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Geschichte des Moments
Goose: Severus und seine pelzige Aufgabe von severinalupin
(keine Altersempfehlung)

Severus Snape wird vor das Gremium für gefährliche Tierwesen ins Ministerium vorgeladen, da Hagrids Niffler, der bei ihm zur Obhut war, ein paar Hühner brutal angegriffen hat …

Zitat des Tages

[Dumbledore] »Ein Glück, dass es so dunkel ist. So rot bin ich nicht mehr geworden, seit Madam Pomfrey mir gesagt hat, ihr gefielen meine Ohrenschützer.«

Harry Potter und der Stein der Weisen, Kap.1

Eine Alterseinschränkung (ab 16) wurde für "Er liebt mich, er liebt mich nicht" angegeben

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Er liebt mich, er liebt mich nicht ( von )

7. Kapitel: Teil 7: Samstag 6. September

Betaleser:
1 Reviews
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Betaleser: Christina Malfoy, und noch n`paar andere Leutchen, die die Story ganz lustig fanden
Disclaimer: Natürlich gehören alle Personen (und die Welt in der sie leben) aus der Story JKR, und Sachen aus meiner Story kommen sich auch woanders vor, also sorry… aber die story selbst ist schon von mir *schmeil*
Kommentare: Kritik und Anregungen wie immer bitte an genannten E-Mailadressen. Danke dafür im Voraus. Natürlich freue ich mich auch wenn ihr hier reviewt. ;)
Widmung: Hm…schwer zu sagen…allen die gerne über Harry und Draco lesen J und dem Annabelli, weil die genauso auf so Storys steht wie ich *gg*
Anmerkung: Also, wie gesagt ist das ne Geschichte über Harry und Draco als Pärchen- irgendwann mal… also sollte das nur wer lesen, dem dieses Pairing auch gefällt
An die Leser: viel Spaß, mal vor allem! Kritik, Verbesserungsvorschläge, aber auch Lob (hihi) nehm ich gerne an, also eifrig Feedback schreiben, ja? J (ist ja meine erste Geschichte…)

*********************

Samstag 6. September


An diesem Morgen klingelte kein Wecker und Harry konnte endlich mal richtig ausschlafen. Allerdings weckte ihn Ron kurz vor zehn auf, indem er ihm die Decke wegzog.

"Harry, komm aufstehen! Ich hab nen Riesenhunger!", sagte er, während Harry sich verschlafen seine Brille aufsetzte und dann nach seiner Decke tastete.

"Gib die wieder her, Ron", murmelte er, doch der hielt sie hoch in die Luft.

"Nix da, ich will jetzt frühstücken gehen!", sagte er stur.

"Geh doch alleine, oder mit Hermine!", meinte Harry und mummelte sich ohne Decke zusammen.

"Geht nicht", sagte Ron.

"Hä, wieso nicht?", fragte Harry leicht verdutzt und setzte sich auf.

"Zu peinlich", meinte Ron knapp, was Harry nun doch wach machte.

"He, sag, was ist gestern noch passiert?", fragte er, während er in seinem Schrank zu stöbern begann. Als Ron nichts sagte, sah er ihn eindringlich an. "Sag schon!"

"Naja…eh nicht viel…", fing er an.

"Was heißt…?", versuchte Harry ihm auf die Sprünge zu helfen.

Dass…na ja…", Ron druckste herum. "Wir haben…uns geküsst…aber nur ganz kurz!" Seine Ohren, und überhaupt alles, was rot werden konnte, glühte und er lies Harrys Decke zurück auf das Bett fallen.

"Na endlich!", sagte Harry nur, während er sich ein T- shirt über den Kopf zog und dann den Umhang vom Boden aufhob.

"Was soll denn das heißen?", fragte Ron leicht verwirrt.

"Na, da hab ich schon die halben Sommerferien drauf gewartet!", meinte Harry schulterzuckend, musste dann aber grinsen. "Wie war's denn?"

"Und neugierig sein auch noch…", grummelte Ron dann sah er auf den Boden, sodass Harry seine Miene nicht deuten konnte. "War ja nur ein Kuss…"

"Nur ist gut!", sagte Harry noch immer grinsend. "Jetzt rück mal raus mit der Sprache! Ich dachte du hast Hunger?"

Das schien Ron auf Trab zu bringen, denn er meinte verlegen: "Naja…wir haben uns ein bisschen verfehlt, und dann wollte ich noch mal, und sie aber nicht, und…", Ron stockte. "Das war so peinlich!"

Harry unterdrückte ein Lachen. "Komm, gehen wir", sagte er dann, und schleifte Ron mit sich. "Das nächste Mal wird's besser."

"Da wär ich mir nicht so sicher…", sagte Ron leicht pessimistisch und sah sich im Gemeinschaftsraum um, ob Hermine irgendwo war. "Hoffentlich ist sie nicht in der großen Halle…"

"Und wenn, dann gibst du ihr einfach einen Gutenmorgenkuss!", sagte Harry, als sie durch das Portraitloch stiegen.

"Klar, vor allen Leuten!", sagte Ron sarkastisch und starrte dann Harrys Umhang an. "Wieso hast du einen Umhang von den Slytherins an?"

"Hä?", Harry sah an sich hinab, und erst jetzt fiel ihm der gestrige Abend wieder ein. Das kam davon, wenn man in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett gerissen wurde, und keine Zeit hatte, über irgendwas nachzudenken… "Ähm…vielleicht haben die Hauselfen ihn beim Waschen vertauscht?", fragte er mehr, als dass er erklärte.

Ron hob die Augenbrauen und sah dann an sich hinab. "Also meinen haben sie nicht vertauscht", meinte er.

"Sei froh", sagte Harry und hob dann die Schultern. "Ist doch egal."

Ron nickte und ging dann eilig voran in die große Halle. Doch im Eingang blieb er wie angewurzelt stehen und Harry knallte gegen seinen Rücken.

"Da ist sie", flüsterte Ron und nickte hinüber zum Gryffindortisch, wo Hermine saß und in einer Tasse rührte.

"Ja, und wir gehen trotzdem hin", sagte Harry und nahm Ron am Ärmel, der sich widerwillig mitschleifen lies.

Als sie am Tisch angekommen waren, versteckte er sich halb hinter Harry und murmelte leise ein "Guten Morgen", worauf Hermine errötete und energisch in ihrer Tasse weiterrührte. Harry setzte sich seufzend zwischen die Beiden, nachdem Ron keine Anstalten gemacht hatte, sich neben Hermine zu setzen. Allerdings beschloss er, sich bald mit einer guten Ausrede aus dem Staub zu machen und bei dieser Gelegenheit fiel ihm ein, dass er Hedwig mal wieder besuchen sollte.

Er füllte sich eine Schüssel mit Cornflakes und Milch an und begann, immer wieder Seitenblicke auf Ron und Hermine werfend, zu essen. Die saßen Beide ziemlich steif da, und trauten sich kaum, auch nur den Kopf zur Seite zu drehen.

Als Harry gerade seine Schüssel leerte und überlegte, ob er noch ein paar Toasts hinterherwerfen sollte, betrat Malfoy die große Halle. Er nahm an seinem Tisch platz und schenkte sich Kaffee ein, währenddessen versuchte Harry angestrengt zu erkennen, ob er seinen Umhang anhatte. Schließlich wurde es ihm zu dumm, und er beschloss, in die Eulerei zu gehen. Hermine und Ron fuhren zusammen, als er aufstand und sie alleine lies. Die würden erst mal für ne Weile beschäftigt sein…

Harry lief unterdessen möglichst nahe beim Slytherintisch vorbei und stellte resigniert fest, dass Malfoy nicht seinen Umhang trug. Wäre auch zu schön gewesen. Halt, was dachte er da? Kopfschüttelnd verlies Harry die große Halle und machte sich auf den Weg zu Malfoys Zimmer. Er würde ihm einfach seinen Umhang dalassen und sehen, ob er seinen fand. Als er gerade vor dem Portrait des Schwans angekommen war, hörte er Schritte hinter sich, drehte sich um und stellte erschrocken fest, dass es Malfoy war. Bevor Harry etwas sagen konnte, hatte Malfoy das Wort ergriffen.

"Lass mich raten, Potter, du wolltest mir meinen Umhang zurückbringen?", sagte er und blieb vor ihm stehen.

"Ähm…ja", sagte Harry und sah ihn etwas verlegen an.

"Das Passwort hat sich nicht geändert", Malfoy wies auf das Portrait, woraufhin Harry "Schnatz", murmelte und es zur Seite schwang.

Nachdem Malfoy die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, fragte Harry: "Ich dachte, du bist beim Frühstück…"

"Tja", meinte Malfoy darauf. "Ich hab gesehen, dass du meinen Umhang anhattest und dachte mir, dass du vielleicht auf die Idee kommst, ihn mir zurückzubringen…"

"Aja", meinte Harry dazu und zog ihn dann aus. Malfoy wies auf seinen Schreibtischstuhl, über dessen Lehne fein, säuberlich Harrys Umhang hing. Er stutzte, da er ja letztens gesehen hatte, wie Malfoy sonst so mit seinen Umhängen umzugehen pflegte. Dann nahm er ihn vom Stuhl und schlüpfte hinein, wobei er das Gefühl hatte, ziemlich genau von Malfoy beobachtet zu werden. "Was ist?", fragte er und sah ihn an.

"Nichts", gab Malfoy zurück. "Mir ist nur aufgefallen, dass wir die selbe Größe haben…deshalb hab ich gestern auch nicht gemerkt, dass ich deinen Umhang noch anhab."

Harry sah ihn verdutzt an, dann nickte er aber nachdenklich. "Stimmt", sagte er schließlich. "Gut zu wissen, falls wir wieder mal Kleider tauschen wollen."

"Oja, am besten gleich Boxershorts", sagte Malfoy sarkastisch, musste dann aber grinsen. "Bist mir eh noch nen Stripp schuldig…"

Harry hob langsam die Augenbrauen, bis ihm siedendheiß der Abend wieder einfiel, als er bei Malfoy geschlafen hatte. Er wusste genau, dass Malfoy die Farbe bemerkte, die sich in seinem Gesicht breit machte und meinte so nur schulterzuckend. "Tja…ich glaub da kannst du lange warten…"

"Seh ich so aus, als ob ich drauf warten würde?", fragte Malfoy und hob ebenfalls die Augenbrauen, was, wie Harry allmählich fand, einfach unwiderstehlich aussah. Er schüttelte den Kopf um diese Gedanken wieder loszuwerden, was Malfoy stirnrunzelnd verfolgte.

Dann meint er: "Anscheinend nicht."

Harry brauchte einen Moment, bis er sich an Malfoys letzte Frage erinnerte und beschloss, dass es besser war, zu gehen, bevor wieder eine peinliche Situation auf die andere folgte.

"Ich muss dann mal wieder", begann er, woraufhin Malfoy nickte.

"Sehen uns ja wieder, also guck nicht so", sagte er und Harry sah ihn verwirrt an. Dann atmete er tief ein und meinte: "Dann bin ich ja beruhigt, mein Schatz." Was hatte er denn jetzt schon wieder gesagt? Malfoy wusste natürlich, dass es nicht ernst gemeint war, aber so was konnte er doch nicht zu einem Kerl sagen! Malfoy hatte unterdessen süffisant gegrinst.

"Wenn das so ist…Schatz!", er grinste und Harry musste schließlich auch grinsen.

"Bis später!"

"Tschau."

Erst als Harry wieder auf dem Gang vor Malfoys Zimmer stand, atmete er wieder ein. Es wurde immer verrückter. Das grenzte ja schon an Flirterei, und auf so was hatte Harry überhaupt keine Lust. Schon gar nicht mit Malfoy…obwohl, wenn er da an seinen Stripp- unter Anführungszeichen- dachte… Oh, wie konnte er nur!

Harry stapfte zurück in die große Halle um zu sehen, ob Ron und Hermine noch da waren. Er brauchte jetzt dringen Ablenkung.

Als er kurz darauf wieder die große Halle betrat, traute er seinen Augen nicht. Ron und Hermine saßen noch immer in gebührendem Abstand da und schienen beide in ihr Frühstück vertieft. Harry setzte sich neben Ron und schob ihn zu Hermine. "Jetzt redet doch mal miteinander!", sagte er, woraufhin ihn beide leicht entsetzt ansahen. Hermine rang sich dann doch zu einem "Morgen, Ron", durch, was bei ihm rote Ohren auslöste. Dann sagte er: "Morgen, Hermine…", und gab ihr einen schnellen Kuss auf die Wange. Harry und Hermine sahen ihn überrascht an, dann begann Hermine mit knallrotem Gesicht in ihrer Tasse zu rühren und Harry grinste. "Geht doch", meinte er.

Bald nach dem Frühstück gingen die drei Freunde zurück in den Gryffindorturm, wo Ron erstaunt feststellte, dass Harry keinen Slytherinumhang mehr trug.

"Hab mich umgezogen", erklärte der achselzuckend und fragte dann Hermine: "Sag mal, geht's Ginny eigentlich gut? Hab sie heute noch gar nicht gesehen…"

"Ach so…", Hermine hatte sich schon wieder in einem ihrer unzähligen Bücher vergraben. "Die liegt im Bett, weil sie nen Kater hat…", sie lächelte leicht. "Aber sie hat schon allen Mädchen erzählt, wie toll sie es gefunden hat, dass du sie gestern zurück ins Schloss gebracht hast!"

"Ja ja…Harry unser Held!", sagte Ron grinsend. "Aber wage es ja nicht, ihr wieder den Kopf zu verdrehen…das ist echt anstrengend!"

"Hab ich echt nicht vor", sagte Harry und winkte ab. "Was machen wir denn, bis heute Abend?"

"Heute Abend?", wiederholte Ron.

"Na klar, glaubst du, ich sitz heute im Schloss rum, oder was?", fragte Harry verdutzt.

"Stimmt, hast recht", sagte Ron nickend. "Also erst mal…warten wir, bis es Mittagessen gibt!"

Hermine kicherte, was Harry ziemlich wunderte, da sie ja sonst immer die Augen verdrehte, sobald Ron anfing, von Essen zu reden. Dann fiel ihm ein: "Sag mal Hermine, hast du eigentlich schon Rons Feder probiert?"

Sie errötete leicht. "Äh…nein, noch nicht…ich dachte, das mache ich am Montag in…Zaubertränke?"

Ron starrte sie mit offenem Mund an. "Aber nicht im Ernst?! Stell dir mal vor, Snape erwischt dich!"

Hermine hob die Schultern. "Ihr habt selber beide gesagt, dass das nicht verboten ist!"

"Eh…", meinte Harry. "Nur, du kennst Snape…"

"Genau!", sagte Ron zustimmend. "Er zieht uns sicher Punkte dafür ab!"

"Jetzt hört mal auf!", sagte Hermine und klappte ihr Buch zu. "Du hast mir die Feder geschenkt, also esse ich sie auch. In Snapes Stunde!"

Ron und Harry starrten sie noch immer an. Das war mal ganz was neues, dass Hermine sich nicht darum scherte, ob etwas erlaubt war, oder nicht. Aber bei Ron machte sie da anscheinend seit letzter Zeit eine Ausnahme... Das schien auch dem aufzufallen, denn grinsend sagte er: "Ist aber schlecht für die Zähne Herm…"

"Es gibt ja Kaugummi", sagte sie und stand auf. "Spielen wir Schach?"

"Dann verlier ich ja wieder!", sagte Ron leicht bestürzt und Harry grinste mal wieder.

"Ich geh in die Eulerei", sagte er und verschwand. Er hatte keine Lust, den beiden bis zum, Mittagessen beim Schachspielen zu zu schaun, also ging er runter zum See…mit der leichten Hoffnung, dort jemanden zu treffen.

Und wir konnte es anders sein, Malfoy saß wirklich am Seeufer und rauchte, als Harry dort ein paar Minuten später ankam. Er hatte eine Pergamentrolle auf seinen Knien und schrieb, mit der Zigarette im Mund.

"Gedichte?", fragte Harry und Malfoy fuhr erschrocken herum.

"Sag mal, verfolgst du mich?", fragte er, machte aber keine Anstalten, das Pergament vor Harry zu verstecken.

"Also heute Morgen hast ja du mich verfolgt", gab Harry zurück und setzte sich neben ihn.

"Zu recht", sagte Malfoy und schrieb weiter. Harry beugte sich hinüber, sodass er lesen konnte, was er bis jetzt geschrieben hatte. Erst dann zog Malfoy das Pergament weg. "Hat dich irgendwer eingeladen, das zu lesen?", fragte er und Harry hob die Schultern.

"Nö", sagte er dann. "Hätte mich trotzdem interessiert…"

"Ach ja?" Malfoy zog an seiner Zigarette und blies dann nachdenklich den Rauch aus. Schließlich rollte er das Pergament doch zusammen und sah Harry an. "Bist du aus nem bestimmten Grund hier?"

"In meinem Gemeinschaftsraum kann ich schlecht rauchen", sagte Harry und zündete sich eine Zigarette an. "Außerdem hatte ich keine Lust die ganze Zeit bei Ron und Hermine rumzusitzen." Was sagte er denn da?

"Du ziehst also meine Gesellschaft der deiner Freunden vor, Potter?", stellte Malfoy mehr fest, als das er fragte.

"Ist das ein Wunder?", fragte Harry.

"Wieso, sind sie so sehr mit rumknutschen beschäftigt?"

"Nee, das kommt aber sicher auch noch…", sagte Harry resigniert.

"Schon traurig…", meinte Malfoy.

"Was ist traurig?"

"Dass das arme Pottylein alleine ist…", sagte Malfoy grinsend.

"Ach, halt doch die Klappe!", sagte Harry. So hatte er sich diese Unterhaltung nicht vorgestellt. "Und nenn mich nicht Pottylein!"

"Ach stimm, ich wollte dich ja Harrylein nennen", sagte Malfoy und grinste übers ganze Gesicht. Dann sah er Harry an, der schlecht gelaunt im Gras herumrupfte. "Ich meins doch nicht ernst…", sagte er dann, wie um ihn zu trösten.

"Ich hab das Gefühl, du meinst viele Sachen nicht ernst, die du so von dir gibst", sagte Harry und sah ihn kurz an.

"So, was denn?"

"Na, bestimmte Sachen über verknalltsein und so", sagte Harry und fand auf einmal ein Gänseblümchen im Gras unheimlich interessant.

Er konnte förmlich spüren, wie Malfoy die Augenrauen hob.

"Das weist du also noch…", meinte er dann schließlich.

"Kann ich irgendwie schlecht vergessen", sagte Harry und musste trotz der beknackten Situation leicht grinsen. "Vor allem, wenn du das sagst…zu mir…" Er hielt lieber wieder den Mund.

"Ähm…na ja…", Malfoy schien nicht recht zu wissen, was er sagen sollte. "Ich bin eben zur Zeit ziemlich…komisch drauf…"

"Merkt man", sagte Harry, meinte es aber nicht böse.

"Tja", das war das einzige, was Malfoy dazu sagte.

"Hast du das denn ernst gemeint?", fragte Harry und hätte sich schlagen können.

"Weis nicht", sagte der gerade heraus und kaute an seinem Federkiel, da er keine Zigarette mehr hatte. "Es ist nur so komisch…ich mein…wir sitzen hier miteinander rum, als ob…als ob wir Freunde wären…" Er stockte und sah Harry an, der seinen Blick kurz erwiderte. "Du musst doch zugeben, dass das alles andere als normal ist."

"Ja, aber mir dann gleich zu sagen, dass du in mich verknallt bist?" Harry traute seinen Ohren nicht, was er da gerade von sich gab. Er redete hier mit Draco Malfoy, und nicht mit einem Mädchen- da wäre das ja noch normal gewesen!

"Ich hab gesagt, dass ich es glaube…", stellte Malfoy richtig.

"Krank genug, dass du das glaubst", warf Harry ein.

"Ach, das weis ich auch!", sagte Malfoy. "Wieso red ich überhaupt mit dir über so was?"

"Weil's um mich geht?", fragte Harry. "Oder gibt's hier noch andere Kerle in die du verknallt bist?…oder was auch immer…"

Malfoy lies die Schultern sinken. "Mann, wieso ist das alles so kompliziert? Du bist ja schlimmer als ein Mädchen!"

"Ich dachte, du hast keine Erfahrungen mit Mädchen?", meinte Harry.

"Ich sagte, mit Beziehungen…aber sonst…", Malfoy zündete sich eine neue Zigarette an. "Was glaubst du, wieso die mir so auf die Nerven gehen?"

"Ok, versteh ich…", sagte Harry und dachte an die Geschichte mit Cho letztes Jahr zurück. Mädchen waren wirklich unglaublich kompliziert. Aber das er sich von Malfoy anhören musste, dass er es auch war…

Das würde er ändern. "Machst dus nicht selber auch ein bisschen kompliziert?", fragte er Malfoy.

"Wieso, ich hab dir ja schon gesagt was ich…denke. Dann bist du abgehauen!", sagte der und zog den Rauch tief ein, um ihn dann energisch wieder auszublasen.

"Aber das hast du ja auch nicht ernst gemeint", sagte Harry und verzweifelte innerlich. Sie redeten schon wieder um den heißen Brei herum. Gleichzeitig war es total Absurd, dass sie überhaupt über so was redeten. Was auch immer es war.

"Ich weis ja selber nicht, was ich denken soll!" stöhnte Malfoy und rang die Hände. "Du quetscht mich hier die ganze Zeit aus, aber von dir kommt gar nichts!"

"Ja, aus dem selben Grund, wie bei dir!", sagte Harry und atmete tief durch. Das durfte doch alles nicht war sein…

Malfoy seufzte, was Harry ihn noch nie hatte tun sehen, und es gab ihm einen seltsam verlorenen Ausdruck. "Und was meinst du, solln wir tun?", fragte er dann und sah Harry an. "Ewig miteinander über nichts reden, nur damit wir überhaupt miteinander reden können? Uns aus dem Weg gehen?..."

"Uns einfach abknutschen…", schlug Harry vor und hätte sich ohrfeigen können.

"Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit…", meinte Malfoy und Harry starrte ihn an, da er nicht gedacht hatte, dass er das ernst nehmen würde. "Diesmal fängst aber du an."

"Was?" Harry wusste gar nicht mehr, was er sagen sollte, geschweige denn, was er denken oder fühlen sollte. Obwohl, seine Gefühle machten sich seit letzter Zeit eh selbstständig… Er konnte doch nicht…nein…

Malfoy hob die Schultern. "Wenn's schrecklich ist, dann müssen wir uns wenigsten keine Gedanken mehr über diesen Kram machen und können weiterleben wie bisher…"

"Das glaubst du ja wohl selbst nicht", sagte Harry, allerdings fand er, dass Malfoy recht hatte.

"Also?", machte der und Harry sah ihn unsicher an. Er erwartete doch nicht etwa von ihm, dass er ihn hier unten am See…wo jeder sie sehen könnte…aber wo sonnst? Harry holte Luft. Das war alles nur ein Traum. Das war alles nicht war. Wenn er wieder aufwachte, lag er bei den Dursleys im Bett und das neue Schuljahr mit Malfoy hatte noch nicht begonnen. "Jetzt küss mich endlich Harry, ich will's hinter mich bringen!", sagte Malfoy und Harry wurde leicht wütend. Das nächste Mal würde der es sich zwei Mal überlegen, was er hinter sich bringen wollte…

Er beugte sich, ohne weiter drüber nachzudenken, zu Malfoy hinüber und kniff die Augen fest zusammen. Eine Sekunde später, als seine Lippen die von Malfoy berührten, entspannten sie sich, als ob es die normalste Sache der Welt wäre, hier am See zu sitzen und Malfoy zu küssen. Überall in Harrys Körper schien es zu knistern, und alles nur wegen dieser winzigen Berührung, die ihm erstaunlich gut gefiel…

Ein "Harry!?!", riss ihn von Malfoy los, der sich genauso wie Harry die Hand vor den Mund schlug, als sie Hagrid erkannten.

"Äh…", Harrys Gesicht glühte und sein Herz raste. Wie sollte er das denn erklären?? "Hagrid…"

"Ich glaub, ich hab unten was vergessen", sagte der völlig perplex und machte auf dem Absatz kehrt, wofür Harry ihm einerseits unendlich dankbar war, andererseits…

"Oh mein Gott…", er nahm die Hand vom Mund. Malfoy sagte gar nichts, lies nur die Stirn in seine Handfläche sinken.

"Das gibt's doch nicht…", murmelte er schließlich. "Ich bin so ein Trottel…am See! Wieso sind wir nicht in mein Zimmer gegangen?"

Harry schnaubte. "Fällt dir früh ein. Wer war denn so scharf drauf?"

Malfoy blitzte ihn an, doch sein Blick hatte etwas an der Kälte verloren, die normalerweise bei solchen Blicken darin herrschte, und etwas an…Gefühl…gewonnen. Dann fragte er: "Hat sich's wenigstens gelohnt?"

Harry sah ihn an, seinen Mund…und ihm wurde heiß. Er nickte nur, und anscheinend reichte der Ausdruck in seinem Gesicht um Draco den Rest zu erzählen. Der grinste plötzlich. "Eins muss ich dir lassen- du küsst nicht schlecht…bis jetzt…"

Harry starrte ihn an. Hagrid hatte sie gerade erwischt und Malfoy dachte an nichts anderes, wie Harry küsste? Ok, Draco war auch nicht schlecht…und seine Lippen erst recht nicht…Harry bekam eine Gänsehaut.

"Sag mal was", sagte Malfoy, den es anscheinend nicht besonders viel kümmerte, was Hagrid jetzt dachte. Andererseits, jetzt konnten sie auch nichts mehr daran ändern. Harry sah Malfoy an.

"Was soll ich denn sagen? Das war das geilste, was ich je in meinem Leben erlebt habe? Ich liebe dich? Willst du mich heiraten?", fragte er voller Ironie.

"Also fürs heiraten bin ich nicht so", meinte Malfoy. "Aber der Rest…"

"Ach hör auf!", schnaubte Harry. "Dich kann man auch nicht ernst nehmen."

"Sorry", sagte Malfoy. "Wann gibt's Mittagessen?" Harry sah auf seine Uhr.

"Jetzt dann…"

"Gut, ich hab heute nichts gefrühstückt", sagte Malfoy und stand auf.

Harry musste sich zusammenreißen, dass ihm der Mund nicht aufklappte. Malfoy haute doch tatsächlich ab!

"Feigling", murmelte Harry.

"Was bitte?", Malfoy drehte sich um.

"Zuerst regst du dich über mich auf, dass ich weglaufe und jetzt machst du das selbe!", sagte Harry.

Malfoy sah ihn einen Augenblick unergründlich an. "Was erwartest du denn? Dass ich jetzt zwei Stunden hier mit dir rumsitze und über unsere Beziehung rede?"

"Welche Beziehung?" Harry starrte ihn an und erkannte an Malfoys Gesichtsausdruck, dass der eigentlich nicht vorgehabt hatte, so was zu sagen.

"Na…über die Beziehung, das Verhältnis zwischen uns…nein, das…", Malfoy schüttelte den Kopf. "Du weist, was ich meine!"

"Tu ich das?", fragte Harry und musste grinsen.

"Ja, das tust du ganz genau!", sagte Draco und schien unschlüssig zu sein, ob er sich wieder hinsetzen sollte oder nicht. Dann musste er allerdings auch grinsen und meinte: "Das gibt's doch nicht, wie unfähig zwei Menschen sein können…"

"In Bezug auf was?", fragte Harry nach.

"Alles", sagte Malfoy nur und lies sich wieder neben Harry fallen. "Außer ein zwei Sachen…"

"Und die wären?" Harry liebte es, er stellte Fragen und Malfoy beantwortete sie.

"Das werd ich dir grade unter die Nase binden", meinte der und hob eine Augenbraue.

"Tja…", machte Harry und sah sich um. Weit und breit war keiner zu sehen, wahrscheinlich saßen wirklich schon alle beim Mittagessen, obwohl es erst Frühstück gegeben hatte. Harry seufzte worauf Draco ihn verwirrt ansah. "Was?", fragte er.

"Nichts", gab Draco stirnrunzelnd zurück. Er sah Harry kurz an, dann drehte er sich weg.

"Was willst du eigentlich von mir, Malfoy?", fragte Harry, dem es zu bunt wurde.

Der zuckte bei dieser Frage nur kurz zusammen, sagte aber eine Weile lang nichts. Dann seufzte auch er. "Wenn ich das wüsste, Harry, dann würd ich hier jetzt nicht blöd rumsitzen und mir den Kopf zerbrechen."

"Und das heißt?"

"Ich weis es nicht, verdammt noch mal!", Draco atmete tief ein. "Ich weis nur, dass…ach…", er lies den Kopf auf seine Knie fallen und murmelte was von "kompliziert…"

Harry holte tief Luft: "Vielleicht weist du genauso viel wie ich…"

"Und das wäre?", murmelte Malfoy, ohne seinen Kopf zu heben.

"Dass…ich seit letzter Zeit rum renne, wie ein Schlafwandler, weil ich nicht schlafen kann, und wenn ich schlaf, dann träum ich irgendwelche kranken Sachen…ich versteh mich mit meinen beiden besten Freunden nicht mehr richtig, oder jedenfalls halten sie mich für durchgeknallt, weil sich jedes Mal, wenn ich dir über den Weg laufe, sich irgendwas in meinem Kopf kurzschließt und ich keine Ahnung mehr habe, was ich denken, oder sagen, oder…fühlen soll…weil...alles was du machst, mich total verwirrt…und…", Harry rang nach Luft. Draco hatte unterdessen den Kopf gehoben und ihn verblüfft angestarrt.

Dann machte er endlich den Mund auf, und führte Harrys Redeschwall zu Ende: "…und dir wird jedes Mal heiß und kalt wenn du mich siehst und…in deinem Bauch kribbelt alles, sodass du keinen Bissen mehr runter bekommst, obwohl du eigentlich nen Riesenhunger hast…und jedes Mal wenn du mich am See sitzen siehst, weist du nicht ob du dich freuen oder nicht lieber wegrennen sollst, weil sowieso immer dasselbe rauskommt, wenn wir miteinander reden, und du dich danach nicht mehr auf die kleinste Kleinigkeit konzentrieren kannst, weil…", Draco stockte, seine Blicke streiften Harrys, dann sah er auf den Boden.

Harry hatte ihn noch nie soviel auf einmal reden gehört, und schon gar nicht über so was. Hatte Draco gerade von sich selbst gesprochen? Harry bezweifelte, dass er sich gut in andere hineinversetzen konnte, also blieb nur diese Möglichkeit, die Harry schlagartig bewusst wurde. Draco ging es genauso wie ihm…und das hieß nichts gutes…

Allerdings war er jetzt wenigsten nicht mehr der Einzige, der sich hier zum Deppen machte. Obwohl das jetzt hieß dass…Draco genau dasselbe fühlte wie Harry und es ihm mehr oder weniger gerade gesagt hatte, so wie er ihm…

Harry schluckte, dann sah er Draco an, der noch immer auf den Boden sah. "Was…heißt das denn jetzt?", fragte er schließlich und kam sich unsagbar blöd dabei vor.

"Dreimal darfst du raten", schnaubte Malfoy leicht. "Dass ich die Scheiße, die ich dir letztens erzählt habe, ernst gemeint hab."

Es war klar, was er damit meinte und Harry fröstelte es. Diesmal konnte er nicht wieder einfach weglaufen, obwohl ihn eigentlich nichts davon abhielt. Unschlüssig, was er sagen sollte, sah er Malfoy zu, der sich gerade eine Zigarette anzündete. Hätte er auch dringend nötig gehabt…

"Und das heißt…?", Harry duckte sich innerlich, als er wieder fragte.

Doch Draco sah ihn nur Ruhig an. "Das heißt, dass es jetzt an dir liegt, was du daraus machst."

"Wieso. Nur weil du mich…magst, heißt das ja nicht gleich, dass wir…", Es gab da bestimmt Sachen, die Harry nicht aussprechen konnte.

"Zusammen sein müssen?", half Draco ihm auf die Sprünge. "Das weis ich auch, es wär trotzdem mal interessant zu wissen, was du eigentlich von mir willst." Er zog an seiner Zigarette.

"Hab ich das nicht schon klar gemacht?", fragte Harry leicht verzweifelt. Draco würde ihn nicht dazu zwingen, ihm zu sagen dass er…nein.

"Nicht direkt", meinte Draco. "Jedenfalls weis ich noch immer nicht, was ich denken soll."

"Oh Mann…", murmelte Harry. Das gab's doch nicht, er konnte Draco doch nicht sagen dass… "Ich bin auch in dich verknallt, zumindest glaub ich das. So, bist du jetzt zufrieden?" Was hatte er denn jetzt getan? Wenn Harry gekonnt hätte, hätte er sich wahrscheinlich selbst blöd angeglotzt, so tat es nur Malfoy.

"Was?", fragte er dann.

"Du hast schon richtig gehört", sagte Harry und wich seinem Blick gewissenhaft aus. "Jetzt weist du, was ich denke."

"Allerdings", sagte Malfoy knapp. "Ich muss jetzt echt zum Mittagessen."

"Ich auch", sagte Harry und beide standen auf.

Am Schlosstor angekommen meinte er: "Geh mal vor…"

"Gut, wir sehen uns", Malfoy rauschte ab.

"Ja", murmelte Harry noch und ging dann langsam in Richtung Gryffindorturm.

Als er den Gemeinschaftsraum betrat, saßen Ron und Hermine noch immer vor dem Schachbrett, allerdings waren sie gerade dabei zu diskutieren, ob Hermines Zug gegolten hatte oder nicht und nebenbei turtelten sie auch noch herum! Harry schloss die Augen und überlegte, ob er wieder gehen sollte, doch in diesem Moment bemerkte Ron ihn und fragte: "Und, wie war's in der Eulerei?" Dann sah er Harrys Gesichtsausdruck. "Was ist dir denn über die Leber gelaufen?"

Was blondes, dachte sich Harry und meinte: "Nichts, hab nur Hunger…" Eigentlich ging es in seinem Magen gerade drunter und drüber und er hatte das Gefühl, eine Ameisenhügel verschluckt zu haben, so sehr kribbelte es, aber was sollte er sonst sagen…Er konnte schlecht im Gemeinschaftsraum sitzen bleiben und darüber nachdenken, was Draco und er gerade gesagt hatten. Ihm wurde schlecht.

"Ich auch!", Ron war gleich ganz bei der Sache. "Ähm…gehen wir, Hermine?"

"Oh, klar", sagte die leicht lächelnd und stand auf um im Vorbeigehen wie zufällig an Rons Hand entlang zu streichen. Harry hätte sich am liebsten den Finger in den Mund gesteckt. Wieso konnte Draco nicht ein Mädchen sein? Dann wäre alles hundert mal einfacher! Obwohl, wenn er ein Mädchen wäre, würde Harry auch nicht auf ihn stehn…schlimm genug.

In der großen Halle angekommen hatte er nicht die geringste Ahnung, wie er auch nur einen Bissen hinunter bekommen sollte. Als er dann auch noch einen Blick an den Slytherintisch warf, war es vollends vorbei. Wie eine Marionette setzte er sich neben Ron, dachte aber nicht daran, sich auch nur irgendetwas zu Essen zu nehmen.

Den Mund schon voller Pfannkuchen fragte Ron: "Willst du nichts essen? Ich dachte, du hast Hunger!"

"Ist mir irgendwie vergangen", sagte Harry und fing sich skeptische Blicke von Ron und Hermine ein. "Bauchweh…", sagte er als Erklärung, war sich aber dessen bewusst, dass ihm seine Freunde das nicht im geringsten abkauften. Wieder blickte er hinüber zum Tisch der Slytherins und sein Herz machte einen Hüpfer, als er Draco sah, der anscheinend auch keinen Appetit hatte und ziemlich gewissenhaft in seinem Kartoffelbrei herumrührte. Sobald er aufsah, sah Harry weg und griff nach der Kanne mit dem Kürbisssaft. Dabei stieß er beinahe Rons Becher um, wollte ihn auffangen und lehnte sich dabei mit dem Ellbogen in die Gulaschschüssel.

"Auch das noch", murmelte er und stand auf. "Ich geh mich umziehen"

"Oh nein", Hermine drückte ihn wieder auf die Bank. "Du bleibst jetzt hier und isst was."

"Aber mein Umhang…", fing Harry an, doch sie schüttelte den Kopf.

Er zog ihn seufzend aus und legte ihn neben sich auf die Bank, dann nahm er sich ebenfalls Kartoffelbrei um darin herumzurühren.

Als sie schließlich alle in den Gemeinschaftsraum zurückgingen hatte er doch die Hälfte gegessen, worauf Hermine beruhigt zu sein schien.

"Ich hol mir mal nen neuen Umhang", sagte Harry und ging hinauf in den Schlafsaal und dann ins Bad.

Dort zog er sich den Umhang aus, lies ihn auf den Boden fallen und sich gleich daneben. Jetzt musste er erst mal nachdenken, was ihm allerdings nicht so richtig gelang.

Sein Spiegelbild von dem riesigen Spiegel, der im Bad hing, sah ihn verzweifelt an. Was war denn das alles? Wieso konnte er seine Gedanken, seine Gefühle nicht ordnen, nicht mal erkennen? Obwohl, hatte er sie nicht schon längst erkannt? Jedenfalls hatte er das Draco vorhin ganz gut zu verstehen gegeben. Was war denn los mit ihm, dass er auf einmal glaubte, in Malfoy verknallt zu sein? Und was um alles in der Welt war los mit Malfoy?

Hatte Snape irgendein Zeug in die Heiltränke gemischt? Könnte echt sein, dachte Harry sich, er fühlte sich teilweise wirklich, als wäre er auf Drogen…Vielleicht kam es auch von den Zigaretten, sollte er aufhören zu rauchen? Aber das konnte es doch auch nicht sein… Auch jetzt fühlte er sich komisch. Waren es seine Hormone? Spielten die vielleicht verrückt weil…keine Ahnung, weil er eben sechzehn und verknallt und…was? Nein, er konnte einfach nicht in Malfoy verknallt sein. Er war doch nicht schwul!

Vielleicht war er auf Ron und Hermine eifersüchtig, obwohl Malfoy hundert mal besser aussah als Hermine… Was dachte er denn jetzt schon wieder? Die Wahrheit. Malfoy sah besser aus, als jedes Mädchen auf Hogwarts oder sonst wo. Das konnte es doch nicht sein… Bis vor wenigen Wochen, sogar Tagen, hatte er Malfoy verabscheut. Gefühle konnten sich doch nicht so einfach von heute auf morgen ändern! Obwohl hatten sie das überhaupt? War es nicht jeden Tag ein bisschen mehr geworden? Wenn Harry erkannt hatte, dass man eigentlich ganz gut mit Malfoy reden konnte, und dass seine Einstellung sich auch noch grundlegend verändert hatte? Malfoy war ja gar nicht mehr unausstehlich! Er war eher unwiderstehlich…

Harry vergrub sein Gesicht in seinen Händen und stöhnte laut auf. Konnte er diese Waschmaschine in seinem Gehirn nicht mal abschalten, die sich andauernd im Kreis drehte? Oder den Fernseher, der immer und immer wieder Bilder von Draco durch seinen Kopf jagte? Und die verdammten Ameisen in seinem Bauch? Und sein Herz, konnte es nicht einfach aufhören, zu schlagen, gegen seine Brust zu hämmern, als ob es ausbrechen wolle?

Harry reichte es. Er stand auf, zog sich aus, stellte sich unter die Dusche und drehte sie eiskalt auf. Er blieb solange darunter stehen, bis jegliches Gefühl aus seinem Körper und seinem Kopf gewichen war. Dann stieg er nicht mal mehr bibbernd heraus, wickelte sich ein Handtuch um und ging in den Schlafsaal. Dort zog er seinen Pyjama an und warf sich ins Bett, dessen Decke er sich über den Kopf zog, um vom Rest der Welt, eingeschlossen sich selber, nichts mehr mitzubekommen.

Zwei Minuten später schlug er sie zurück, weil er keine Luft mehr bekam und musste grinsen. Er verhielt sich wirklich kindisch.

Harry zog sich an und beschloss, in die Eulerei zu gehen und Hedwig zu besuchen. Vielleicht würden sie und ihre Jungen ihn ja ein bisschen ablenken…


Unten im Gemeinschaftsraum blieb er unentschlossen stehen. Ron und Hermine machten irgendwelche Hausaufgaben, und schienen ihn nicht zu bemerken, war vielleicht besser so. Harry schlüpfte durch das Portraitloch und ging gedankenverloren durch die Gänge Hogwarts bis er im Turm der Eulerei ankam. Dort suchte er Hedwig, die tatsächlich in ihrem Nest saß und schuhute, als sie ihn sah. Harry erklomm, die Balken bis zu ihr hinauf und lugte in das Nest. Die vier Küken waren schon ein bisschen gewachsen und kuschelten sich aneinander.

Sie waren wirklich süß, dachte sich Harry. Kein wunder, bei Hedwig und Malfoys Eule, dachte sich Harry und seufzte. Jetzt hatte er schon wieder an ihn gedacht… Sogar ihre beiden Eulen waren anscheinend irgendwie zusammen und hatten sogar Kinder! Aber sie beide, das würde nicht gut gehen, konnte einfach nicht.

Resigniert stieg Harry wieder hinab und verabschiedete sich von Hedwig. Er hatte keine Lust mehr, ihrem Familienglück zuzusehen.

Grübelnd verlies er die Eulerei. Wo gab es denn in Hogwarts noch einsame Plätze außer dem See? Der verbotene Wald, allerdings war der alles andere als einsam, gab es da doch zu viele Geschöpfe, von denen Harry froh war, dass er sie nicht alle kannte.

Also schlenderte er langsam durch Hogwarts` dunkle Gänge und war ziemlich überrascht, dass er so gut wie keinem über den Weg lief. Umso besser. Früher oder später kam er wieder im Gryffindorturm an und überlegte, ob er sich zu Ron und Hermine gesellen sollte.

"Harry!", sie winkte ihm zu. Erleichtert darüber, dass Hermine ihm die Entscheidung abgenommen hatte, ging Harry zu seinen Freunden und setzte sich in einen freien Sessel.

"Machen grade Aufgaben für Geschichte der Zauberei", sagte Ron. "Willst du den Anfang abschreiben?"

"Gut", machte Harry grinsend und die nächste Stunde waren die drei dann damit beschäftigt, Biografien von irgendwelchen alten Gnomen herauszusuchen, die sie nicht im geringsten interessierten.

"Wie kann ein Gnom nur 23 Kinder kriegen?", sagte Ron, als sie endlich fertig waren.

"Tja, dass selbe blüht euch beiden", meinte Harry und hielt dann schleunigst den Mund.

"Bitte?", fragte Hermine und funkelte beide an.

Ron kratzte sich verlegen am Kopf. "Ähm…Trelawny hat letztens so ne Scheiße erzählt…"

"Über uns??"

"Nee…", machte Ron und sah Harry böse an. "Harry hat nur komische Fantasien…"

Der hob unschuldig die Schultern und fragte dann ausweichend: "Seid ihr denn jetzt zusammen?" Das war eindeutig die falsche Frage gewesen, denn Hermine und Ron liefen beide rot an und Ron murmelte: "Ähm…weis nicht…", er wagte es, Hermine anzusehen, die noch um eine Spur röter wurde, als sie sagte: "Da haben wir uns eigentlich noch keine Gedanken drüber gemacht…."

"Oh", machte Harry. Manchmal hatte er anscheinend wirklich kein Taktgefühl. Schnell sagte er, um vom Thema abzulenken: "Hedwig hat Junge."

"Was?", seine Freunde starrten ihn an. "Du meinst, Babys?", fragte Hermine.

"Ja, vier Stück", antwortete Harry. "Hab ich erst heute entdeckt." Das war zwar ein bisschen gelogen, aber im Gegensatz zu dem Zeug, was er ihnen sonst erzählte, war es immerhin noch fast die Wahrheit.

"Oh, die müssen wir uns unbedingt ansehen!", sagte Hermine begeistert. "Geht das?"

"Klar", meinte Harry. "Ron, willst du auch mit?" Der war die ganze Zeit etwas abwesend gewesen, nickte dann aber.

"Logo- von wem sind sie denn?"

"Äh…von irgendner schwarzen Eule", sagte Harry ausweichend. "Gucken wir mal."

Die drei machten sich also auf den Weg in die Eulerei, und als Harry sie zum zweiten mal an diesem Tag betrat, hätte er am liebsten wieder umgedreht. Draco, saß auf einem Balken und schrieb einen Brief, neben ihm, saß seine Eule und wartete.

"Malfoy", sagte Ron verächtlich, als er ihn erkannte. Der sah verwundert auf und erkannte dann Harry hinter ihm und Hermine. Ohne etwas zu sagen, band er den fertig geschriebenen Brief am Fuß seiner Eule fest, woraufhin sie hinauf zu Hedwig flatterte um sich, wie es schien, zu verabschieden. Ron und auch Hermine fielen beinahe die Augen aus dem Kopf.

"Hedwig hat was mit der Eule von dem da?", Ron wies auf Malfoys Eule, die gerade davonflog.

"Was dagegen, Weasly?", fragte Draco und Harry fuhr bei dem Klang seiner Stimme leicht zusammen. Da war nichts mehr von dem Ton, den er sonst draufhatte, wenn er mit ihm redete. Wie früher.

"Tja", machte Harry. "Dann wäre das zumindest geklärt…" Draco schien zu begreifen, dass er Ron und Hermine nichts erzählt hatte, und verstand es anscheinend.

"Anscheinend gibt es jetzt was, dass uns verbindet, Potter", meinte er, mit einer Spur Schalk in seinen Augen.

Harry hätte am liebsten aufgelacht. Wenn's nur das wäre…

"Sieht so aus", sagte er in bemüht gleichgültigem Tonfall. Er konnte nicht mehr gemein zu Malfoy sein. Der hatte beschlossen, dass es besser wäre zu gehen und sagte mal wieder: "Man sieht sich", und verschwand.

Ron glotze ihm noch kurz angewidert hinterher, dann kletterte er hinter Hermine die Balken zu Hedwigs Nest hoch, die gerade in "Oh, sind die süß!", und "Wie niedlich!", Rufe ausgebrochen war.

Harry grinste leicht, dann schüttelte er den Kopf. Wenigstens stellte ihn Draco nicht mehr vor allen bloß und deckte ihn auch noch!

Nach einer Weile kamen Ron und Hermine völlig verzückt wieder hinunter und Ron fragte Harry: "Malfoy kriegt aber keine davon ab, oder?"

Harry zuckte mit den Schultern. "Da haben wir noch nicht drüber geredet", meinte er. "Aber was mach ich mit vier Eulen?"

"Verschenken", meinte Hermine.

"Oh ja, Harry!", sagte Ron begeistert.

"Ron, du hast Pig!", sagte Hermine entrüstet. "Die hat Ginny aber unter Beschlag genommen", grummelte Ron.

"Na, dann kriegst du vielleicht eine", tröstete Harry ihn und Hermine grinste. "Vielleicht werden sie ja auch Schuleulen oder so…"

Sie verließen die Eulerei wieder und überlegten, was sie machen sollten.

"Nächste Woche beginnt das Quidditchtraining wieder", fiel Ron auf einmal ein.

"Ja", machte Harry. "Wird sicher wieder anstrengend…." Dann fiel ihm etwas ein. "Sag mal, wollten wir nicht einen Schlaftrank für Trelawny brauen?"

"Stimmt!", sagte Ron. "Komm, wir gehen in die Bibliothek!"

"Ihr wollt was?", mischte sich Hermine da ein. "Das könnt ihr nicht machen! Ihr könnt doch keinen Lehrer…"

"Macht doch keinen Unterschied, ob sie von alleine einpennt, oder ob wir ein bisschen nachhelfen", meinte Ron unschuldig. "Außerdem gehst du ja nicht mal in ihr Fach…"

"Zum Glück!", sagte Hermine nur und ging dann in den Gryffindorturm zurück um ihre Aufgaben für Aritmantik zu erledigen, wie sie meinte.

Ron sah ihr düster nach. "Sie wird immer eine Streberin bleiben", murmelte er und Harry sah ihn von der Seite an.

"Aber das mit der Zuckerfeder in Zaubertränke ist doch schon mal was", warf er ein.

"Hast recht", sagte Ron und sie machten sich auf den Weg in die Bibliothek.

Wundersamerweise entdeckten sie schon im zweiten Buch, dass sie aufschlugen einen recht gebräuchlichen Trank, allerdings saßen sie dann vor der schwierigeren Aufgabe- die Zutaten zu beschaffen.

"Wo sollen wir denn Engelswurz herkriegen?", fragte Ron. "Und was ist das überhaupt?"

Harry hob hilflos die Schultern und zog dann ein weiteres Buch aus dem Regal. "Ich glaub da hilft nichts, wir müssen suchen."

Nach zwei Stunden hatten sie endlich eine Liste der Zutaten und wo man sie finden konnte zusammengestellt.

"Also ein paar Sachen davon, wachsen im Gewächshaus", meinte Ron. "Die können wir nächste Stunde mitgehen lassen."

"Und das hier, verwenden wir so gut wie in jeder Stunde in Zaubertränke", sagte Harry. "Den Rest müssen wir von Snape klauen…"

"Nicht schon wieder", murmelte Ron. "Blöd, dass Hermine nicht dabei ist.

Harry erinnerte sich an das Jahr, in dem sie den Vielsafttrank gebraut hatten und meinte: "Das schaffen wir schon. Ist ja nur ein Schlaftrank."

Leicht erschöpft gingen sie zurück in den Gemeinschaftsraum, wo Hermine gerade ihre Aufgaben abschloss und sie noch immer leicht säuerlich fragte, ob sie erfolgreich gewesen waren.

"Jo!", machte Ron vergnügt und fläzte sich vor das Schachbrett. "Wer hat Lust, gegen mich anzutreten?"

"Nicht schon wieder", stöhnte Hermine. "Spielen wir lieber Snape explodiert." Sie zog Harry an einen Tisch und Ron gesellte sich maulend dazu.

Schließlich war es wieder Zeit fürs Abendessen in der großen Halle und sie machten sich hungrig auf den Weg. Sogar Harry hatte Hunger, auch wenn er, wenn er an Malfoy dachte ein komisches Gefühl in seiner Magengrube bekam, dass er aber zu ignorieren versuchte.

Malfoy saß schon an seinem Tisch, als sie in der großen Halle ankamen und redete mit Jack. Das hieß, eigentlich redete Jack mit ihm und Draco stocherte in seinem Gemüse herum. Trotzdem überflog Harry eine Eifersuchtswelle. Vor wenigen Stunden am See, hatten sie sich praktisch gestanden, dass sie was voneinander wollte, und jetzt lies Draco sich doch tatsächlich wieder von diesem Schnösel zuquatschen!

Missmutig klatschte er sich Auflauf auf seinen Teller und begann zu essen, worüber Hermine sich dermaßen freute, dass sie ihm, als er fertig war, noch glatt eine zweite Portion auftat.

"Also jetzt kann ich echt nicht mehr", stöhnte Harry als er auch damit fertig war und schob den leeren Teller von sich. "Ich bin doch kein Mastschwein!"

"Wirklich nicht?", fragte Ron und hielt ihm einen Schokomuffin hin, der verdammt lecker aussah.

"Ein bisschen vielleicht", sagte Harry ergeben und nahm ihn, worauf Hermine triumphierend grinste.

"Jetzt müsst ihr mich nach Hogsmead rollen", sagte Harry und Ron nickte zustimmend.

"Mich auch!", und steckte sich das letzte Stück seines Muffins in den Mund.

In Hogsmead angekommen, begaben sie sich sofort in die Drei Besen, um für den Rest des Abends einen guten Tisch zu haben. Malfoy war schon da, mit Jack neben sich und Harry glühte langsam vor Zorn. Konnte der nicht seine dreckigen Finger von ihm lassen? Draco war doch viel zu Jung für ihn! Was dachte er denn jetzt schon wieder? Es konnte ihm doch egal sein, mit wem Malfoy… Ok, anscheinend war es das nicht.

Sie bestellten sich eine Runde Butterbier. Ginny war diesmal nicht mitbekommen, Hermine meinte, dass sie in nächster Zeit genug von Alkohol habe, dem Ron eifrig zustimmte. Er saß wieder neben Hermine und schien irgendwie nervös zu sein.

Harry konnte sich schon denken, dass das wegen seiner Frage heute Nachmittag war. Wurde aber auch mal Zeit, dass bei den Beiden was weiterging. Und wenn er dem ein bisschen nachhalf, war es ihm nur recht.

Als sie gerade ihr Butterbier bekommen hatten, stießen Neville und ein paar andere aus ihrer Klasse zu ihnen, und langsam wurde es eng an dem runden Tisch. Komischerweise waren auch zwei Slytherins dabei, die anscheinend mit Justin befreundet waren. Ron beäugte sie misstrauisch, sagte aber nichts. Harry fand das irgendwie lustig. Konnte es wirklich sein, dass durch den ganzen Kram mit Voldemord, die Häuser allmählich anfingen, sich zu verstehen, oder zumindest zusammenzuhalten? Vor allem bei den Slytherins war das eine Ausnahme, da bei denen ja mindestens die Hälfte eine Karriere als Todesser vor sich hatte. Vielleicht würde es dann niemand mehr als so merkwürdig sehen, dass Harry sich mit Malfoy abgab. Falls das überhaupt mal rauskommen würde. Bis jetzt hatten sie das ja alles noch ganz gut geheim halten können.

Nachdem Harry die Hälfte seines Kruges geleert hatte, fiel ihm etwas ein. "Sag mal, Neville, weist du, wo man Engelswurz herkriegt?"

"Engelswurz?", wiederholte der. "Na, das wächst doch überall im Verbotenen Wald- wieso?"

"Naja, weist du, wir haben da was vor…", fing Ron an und sie weiten ihn flüsternd in den Plan ein, Trelawny praktisch unter Drogen zu setzen. Neville schien von der Idee begeistert und meinte dann aber auf Hermines säuerliche Miene hin: "Ihr wisst aber schon, dass ihr dran seid, wenn das rauskommt…"

"Wir müssens ja nicht jede Stunde machen", meinte Harry. "Aber zumindest wenn der Stoff so langweilig ist, dass wir selber beinahe einschlafen…"

"Da habt ihr allerdings recht!", sagte Neville zustimmend. Dann fing er ganz verblüfft an: "Habt ihr eigentlich schon gemerkt, dass Snape uns letzte Stunde keine Aufgaben aufgegeben hat?"

"Wahnsinn, gell?", sagte Ron.

"Jaa…und er hat mich nicht zur Schnecke gemacht, als ich den Trank nicht rechtzeitig fertig hatte!", sagte Neville. "Und mir nicht mal Punkte abgezogen!"

"Die Lehrer sind dieses Jahr schon komisch", sagte Harry nachdenklich. "Ich mein, wir machen in jedem Fach Sachen, die zu unserem Schutz und der Verteidigung dienen…"

"Außer in Wahrsagen!", warf Ron genervt ein. "Diese Blöde Kuh, von wegen Drittem Auge und so…"

"Hast du das wirklich?", fragte Neville begeistert.

"Na hoffentlich nicht!", schnaubte Ron. "Sonst lässt die mich ja nie wieder mit ihren Prophezeiungen in Ruhe!"

"Ja, vor allem über deine Kinder…", sagte Harry und war froh, dass er weit genug von Ron weg saß, sodass der ihn nicht schlagen konnte. Er lies es sich aber nicht nehmen, ihm trotzdem noch mit der Faust zu drohen, bis er Hermine bemerkte, die ihn die ganze Zeit beobachtet hatte.

"Du hast also das Dritte Auge ja?", fragte sie. "Kannst du mir dann mal erklären, wieso mein Butterbier alle ist?"

"Ähm…neue Runde!", rief Ron Madame Rosmerta zu, die gerade an ihrem Tisch vorbeieilte, es aber doch aufschnappte.

Als sie diese ablieferte konnte Harry wieder unbemerkt einen Blick auf den Tisch wo Malfoy saß erhaschen, der mittlerweile ziemlich verzweifelt aussah und doch tatsächlich Harry ansah. Der sah leicht fragend zurück, sodass es auch keinem auffiel. Malfoy wies so unauffällig wie möglich auf Jack neben sich, der schon wieder den Arm um ihn gelegt hatte und langsam dämmerte es Harry, dass Malfoy ganz und gar nicht begeistert davon war. Jedenfalls jetzt nicht mehr. Harry hob ratlos die Schultern, was sollte er denn machen?

"Was ist denn, Harry?", fragte Ron, der es anscheinend bemerkt hatte.

"Äh, nichts", machte Harry und sah dann wieder zu Malfoy, der gerade versuchte, von Jack wegzurücken, was ihm allerdings schwer gelang, da sein Tisch genauso voll besetzt war, wie ihrer.

"Sagt mal, seid ihr eigentlich in eurem Quidditchteam?", fragte Harry die beiden Slytherins am Tisch, die bis jetzt nur leicht unbehaglich mit Justin geredet hatten. Die sahen ihn kurz verblüfft an, dann meinte einer: "Nee, aber ich bewerbe mich dieses Jahr als Jäger- jetzt wo wieder alle im Team aufgenommen werden…"

"Wieso?", fragte Harry leicht verwirrt.

"Na, letztes Jahr wurden doch nur Leute aufgenommen, die sich an Du- weist- schon- wen anschließen wollten - aber dieses Jahr versuchen wir eher, das Gegenteil zu machen."

"Ach?", machte Harry. Das war ja interessant. "Und da ist Malfoy trotzdem noch in eurem Team?"

"Malfoy? Der will oder hat angeblich die Seiten gewechselt", sagte der andere Slytherin. "Jedenfalls hängt er nicht mehr mit seiner früheren Bande rum- und das mit Jack, na ja, aber frag ihn doch selbst!" Er winkte rüber zum anderen Tisch und rief: "He, Malfoy, komm mal rüber!"

Der sah verwirrt auf, erkannte dann Harry neben ihm und löste sich aus der Umarmung von Jack. Dann nahm er sich seinen Krug und kam, ziemlich erleichtert herüber.

"Wer von euch hat mich gerettet?", fragte er mit einem Blick auf Jack und der Slytherin wies auf Harry.

"Unser Gryffindor Held, wer sonst?", sagte er grinsend und rückte zur Seite, sodass Malfoy sich noch neben ihn und Harry quetschen konnte.

"Ich bin übrigens Mark", fügte er noch hinzu und reichte Harry die Hand, der sie kurz drückte. Dann sah er Malfoy an: "Sag mal, was wird das eigentlich mit Jack? Ich mein, jeder sieht, dass er auf dich steht, aber du willst doch nichts von ihm?" Harry wäre fast der Mund aufgeklappt. Was waren denn das für neue Seiten an den Slytherins, die sich öffentlich über Homosexualität unterhielten?

Ron dachte anscheinend dasselbe, aber auch etwas anderes, denn er fragte quer über den Tisch: "Was Malfoy, du bist schwul?" Er starrte ihn mit offenem Mund an. Der Rest am Tisch konnte seine Verwunderung noch ganz gut verbergen, außer Neville, der den Schluck Bier, den er gerade genommen hatte, zurück in seinen Krug spuckte.

Malfoy hob langsam beide Augenbrauen und Harry musste sich zusammenreißen, um nicht rot zu werden. Dann meinte Malfoy: "Und wenn ich's wäre, würde ich sicher nicht auf den da stehen", er wies rüber zu Jack, der leicht griesgrämig sein Butterbier trank. Harry wäre am liebsten im Boden versunken, obwohl die anderen ja gar nichts ahnen konnten.

"Aja", machte Ron dann ziemlich perplex und wandte sich schleunigst wieder Hermine zu, die die ganze Zeit mit ihrem Krug beschäftigt gewesen war.

"Das hätten wir dann ja mal geklärt", sagte Mark schließlich. "Wieso ich dich hergerufen hab, ist aber, dass Potter wissen wollte, ob du dieses Jahr weiter im Team bist."

Draco wandte sich unheimlich langsam Harry zu und sah ihn dann an.

"Klar bin ich das", sagte er dann. "Oder wollt ihr mich raus haben?", fragte er Mark.

Der zuckte mit den Schultern. "Wenn du wirklich nichts mehr mit den Todessern zu schaffen hast, sehe ich keinen Grund…"

"Hab ich ganz sicher nicht", unterbrach Malfoy ihn düster und nahm einen großen Schluck Butterbier.

Dann sah er Harry an und sagte nicht gerade leise: "Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet du mich aus den Fängen eines notgeilen Kerls befreist…"

Nun wurde Harry wirklich rot und sagte schnell: "Bild dir darauf nur nichts ein."

"Würde mir nie einfallen", grinste Malfoy und Ron sah ihn und Harry entgeistert an. Anscheinend war es für ihn unvorstellbar, dass die beiden zusammen an einem Tisch saßen, ohne sich Flüche an den Hals zu hetzen.

Harry unterdessen wurde es langsam unbehaglich, so dicht neben Malfoy zu sitzen. Er konnte seine Körperwärme spüren und musste unwillkürlich ein paar Stunden zurückdenken, als sie am See gewesen waren. Da waren sie sich ganz kurz noch näher gewesen als jetzt und Harry stellte erschrocken fest, dass er sich danach sehnte.

Das ging doch nicht…Er und Draco konnten doch nicht beide auf einmal schwul sein…einfach so. Allerdings musste Harry grinsen, als er sich vorstellte, wie es wäre, wenn er in den Sommerferien zurück zu den Dursleys kommen würde, und ihnen erzählte, dass er einen Freund hätte! Das würde ihnen vollends den Rest geben. Ein schwuler Zauberer!

"Was ist denn?", fragte Draco neben ihm, dem Harrys Grinsen nicht entgangen war.

"Naja", Harry beugte sich leicht zu ihm, sodass niemand ihn hören konnte. "Hab mir nur grade gedacht, was meine Verwandten denken würden, wenn ich ihnen nach dem Jahr erzählen würde, dass ich…egal." Harry wurde sich bewusst, was er im Begriff war, Malfoy gerade zu sagen, und lies es lieber sein.

"Dass du was mit mir hast?", flüsterte Malfoy da zurück und Harry errötete wieder. "Würdest dus denn in Erwägung ziehen?"

Harry hob eine Augenbraue und sagte nichts. Wirklich nicht, vor allem nicht vor allen Leuten hier am Tisch. Ron sah sie überhaupt schon wieder komisch an und Harry rückte demonstrativ von Malfoy weg. Jedenfalls versuchte er es, doch wollte er Neville neben sich nicht weiter zerquetschen.

"Angst?", fraget Malfoy noch immer grinsend und Harry schüttelte den Kopf.

"Wie kommst du denn darauf?", fragte er gespielt und bestellte die nächste Runde Butterbier, was Hermine ganz besonders freute. Ron anscheinend auch, denn so wurde sie wenigstens redseliger und spielte nicht mehr den Anstandswauwau. Und Harry freute sich, denn so war Ron von ihm abgelenkt. Obwohl ja sowieso nichts passieren würde. Halt Moment mal, was wollte er denn, was passierte? Dass er und Malfoy sich jetzt hier vor allen outen würden? Wo er sich doch noch nicht mal sicher war, dass er schwul war…wie er überhaupt so was denken konnte. Vielleicht war er ja bi…?

Die Biere kamen und lenkten Harry von seinen wirren Gedanken ab.

Malfoy anscheinend auch, denn nach einer Weile stieß er Harry an und fragte: "Wann fangt ihr eigentlich mit dem Training an?"

"Nächste Woche oder so", meinte Harry. "Wieso?"

"Damit wir uns nicht wieder in die Quere kommen", sagte Malfoy schulterzuckend.

"Stimmt", mischte Mark sich ein. "wir sollten einen Trainingsplan machen, wer wann auf das Feld darf."

"Gute Idee", sagte Harry erstaunt. "Was spielst du eigentlich?"

"Treiber", antwortete Mark. "Malfoy, du musst dich allerdings gegen Potter ganz schön ins Zeug legen, dieses Jahr!"

"Er kann mir ja Nachhilfestunden geben", sagte der leicht ironisch, worauf Mark flachste: "Wart nur, darauf kommt er noch zurück…"

"Ich glaub, das überleg ich mir zweimal", warf Harry ein und nahm einen Schluck Butterbier.

"Schade", meinte Malfoy drauf und Harry war froh, dass es keiner gehört hatte, außer Mark, der aber den Mund hielt und sich seinen Teil zu denken schien.

Hermine wurde unterdessen immer lustiger und Harry sagte zu Ron: "Sag mal was machst du mit den Mädchen in deiner Umgebung? Gestern Ginny, heute Hermine!"

"Ich weis auch nicht…", Ron schüttelte den Kopf, entgeistert darüber, Hermine betrunken zu erleben. "Ich glaub, ich bring sie bald nach Hause."

"Ron, ich bin gar nicht betrunken!", sagte Hermine da, und haute ihm kräftig auf den Oberschenkel.

"Au!", rief Ron. "Wieso nicht gleich fünf Zentimeter weiter rauf?!" Er rieb sich sein Bein, worauf Hermine zu kichern begann.

"Tschuldigung, Ron…", sagte sie dann, als sie sich wieder erholt hatte und Harry schüttelte nur grinsend den Kopf.

Dann meinte er zu Ron: "Pass aber diesmal auf, dass du triffst", er wies auf Hermine und Rons Ohren wurden rot. Zum Glück verstand keiner am Tisch, was Harry gemeint hatte, eingeschlossen Hermine, die viel zu sehr damit beschäftigt war, ihren Bierkrug zu leeren.

Als er endlich leer war, und sie traurig dreinschaute nahm Ron sie am Arm.

"Komm, wir gehen nach Hause", sagte er und sie stand leicht widerwillig auf.

"Tschüss, Harry!", sagte sie und winkte ihm, dann fragte sie Ron: "Sag mal, gibt's hier auch Butterbier zum mitnehmen?"

Der schüttelte entschieden den Kopf. "Nee, sonst nimmst dus noch Ginny mit und ihr feiert ne Orgie…"

"Ach Ron", meinte Hermine. "Da würd ich doch lieber ihren Bruder vorziehen."

"Hä?", machte der.

"Sie meint dich du Trottel", sagte Harry kopfschüttelnd, musste aber ziemlich grinsen. "Kommt gut ins Schloss."

"Jo, bis später!", sagte Ron und zog Hermine hinter sich her, die doch tatsächlich gerade Madame Rosmerta nach Butterbier fragen wollte.

Harry blieb mit den anderen Leuten am Tisch, Draco neben sich zurück. Langsam hatten sie wieder Platz am Tisch, und als Neville weiterrückte, wusste Harry nicht so recht, ob auch er von Malfoy wegrücken sollte, oder nicht.

Schließlich machte er es ziemlich unauffällig, indem er in seiner Umhangtasche nach Zigaretten zu wühlen begann und sich deshalb breit machte.

"Gute Idee", meinte Malfoy und zog ebenfalls eine Zigarettenpackung hervor. Er zündete sich eine an und blies den Rauch, der leicht nach Minze duftete in die Luft. Bald vermischte er sich mit dem vanilligen Geruch von Harrys Zigarette und Neville begann zu husten.

"Also echt", sagte er. "Geht doch an die frisch Luft, da störts wenigstens keinen!"

"Oh, sorry", machte Harry und stand auf. Malfoy ebenfalls, allerdings sah er ziemlich mürrisch aus.

"Schlagt euch da draußen nicht die Köpfe ein!", rief Justin ihnen hinterher, der sich bis jetzt mit Mark und dem anderen Slytherin über die letzten Quidditchspiele unterhalten hatte.

"Wir doch nicht", sagte Malfoy und folgte Harry nach draußen.

Der hatte sich mittlerweile gegen die Mauer des Pups gelehnt und zog an seiner Zigarette.

"Auch schon da?", machte er, um etwas zu sagen.

"Für dich doch immer", sagte Malfoy und legte den Kopf schief. Dann meinte er: "Zu meiner Frage vorhin…"

"Welche Frage?", fragte Harry.

"Ob dus in Erwägung ziehen würdest…"

"Was mit dir zu haben?", vervollständigte Harry den Satz und überlegte. "Würdest du denn?"

"Ich?", wiederholte Malfoy. "Fangen wir jetzt wieder mit dem Frage- Antwort Spiel an?"

"Ach, das ist dir aufgefallen?", wunderte sich Harry, worauf Malfoy nur wieder eine Augenbraue hob. Dann kam er wieder zum eigentlichen Thema zurück.

"Also, ob ich…was mit dir…", Malfoy musterte ihn gespielt abschätzend. "Hm…na ja, du bist ein Gryffindor…der Held der ganzen Schule…eigentlich sind wir ja Erzfeinde…aber sonst…wie steht's denn mit dir?"

"Mit mir?", machte Harry. "Mal sehen…du bist ein Slytherin, und ein Malfoy noch dazu- dein Vater ist bzw. war einer der meist gefürchteten Todesser…du hast mich seit der Ersten wie ich weis nicht was behandelt…"

"Schrecklich", murmelte Malfoy.

"Was?"

"Ich mein, was ich gemacht hab, ist schrecklich", erklärte er.

"So, findest du?", fragte Harry erstaunt.

"Ja", war die kurze Antwort von Malfoy. "Geht's noch weiter?"

"Nö, eigentlich war's das", schloss Harry und sah ihn an. Was redeten sie denn jetzt schon wieder- das war doch Kindergartenniveau!

"Aja…hat uns ja nicht viel weitergebracht", stellte Draco fest.

"Allerdings", sagte Harry. "Wir könnten mal auf den Punkt kommen."

"Und der wäre?", fragte Malfoy.

Dass sie auch immer um alles herumreden mussten… Harry rang etwas nach Worten: "Ob wir gern was miteinander…hätten, ob wir was voneinander wollen…"

"Also das haben wir glaub ich schon geklärt", sagte Malfoy auf den zweiten Punkt hin, den Harry einfach nur so gesagt hatte. Das war ja wirklich schon klar wie…Kloßbrühe. "Aber frag mich jetzt nicht wieder, ob ich…"

"Was von dir will, ich weis", sagte Harry. "Du mich aber auch nicht. Wehe!" "Dann haben wir ein Problem", stellte Malfoy fest, worauf Harry ergeben nickte. Konnten sie es sich nicht einfach sagen? Obwohl, wusste Harry überhaupt, was er wollte? Wollte er was von Malfoy? Ok, das schon, das war ihm langsam klar. Aber wollte er was mit ihm? Das war die Frage…auf die er allerdings keine Antwort wusste. Das konnte er Malfoy doch sagen.

"Ich glaub, ich weis es nicht", gab Harry endlich zu.

"Das…heißt nicht nein", machte Malfoy. "Allerdings auch nicht ja…bei mir ist es so ähnlich…"

"Ähnlich?", fragte Harry, der sich innerlich die Haare raufte. Er hatte Malfoy kein eindeutiges Nein, gegeben, der wusste allerdings anscheinend auch nicht, was er wollte. Mal wieder…

"Jaa…", sagte Malfoy gedehnt. "Ich weis…dass ich was will…aber nicht…"

"Wie", ergänzte Harry. Draco ging es genauso wie ihm, was Harry langsam nicht mehr wunderte. Manchmal dachten sie wirklich dasselbe, was ziemlich verrückt war.

"Krank", sagte Malfoy nur und trat seine Zigarette aus. "Gehen wir wieder rein?"

"Ok", machte Harry. Er wusste sowieso nicht, ob er hier weiter rumstehen und mit Draco reden wollte. Also folgte er ihm schnell, da er ihm schon die Tür aufhielt.

"Wow, der ganz tolle Gentleman!", meinte Mark grinsend, als sie sich wieder hinsetzten. Eigentlich hätten sie sich nicht wieder nebeneinander setzen müssen, aber als ob es selbstverständlich wäre, taten sie es.

"Wir haben ne neue Runde Bier bestellt", sagte Justin und schob Harry und Draco je einen Krug hin.

"Ihr wollt uns wohl hier abfüllen, was?", flachste Harry und nahm dann einen großen Schluck.

"Na, ich geh mal davon aus, dass ihr mehr vertragt, als Hermine…", meinte Justin grinsend. "Die hat sich ja richtig an Ron rangeschmissen!"

"Allerdings", murmelte Malfoy und sah rüber zu dem Tisch, an dem noch immer Jack und ein paar andere Slytherins saßen.

"Sehnsucht?", fragte Mark grinsend.

"Und wie", sagte Draco voller Ironie. Harry ballte trotzdem die Fäuste und dachte bei sich, dass, bevor dieser Jack was mit Malfoy anfangen würde, er es tat. Harry versuchte, sich mit seinem Bier abzulenken, was ihm eine Zeitlang gelang, bis es leer war.

"Das gibt's doch nicht", machte er verblüfft und Malfoy neben ihm lugte in seinen Krug.

"Sieht ziemlich leer aus", meinte er und winkte Madame Rosmerta zu, die gerade an der Theke ein paar Krüge mit Hilfe ihres Zauberstabes polierte.

"Von wegen, nicht abfüllen", grummelte Harry, als sie den nächsten Bierkrug vor ihm abstellte.

"Selbst schuld…", sagte Malfoy nur und grinste.

Neville verabschiedete sich, er meinte er wolle endlich mal lange schlafen. Auch ein paar andere Gryffindors machten sich auf den Heimweg, obwohl es noch nicht mal so spät war.

Schließlich saßen nur noch Harry, Draco, Justin und die beiden Slytherins am Tisch, was ihnen nur recht, war, denn so konnten sie ungestört rauchen.

Harry und Malfoy zündeten sich sofort eine an, als alle weg waren, worauf Mark nur murmelte: "Jaja, bei uns ist es ihnen ja egal…", er zwinkerte. "Stört mich eh nicht."

"Uns auch nicht", warf Justin ein. "Danke der Nachfrage!"

"Sorry", sagte Harry grinsend, und auch Malfoy konnte sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Komischerweise erstarb es nach zwei Sekunden wieder und Harry drehte sich verwundert um. Hinter ihm stand Jack und machte Anstallten, sich zu ihnen an den Tisch zu setzen.

"Hi Jack!", sagte Mark gut gelaunt, dann sah er allerdings Malfoys nicht grade glückliche Miene. Vor allem, als er sich auch noch neben ihn setzte. "Hab dich vermisst, Draco", sagte Jack und Harry musste sich mächtig zusammenreißen. "Haust einfach ab, redest stundenlang über Quidditch und kommst nicht mehr wieder…"

"Tja, ich muss wohl zu sehr ins Gespräch vertieft gewesen sein", sagte Malfoy gedehnt und sah ihn genervt an, was er allerdings nicht bemerkte.

"Und dann gehst du auch noch mit Potter, äh, sorry - Harry - raus und ich denk mir schon…"

Draco hob eine Augenbraue, allerdings war sein Blick total herablassend, ganz anderes als wenn er es bei Harry tat. Das freute ihn wieder. Draco zog an seiner Zigarette und Harry sah, dass er sich zurückhalten musste, Jack den Rauch nicht mitten ins Gesicht zu blasen.

"Ich darf doch, ja?", sagte er gerade und nahm sich Harrys Krug, der vor Malfoy stand.

"Ähm, das ist meiner", machte Harry und Jack stellte ihn schnell wieder zurück auf den Tisch.

"Oh, sorry", entschuldigte er sich. "Wo ist denn deiner, Draco?"

"Leer", sagte der verhalten grinsend und Harry musste ein Lachen unterdrücken. So ein Pech auch.

Justin und die anderen hatten bis jetzt nicht viel gesagt und fingen langsam wieder an, über Quidditch zu reden. Die waren wirklich besessen.

"Wann gehst du denn?", fragte Jack. Konnte der nicht einmal aufhören, zu reden? Das war ja nicht zum Aushalten. Kein Wunder, dass Malfoy nichts von ihm wollte und er ihm auf die Nerven ging!

"Wieso?", fragte Draco ziemlich gelangweilt.

"Ich dachte mir, wir könnten zusammen rauf zum Schloss gehen", meinte Jack und machte Anstallten den Arm um Malfoy zu legen, der sich schnell duckte um seine Zigaretten hervorzukramen.

"Ich…wollte eigentlich erst später gehen…", sagte Malfoy, als er wieder normal saß, und Jack seinen Versuch zum Glück hatte bleiben lassen.

"Macht doch nichts, wir können ja ruhig noch länger bleiben", sagte Jack gutmütig und Malfoy atmete tief durch.

"Mit Harry."

Am Tisch wurde es augenblicklich still. Justin und Mark, die gerade wie wild in der Luft herumgewedelt hatten, weil sie über die neuesten Rennbesen diskutierten, hielten mitten in ihren Bewegungen inne und der andere Slytherin lies seinen Bierkrug sinken.

"Oh", machte Jack schließlich. Dann stand er auf und meinte: "Naja…dann brauch ich ja nicht mehr auf dich warten."

"Ja", sagte Malfoy ruhig und sah ihm vergnügt nach, wie er Die Drei Besen verließ.

Nach einer Weile, in der keiner etwas gesagt hatte, meinte Mark schließlich: "Also dem hast du eben das Herz gebrochen."

"Tut mir unendlich leid", sagte Malfoy und grinste Harry dann an. "Sorry, aber ich musste ihn ein bisschen schocken."

"Aja", machte Harry und er war nicht der einzige am Tisch. Anscheinend hatten sie wirklich für einen Moment gedacht…oh mein Gott, wie peinlich, dachte sich Harry und trank seinen Bierkrug in einem Zug halbleer. Danach ging es ihm besser, obwohl ihm etwas schwindlig war.

Die drei hatten unterdessen ihr Gespräch wieder aufgenommen und Malfoy grinste noch immer. "Dich hab ich wohl auch geschockt, oder?"

"Was?", fragte Harry, der gerade ein bisschen abwesend war, da er versuchte klar zu sehen.

"Ist alles in Ordnung?", fragte Malfoy und sah ihn leicht besorgt an.

"Jaa…mir ist nur n`bisschen schwindlig", meinte Harry und schob den Bierkrug von sich weg.

"Kein Wunder", sagte Malfoy. "Sollen wir auch gehen?"

"Wir?", fragte Harry leicht belustigt. "Ich dachte, das wäre nur Show gewesen."

"Ich hab hier sowieso nichts mehr zu tun", sagte Draco nur und stand auf um zur Theke zu gehen.

"Ach, geht ihr auch schon?", flachste Justin.

"Ja", sagte Harry als Ausrede. "Müssen doch Händchenhaltend an Jack vorbeilaufen."

"Verstehe", meinte Mark nickend. "Prügelt euch nicht!"

"Wir doch nicht", sagte Harry und stand ebenfalls auf um zu bezahlen. Dann verabschiedete er sich und ging nach draußen, wo Malfoy schon rauchend auf ihn wartete.

"Hab ihnen erzählt, wir wollen Jack verarschen", sagte Harry.

"Ah, gut", meinte Draco und machte sich auf den Weg, zurück ins Schloss. Gerade als sie das Dorf verließen, begann es, leicht zu nieseln.

"Auch das noch!", schimpfte Draco.

Harry zuckte mit den Schultern. Ein paar Regentropfen waren doch nicht schlimm. Der Meinung war er allerdings nicht mehr, als es nach zehn Metern richtig zu regnen begann.

"Na toll", er blieb stehen, um seine Brille zu putzen, da er nichts mehr sah. Malfoy drehte sich verwundert um, wo er blieb.

"He, ich hab keine Lust, hier im Regen festzuwachsen!", rief er Harry zu, der ihn eilig wieder einholte.

"Ich sehe aber so gut wie nichts!", sagte er.

"Ach, komm mit", sagte Malfoy und zog ihn am Ärmel mit sich. "Da drüben ist ein Baum."

Als sie endlich darunter standen, hätte es auch nicht mehr viel Unterschied gemacht, ob sie weiter durch den Regen gelaufen wären, oder nicht. Harry nahm seine Brille ab und hexte sie trocken, allerdings fiel ihm der Spruch nicht mehr ein, mit dem Hermine sie mal Wasser abweisend gemacht hatte.

"Verflucht!", neben ihm hatte Malfoy gerade seinen Zauberstab gezückt um sich zu trockenen, was, wie Harry fand, eine sehr gute Idee war.

Fünf Sekunden später waren sie zwar beide wieder trocken, allerdings hatten sie keine besondere Lust wieder nass zu werden und so standen sie ziemlich unentschlossen unter dem Baum herum, durch dessen dichte Äste es gelegentlich auf sie hinab tropfte.

"Solln wir warten, bis es aufhört?", fragte Harry in das Rauschen des Regens.

Malfoy zuckte mit den Schultern. "Wenn's das überhaupt tut…"

Er streckte kurz den Kopf unter dem Baum hervor und zog ihn dann schnell wieder ein. "Keine Chance."

"Warten wir halt mal", beschloss Harry und lehnte sich gegen den Baumstamm um sich eine Zigarette anzuzünden. "Bin froh, wenn die Packung mit Vanille endlich leer ist, die mit Minze sind besser", meinte er.

Malfoy grinste nur und steckte sich demonstrativ eine ebensolche an.

"Wir können ja tauschen", schlug er vor und hielt sie Harry hin. Der sah ihn an, zuckte dann mit den Schultern und nahm sie, um Malfoy dann seine zu geben.

"Besser", sagte Harry und atmete den Rauch tief ein. Dann wusste er ein Weile mal wieder nichts zu sagen und Malfoy anscheinend auch nicht. Schließlich gab ein Ast nach und Malfoy bekam mindestens einen Eimer Wasser auf den Kopf.

"Verdammte Scheiße!", fluchte er während Harry sich halb tot lachte.

"Ja, du findest das natürlich unheimlich lustig", sagte Malfoy und schmiss seine Zigarette weg.

"Oh, ja!", machte Harry noch immer lachend, zückte dann aber wieder seinen Zauberstab um Draco zu trocken. "Bitte, alles wieder gut."

"Ja, wenigstens etwas", brummelte Malfoy und fuhr sich durch die Haare, was Harry interessiert beobachtete. Sah auch einfach nur zu gut aus…

Er seufzte und Malfoy sah ihn verwirrt an. "Soll ich dich auch nass machen?"

"Was?", Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen. "Nein danke, kein Bedarf…"

Malfoy grinste auch endlich wieder, und steckte sich dann eine Zigarette in den Mund. "Wenn die jetzt wieder nass wird…", murmelte er während er sie anzündete.

"Hättest sie ja auch trocknen können", meinte Harry, was Malfoy schlichtweg überhörte.

"Fällt dir irgendein Zauber ein?", fragte er stattdessen. "Mit dem wir durch den Regen kommen?"

"Ja, verdammt schnell rennen", gab Harry als Antwort und zog an seiner Zigarette.

Malfoy schnaubte. "Ich kenn keinen, der so lustig ist wie du…aber bitte, renn los!"

"Nee", Harry schüttelte den Kopf. "Ich finds grade so schön hier."

"Aja", machte Malfoy erkennend und Harry runzelte leicht die Stirn. So hatte er das eigentlich nicht gemeint- obwohl...

Dann meinte er: "Wenn du hier unbedingt wegwillst, dann renn du doch."

"Also, da steh ich lieber mit dir rum", meinte Malfoy.

"Als ob das so schrecklich wäre", sagte Harry nur und beobachtete Malfoy, der langsam nickte.

"Stimmt", Harry bildete sich ein, ein Lächeln über sein Gesicht huschen zu sehen, was ansteckend war.

Er bohrte mit dem Schuh im Gras herum und wusste nicht, was er sagen sollte. Unter normalen Umständen hätten sie sich wahrscheinlich blöde Sprüche an den Kopf geworfen, bis es einem von beiden zu blöd geworden wäre, und Flüche durch die Gegend geflogen wären. Aber das hier war kein normaler Umstand, ganz und gar nicht. Er hatte ja nicht mal Lust, irgendwas blödes oder gemeines zu Malfoy zu sagen, eher verspürte er Lust, ganz andere Dinge zu tun, an die er lieber erst gar nicht dachte… Obwohl das am See noch nicht mal so lange her war…

"An was denkst du?", fragte Malfoy, der ihn schon die ganze Zeit in der Harry gegrübelt hatte, angesehen hatte.

"An heute Vormittag, am See", antwortete Harry wahrheitsgetreu, was ihn langsam nicht mehr wunderte. Komisch, seine beiden besten Freunde konnte er anlügen, Malfoy aber nicht.

"Oh", machte der leicht erstaunt. "Wieso denn?"

Harry hob die Schultern. "Weil's mir halt grade wieder eingefallen ist."

"Ach so", sagte Malfoy und wirkte nun auch etwas nachdenklich. "Jaa…" Er begann auch im Gras herumzubohren, was Harry ziemlich lustig fand. "Fandest dus schrecklich?", fragte er auf einmal.

"Nein!", sagte Harry völlig perplex, wie um ihn zu beruhigen und hätte sich treten können.

"Willst dus wiederholen?", fragte Malfoy.

"Klar! Und dann rennen noch Justin und Mark vorbei und wundern sich, wo Jack ist, den wir ja eigentlich eifersüchtig machen wollen", sagte Harry leicht aufgebracht. "Hier echt nicht!"

"Aber sonst hättest du nichts dagegen?", fragte Malfoy weiter.

Harry hob die Augenrauen, als er bemerkte, dass er das tatsächlich nicht hatte, und dieser Gedankengang entging Draco anscheinend auch nicht, denn er grinste.

"Also nicht?"

"Anscheinend", machte Harry und sah ihn dann flüchtig an. "Und du?"

"Ich?", wiederholte Malfoy wie er es so gerne tat. "Ich glaub nicht…"

Er sah Harry an, der meinte: "Wie gesagt, hier nicht."

"Wir können ja in mein Zimmer gehen", sagte Malfoy leicht provozierend.

"Gut", sagte Harry herausfordernd. Das wollte er sehen- diese ganze Situation war einfach mal wieder zu absurd, als dass sie hätte war sein können.

Kurz entschlossen trat er unter dem Baum hervor und Malfoy folgte ihm. Schweigend eilten sie hinauf zum Schloss, wo sie sich erst wieder trockneten, bevor sie um einiges langsamer weitergingen.

Erst als sie vor dem Schwanenportrait standen, öffnete Malfoy wieder den Mund, um das Passwort zu sagen. Es schwang zur Seite und er öffnete die Tür durch die sie traten. Dann lies er sie ins Schloss fallen.

Draco und Harry standen sich in dem schummrigen Zimmer gegenüber und keiner von ihnen sagte ein Wort. Harry starrte Malfoys Schreibtisch an, und Malfoy irgendeinen Punkt hinter Harry. Schließlich räusperte er sich.

"So, hier wären wir." Das waren zu viele Wörter für die Stille des Raums gewesen.

"Das sehe ich", sagte Harry und sein Blick flackerte kurz zu Draco, in den endlich wieder Bewegung gekommen war. Er zog seinen Umhang aus und warf ihn über den Schreibtischstuhl. Dann stand er wieder still und lies sich dann auf sein Bett Fallen.

"Willst du nicht herkommen?"

"Äh…", Harrys Beine schienen sich selbstständig zu machen. Er setzte sich neben Draco, der ihn nicht ansah. Dann hob er den Kopf, was herzerreisend süß aussah- das hätte Harry jedenfalls Gedacht, wenn er in diesem Moment noch dazu fähig gewesen wäre.

Harry wagte es, ihm in die Augen zu sehen und bekam eine Gänsehaut. "Willst du das wirklich?", fragte er.

"Ja", sagte Draco leicht heiser. "Aber diesmal richtig."

"Wie, richtig?", fragte Harry verwirrt, obwohl ihm schon dämmerte, was Draco meinte und ein heißer Schauer lief ihm über den Rücken.

"Ich will dich richtig küssen", sagte Draco und Harry atmete tief ein.

"Na dann…", meinte er schwach und schloss kurz die Augen. Als er sie wieder aufmachte blickte er in die grauen Malfoys, die plötzlich ziemlich nahe waren und schloss sie wieder. Und wartete.

Dann spürte er Dracos Lippen, sich auf seine legen, glaubte, ohnmächtig zu werden und doch schaffte er es irgendwie, den Kuss zu erwidern. Schließlich und langsam, wie um ja nichts falsch zu machen, öffnete Draco leicht den Mund und Harry tat, fast wie automatisch, das gleiche. Dann verabschiedete sich sein Zeitgefühl, als ihre Zungen sich zaghaft berührten und er hatte das Gefühl, zu träumen. Das konnte nicht sein, dass er gerade Malfoy küsste und sich dabei so unsagbar glücklich fühlte, dass es für tausend Patronen gereicht hätte. Es konnte nicht sein, dass Malfoys Lippen sich so weich anfühlten und seine Hand seine Wange berührte, die glühte und sein Herz pochte, als wollte es zerspringen…

Irgendwann verschwand die Hand von seiner Wange und Harry öffnete die Augen. Draco sah ihn mit einem undefinierbaren Blick an, der Harry jedoch in diesem Moment alles sagte, was er wissen musste.

"Ich…", fing Harry an, doch er stockte und sah auf seine Hände, die zitterten. Dann sah er Draco an, der schwer atmete.

"Ich wusste gar nicht…", sagte der dann leicht grinsend. "…dass du so gut küssen kannst."

"Tja…", machte Harry und schluckte. "Das wusste ich von dir auch nicht…"

"Willst du heute Nacht hier bleiben?", fragte Draco und Harry starrte ihn entgeistert an. "Es ist bald eins", sagte der als Erklärung.

"Ach so", machte Harry erleichtert.

"So notgeil bin ich auch wieder nicht", sagte Draco kopfschüttelnd. "Was denkst du eigentlich von mir?"

"Wenn ich das wüsste…" machte Harry und stand mit ziemlich wackligen Knien auf. Wie sollte er es nur zurück in seinen Turm schaffen? Vor der Zimmertür blieb er stehen und sah Malfoy ratlos an, der aufstand und zu ihm kam. Dicht vor ihm blieb er stehen und nahm kurz seine Hand, wobei Harry eine Hitzewelle durchfuhr. Dann lies er sie wieder los und sagte leise: "Gute Nacht."

"Nacht…", sagte Harry und öffnete die Tür. Dann drehte er sich noch mal um und meinte, leicht grinsend: "Du solltest echt nen Waffenschein kriegen…"

"Ach, hör mit dem Muggelkram auf", gab Draco zurück, grinste aber auch. "Sei froh, dass ich so gebildet bin."

"Ja, Einbildung ist auch ne Bildung", sagte Harry nickend und machte dann schleunigst, dass er wegkam.

"Tschau, Süßer", Harry drehte sich um, und sah Draco, der ihm Rahmen des Bildes lehnte und ihm grinsend zuwinkte. Dann lies er es hinter sich zuklappen und Harry machte sich auf den Weg, durch die finsteren Gänge Hogwarts.

Endlich im Gryffindorturm angekommen, war es viertel nach eins und Ron saß auf seinem Bett und schien zu warten. Als Harry den Schlafsaal betrat sprang er auf und kam ihm entgegen.

"Mensch, da bist du ja endlich!", sagte er und gähnte "Ich warte schon seit einer Stunde!"

"Musst du mir noch jede Kleinigkeit über Hermine erzählen?", fragte Harry und nahm seinen Pyjama vom Bett.

"Wenn dus so direkt sagst…", machte Ron verblüfft, kam dann aber zu seinem heiß ersehnten Thema. "Wir haben uns schon wieder…geküsst!"

"Schön!", sagte Harry, während er in seine Pyjamahose schlüpfte. "Und?"

"Diesmal hat sie mich geküsst! Ok- liegt vielleicht auch daran, dass sie betrunken war…", überlegte Ron und war unterdessen die ganze Zeit von einem Fuß auf den anderen getreten. "Wie war's eigentlich bei dir?"

Harry seufzte. "Ziemlich…ok", sagte er dann, musste aber übers ganze Gesicht grinsen.

"Hä?", machte Ron. "Was war denn?"

"Erzähl ich dir ein anderes mal, ich geh jetzt schlafen", sagte Harry und ging ins Bad um sich noch die Zähne zu putzen. Bevor er sich die Zahnbürste in den Mund steckte, hielt er noch mal kurz inne.

Er konnte Draco noch immer schmecken, ganz leicht, nach Minze. Er seufzte wieder und machte dann, dass er fertig wurde.

Dann konnte er sich endlich in sein Bett fallen lassen. Seine Puddingknie mussten ihn nicht mehr tragen und er konnte in Erinnerungen versinken. Langsam dämmerte Harry in Schlaf über und fing an, zu träumen.


©2005 Schmaunz
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Sonorus
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