du willst uns Ärger anhängen und die Maid Marian, die hast du am Ende auch nicht bekommen.“

„Offensichtlich“, sagte Snape langsam. Sein Gesicht war zu einer Maske geworden, die jede Form von Emotionalität unterdrückte - von Zorn abgesehen. Sirius merkte, dass er da wohl ein wenig zu weit gegangen war und ruderte zurück.

„Immerhin bist du jetzt hier“, lächelte er. „Und wer weiß? Wenn du sogar so was wie gut sein kannst, vielleicht kannst du mit der Zeit auch so was wie Humor entwickeln?“

„Ich habe Humor“, entgegnete Snape. „Aber ich bin nicht albern.“

„Ja - leider.“ Sirius lehnte sich zurück und schob die Fernbedienung beiseite. „Ich bin dafür, dass wir den hier ansehen! Wer noch dafür ist, hebe die Hand.“

Die Reaktionen waren eindeutig - ‚Der König der Diebe’ war ihr beschlossenes Abendprogramm.

„Welche Rolle der Getreuen Robin Hoods möchtest du denn für dich beanspruchen, Black?“, frotzelte Snape. „Den dicken Mönch?“

„Als bester Freund Robins doch wohl eher Little John. Und nenn mich Sirius. Ich hasse meinen Nachnamen.“

„Eben drum…“

Sirius starrte ihn an. Und Snape starrte zurück.

„Die Sache mit dem Katheter können wir gerne noch genauer ausdiskutieren, Sevvy.“

„Ich hasse dich.“

Remus und Dumbledore wechselten einen kurzen Blick, während die beiden Schwarzhaarigen sich weiter stritten.

„Sirius langweilt sich wirklich, wenn er keinen hat, den er ärgern kann“, sagte Remus.

Dumbledore lächelte vergnügt. „Da hat er etwas mit Severus gemein. Und damit hätten wir einen Grundstein für eine wundervolle Freundschaft.“

Remus’ Zweifel über diese Prophezeiung waren mehr als offensichtlich. „Da hält Snape es doch eher wie der Sheriff von Nottingham: er schneidet Sirius das Herz mit einem Löffel raus.“
“Wieso mit einem Löffel?“, erkundigte sich Dumbledore verwirrt.

Remus grinste. „Na, weil es mehr weh tut…“

~ FINIS

Einen Review für "Filmabend im Jenseits (Duck & Goose-Story) ~ Filmabend im Jenseits (Duck & Goose-Story)" verfassen

Sonorus
Lade ...
Neuerscheinungen