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Geschichte des Moments
Trick or Treat von Mariquita
(keine Altersempfehlung)

Es ist Halloween und der Abend hält einige Überraschungen für Lucius Malfoy bereit.

Zitat des Tages

»... Der Geist ist ein komplexes und vielschichtiges Etwas, Potter -
zumindest gilt das für die meisten.«

Harry Potter und der Orden des Phönix, Kap.24

Wie wird es diesmal enden? ( von )

48. Kapitel: Kapitel 47 - Die Hochzeit

Betaleser: -Nachtstern-
Anmerkungen des Autors:

A/N: Ein paar Jahre nach dem letzten Vorfall wird Hochzeit gefeiert!

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48) Kapitel 47 - Die Hochzeit

Die Hochzeit am 19. Juli 1979 war ein Traum … nichts Außergewöhnliches, aber einfach wunderschön. Sie war eher kleingehalten, nur im Kreis der Familie - die groß genug war - und des engsten Freundeskreises - der noch größer war. Die Feier fand in ihrem gemeinsamen Haus, welches am Rande des Verbotenen Waldes, nicht weit von Hogsmeade entfernt lag, statt. Dort waren die Freunde - Lily, Severus, die drei Rumtreiber und Frank Longbottom - während ihrer Studienzeit gemeinsam eingezogen. Die einen, weil sie von ihren Eltern einen Zuschuss bekamen, die anderen konnten es sich leisten, weil sie neben ihren Studien eine Teilzeitstelle hatten, wieder andere bekamen bei ihrer Ausbildung schon eine Bezahlung und einer von ihnen verdiente schon ganz normal. Lily bekam Geld von ihren Eltern, um während ihres Studiums der Zaubertränke in der WG leben zu können. Severus, der dasselbe Studienfach hatte und zusätzlich noch Verteidigung gegen die dunklen Künste studierte, arbeitete an manchen Abenden und den Wochenenden in einer Apotheke, denn sein Stolz erlaubte es ihm nicht, sich von seiner Familie finanziell unterstützen zu lassen - auch wenn diese es gerne getan hätte. Auroren bekamen von Anfang an einen Lohn, denn sie hatten nur an einem Tag in der Woche Theorie und ansonsten praktische Schulung. Frank, Sirius und Remus wollten Auroren werden und bezahlten so ihren Anteil. James war ein gefeierter Quidditchjäger bei den „Chudley Cannons“ und verdiente nicht schlecht.

Frank, der seine frisch angetraute Alice gerade wild auf der Tanzfläche umherwirbelte, würde jetzt ausziehen - denn die Jungvermählten wollten ihr gemeinsames Glück in einer kleinen Wohnung in Hogsmeade beginnen. Seine wie ihre Eltern hatten etwas dazu beigesteuert und so konnten sie es sich leisten. Aber auch der Rest der Truppe konnte das fehlende Kapital gut ausgleichen, sodass sie keine Gefahr liefen, ihre traute WG, die sie seit einem Jahr bewohnten, aufgeben zu müssen.

„Na, willst du dir kein Beispiel an Frank nehmen?“, meinte Sirius herausfordernd zu Severus, der Lily - die mit den Rumtreibern am Rande der Tanzfläche stand, um ein bisschen zu Atem zu kommen - gerade eine Bowle brachte.

„Was meinst du, bitte sehr? Wir tanzen doch eh schon seit einer Stunde“, wollte der Angesprochene verständnislos wissen.

James konnte nicht anders und verdrehte theatralisch die Augen: „Und wann fragst du sie endlich, ob sie dich heiraten will?“

Auf der Stelle trocknete dem Ravenclaw der Mund komplett aus - selbst die Sahara wäre ein Feuchtgebiet dagegen. Er schaute sich geschockt um. Remus lächelte mitfühlend, Sirius und James hingegen grinsten lausbubenhaft und seine geliebte Lily blickte mit wundervoll rot gefärbten Wangen verlegen auf den Boden. Wie ein Fisch an Land schnappte der Student nach Luft - sein Hirn war vollkommen blank.

„Ach Jungs, ihr seid echt blöd!“, warf das einzige Mädchen in der Runde den Gryffindors an den Kopf, die aufgrund von Severus Reaktion jetzt haltlos zu lachen begannen. Um Schlimmeres zu verhindern zog Remus seine Freunde mit zur Bowle.

Die Rothaarige wollte ihrem Partner, der eindeutig immer noch unter Schock stand, ein wenig beruhigen und tätschelte liebevoll seinen Arm: „Ist schon in Ordnung, Schatz. Du kannst wieder normal atmen. Ich erwarte keinen Heiratsantrag, nur weil unsere Freunde sich getraut haben.“ Auch wenn das nicht hundertprozentig stimmte, denn seit Schulschluss hoffte sie, dass er endlich den Mut aufbringen würde und sie fragen würde, ob sie ihr Leben mit ihm verbringen wollte, denn sie wollte es ihm am liebsten entgegen schreien, dass sie nichts lieber täte, aber sie wollte es ihm im Moment nicht noch schwieriger machen. Sie war sogar schon am Überlegen gewesen, ob sie ihn fragen sollte? Aber sie fürchtete, dass der stolze, traditionsbewusste, junge Mann, den sie über alles liebte, sich darüber nicht sehr freuen würde. Mittlerweile kannte sie ihn gut genug, um zu wissen, dass es ihm sehr viel bedeuten würde, das zu einem ganz großen Moment zwischen ihnen zu machen und abgesehen davon würde er sie nie heiraten, bevor er ihr nicht das Leben bieten konnte, was er sich für sie wünschte. Auch wenn ihr das gar nicht so wichtig war und sie ihr Leben viel lieber mit ihm zusammen gestalten würde. Also würde sie wahrscheinlich warten müssen, bis sie ihr Studium beendet hatten und er irgendeinen guten Job fand, um zu erreichen, was er für richtig hielt, bis ihr größter Traum in Erfüllung ging. Es war nicht immer leicht mit ihm und seinem Perfektionismus, aber sie wollte sich nicht beschweren, denn sie wollte ihn gar nicht anders!

Ein Seufzen verließ ihre Lippen und riss ihn aus seinem Zustand. „Anscheinend tust du das doch“, meinte er nachdenklich - er konnte in ihrem Gesicht lesen, wie in einem aufgeschlagenen Buch.

„Ach, naja, ja und nein, mein Schatz“, antwortete sie ihm ausweichend. „Weißt du, ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mein Leben mit dir zu verbringen, aber ich will geduldig genug sein, um zu warten, bis auch du das so siehst.“

Aber er sah das doch schon längst so!

Seitdem er sie kannte oder besser gesagt, seitdem er wusste, dass er sie liebte, wollte er die Ewigkeit mit ihr erleben. Aber er musste doch erst was aus sich machen, um ihr etwas bieten zu können, bevor er sie fragte … oder etwa nicht? Er könnte sie doch jetzt gar nicht ernähren, wenn sie jetzt schon heiraten würden, obwohl er jetzt eh nicht darauf pochte, der Ernährer der Familie zu sein, wie es in Zaubererfamilien meist noch immer der Fall war. Wenn sie auch arbeiten wollte und das wollte sie sicher, dann hatte er überhaupt kein Problem damit. Ganz im Gegenteil, er war sich sicher, dass sie eine hervorragende Tränkemeisterin und sehr erfolgreich im Leben werden würde. Er war ja jetzt schon stolz auf sie, weil sie ihr erstes Jahr mit Auszeichnung bestanden hatte - genauso wie er.

Aber trotzdem, noch war er selbst ein Niemand, wie sollte er denn so um ihre Hand anhalten? Was sollten denn ihre Eltern von ihm halten, wenn er so mit Nichts vor ihnen stand? Andererseits war Frank auch noch mitten in seiner Ausbildung und hatte doch schon jetzt die Entscheidung getroffen, seine Angebetete zu ehelichen … und es war ja nicht so, dass er nicht wollte - und wie er wollte! Denn ohne konkret darüber zu reden, da es ihm sein Ehrgefühl gebot, warteten sie mit Intimität, bis sie verheiratet waren … und das Warten war weitaus schwieriger, als er gedacht hatte - denn er begehrte sie mit Haut und Haaren und war schon mehr als einmal nahe dran gewesen, seinen Anstand über Bord zu werfen und einfach über sie herzufallen - aber so hatten seine Eltern ihn nicht erzogen und er wollte seiner Familie Ehre machen und die Ehre seiner Geliebten nicht beschmutzen, sondern sie in Ehren halten und sie lieben - vorläufig aber eben nur auf eine unschuldige Art und Weise … und körperlich erst dann, wenn sie den Segen dafür hatten. Manchmal hasste er seine gute Erziehung! Vielleicht sollten sie wirklich auch jetzt schon heiraten um endlich Liebe machen zu können, denn lange würde er diese Sehnsucht eh nicht mehr aushalten?!

Ohne sich weiter den Kopf zu zerbrechen, nahm er sie in den Arm, küsste sie, sagte: „Bis später, Liebling“, und ließ sie doch tatsächlich einfach stehen.

Fassungslos starrte sie ihm nach - es war ja in Ordnung für sie, wenn er noch Zeit brauchte, um ihre gemeinsame Zukunft endlich zu realisieren, aber er konnte sie doch jetzt hier nicht einfach so stehen lassen?!

„Komm, tanz mit mir!“, zog James sie - ihren Wiederspruch, den sie eindeutig aussprechen wollte, ignorierend - konsequent auf die Tanzfläche. „Was hat der Idiot schon wieder falsch gemacht?“, fragte er die Schmollende.

Während sie sich zu dem lebhaften Walzer drehten, warf sie ihm leicht vorwurfsvoll vor: „Ach, wenn du den Blödsinn nicht gesagt hättest!“

„Entschuldige, meine Schönheit, aber der Typ würde doch bis zum Nimmerleinstag warten bis er endlich tut, was sowieso schon jeder weiß, das geschehen wird“, zwinkerte er seiner Tanzpartnerin zu.

„Er braucht halt seine Zeit. Gut Ding braucht Weile - heißt es! Und es ist ja jetzt nicht so, dass wir unser Leben schon hinter uns haben und er es immer noch nicht gecheckt hat“, verteidigte sie das Tempo ihres Geliebten.

„Ja, stimmt, ihr seid ja erst seit vier Jahren oder so ein Paar, das ist natürlich noch viel zu früh!“, zog der Sportler sie auf. Nach dem verdienten Klaps auf die Schulter, den er von ihr bekam, meinte er noch: „Komm schon, Schönheit, du weißt ganz genau, dass ihr irgendwann heiraten werdet und die Welt mit lauter bezaubernden - hoffentlich vor allem nach dir geratenen - Kindern bereichern werdet, die mit ihrer Klugheit alle nerven werden … also wieso warten bis ihr Akademiker seid und Berufe ergriffen habt und euch mit Ruhm und Ehre bekleckert habt und Alt und Grau seid?“ Sie konnte nicht anders als lachen und sich beschwingt von ihm im Kreis drehen lassen. „Abgesehen davon“, meinte er dann noch schelmisch in ihr Ohr flüsternd: „Vergehst du sonst noch vor Verlangen!“

tbc

Nachwort:

A/N: Und? Habe ich den einen oder anderen in die Irre führen können am Anfang mit der Hochzeit? Habt ihr geglaubt, dass Lily und Severus heiraten? ;P
Früher als von Severus geplant hält er um ihre Hand bei ihren Eltern an - noch bevor er sie gefragt hat, ob sie ihn heiraten will … ob das der richtige Weg ist?

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Sonorus
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